Weiterer Coffeeshop beschossen

Wenn ein Coffeeshop von einem Schuss getroffen wird, kann man sich sicher sein, dass die jeweilige Gemeinde in Person des Bürgermeisters das „Schema F“ anwendet: Sofortige Schließung auf unbestimmte Zeit. Denn es ist ja die Sicherheit der Nachbarschaft bedroht.

Coffeeshop ,,DNA“ Quelle. DNA Facebook Page

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag war es wieder soweit: In den Coffeeshop „DNA“ in Amsterdam flog ein Projektil. Zu dem Zeitpunkt befanden sich inkl. eines Mitarbeiters vier Personen in dem Coffeeshop, zum Glück wurde aber niemand verletzt.

Anwohner waren über die Tat entsetzt, denn man pflegte ein gutes Verhältnis mit dem Coffeeshop. So auch die berühmte Sängerin Mathilde Sandig, die die wohl prominenteste Nachbarin ist. Zwar würde sie kein Cannabis mehr konsumieren, hat dies jedoch nach eigenen Aussagen 30 Jahre lang getan und weiß deswegen, dass der Shopbetreiber des vorherigen ,,Jabba the Hut“ ein Enthusiast war, der stets darauf achtete, gute Ware zu verkaufen und einen guten Umgang zu pflegen. Auch mit dem neuen Besitzer, der von der Coffeeshopkette ,,Boerejongens“ unterstützt wird, gab es keine Probleme und somit hat sich das Zusammenleben in der Achillesstraat nicht verändert. (Würde eigentlich ein deutscher Prominenter so etwas öffentlich von sich geben?)

Und natürlich hat die Gemeinde schnell reagiert und den Shop vorsorglich geschlossen: „Bei einem Schuss ohne erkennbares Motiv sei die Gefahr einer Wiederholung da, was Anwohner und Passanten gefährden kann. Um die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten, wird der Coffeeshop mit sofortiger Wirkung geschlossen“

Meiner Meinung nach ist das Problem eher in zu laschen Waffengesetzen zu suchen. Aber darüber wird anscheinend nicht diskutiert.

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

Letzte Artikel von mobo (Alle anzeigen)

Unsinnige EU-Gesetze verlangen, dass wir Euch auf die Verwendung von Cookies auf "Kein Wietpas!" hinweisen müssen. Obwohl Cookies ein elementarer Bestandteil des Webs sind. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Dir das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Durch Weiterbenutzung unseres Angebotes und/oder dem Klick auf "OK" stimmst Du dem zu.

Schließen