„The Power“ verliert vor Gericht

Im letzten Jahr gab es eine geballte Serie an Schüssen auf Coffeeshops in Amsterdam, worüber wir mehrfach geschrieben haben. Besonders hart hat es den Coffeeshop „The Power“ getroffen. Dieser wurde gleich dreimal beschossen, weshalb er dann auch nach dem Deal mit der Gemeinde als einziger Shop nicht mehr öffnen durfte sondern seine Lizenz verlor.

Damit gab sich der Betreiber nicht zufrieden und klagte vor dem Amsterdamer Verwaltungsgericht gegen den Entzug seiner Lizenz. Der Kläger gab noch einmal zu Protokoll, dass er keinerlei Ahnung von Täter und Motiv hätte und es keine Erpressung war. Er ist davon überzeugt, dass es sich bei den Beschüssen um „irgendwelche Chaoten“ handele, die ohne Motiv wahllos um sich schießen würden. Gestützt wird diese These von der Polizei, die ebenso der Überzeugung ist, dass der Coffeeshop keine Mitschuld an den Vorfällen habe. Für den Richter war jedoch nicht einwandfrei erwiesen, dass der Coffeeshop nichts mit den Beschüssen zu tun habe und so bestätigte er, dass die Schließung eine legitime Maßnahme von Bürgermeister Eberhard van der Laan (PvdA) war. Daher wurde die Klage abgewiesen und der Entzug der Lizenz bleibt rechtmäßig.

Dies dürfte das endgültige Aus für den Coffeeshop sein. Zwar bestehe die Möglichkeit eines Beschwerde- und Berufungsverfahrens, dies sei aber sehr langwierig, teuer und ohne große Aussicht aus Erfolg.

Der Betreiber, der den Coffeeshop erst kurz vor der Serie der Beschüsse übernommen hatte steht indes nach eigenen Aussagen kurz vor der Insolvenz. Er habe viel in die Renovierung des Shops investiert und muss jetzt mit dem Verdienstausfall kämpfen.

Sieg für den Schützen.

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mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

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