Neuster Beschuss stellt Polizei vor Rätsel

Es war ein paar Tage ruhig um die Beschüsse in Amsterdam. Vermutlich wollte der oder die Täter etwas vorsichtiger sein, da das Thema in aller Munde war, doch gestern Nacht war es dann soweit und es gab einen Beschuss. Allerdings passt die neue Tat so gar nicht ins Schema und stellt die Polizei vor ein Rätsel.

Ist Amsterdam noch sicher?

Ist Amsterdam noch sicher?

Um 3.45 Uhr in der Nacht vom Sonntag auf Montag wurde die Wohnung über einem Coffeeshop beschossen. Es wurden mehrere Schüsse abgefeuert, zwei davon schlugen in die Fenster der Wohnung ein, die laut Aussagen der Polizei keinen Zusammenhang mit dem Coffeeshop hat. Die Bewohner befanden sich zu der Zeit zwar in der Wohnung, es wurde allerdings niemand verletzt.

Der Coffeeshop um den es geht ist kein unbekannter: Es handelt sich um „The Power“, dieser Shop wurde dieses Jahr bereits zweimal beschossen, einmal im Februar, was eine dreimonatige Schließung nach sich zog, und dann im Mai, wenige Tage nach der Wiedereröffnung. Seitdem ist der Shop geschlossen. Welche Motive der Täter jetzt hatte, die Wohnung darüber zu beschießen ist unbekannt. Die Polizei geht davon aus, dass die Tat in keinem Zusammenhang mit dem Coffeeshop darunter steht, was aber meiner Meinung nach durchaus diskutabel ist.

Wem galt der Schuss?

Wem galt der Schuss?

Was ist, wenn der Täter ein Zeichen setzen wollte und mit der Tag sagen will, dass die Coffeeshops sehr wohl eine Gefahr für die Sicherheit in der Nachbarschaft sind? Genau das war immer der Grund für die Schließungen. Dass dann Bürgermeister Eberhard van der Laan (PvdA) eingelenkt hat und die sofortigen Schließungen fortan stoppen will ist ja ein Eingeständnis dafür, dass die Beschüsse eben nicht die Nachbarschaft bedrohen. Es könnte natürlich auch sein, dass der Schütze in der Eile einfach daneben geschossen hat, da das Stockwerk der Wohnung doch relativ niedrig liegt und der Shop fast schon im Kellergeschoss ist.

Bislang ist noch kein Statement von der Stadt bekannt. Die Geschichte dürfte der ganzen Sache aber einen ganz neuen Spin geben.

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mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

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