Begriffserklärungen

  • AHOJG-Kriterien Das „Grundgesetz“ für Coffeeshops. Im einzelnen:
    • A („geen affichering“) bedeutet: Keine Werbung, weder an der Außenfront des Cafés, noch in Form von Medienwerbung (Radio, Presse, Handzettel) oder durch Werbegeschenke wie Feuerzeuge, Kugelschreiber oder Sonstiges.
    • H („geen harddrugs“) bedeutet: Weder Verkauf harter Drogen noch die Duldung von Besitz oder Konsum derselben durch Gäste.
    • O („geen overlast“) bedeutet: Keine Ruhestörung oder Belästigung von Anwohnern und Passanten.
    • J („geen verkoop aan jeugdigen“) bedeutet: Kein Verkauf an Jugendliche unter 18 Jahren.
    • G („geen verkoop van grote hoeveelheden“) bedeutet: Keine großen Mengen, weder beim Verkauf an Gäste (max. 5 g pro Person und Tag) noch beim Bestand im Café (maximal 500 g).
    • dazu kommt noch aktuell das „I-Kriterium„, was aber nicht überall kontrolliert wird.
  • Backdoor-Problematik Der Handel mit Cannabis ist in Nederland illegal. Auch in Coffeeshops. Dort ist es nur geduldet. Die Versorgung des Coffeeshops ist auch illegal und findet sprichwörtlich an der Hintertür statt. Das führt zu einigen Problemen (auch Achterdeur und Hintertür)
  • Backrohr-Problematik Das ist das, was die automatische Rechtschreibkorrektur von MacOS und iOS aus der Backdoor-Problematik bei mir machen. Also nicht wundern…
  • B-Kriterium („Besloten Club“ = geschlossener Club) Der offizielle Name des Wietpas.
  • GBA-Auszug eine Bescheinigung vom Einwohnermeldeamt. Diese soll nach neustem Gesetzesvorschlag nötig sein, um den Eintritt in Coffeeshops zu bekommen. Ist 3 Monate gültig und kostet je nach Gemeinde ca. 12-15€
  • Goldene Panda, der Eine scherzhafte Auszeichnung hier im Blog. Onno Hoes, Bürgermeister von Maastricht, einst größter Verfechter des Wietpas war zur Wahl in China, um Pandabären für den Zoo zu kaufen. Daraus wurde mit der Zeit „Der Goldene Panda“  um besonders dämliche Aussagen oder Aktionen von Politikern zu „ehren“.
  • I-Kriterium (Ingezetenenkriterium = Einwohnerkriterium) Der Nachfolger vom „Wietpas“. Die Regelung besagt, dass in den Coffeeshops, wo es eingeführt wurde nur Kunden zugelassen sind, deren Hauptwohnsitz in den Niederlanden ist. Dies ist je nach Gemeinde für Niederländer mit dem Ausweis möglich (was dazu führt, dass im Ausland lebende Niederländer nicht von der Diskriminierung betroffen sind) oder mit einem GBA-Auszug für zugezogene Ausländer.
  • Overlast Der niederländische Begriff für „Belästigung“ wurde als einer der Hauptgründe für die Einführung des Wietpas bezeichnet. Das Wort wurde so inflationär gebraucht, dass wir ihn mittlerweile auch hier benutzen. Nach einem Voting hier im Blog wurde eindeutig beschlossen, dass der korrekte Artikel „Die“ ist!
  • Wietpas Der umgangsprachliche Begriff für das „B-Kriterium“. Es sollte ein Clubausweis für die Coffeeshops sein, den nur Einwohner der Niederlande beantragen konnten.  Wurde aber zu selten benutzt, da es zu viele Bedenken (primär Datenschutz) bei den Niederländern gab. Wurde später durch das „I-Kriterium“ ersetzt.

Bitte macht fleißig weiter Vorschläge!

  • Marcel

    Wietpas = beerdigtes Unding und mein Wort des Jahres 2012!

  • Joinie

    warum bitte!!! wird so viel darüber geschrieben was unwichtig ist,!!!! Menschen ob alt oder jung (ich gehöre zu den alten!!!! 60 Jahre weiblich) die Joints geraucht haben!!!! als die „jungen Menschen“ noch nicht einmal an einer Zeugung ihrer Person gedacht haben (esoterik“ Wiedergeburt“““( hingen in der Warteschleife“) (BIN KEINE ESOTERIKERIN; ich bin meines Alters gemäss gekleidet und laufe NICHT mehr mit Hippiekleidung und Flower Power im Haar herum) maßen sich an!! Beschwerden abzugeben , leider ist es so, wie es ist, wir alten Kiffer haben uns immer sozial korrekt benommen, wir sind nicht bis heute!!! lauthals lachend und affig durch die Öffentlichkeit gelaufen , ich habe es gesehen!!!! das die jungen!!!! Menschen in Maastricht sich profilierent (Oh schaut wir haben gekifft) bewegt haben, nicht wie unsere Generation!! still , ruhig ,humorvoll , freundlich, distanziert, unaufdringlich ,, wir hatten einfach nur die erzogene Tugend des sozialen Miteinander“ Hört sich spiessig an, “ ich weiss dies“, aber ich muss damit leben ,nicht mehr in den Grenzstädten einen Joint oder 5gr. Gras kaufen zu können, so ist das Leben und unsere Nachkommenschaft, ich denke wir haben diese nachfolgenden KINDERMENSCHEN falsch aufgeklärt und geleitet , die heute in der Politik sitzen, unabhängig von BRD ;BE;NL ;FR;LUX; usw. das SOGENANNTE EUROPA, es liegt auch an dem auftreten der Masslosigkeit unserer KINDER UND ENKEL, des Benehmen der sogenannten KINDERKIFFER, die sich damit brüsten BREIT zu sein, ABER VON DER“““ LEICHTIGKEIT DES SEINS““ NICHTS WISSEN“““,,die Leichtigkeit des seins! würdigt sich erst nach 10 Stunden ARBEIT, viele Menschen meiner Generation Politiker ,Akademiker usw kennen dies , und wissen um diese Leichtigkeit bis heute, aber leider distanzieren sich HEUTE die meisten davon, die Aussenwelt(Öffentlichkeit) ist wichtiger, HAUPTSACHE IST DER ALKOHOL IST LEGAL!!!!
    Beschwere sich niemand, ich tu´s auch nicht, lebt damit, oder geht in Therapie.

    • Sebastian

      Damals(TM) :-)

      Love Joy and Freedom

    • Anonymous

      Also ich finds ja schon echt schade, dass fast alle „alten“ Kiffer diese Einstellung haben: Nach dem Motte…wir habens vor 20 Jahren schon verkackt, jetzt lässt sich da eh nichts mehr dran ändern…
      Bla Bla Bla, für mich klingt das einfach nach Verdrossenheit…aber manche mögen es dann doch wohl lieber „Leichtigkeit des Seins“ nennen.
      Allein schon die Aussage „ich laufe NICHT MEHR in Hippie Klamotten durch die Gegend“ sagt das du es in jungen Jahren bereits getan hast. Und, es kann mir keiner etwas anderes erzählen, auch DU hast es getan um anderst aussehn zu wollen, oder vllt. sogar auf bestimmte Charactereinstellungen aufmerksam zu machen. Ja ist das dann kein profilieren. Ich gebe dir Recht, dass sich nicht jeder benehmen kann, aber um genau diese Themen handelt unser „vieles Gschwätz“ ja, und ich denke jedem der hier regelmäßig mitliest ist klar wie er sich verhalten sollte…
      Das rechtfertigt aber in keinster Weiße diese Haltung: „Ich bin alt, ich kann meinen Kopf doch eh nur noch in Sand stecken. Der Zug ist ja doch schon lange abgefahren“.

    • Don

      Wow „Joinie“ du schreibst als wäre die Jugend an der momentanen Drogenpolitik schuld.Doch war es eure Generation welche Cannabis und andere dinge erst so illegal werden lies. Und zu sagen man wäre früher distanzierter gewesen, naja.Die Tatsache das Du dich auch in deiner Kleidung angepasst hat lässt vllt. die Vermutung offen das du wie viele andere dieserer Generation das Ziel auch aus den Augen verloren hast und so sind wir zu einer Konsumorientierten Gesellschaft geworden die nurnoch von dem angesprochenen „sich Profilieren etc. “ leben kann. Ich selber bin 27 Jahre alt und hätte mich damls mit meinen 15 Jahren auch zu solch einem Kinderkiffer gezählt.Habe aber nie das gefühl gehabt dadurch extrem cool zu sein.Es war sehr früh eine Einstellung von mir zu tun was ich für richtig halte.Und ich denke viele waren früher nicht anderst.Du scherst nun aber eine Menge Menschen über einen Kamm und lähnst dich zurück, nach dem Motto das wird ja eh nix. Eine echt gute Einstellung die zu Ignoranz und Egoismus führt, welche die vorboten des Turbokapitalismus sind, die zu der momentan Situation geführt haben.

  • Sebastian

    Heute:

  • Ingezetenencriterium: Der Nachfolger vom Wietpas und für uns eigentlich das gleiche. Einziger Unterschied ist, das die Coffeeshops keine geschlossenen Clubs mit Mitgliedern mehr sind. Zugang besteht aber nur für Personen über 18 Jahre, die in den Niederlanden wohnen.

  • Aus technischen Gründen muss ich den Beitrag für weitere Kommentare schließen! #2