Neue Coffeeshops: Utrecht rüstet auf

Nicht immer stehen die Flaggen auf Halbmast im Coffeeshopland. Neben all den Schließungen, Repressalien und Regelverschärfungen gibt es ab und zu auch gute Nachrichten zu verkünden. Und zwar aus der schönen Unistadt Utrecht. In der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz gibt es aktuell für die knapp 339.000 Einwohner 11 Coffeeshops, die lokale Coffeeshopverordnung ermöglicht insgesamt 17 Lizenzen für Cannabisabgabestellen, wobei eine für den experimentellen Cannabis Social Club bestimmt ist, einer für ein Modellprojekt, bei dem untersucht werden soll, wie sich Coffeeshops am Stadtrand auswirken, sowie zwei Shops, die außerhalb der Wohngebiete in Industriegebieten sein sollen.

Auf der Suche nach neuen Shops: VVD Bürgermeister van Zanen

Und genau für letztere Kategorie hat der Bürgermeister Jan van Zanen (VVD) jetzt eine Lizenz vergeben, genauer gesagt in der Vlampijpstraat. Dies sollte eigentlich schon im letzten Jahr passieren, allerdings gab es Bedenken in der Nachbarschaft. Offensichtlich sind diese jetzt aus dem Weg geräumt, der Bewerber hat für die Immobilie eine vorerst auf 5 Jahre beschränkte Nutzungsänderung genehmigt bekommen.

Der neue Coffeeshop „Gallery Colorado“ soll bereits in diesem Frühjahr eröffnet werden und wird dann, gemäß der lokalen Anpassung der Gemeinde, jeden volljährigen Besucher, unabhängig von dessen Herkunft willkommen heißen dürfen.

Laut Gemeinde ist der Standpunkt sehr gut für einen Coffeeshop geeignet: Es befinden sich dort ausreichend Parkplätze (was im Centrum definitiv keine Selbstverständlichkeit ist) und sei auch ohne Auto sehr gut erreichbar.

Vor der Eröffnung wird noch eine Arbeitsgruppe, bestehend aus den Anwohnern und Gewerbetreibenden, dem Coffeeshop-Managment sowie der Polizei gegründet, um bereits im Vorfeld „Overlast“ zu verhindern.

Klingt ja alles recht vernünftig.

Über vier weitere Anträge für neue Coffeeshops wird aktuell noch verhandelt.

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

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