Wohnungsgesellschaften klagen über Schließungen bei Wietanbau

Die Wohnungsgesellschaften in Brabant und Zeeland sind der Ansicht, dass sie ein unschuldiges Opfer des aktuellen Vorgehens gegen Wietanbau sind. Da die Bürgermeister ein Haus, in dem Gras angebaut wurde, für mehrere Monate schließen kann und den Bewohner erst mal obdachlos machen kann, bekommen die Vermietungsgesellschaften in dieser Zeit kein Geld aus der Vermietung. Dadurch werden die Vermieter natürlich betroffen und da sie mit dem Wietanbau nichts zu tun haben, sehen sie sich als unschuldiges Opfer dieses Vorgehens.

Vor allem in Brabanter Gemeinden wird diese Maßnahme häufig angewendet. Die dadurch verursachten Kosten wollen die Vermietungsgesellschaften jetzt ermitteln.

Die Schließungen solcher Häuser können Monate andauern. In dieser Zeit sind die Mietverträge ausgesetzt. Die Wohnungsgesellschaften möchten jetzt erreichen, dass diese Zeit kürzer ausfällt.

„Das ist gut um ein Signal an die Nachbarschaft zu senden, wenn eine Hanfplantage gefunden wurde, aber für uns kann eine Schließung eine Bestrafung sein. Das kostet unser Geld“ sagte der Teamleiter Gwen Hofland von der Wohnungsstiftung WononBreburg in Tilburg. „Außerdem haben wir viele Wohnungssuchende und wenn ein Haus lange leersteht, können wir denen auch nicht helfen“.

Steve Thunderhead

Steve Thunderhead

Ich lebe seit mehr als vierzig Jahren an der niederländischen Grenze. Die Entwicklung der niederländischen Cannabispolitik verfolge ich seit den achtziger Jahren, als ich zum ersten Mal einen Coffeeshop besucht habe. Die langsame Veränderung von einer pragmatischen und toleranten Politik zu immer repressiveren Regelungen kenne ich deswegen aus eigener Erfahrung. Ich freue mich als Autor auf Kein Wietpas! mitarbeiten zu dürfen, weil ich nach all den Jahren meinen Anteil zu einem erneuten Wandel dieser Politik beitragen will.
Steve Thunderhead
  • Vhf

    @steve_thunderhead
    danke!
    wieder so eine seltsame regelung, aber vielleicht klappt es ja mit der argumentation geldverlust, um zu den behörden vorzudringen^^, so etwas zieht ja in der regel.
    und wenn die herren dann schon am tisch sitzen, sollte auch das irrsinnige bibop-verfahren in bezug auf coffeeshops abgeschafft werden…und natürlich die ganze duldungspolitik zugunsten einer gesetzlichen regelung, wenn ich schon beim träumen bin^^
    viele grüße
    *vhf*

  • A.Merkel

    ja diese story zeigt mal wieder die kurzsichtigkeit der gesetzgeber auf , : wenn die strafe für individuen nicht reicht brummt man zusätzlich noch was einem kollektiv auf , –
    als könnte der vermieter was für strafbare handlungen der mieter …

    eine Interessante Frage wäre ob die genossenschaften nicht über stadt / Bund / Land subventioniert wird ,- dann zahlt am ende der staat und letzlich der steuerzahler

  • Rah El

    Und das empörende daran für mich: vermutlich werden den Klagen über entgangenen Gewinn mehr Gewicht eingeräumt als der Vernichtung einer Existenz.