Kein Wietpas! http://keinwietpas.de Deutschsprachige Informationen zur Cannabispolitik der Niederlande Sun, 25 Jun 2017 09:47:09 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.8 60647315 Amphetamine im Cannabis? – Wohl eher nicht! http://keinwietpas.de/2017/06/23/amphetamine-im-cannabis-wohl-eher-nicht/ http://keinwietpas.de/2017/06/23/amphetamine-im-cannabis-wohl-eher-nicht/#comments Thu, 22 Jun 2017 23:28:05 +0000 http://keinwietpas.de/?p=102392 Heute mal wieder etwas Kurioses aus den Weiten des Worldwide Webs! In der kleinen Gemeinde Zuidlaren (Drenthe) spielten sich vor kurzem merkwürdige Szenarien ab. Ein 51-Jähriger Mann wurde zu 120 Sozialstunden verurteilt, weil er seine Schwester „gestalkt“ hat. Jetzt denkt Ihr euch wahrscheinlich: Hat der Kushdee sie noch alle? Was interessiert mich das?

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Natürlich ist das erst die halbe Geschichte, es wird noch viel mysteriöser. Selbstverständlich würde der Mann niemals von alleine auf eine solch affige Tat kommen, da müssen nach Adam Riese auch andere Faktoren mitspielen. So manch einer hätte sicherlich auf psychische Probleme plädiert (die der Mann trotzdem hat) aber das war dem „Stalker“ wohl nicht genug. Er dachte sich: Greifen wir mal ganz tief in die Trickkiste und ziehen den örtlichen Coffeeshop auch noch mit hinab in diesen Familiensumpf, indem man ihm vorwirft, das gekaufte Cannabis wäre mit Amphetaminen versetzt gewesen, was dann letztlich dieses Verhalten ausgelöst haben soll. Der Coffeeshop „Illusion“ lässt dies natürlich nicht auf sich sitzen und geht entschieden dagegen vor. Dabei darf Besitzer Attila Kavak auf die Unterstützung der Gemeinde und der Polizei hoffen. Anfangs bestand zwischen dem 51-jährigen und dem Shop ein völlig normales Verhältnis. Ein Kunde wie jeder andere auch. Doch irgendwann wendete sich das Blatt, da der Mann immer wieder verworrenes Zeug erzählte und versuchte den Shop damit zu diskreditieren. Dies mündete letzten Endes in einem Hausverbot, welches der Zuidlarener aber mehr oder weniger ignorierte. Auch Besitzer Attila Kavak kann von Stalking ähnlichen Situationen berichten, welche den 51-jährigen betreffen. Seit ungefähr zwei Jahren muss sich Attila Kavak immer wieder mit dem verwirrten Mann auseinandersetzen.

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Die örtliche Polizei und zuständige Leute im Gemeinderat stehen komplett auf der Seite des Shops und zeigen keine Intentionen gegen das Etablissement oder den Besitzer vorzugehen. Trotzdem sieht Attila Kavak seinen Ruf in Gefahr, was man natürlich auch nachvollziehen kann. Doch seine Sorgen dürften unbegründet sein. Selbst der „Wijkagent“ bestätigt, dass der Coffeeshop keine Probleme macht und in der Nachbarschaft von allen Geschäften am wenigsten Overlast aufweist. Auch die Bewertung bei Google+ liegt bei fünf Sternen. So schlecht können die meisten Besucher den Shop also nicht finden. Man darf auch davon ausgehen, dass diese Sache nun im Winde verläuft und nach und nach in Vergessenheit gerät. Aber es hätte natürlich auch anders kommen können. Wenn die Polizei die Sache ernst genommen hätte und bei einer Durchsuchung auch nur 0,001 Gramm Amphetamine gefunden hätte, würde ich jetzt über die nächste Schließung berichten. Ein großes Lob an die Polizei und die Gemeinde für so ein rationales Handeln. Am besten ist es halt doch, wenn man an einem Strang zieht und Probleme gemeinsam angeht. Oft wirkt es als würden die Niederlande den Bach runter gehen, was Cannabis angeht. Doch bis auf ein Dutzend Ausnahmen, herrscht auf kommunaler Ebene häufig Einigkeit. Wenn die „Erste Kammer“ sich noch dazu entscheiden kann, die illegale Belieferung zu legitimieren wird es in Zukunft ein noch engeres Verhältnis geben. Leider wird das wohl dieses Jahr nichts mehr.

In diesem Sinne: Genießt das Wochenende und die Sonne!

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Rotterdam will mitverdienen http://keinwietpas.de/2017/06/18/rotterdam-will-mitverdienen/ http://keinwietpas.de/2017/06/18/rotterdam-will-mitverdienen/#comments Sun, 18 Jun 2017 10:12:50 +0000 http://keinwietpas.de/?p=102375 Rotterdam (Südholland) hat zu wenig Coffeeshops. Darin sind sich (fast) alle Mitglieder des Gemeinderats einig. Lange Warteschlangen und Verkehrsbehinderungen sorgen für nicht akzeptable „Overlast“ rund um die Shops. Seitdem im Jahr 1996 die sogenannte „Aussterbepolitik“ (Uitsterfbeleid) initiiert wurde, ist die Zahl der Shops von damals 65 auf heute 37 gesunken.

Freut sich schon auf neue Einnahmen: Bürgermeister Ahmed Aboutaleb

Ob jetzt „locker 10 bis 20“ neue Shops nötig sind, wie Ratsmitglied Arno Bonte von den GroenLinks findet, oder 2-3 laut Bürgermeister Ahmed Aboutaleb (PvdA), darüber wird derzeit diskutiert.

Jetzt sorgt ein Vorschlag des Bürgermeisters über eine Reformierung der Lizenzvergabe für Furore: Neue Genehmigungen für Coffeeshops sollen nicht wie in den meisten anderen Gemeinden per Los nach vorhergegangener intensiver Überprüfung z.B. durch das Bibob-Verfahren  (u.a. Kontrolle der wirtschaftlichen Realisierbarkeit) vergeben werden, sondern Lizenzen sollen in Versteigerungen an den Meistbietenden verhökert verkauft werden. Eine Mehrheit des Rates findet diesen Vorschlag gut, um etwas Geld in die klammen Kassen der Hafenstadt zu spülen und man prüft derzeit die juristische Realisierbarkeit.

de Roon

Robin de Roon (D66) ist gegen eine solche Regelung. Seiner Meinung nach sollte Geld nicht die tragende Rolle bei der Vergabe von Lizenzen sein, da Coffeeshops einem öffentlichen Interesse dienen (Sic!) und man das Thema ganz anders behandeln sollte als z.B. die Vergabe von Rundfunklizenzen.

Bislang ist der Antrag ein reiner Verwaltungsakt, der Gebühren von ca. 600€ nach sich zieht. Wenn man bedenkt, dass in vielen Coffeeshops Millionen umgesetzt werden, kann man sich vorstellen, was für Summen bei einer Lizenzauktion erzielt werden könnten. Ob das moralisch oder ethisch vertretbar ist, steht neben der juristischen Frage zur Diskussion.

Was meint Ihr?

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Interna: Kein Wietpas! 4.0 – Forward to the roots http://keinwietpas.de/2017/06/09/interne-kein-wietpas-4-0-forward-to-the-roots/ http://keinwietpas.de/2017/06/09/interne-kein-wietpas-4-0-forward-to-the-roots/#comments Fri, 09 Jun 2017 09:08:26 +0000 http://keinwietpas.de/?p=102347 Vor einigen Tagen haben wir doch tatsächlich das 5-Jahre-Jubiläum von „Kein Wietpas!“ verpasst. Das liegt definitiv nicht daran, dass mir das ganze Projekt egal geworden ist, nein, im Gegenteil, es ist so ein fester Bestandteil meines Lebens geworden, dass ich gar nicht mehr drüber nachdenke, ob gerade irgendein Jubiläum war oder nicht. 5 Jahre sind im Internet eine lange Zeit und in diesen 5 Jahren hat sich „Kein Wietpas!“ immer wieder neu erfunden.

Angefangen hat es mit einem kleinen vorgefertigtem Blog auf WordPress.com, doch sehr schnell merkte ich, dass eine eigene Installation auf eigenem Webspace wesentlich mehr Möglichkeiten schafft. Und so habe ich mich in die Thematik eingearbeitet und vor allem mit der Hilfe von Steve eine eigene WordPress-Installation auf uberspace installiert. Das Design war vom ursprünglichen Theme übernommen, wir haben nur eine weitere Sidebar (das sind die Leisten rechts in denen die Infos wie z.B. die letzten Kommentare drinstehen) hinzugefügt. Später kam dann noch das Forum hinzu. Irgendwann kam dann der Beschluss ein neues, moderneres Theme zu wählen und mit dieser Version 3 von „Kein Wietpas!“ fahren wir bis zum heutigen Tag. Wir haben immer mal Features eingebaut, wieder gelöscht oder ersetzt, aber grundsätzlich sind wir immer noch in dieser dritten Version.

In letzter Zeit habe ich allerdings viel darüber nachgedacht, ob das so alles noch zeitgemäß ist. Und irgendwann sieht man sich ja auch an einem Design satt. Was Neues muss her!

Meine Idee war es, „Kein Wietpas!“ auf den Kern zu reduzieren: Den Content. Alles soll schlichter werden, nur die nötigsten Informationen und gut besuchten Inhalte sollten bleiben.

Ich habe ein paar Designs ausgetestet (und dafür auch teilweise Geld in den Sand gesetzt…) und dann letztendlich etwas gefunden, was mich sehr angesprochen hat. Auch die anderen im Team finden das neue Design gelungen und somit war der Entschluss gefasst. Seit einiger Zeit arbeite ich jetzt an dem Theme und passe es an. Es ist modern, schlicht und „pfiffig“. Der Inhalt wird in den Vordergrund gestellt, die Sidebar ist im Normalzustand nicht sichtbar und stört nicht. Ein wenig Feinschliff wird noch benötigt, aber schon bald werde ich den großen Schalter umlegen und „Kein Wietpas!“ 4.0 der Öffentlichkeit präsentieren! Ich bin sehr auf Euer Feedback gespannt!

Eine schlechte Nachricht habe ich allerdings noch für die iPhone-Nutzer: Leider wird die App eingestellt. Im Store ist sie schon nicht mehr und es wird keine weiteren Updates mehr geben. Das Problem ist, dass der Programmierer nicht mehr die Kapazitäten hat, weiter daran zu arbeiten, da er jetzt kein Schüler mehr ist, sondern eine Software-Firma leitet und solche Projekte leider nicht mehr betreuen kann. Jetzige Installationen können noch genutzt werden, aber es ist ja schon seit längerem so, dass nicht mehr alles so funktioniert wie ursprünglich gedacht, sie wurde auf iOS 8 programmiert und es gab seitdem kein Update mehr. Mit iOS 11 wird sie komplett den Dienst einstellen, da Apple dann  den Support von 32Bit Apps streichen wird. Falls irgendjemand mit Programmierkenntnissen Lust hat, einen Ersatz zu programmieren, kann er sich gerne melden. Würde mich freuen! Als Alternative kann ich eine Kombination aus den Apps Bloglovin´(für die Beiträge inkl. Pushbenachrichtigung) und Disqus (für die Kommentare, leider Push nur bei Antworten auf eigene Kommentare) empfehlen.

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Besitzer der Sittarder Coffeeshops will gegen das I-Kriterium klagen http://keinwietpas.de/2017/06/08/besitzer-der-sittarder-coffeeshops-will-gegen-das-i-kriterium-klagen/ http://keinwietpas.de/2017/06/08/besitzer-der-sittarder-coffeeshops-will-gegen-das-i-kriterium-klagen/#respond Thu, 08 Jun 2017 20:53:26 +0000 http://keinwietpas.de/?p=102357 Peter Hendriks, der Besitzer der beiden Coffeeshops Skunk und Relax in Sittard, droht mit einer Millionenklage, wenn die Gemeinde Sittard-Geleen das seit letztem Jahr geltende I-Kriterium nicht wieder abschafft.
Er hat der Gemeinde eine Frist bis zum 14. Juni gesetzt um auf seine Ankündigung zu reagieren, anderenfalls folgt eine Klage, ließ er am Mittwochabend wissen.
Hendriks hatte 2014 seine beiden Shops, die in der Sittarder Fussgängerzone lagen, zusammengelegt und in einem Ladenlokal gegenüber des Sittarder Bahnhofs neu aufgemacht. 2016 erließ Bürgermeister Sjaar Cox dann ein Verbot für Ausländer in den Coffeeshops. Das führte dann dazu, dass 70% weniger Kunden in die Sittarder Shops kamen. Bis zu der Einführung des I-Kriteriums besuchten die beiden Shops 350.000 Kunden pro Jahr.
Da Hendriks natürlich beim Umzug der beiden Shops auch eine Menge Geld investiert hat, ist die Entscheidung der Gemeinde natürlich besonders ärgerlich, denn logischerweise verlässt man sich als Besitzer auch darauf, dass die Gemeinde nicht auf einmal alles ändert. Schließlich kalkuliert man auch als Coffeeshopbesitzer nicht nur für die nächsten Monate. Eine Klage könnte durchaus auch Erfolg haben, denn in anderen Fällen nach der Einführung des B-Kriteriums (Der eigentliche Wietpas, das ‚besloten Club‘ Kriterium) haben einige Coffeeshops mit Schadensersatzklagen Erfolg gehabt. Hier liegt die Rechtslage zwar etwas anders, da das I-Kriterium, anders als der Wietpas, noch gesetzeskonform ist. Jedoch ist der Ausgang solcher Verfahren vor den niederländischen Gerichten oft überraschend, denn auch eine Gemeinde hat sich an gewisse Abmachungen zu halten. Warten wir es also mal ab, was dabei rauskommt.

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Es geht wieder los: Coffeeshop in Amsterdam beschossen http://keinwietpas.de/2017/06/08/es-geht-wieder-los-coffeeshop-in-amsterdam-beschossen/ http://keinwietpas.de/2017/06/08/es-geht-wieder-los-coffeeshop-in-amsterdam-beschossen/#comments Thu, 08 Jun 2017 15:15:20 +0000 http://keinwietpas.de/?p=102341 Im letzten Jahr waren beschossene Coffeeshops ein ganz großes Thema auf „Kein Wietpas!“. Nachdem immer mehr Shops beschossen und anschließend geschlossen wurden, kam es dann zu einer neuen Regelung zwischen der Gemeinde und den Coffeeshops, so dass ein Shop nicht mehr automatisch schließen müsse, wenn gewisse Bedingungen erfüllt sind. Danach wurde es still um das Thema, scheinbar war es nicht mehr interessant genug, einen Shop so in Bedrängnis zu bringen, jedenfalls gab es lange keine Beschüsse mehr.

Keine Schließung, aber Versiegelung

Das hat sich jetzt geändert: Vergangene Nacht gegen 4.00 Uhr wurde auf den Coffeeshop „Yin Yang“ in der Knollendamstraat mehrfach geschossen. Das Muster ist bekannt: Nachts außerhalb der Geschäftszeiten, keine Verletzten, keine Zeugen.

Nun darf man gespannt sein, was passiert: Es wurde noch keine Schließung von der Gemeinde ausgesprochen. Ob der Shop alle Bedingungen der Vereinbarung erfüllt, um eine Schließung zu umgehen, ist nicht bekannt. Aktuell ist das Gebäude von der Polizei im Rahmen der gewöhnlichen Ermittlungen versiegelt, was aber keine Sanktion ist, sondern die Beweismaterialien schützen soll. Nachdem die Ermittlungen abgeschlossen sind, dürfte die Versiegelung wieder aufgehoben werden.

Wir berichten, sobald es Neuigkeiten gibt.

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Veranstaltungstipp: Cannabis Bevrijdingsdag 2017 http://keinwietpas.de/2017/06/08/veranstaltungstipp-cannabis-bevrijdingsdag-2017/ http://keinwietpas.de/2017/06/08/veranstaltungstipp-cannabis-bevrijdingsdag-2017/#respond Wed, 07 Jun 2017 23:02:10 +0000 http://keinwietpas.de/?p=102335 Am kommenden Sonntag findet bereits zum neunten Mal der Cannabis Bevrijdingsdag im Amsterdamer Flevopark, organisiert vom VOC Nederland statt. Wieder wird es ein hochkarätiges Programm mit vielen Vorträgen, Musik, Streetfood und mehr geben. Und das ganze ohne Eintritt!

Im diesem Jahr haben wir es tatsächlich auf die Reihe bekommen, dass das „Kein Wietpas!“-Autorenteam vollständig anwesend sein wird und wir würden uns freuen, auch ein paar Leser zu treffen.

Der Cannabis Bevrijdingsdag findet von 14-22 Uhr im Flevopark (Valentijnkade) statt.

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Gigantischer Drogenfund nach mutiger Polizeirazzia von heldenhaften Beamten http://keinwietpas.de/2017/06/06/gigantischer-drogenfund-nach-mutiger-polizeirazzia-von-heldenhaften-beamten/ http://keinwietpas.de/2017/06/06/gigantischer-drogenfund-nach-mutiger-polizeirazzia-von-heldenhaften-beamten/#comments Tue, 06 Jun 2017 16:11:23 +0000 http://keinwietpas.de/?p=102329 Allzu oft gibt es enorme Unterschiede zwischen dem klischeehaften Bild der Niederlande vom Drogenparadies mit schier unerschöpflicher Toleranz und der brutalen Realität konservativer Politik mit radikalen Maßnahmen wie das temporäre Verbot, das eigene Haus zu betreten, samt deutlich lesbaren Hinweis darauf an der Eingangstür. Selbst im Hardliner-Land Deutschland wären solche Maßnahmen undenkbar.

Ein Ort des Verbrechens

Dass in den Niederlanden nicht immer alles easy und tolerant zugeht, mussten kürzlich auch die Schüler der weiterführenden Schule Durendael in Oisterwijk (Nordbrabant) erfahren. Im Rahmen der Aktion “Veilige School” (Sichere Schule) wurden in enger Zusammenarbeit zwischen Schulleitung und Polizei Drogenkontrollen in allen Klassenräumen durchgeführt. Dazu wurden Klassenräume samt Schüler unangekündigten von Polizeibeamten mit mehreren Drogenspürhunden durchsucht.

Nach Angaben des Direktors wurde dabei dann auch ein (!!!) Schüler mit etwas Gras erwischt, woraufhin er bis zum Beginn der angekündigten polizeilichen Ermittlungen (WTF?) temporär von der Schule suspendiert wurde.

Laut Angaben Schule sei die Aktion „herausfordernd und spannend“ für die Schüler gewesen und man plane, solche und ähnliche Aktionen zu wiederholen.

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De Professor in Hilversum wieder geöffnet http://keinwietpas.de/2017/05/21/de-professor-in-hilversum-wieder-geoeffnet/ http://keinwietpas.de/2017/05/21/de-professor-in-hilversum-wieder-geoeffnet/#respond Sun, 21 May 2017 20:35:54 +0000 http://keinwietpas.de/?p=102140 Nach den Schandtaten, die sich rund 70 km weiter südlich abgespielt haben, heute mal etwas sehr Positives. In Hilversum (Noord-Holland) konnte der Coffeeshop „De Professor“ seine Arbeit wieder aufnehmen und hat keine weiteren Konsequenzen seitens der Gemeinde zu befürchten. Im November 2016 wurde eine deutlich zu hohe Vorratsmenge im Zusammenhang mit dem Shop gefunden, welche dann letztendlich zur Schließung geführt hat.

Copyright „De Professor“

Nach anfänglichen Überlegungen, den Shop komplett zu schließen, hat man sich doch dazu entschieden es bei einer sechsmonatigen Schließung zu belassen. Dies ist dem Bürgermeister Pieter Broertjes (PvdA) mehr als genug. Aus seiner Sicht hat jeder Mensch eine zweite Chance verdient und auch naives Verhalten gehört zwischendurch zum Menschen dazu. Man habe immer gut zusammengearbeitet und unter anderem auch ein Gütesiegel (Keurmerk) vergeben. Dies wurde dem „De Professor“ allerdings aberkannt. In der nächsten Zeit muss sich der Shop von seiner besten Seite zeigen und sich an die Regeln der Gemeinde halten.

Bürgermeister Broertjes

In diesem Fall kann das Gütesiegel erneut vergeben werden. Sollte es dennoch zu weiteren Übertretungen kommen, dürften die Konsequenzen ziemlich klar sein.

Auch wenn nicht alles Gold ist was glänzt, hat sich der Bürgermeister hier, im Rahmen seiner Möglichkeiten, sehr gut verhalten und ein ,,menschliches Verhalten“ an den Tag gelegt. Da dies immer mehr zur Seltenheit wird, möchte ich hier ausnahmsweise mal loben. Wer noch nicht in Hilversum war, sollte dies mal nachholen. Eine sehr schöne Gemeinde mit guten Coffeeshops und einem netten Stadtkern.

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Kuriositäten aus Südholland http://keinwietpas.de/2017/05/17/kuriositaeten-aus-suedholland/ http://keinwietpas.de/2017/05/17/kuriositaeten-aus-suedholland/#comments Wed, 17 May 2017 18:53:01 +0000 http://keinwietpas.de/?p=102117
Ein Luftbild der Gemeinde Katwijk

Zuerst mal einen echten Knaller aus Katwijk (Zuid-Holland): In der Gemeinde am Meer hatte sich Aushilfs-Bürgermeister Frank Koen (CDA) den Krieg gegen Hanf auf seine Fahne geschrieben. Nachdem Jos Wienen im letzten Jahr in Haarlem seine neue Stelle als dortiger Bürgermeister angetreten hat, musste eine Interimslösung bis zum Antritt des neuen  Amtsinhabers her, welcher genauso so ein Realitätsverweigerer zu sein scheint und Anfang Mai seine Arbeit aufgenommen hat. Bereits im letzten Jahr gab es etliche Aktionen gegen Kleingärtner und „mittelgroße Betriebe“, welche mit aller Härte des Gesetzes bekämpft wurden. In den Niederlanden heißt das in einigen Gemeinden nicht nur, dass man vom Richter zu einer Geld-/Freiheitsstrafe verurteilt wird, sondern zusätzlich auch noch für mindestens 3 Monate aus seinem Mietobjekt fliegt. Für jemanden mit 15 Pflanzen für den Eigenbedarf ist das ein enormer Schlag, aber die Großproduzenten dürfte das eher weniger interessieren. Diese growen sicher nicht zuhause und Amphetamin-Produktionsstätten finden man auch nicht in einer eigens bewohnten Mietunterkunft.

Frank Koen (CDA)

Nun aber zum eigentlichen Knaller: Man könnte meinen, diese Aktionen würden dem Möchtegern-Bürgermeister Frank Koen reichen, doch weit gefehlt. Selbst ein einfacher Konsument hat in Katwijk absolut nichts zu lachen. Die Polizei wurde angewiesen, selbst kleinste Mengen zu beschlagnahmen und das Oppportunitätsprinzip auszublenden. Begründet wird dieses widerliche Verhalten durch die landesweite Duldungsverordnung, welche den Transport mehr oder weniger ausschließt. Einen Präzedenzfall gibt es hier nicht, da jedem klar ist: Wer kauft, muss auch transportieren. Natürlich kann man sich auch nur soviel kaufen, dass es für 1-2 Joints im Shop reicht. Der Realität entspricht das allerdings nicht im Geringsten. Der Durchschnittskunde (Einheimischer) springt schnell rein, kauft 1-5g und fährt dann wieder. Das wird auch Frank Koen klar sein, aber wenn die Duldungsverordnung diese Lücke lässt, öffnet das Hardlinern alle Türen. Ich bin mir zwar sicher, dass diese Luftnummer keine Schule macht, aber 2-3 Sympathisanten wären wohl leicht zu finden. In feinster „Marlene Mortler Gangart“ heißt es offiziell seitens der Gemeinde: Der Konsum und Besitz von bis zu 5g wird im Coffeeshop und Zuhause geduldet. Das schließt nicht den Transport ein.

Das wir hier nicht von Dummheit, sondern gezieltem Hass sprechen, dürfte schnell klar sein. Zu verstehen ist das allerdings nicht. Dass es in der Gemeinde mit knapp 65.000 Einwohnern keinen Coffeeshop gibt, zeigt noch deutlicher, wie dort vorgegangen wird. Es wäre natürlich einfach, alles dem Interims-Bürgermeister in die Schuhe zu schieben. Schon vor dem zweiten Weltkrieg war Katwijk politisch dem rechten Zentrum zuzuordnen. Die ehemalige Christlich-Historische Union, die bis 1980 bestand, hat von 1927-1980 den Bürgermeister gestellt. Nach der Auflösung hat sich die CHU zusammen mit zwei anderen Parteien ähnlicher Gesinnung zur CDA zusammengeschlossen, welche bis heute den Bürgermeister stellt.

Man sieht also, der politische Kurs stößt auf großen Anklang unter den extrem konservativen Wählern. Selbstredend kommt auch der neue Bürgermeister von der CDA und heißt Cornelis Visser. Ein radikaler Kurswechsel wird also ausbleiben, aber ich bin zuversichtlich, dass wenigstens die Beschlagnahmungen von den eigentlich geduldeten 5g ein Ende finden. In den Top 5 der cannabisfeindlichsten Städte in den Niederlanden kämpft Katwijk klar um den Titel.

Ein Lacher habe ich zum Schluss noch. Unserem geliebten mobo wurde vor knapp 20 Jahren mal das Autoradio in Katwijk geklaut und somit durfte er dann mit eingeschlagener Scheibe und ohne Musik wieder nach Hause fahren. Es gibt also auch noch andere fiese Buben, die kein Cannabis anbauen oder dieses vom Coffeeshop nach Hause transportieren. Aber wen interessiert schon gewöhnliche Kriminalität, wenn man einen Rentner vor die Tür setzen kann. Wir kennen doch alle die Senioren mit Bauchtasche und Trainingsanzug, die den Jugendlichen an der Straßenecke ihre selbst angebaute Ware anbieten. Wer frech wird, kriegt den Gehstock zu spüren. (Das ist natürlich Ironie und soll den Wahnsinn verdeutlichen. Die Rentner wird es wohl sehr selten erwischen, aber das reicht ja schon.) Ich werde diesen Schandfleck auf der niederländischen Landkarte definitiv im Auge behalten. Nach dem Schock muss ich jetzt erstmal einen rauchen!

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High Life will expandieren http://keinwietpas.de/2017/05/11/high-life-will-expandieren/ http://keinwietpas.de/2017/05/11/high-life-will-expandieren/#comments Thu, 11 May 2017 13:24:43 +0000 http://keinwietpas.de/?p=102105 Zeeland gilt nicht gerade als Mekka für Cannabistouristen. In der beliebten Urlaubsregion gibt es nur noch drei Gemeinden, in denen es Coffeeshops gibt, nämlich Goes, Vlissingen und Terneuzen. Nach wie vor wird dort zudem auf das I-Kriterium gesetzt, die zahlreichen Touristen dürfen also nicht in die Shops gelassen werden, was auch konsequent eingehalten wird. Zudem weht in der Region ein sehr konservativer Wind mit teils übertrieben harten Maßnahmen gegenüber Cannabiskonsumenten.

Coffeeshop High Life

Auf der anderen Seite werden die wenigen verbliebenen Coffeeshops oft für die gute Kooperation mit den Gemeinden gelobt. Als Paradebeispiel sei da das „High Life“ in Goes genannt, das intensiv an Präventionsprojekten mitarbeitet, regelmäßig Informationsabende für die Gemeindeeinwohner veranstaltet und sich strikt an die Regeln der Gemeinde hält, wofür der Shop regelmäßig gelobt wird.

Und genau dieser Shop möchte jetzt gerne expandieren und die Provinzhauptstadt Middelburg für die rund 48.000 Einwohner endlich wieder zu einer Coffeeshopgemeinde machen. Dort wurde der letzte Coffeeshop 2009 geschlossen und es gab seitdem einige hitzige Diskussionen im Gemeinderat, ob nicht wieder ein Shop zugelassen werden solle.

Middelburgs Bürgermeister Bergmann

Denn natürlich ist klar, dass das Fehlen eines Coffeeshops zu mehr Strassenhandel und zu „Drogentourismus“ innerhalb der Provinz führt. Im Rat gibt es einige Befürworter für einen neuen Shop, Schleimlappen Bürgermeister Harald Bergmann (VVD) ist aber ein ziemlicher Hardliner und verfolgt lieber eine rigide Politik, anstatt auf Toleranz zu setzen. Trotzdem hat das High Life jetzt einen Antrag für eine Lizenz an die Gemeinde gestellt, der am 29.Mai im Rat besprochen wird.

Auch in Middelburg will man auf eine gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde setzen, ausschliesslich gut ausgebildetes Personal einsetzen und mit Hilfsorganisationen in Präventionsprojekten zusammenarbeiten.

Sollte die Lizenz vergeben werden, ist natürlich davon auszugehen, dass auch dort das I-Kriterium gelten würde und nur die Anwohner etwas davon hätten. Trotzdem wäre es natürlich begrüßenswerter Schritt.

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Tilburgs Bürgermeister dankt ab http://keinwietpas.de/2017/05/04/tilburgs-buergermeister-dankt-ab/ http://keinwietpas.de/2017/05/04/tilburgs-buergermeister-dankt-ab/#comments Thu, 04 May 2017 12:06:08 +0000 http://keinwietpas.de/?p=102068 Politisch befindet sich die Niederlande aktuell in einer kleinen Schockstarre. Die Wahl ist gelaufen und die Regierungsbildung läuft erwartungsgemäß sehr schleppend voran. Da kann man keine revolutionären Beschlüsse erwarten.

Und auch auf lokaler Ebene scheint in Punkto Cannabispolitik nicht so viel zu passieren, was wohl mit der Hauptgrund sein dürfte, warum es auch hier auf „Kein Wietpas!“ momentan etwas still geworden ist.

In Tilburg (Nord-Brabant) könnte es es bald jedoch Schluss sein mit der Stillstandpolitik. Dort geht nämlich eine Ära zu Ende: Der seit 2010 amtierende Bürgermeister Peter Noordanus (PvdA) hat mit 68 Jahren sein Ausscheiden von der politischen Bühne verkündet. Noordanus betonte jedoch, dass es sich nicht um einen Rücktritt handele. Bis zu seinem Abgang wolle er es noch weiterhin „knallen lassen“ und seine politische Agenda fortsetzen. Danach will er dann in Ruhestand gehen, um sich mehr Zeit mit seiner Familie zu gönnen. Ab Oktober möchte er seine Amtskette dann dem noch nicht bestimmten Nachfolger überreichen.

Noordanus war bereits des öfteren Thema auf „Kein Wietpas!“ und nicht immer haben wir wohlgesinnt über den Mann mit dem Anus im Namen berichtet. Im Rahmen seiner Amtszeit hat er den Wietpas in Tilburg eingeführt, kurzzeitig wieder abgeschafft und dann schließlich das I-Kriterium bis zum heutigen Tage (mit wenigen Ausnahmen) eingeführt. Ein politischer Hardliner, der sich den Kampf gegen das organisierte Verbrechen auf die Fahne geschrieben hat. Dies tut er nicht nur in „seiner eigenen“ Stadt mit eiserner Hand, sondern eben auch in der gesamten Provinz, denn er ist Vorsitzender der „Drugs Taskforce Brabant“, die gegen illegalen Drogenhandel und Cannabisanbau vorgehen möchte. Mit zweifelhaftem Erfolg: Denn trotz regelmäßiger Budgeterhöhung und personeller Verstärkung wächst die Zahl der Verstöße. Und so drängt sich wahrscheinlich selbst dem letzten Hinterwäldler leicht die Frage auf, ob der harte Kurs nicht doch unsinnig sein könnte.

Mit seinem Posten als Bürgermeister gibt Noordanus auch seinen Vorsitz der Taskforce ab und somit dürfte bald in Noord-Brabant ein neuer Wind wehen.

In welche Richtung wird sich noch zeigen.

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Wietwet stößt auf Ablehnung in der ersten Kammer http://keinwietpas.de/2017/04/20/wietwet-stoesst-auf-ablehnung-in-der-ersten-kammer/ http://keinwietpas.de/2017/04/20/wietwet-stoesst-auf-ablehnung-in-der-ersten-kammer/#respond Thu, 20 Apr 2017 09:42:37 +0000 http://keinwietpas.de/?p=102058
Stößt auf Ablehnung: Vera Bergkamp

Der von Vera Bergkamp (D66) eingebrachte Vorschlag zur Regulierung des Cannabisanbaus stößt in der ersten Kammer auf die Ablehnung von CDA und VVD. Da die Parteien in der ersten Kammer dem Gesetzesvorschlag, anders als die Abgeordnteten der zweiten Kammer, nicht zustimmen wollen, ist die Regulierung erstmal auf die lange Bank geschoben.
Senator Van Rij (CDA) sagt, dass seine Partei gegen eine Regulierung ist. Er fürchtet, dass das Gesetz von Bergkamp eine große anziehende Wirkung auf Drogentouristen hat. „Und das, während wir als Niederlande, wenn es um Drogen geht, bereits jetzt eine leitende Position in Europa einnehmen.“ Dabei bezieht er sich auf einige Zeitungsberichte, in denen die Niederlande als europäischer „Narco Staat“ bezeichnet werden, da nach EU Untersuchungen eine große Anzahl der in Europa konsumierten Drogen aus den Niederlanden kommt. Entweder wird es dort produziert, wie im Falle von Wiet oder Partydrogen, oder die Lieferwege laufen über das kleine Land, wie bei Hasch und harten Drogen.
Die VVD stört an dem Gesetzentwurf, dass Bergkamp die aktuelle Duldungspolitik in die Form eines Gesetzes bringen möchte. Nach der Ansicht von Senator Knip von der VVD sollte eine Regulierung neu entwickelt werden und nicht in einer Legalisierung des aktuellen Status quo bestehen.
Es wird also nichts mit der schnellen Legalisierung. Bergkamp soll zunächst noch auf Fragen der Kammermitglieder antworten. Möglich ist auch noch eine zweite Fragerunde. Womit die Legalisierung in den Niederlanden erst mal wieder in die Ferne gerückt ist.

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Wenn es den braven Bürger trifft… http://keinwietpas.de/2017/04/17/wenn-es-den-braven-buerger-trifft/ http://keinwietpas.de/2017/04/17/wenn-es-den-braven-buerger-trifft/#comments Mon, 17 Apr 2017 15:10:32 +0000 http://keinwietpas.de/?p=102041 Ostern, Feiertage, man hat mal frei. Zeit beim morgendlichen Wake‘n Bake mal die Nachrichten zu lesen, bei denen man in den letzten Tagen nur der Überschrift etwas Aufmerksamkeit geschenkt hat und sie unter ‚lese ich später oder gar nicht‘ abgelegt hat.
Da war doch diese Nachricht von dem ehemaligen Gefängnisdirektor, bei dem man eine Hanfplantage gefunden hatte… Was hatte es denn damit auf sich?
Aha, offenbar hat man in Nieuw-Vossemeer bei einem Beamten, der tatsächlich mal Gefängnisdirektor war und nun in einer Position beim Justizministerium angestellt ist, eine kleine Hanfplantage mit 118 Pflanzen gefunden. Der Mann wurde suspendiert, eine Untersuchung läuft, und weitere Konsequenzen hängen vom Ausgang eben dieser Untersuchung ab. Wie die Zeitungen berichten, ist der Mann in der christlichen Gemeinde aktiv und wirkt an einer Stiftung mit, die Menschen in Not hilft.
Reizt das jetzt zur Schadenfreude? So mit dem Gedanken im Kopf: Ja, geschieht ihm Recht. Einer von denen fällt über die Gesetze die er vertreten und durchsetzen muss.
Kann man ja so sehen, nur hilft diese Betrachtungsweise niemandem weiter. Denken wir mal weiter…
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kennt man noch wenig, vor allem nicht, warum er die Pflanzen angebaut hat. Bei dieser Menge, die Zahl sagt schließlich noch nichts über den Entwicklungsstand der Pflanzen aus, würde ich jetzt einfach mal annehmen, dass er das nicht macht um sein Gehalt aufzubessern, denn in der Position in der er im Justizsystem beschäftigt ist, dürfte das wohl ausreichen. Nehmen wir das jetzt einfach mal an, denn der Mann könnte so symbolisch für eine Menge anderer Menschen stehen, die im öffentlichen Dienst sind oder in Jobs arbeiten, in denen es nicht vorteilhaft ist, offen zu seinem Cannabiskonsum zu stehen. Denn auch in den Niederlanden kommt es unter Umständen nicht gut, für regelmäßige Besuche im Coffeeshop bekannt zu sein.
Evtl. gibt es auch eine medizinische Indikation. In dem Fall zählt der Mann zu den Patienten, welche sich gerne aus welchen Gründen auch immer, selber versorgen möchten. Auch dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden.
Was es auch immer sei, was zu dieser Geschichte geführt hat, letzten Endes ist es jemand, der ein paar Pflanzen in seinem Haus großgezogen hat und dafür nun jede Menge Ärger bekommt. Und das in einem Land, in dem Cannabis zum Teil eine echte Touristenattraktion ist. Das merkt man spätestens, wenn die Touristen in Amsterdam auf die Nerven fallen, weil sie das 23te Selfie mit einem Coffeeshop im Hintergrund machen… Innerhalb von 15 Minuten!
Wie dem auch sei, eine Nachricht und die Gedanken dazu. Irgendwann werde ich dann bestimmt auch noch erfahren, warum das Ganze. Bis dahin sehe ich in meinem Kopf nun einen älteren Herrn, der am Sonntag in die Kirche geht, ein Herz für Bedürftige hat und ein paar Hanfpflanzen angebaut hat. Womit er ein Beispiel dafür ist, dass Cannabis nicht nur etwas für eine Klischeerandgruppe ist. Noch eins.
Nun ja, der Kaffee ist alle, der Joint ist ausgeraucht… Zeit was zu tun. Letzter Gedanke geht in die Richtung: Gibt es eigentlich eine Statistik, aus wie vielen Pflanzen die ganze tausenden Hanfplantagen bestehen, die jedes Jahr gefunden werden?
Der Gedanke landet nun auf dem ‚Musst Du mal nachforschen…‘ Stapel. Keine Zeit mehr. Werde jetzt erstmal Tomaten umtopfen solange ich noch nicht das in meinem Garten anpflanzen darf, was ich eigentlich eher wollte.

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Coffeeshop ‚De Apotheker‘ bleibt für ein Jahr geschlossen http://keinwietpas.de/2017/04/17/coffeeshop-de-apotheker-bleibt-fuer-ein-jahr-geschlossen/ http://keinwietpas.de/2017/04/17/coffeeshop-de-apotheker-bleibt-fuer-ein-jahr-geschlossen/#comments Sun, 16 Apr 2017 22:44:09 +0000 http://keinwietpas.de/?p=102038 Der Coffeeshop ‚De Apotheker‘ in Eindhoven (Nordbrabant) muss für ein Jahr die Türen schließen. Der Grund ist der Fund von 96,5 Kilo Cannabis und 7,25 Kilo Haschisch. Dazu kam noch der Fund von Feuerwaffen und Munition. Die Sache kam ins Rollen, als der Besitzer zu schnell fuhr. Als die Polizei ihn danach in seiner Wohnung aufsuchte, wurden die Sachen entdeckt. Der Mann gab an, dass es sich um den Handelsvorrat für den Coffeeshop in Eindhoven handelte.
Da der geduldete Handelsvorrat von 500g mit dieser Menge deutlich überschritten war und die Regeln in Eindhoven für eine Menge, welche 5 Kg übersteigt, eine Schließung von einem Jahr vorsieht, müssen die Kunden nun für geraume Zeit auf diesen Shop verzichten.
Dabei hatte der Besitzer sogar noch Glück im Unglück. Denn durch eine Schließung von genau einem Jahr würde auch seine Genehmigung ungültig. Denn die Gemeinde hat jetzt aus organisatorischen Gründen beschlossen, dass jeder Monat genau 30 Tage dauert. Das hat den Hintergrund, dass bei kürzeren Zeiträumen ein Unterschied bestehehn würde, wenn Shop für einen Monat schließen müsste. Das kann ja dann zwischen 28 und 31 Tagen sein. Deswegen hat die Stadt jetzt diese Zeitspanne festgelegt und ‚De Apotheker‘ muss die Türen nur 360 Tage geschlossen halten womit er nicht die Lizenz verliert.

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Suchtberatung spricht sich für Wietwet aus http://keinwietpas.de/2017/04/11/suchtberatung-spricht-sich-fuer-wietwet-aus/ http://keinwietpas.de/2017/04/11/suchtberatung-spricht-sich-fuer-wietwet-aus/#comments Tue, 11 Apr 2017 09:36:04 +0000 http://keinwietpas.de/?p=102025
Abgeordnete Bergkamp

Es war eine kleine Sensation im Februar: Der von der Oppositionspartei D66 unter Federführung der Abgeordneten Vera Bergkamp eingebrachte Gesetzesentwurf zur Regulierung des Anbaus von Cannabis als Versorgung für die Coffeeshops wurde in der zweiten Kammer knapp bestätigt. Genug Abgeordnete der Regierung und der Opposition halten es demnach für sinnvoll, die „Backdoor“ der Coffeeshops zu öffnen und somit die Produktion und den Einkauf zu regulieren und zu versteuern.

In Kraft treten kann das Gesetz aber erst, nachdem es von der ersten Kammer ebenfalls bestätigt wird. Die Abstimmung dazu soll am 14.04 stattfinden. Das Problem bei der Sache ist, dass die Mehrheitsverhältnisse in der ersten Kammer anders als in der zweiten sind und somit ernsthaft die Gefahr besteht, dass der Gesetzesentwurf abgelehnt werden könnte.

Jetzt gibt es einen interessanten Fürsprecher: Die staatliche niederländische Suchtberatung, die „Verslavingszorg“, hat sich in einem Brief an die Mitglieder der ersten Kammer gewendet und diese dazu aufgefordert, für den Gesetzesentwurf zu stimmen.

Nur durch eine Regulierung der Produktion und einer Kontrolle der Produktionsprozesse könne die Gesundheit der Konsumenten geschützt werden. Zudem könne man sich dann voll auf Jugendschutz, die Prävention und der Bekämpfung von Suchtproblemen beschränken. Mit anderen Worten: Es wäre eine Win-Win-Win-Situation, die für alle Beteiligten nur Vorteile hätte.

Man stelle sich vor, hierzulande würde sich ein Dr. Thomasius für eine Legalisierung aussprechen, weil er einsieht, dass sie nur Vorteile hätte. Unvorstellbar.

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Wohnungsgesellschaften klagen über Schließungen bei Wietanbau http://keinwietpas.de/2017/03/28/wohnungsgesellschaften-klagen-ueber-schliessungen-bei-wietanbau/ http://keinwietpas.de/2017/03/28/wohnungsgesellschaften-klagen-ueber-schliessungen-bei-wietanbau/#comments Tue, 28 Mar 2017 19:22:04 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101998 Die Wohnungsgesellschaften in Brabant und Zeeland sind der Ansicht, dass sie ein unschuldiges Opfer des aktuellen Vorgehens gegen Wietanbau sind. Da die Bürgermeister ein Haus, in dem Gras angebaut wurde, für mehrere Monate schließen kann und den Bewohner erst mal obdachlos machen kann, bekommen die Vermietungsgesellschaften in dieser Zeit kein Geld aus der Vermietung. Dadurch werden die Vermieter natürlich betroffen und da sie mit dem Wietanbau nichts zu tun haben, sehen sie sich als unschuldiges Opfer dieses Vorgehens.

Vor allem in Brabanter Gemeinden wird diese Maßnahme häufig angewendet. Die dadurch verursachten Kosten wollen die Vermietungsgesellschaften jetzt ermitteln.

Die Schließungen solcher Häuser können Monate andauern. In dieser Zeit sind die Mietverträge ausgesetzt. Die Wohnungsgesellschaften möchten jetzt erreichen, dass diese Zeit kürzer ausfällt.

„Das ist gut um ein Signal an die Nachbarschaft zu senden, wenn eine Hanfplantage gefunden wurde, aber für uns kann eine Schließung eine Bestrafung sein. Das kostet unser Geld“ sagte der Teamleiter Gwen Hofland von der Wohnungsstiftung WononBreburg in Tilburg. „Außerdem haben wir viele Wohnungssuchende und wenn ein Haus lange leersteht, können wir denen auch nicht helfen“.

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Coffeeshopschließungen http://keinwietpas.de/2017/03/17/coffeeshopschliessungen/ http://keinwietpas.de/2017/03/17/coffeeshopschliessungen/#comments Fri, 17 Mar 2017 22:19:31 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101970 In den letzten Wochen gab es einige Schließungen aus den verschiedensten Gründen. Wir wollen alle uns bekannten einmal zusammen tragen. Falls Ihr von weiteren wisst, schreibt das bitte in den Kommentaren!

Bereits im Januar wurden die beiden Coffeeshops „Utoop“ und „Downtown“ in Leeuwarden (Friesland) für die Dauer von drei Monaten von Bürgermeister Ferd Crone (PvdA) geschlossen, weil in beiden bei Kontrollen Minderjährige angetroffen wurden. Beide Shops verteidigen sich damit, dass die beiden nur im Eingangsbereich waren und aufgrund des hohen Betriebes sie dem Personal noch nicht aufgefallen sind. Doch keine Chance, bis April sind alle Mitarbeiter arbeitslos.

Ebenfalls im Januar wurde der Coffeeshop „De Professor“ in Hilversum (Nordholland) für den Zeitraum von vier Monaten geschlossen, da bei einer Kontrolle eine massive Überschreitung der zulässigen Lagermenge von 500g festgestellt wurde. Die Sache wurde an die Staatsanwaltschaft übergeben und es gibt Überlegungen, dem Shop komplett die Lizenz zu entziehen.

Zum 01. Juni muss der Coffeeshop „Liberty“ in Harderwijk (Gelderland) für immer schließen. Bei einer Kontrolle wurde ein Handelsvorrat von 52 Kilogramm gefunden. Klagen, Unterschriftenlisten und Proteste nutzten nichts, der einzige Coffeeshop in der Gemeinde mit knapp 46.000 Einwohnern wird zum Sommerbeginn für immer schließen müssen. Die Ein-Shop-Politik soll beibehalten werden, noch wurde jedoch noch keine neue Lizenz vergeben. Bürgermeister Harm Jan van Schaik (CDA) möchte möglichst übergangslos einen neuen Shop etablieren, um Probleme auf der Strasse zu vermeiden. Ein paar Tage haben sie ja noch…

Der Coffeeshop ‚t Rotterdammertje in Doetinchem (Gelderland) ist trotz allem Widerstandes seit dem 09.03 endgültig geschlossen und Geschichte. Die Trumpfkarte „Bibob“ hat entschieden. Die Tatsache, dass der Vermieter des Ladens eine kriminelle Vorgeschichte hat reicht aus, um vom Betreiber „eine ernsthafte Gefahr“ von „kriminellen Aktivitäten“ ausgehen zu sehen.

In Rotterdam (Südholland) werden bald gleich zwei Coffeeshops schließen müssen: Zum einem das „Nemo“, über das wir schon des öfteren berichtet haben, zum anderen der Coffeeshop „Reefer“. Beide Shops waren bereits temporär geschlossen, die Schließungen wurden aber nach Klage für nichtig entschieden. Doch Bürgermeister Ahmed Aboutaleb (PvdA) gab nicht auf und ließ sich die Schließung durch den Gemeinderat erneut bestätigen. Noch sind die Shops offen, werden aber in naher Zukunft schließen müssen. Einzige Chance wäre jetzt noch ein Gang vor den europäischen Gerichtshof, doch nach Einschätzung der Anwälte stehen die Chancen dort schlecht.

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Wahl in den Niederlanden: Erstes Fazit http://keinwietpas.de/2017/03/16/wahl-in-den-niederlanden-erstes-fazit/ http://keinwietpas.de/2017/03/16/wahl-in-den-niederlanden-erstes-fazit/#comments Thu, 16 Mar 2017 07:44:39 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101961 Die  Niederlande haben gewählt. Heute stimmten unsere Nachbarn über die politische Zusammensetzung der zweiten Kammer ab und bestätigten ihren Ministerpräsidenten Mark Rutte (VVD) erneut in seinem Amt. Im Gegensatz zu den letzten Wahlen, die ausser dem NiederlandeNet und uns kaum ein deutsches Nachrichtenportal interessiert hat, fand die heutige Wahl international große Beachtung. Brexit, Trump, das europäische Verhältnis mit der Türkei, all das musste man heute im Hinterkopf haben, stand doch ein Typ mit komischer Frisur zur Wahl, der offen fremdenfeindlich im ach so liberalen Land daher kommt. Geert Wilders (PVV) ist die niederländische Version des Schreckgespenstes, das momentan in der ganzen Welt umher zu gehen scheint.

Das Ergebnis fasse ich einmal kurz zusammen (auf den verschiedenen Nachrichtenportalen finden sich teils sehr detaillierte Auswertungen, falls ihr Details wissen wollt):

Mark Rutte hat mit „seiner“ VVD erneut die meisten Stimmen einsammeln können und wird jetzt zum dritten Mal Ministerpräsident der Niederlande. Insgesamt belegt die VVD nach aktuellen Hochrechnungen (Stand 0.50 Uhr) 32 der 150 Sitze in der zweiten Kammer. Bisher waren es 40.

Die aktuelle Koalitionspartei PvdA wurde massiv abgestraft und verliert 26 Sitze und belegt somit nur noch 9. Von einem starken Juniorpartner  werden sie jetzt zu einer kaum mehr relevanten Partei die vielleicht gar nicht mehr irgendeine Regierungsverantwortung tragen wird.

Auch ein ganzer Stapel Stimmzettel hat nicht gereicht…
Zweitstärkste Partei ist die CDA mit 21 Sitzen (bislang 13). Dann schon folgt Wilders mit seiner PVV mit sehr starken 20 Sitzen (bisher 12), dicht gefolgt von D66 mit 17 Sitzen (bisher 12) und Groenlinks mit 15 Sitzen (bisher 4), sowie der SP mit 14 Sitzen (bisher 15). Den Rest teilen sich die anderen der insgesamt 28 zur Wahl angetretenen Parteien.

Zur Regierungsbildung müssen sich Parteien mit insgesamt 76 Sitzen zusammen finden, was nach langen, zähen Verhandlungen schreit. Hier darf man gespannt sein, wen Rutte mit ins Boot holt. Zumindest eins hat er bisher kategorisch ausgeschlossen: Eine Regierungsbildung mit Wilders.

Natürlich ist die Wahl auch für den Coffeeshopfreund spannend. Die VVD ist zwar ein Hardliner, will die Coffeeshops aber nicht abschaffen und gerade in den letzten Monaten zeigten sie immer häufiger moderat, unterstützen gar die Abstimmung zur Regulierung des Anbaus. Wietpas und 15%-Regelungen scheinen da Schnee von gestern zu sein.

Die CDA hingegen positioniert sich als klare Coffeeshopgegner. Man möchte die Zahl der Shops möglichst schnell reduzieren, langfristig möchte man sie am liebsten ganz abschaffen. Alle anderen relevanten Parteien hingegen fordern eher eine lockere Handhabung von Cannabis und mehr Rechte und Möglichkeiten für Coffeeshops, allen voran die D66, die die Abstimmung zur Regulierung des Anbaus überhaupt erst ins Rollen gebracht hat.

Man darf also sehr auf den Koalitionsvertrag, wenn er denn irgendwann mal fertig gestellt wird, gespannt sein. Daneben dürfte die Personalfrage auch vieles entscheiden. Dass die VVD das wichtige Amt des Innen- und Justizministers stellen wird, dürfte recht offensichtlich sein. Spannend wird jedoch sein, wer Minister/in für Volksgesundheit werden wird. Ursprünglich waren die Coffeeshops mal diesem Ministerium zugeordnet, bevor sie immer mehr Fall des Innenministeriums wurden. Doch es gibt schon länger Bestrebungen, Coffeeshops wieder zurück ins Gesundheitsministerium zu bringen, wo sie meiner Meinung nach auch hingehören.

Natürlich hat die Drogenpolitik nicht so eine hohe Relevanz wie andere Themen, die momentan aktuell sind: Eine bröckelnde Europäische Union, Risse in allen Gesellschaften bei Themen wie der Flüchtlingsfrage, Wirtschaftskrisen, Arbeitslosigkeit, der Klimawandel – all das sind Themen, mit denen sich auch die niederländische Regierung rumschlagen muss. Doch die Drogenpolitik ist immer auch ein gesellschaftspolitisches Maß für die Liberalität einer Regierung. Gerade in den Niederlanden, die doch eine Vorreiterrolle in der Thematik eingenommen haben. Vor über 40 Jahren. Es gilt diese Drogenpolitik endlich in die heutige Zeit zu überführen.

Es bleibt also spannend wie eh und je.

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Neu: Coffeeshop Guide Amsterdam Ausgabe 2017 http://keinwietpas.de/2017/03/10/neu-coffeeshop-guide-amsterdam-ausgabe-2017/ http://keinwietpas.de/2017/03/10/neu-coffeeshop-guide-amsterdam-ausgabe-2017/#comments Fri, 10 Mar 2017 10:04:09 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101944 Etwas Werbung in eigener Sache: Ab sofort biete ich in meinem Shop auf dabbing.de die neue, aktualisierte Version des grandiosen Coffeeshop Guide Amsterdam an. In dem kleinen, handlichen Buch finden Ihr alle (!!!) Coffeeshops der Grachtenstadt. Jeder einzelne Shop wurde vom Autorenteam besucht, beschrieben und kurz nach unterschiedlichen Kriterien bewertet. Dabei werden für die neuen Ausgaben nicht einfach nur die neu geschlossenen Shops gestrichen, sondern es findet immer ein neuer Besuch statt, um zu schauen, ob es auch Änderungen gab. Gibt sicherlich schlechtere Jobs (wobei mir der Herausgeber versichert hat, dass es durchaus anstrengend ist, innerhalb kürzester Zeit jeden Shop zu besuchen)

Ihr findet das Buch hier zum Preis von 10,90€. Wie immer gilt: Mit dem Gutscheincode „Wietpas“ gibts das Ganze versandkostenfrei nach hause geschickt (innerhalb Deutschlands).

Auf der Website zum Buch findet Ihr übrigens noch eine gepflegte Karte mit allen Shops in Amsterdam.

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Cannabispatientin kämpft in Haarlem für ihr Recht http://keinwietpas.de/2017/03/06/cannabispatientin-kaempft-in-haarlem-fuer-ihr-recht/ http://keinwietpas.de/2017/03/06/cannabispatientin-kaempft-in-haarlem-fuer-ihr-recht/#comments Mon, 06 Mar 2017 14:46:07 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101923 In der wunderschönen Hauptstadt der Provinz Noord-Holland hat es kürzlich mit einigen Cannabis-Patienten und dem Bürgermeister eine Diskussionsrunde über den legalen Anbau für Patienten gegeben. Unser „Hanfkrieger“ Nol van Schaik war natürlich auch vor Ort und hat einen Bericht inklusive Fotos veröffentlicht, den wir Euch hier übersetzt präsentieren wollen.

via Nol van Schaik

Die Patientin Alexandra Kroes leidet seit 23 Jahren an MS. Um die Probleme, die diese Erkrankung mitbringt zu lösen, vor allem aber zu minimieren, konsumiert Alexandra Cannabis. Dadurch kann sie wieder gut ,,funktionieren“ und ist sogar in der Lage, sich für Leidensgenossen und -genossinnen einzusetzen. Das sogar als Vorstandsmitglied der MS-Stiftung ,,Anders“.

Erst nach einigen Kuren mit dem bekannten „Rick Simpson Oil“ hat sich Alexandra’s Situation unglaublich verbessert. Zuvor war das Fortbewegen größtenteils nur mit einem elektrischen Rollstuhl möglich, denn nach einigen Metern zu Fuß wurde es einfach zu viel. Dieser wurde mittlerweile eingelagert und Alexandra ist wieder sehr gut zu Fuß unterwegs. Ab und zu sind auch Ausflüge mit dem Fahrrad möglich.

Derzeit wird das dringend benötigte Medikament von Freunden gesponsert,da Alexandra selbst nicht die Mittel hat um die Kosten alleine zu stemmen, da diese immens sind. Eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse gibt es nicht.

Aus diesem Grunde gab es für Alexandra nur die Möglichkeit, mit der Gemeinde ins Gespräch zu kommen und zu versuchen, den Bürgermeister und den Gemeinderat, davon zu überzeugen, ihr eigenes Cannabis anbauen zu dürfen. Unterstützt von einer Gruppe Freunden und einigen Mit-Patienten hat Alexandra ihren Standpunkt überzeugend und verständlich mitgeteilt, was Fragen aber größtenteils Zustimmung durch die Ratsmitglieder eingebracht hat. Bart Hissink, der das Gleiche bereits vor dem ,,Hof van Twente“ versucht hatte, war natürlich auch mit von der Partie.

via Nol van Schaik

Als letztes hatte dann Bürgermeister Wienen selbst das Wort. Dieser war zwar mehr mit Smartphone und Tablet beschäftigt, aber kam dann doch mit einer überraschend positiven Reaktion um die Ecke.

Alexandra hatte in ihrer Rede angemerkt, dass in Tilburg bereits solche Zugeständnisse gemacht wurden und man den Patienten es gestattet, ihren medizinischen Bedarf von Zuhause aus zu decken. Bürgermeister Wienen hat dem Tilburger Bürgermeister das offensichtlich nicht zugetraut, sagte dann auch sehr deutlich, dass man eine eigene Lösung finden muss, aber der heimische Anbau von Cannabis zu medizinischen Zwecken diskussionsfähig bleiben muss. Die Gemeinde wird untersuchen, was für Möglichkeiten es diesbezüglich gibt. In zwei Monaten steht das Thema dann erneut auf der Agenda um weiter besprochen zu werden.

Nach einem Applaus für Alexandra verließen wir den Ratssaal. Das war ein großer Erfolg auf dem Weg zum zugelassenen Anbau für Patienten. Nach weiteren Glückwünschen und einem Blumenstrauß für Alexandra ging es dann zum ,,L’Anders“ auf ein Toast, um dieses tolle Resultat ausklingen zu lassen. Alexandra war mehr als zufrieden über ihre Aktion und ihre Mutter natürlich umso mehr. Grandios! Haarlem denkt mit, bedankt. Gut gemacht, Alexandra!

Nol van Schaik (Übersetzung: Kushdee)

Nun noch ein paar abschließende Sätze von mir: Wie wir hier gesehen haben, müssen Cannabis-Patienten überall kämpfen. Auch wenn er nicht immer das gleiche Ziel hat, ist so ein Kampf extrem aufwendig und kostet die sowieso schon gezeichneten Menschen im schlimmsten Fall das Leben. Ich kann nur beten, dass zumindest diese Strapazen irgendwann ein Ende nehmen und man endlich wieder den Patienten in den Vordergrund stellt. Das so eine Selbstverständlichkeit überhaupt besprochen werden muss, fügt mir bereits großes Leid zu.

Vielen Dank an Nol van Schaik für seine unermüdliche Arbeit mit allem, was mit Hanf zu tun hat. Desweiteren wünsche ich Alexandra ein hoffentlich schmerzfreies und schönes Leben mit ihrer Familie und Freunden.Immer den Kopf oben halten und niemals aufhören zu kämpfen!

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Bürgermeister krempelt Coffeeshopverordnung in Arnhem um http://keinwietpas.de/2017/03/04/buergermeister-krempelt-coffeeshopverordnung-in-arnhem-um/ http://keinwietpas.de/2017/03/04/buergermeister-krempelt-coffeeshopverordnung-in-arnhem-um/#comments Sat, 04 Mar 2017 22:26:30 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101913 Noch bevor der (temporäre) Bürgermeister Boele Staal (D66) in Arnhem seinen Dienst antrat, machten sich in der Gemeinde in Gelderland Gerüchte breit, dass er radikale Änderungen in der lokalen Coffeeshopverordnung durchsetzen will, was vor allem unter den Shopbetreibern Unmut hervorrief. In den ersten Monaten seiner Amtszeit blieb es noch ruhig, doch jetzt hat Staal seine Vision für die kommenden Jahre vorgestellt.

Das erfreuliche ist, dass es auch gute Nachrichten zu verkünden gibt. So wird das Uitsterfbeleid (Austerbebeschluss) mit sofortiger Wirkung eingestellt. Bislang war es erklärtes Ziel in der Gemeinde mit knapp 155.000 Einwohnern, die Zahl der Coffeeshops von aktuell 11 auf maximal 8 zu drücken. Hierzu sollten nach Verlust einer Lizenz (egal ob durch eine Schließung nach einem Vergehen oder ein freiwilliges Schließen z.B. durch Ruhestand) keine neuen mehr vergeben werden, so dass sich die Anzahl der Shops mit den Jahren automatisch verringert. Der neue Bürgermeister hält dies für unnötig und ist der Meinung, dass die derzeitige Anzahl problemlos beibehalten werden könne.

Zudem ist es mit sofortiger Wirkung nicht mehr notwendig, dass der Lizenzinhaber jederzeit im Coffeeshop anwesend sein muss. Die Verantwortung für das Geschäft kann auf Mitarbeiter übertragen werden, so dass der Shopbetreiber sich von nun an auch freie Tage genehmigen kann. Dies ermöglicht z.B. Hem vom De Walm (mit einem verdienten dritten Platz bei unser Wahl) von nun an auch am Wochenende zu öffnen.

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Coffeeshoplizenzen verlieren in Arnhem jetzt nach sechs Jahren automatisch an Gültigkeit. Im Anschluss wird die Lizenz neu ausgeschrieben und unter allen gültigen Bewerbungen (gültig bedeutet, dass einer Eröffnung oder dem Fortbestand am konkreten Ort nichts im Wege steht) verlost. Somit macht sich beim Betreiber eine Ungewissheit breit, ob er seinen Shop überhaupt weiter betreiben darf oder ob ein Betreiber die Lizenz bekommt. Ebenso kann es sein, dass der Betreiber zu einem Umzug gezwungen wird, wenn der bisherige Standort nicht mehr ins Konzept passt. Langfristig sollen die Coffeeshops besser über das gesamte Stadtgebiet verteilt werden, Anhäufungen sollen vermieden werden.

Natürlich sind die Shopbetreiber in Arnhem nicht zufrieden mit dieser Ungewissheit. Mit Mühe habe man in den vergangenen Jahren eine gute Beziehung zur Gemeinde, zur örtlichen Polizei und letztendlich auch zur Kundschaft aufgebaut. Man kennt viele Stammkunden persönlich, pflegt Freundschaften. Durch die neue Regelung verkommt der Coffeeshop zum „Wanderzirkus“, bei dem man heute nicht weiß, wo er morgen gastiert.

Wenn er denn noch existiert.

Verantwortlich für die lokale Coffeeshopverordnung in einer Gemeinde ist der Bürgermeister in Persona. Der Gemeinderat kann dabei lediglich Bedenken äußern und versuchen, den Bürgermeister umzustimmen.

Bislang bleibt er bei seiner Meinung.

Youtube-Direktlink

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Sightseeing-Tipp: Ons’ Lieve Heer op Solder http://keinwietpas.de/2017/03/03/sightseeing-tipp-ons-lieve-heer-op-solder/ http://keinwietpas.de/2017/03/03/sightseeing-tipp-ons-lieve-heer-op-solder/#respond Thu, 02 Mar 2017 23:35:59 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101894
Zwei Stockwerke wurden aus dem Gebäude geschnitten Foto: Steve Thunderhead
Als wir letzten Monat in Amsterdam zur Pokalübergabe waren haben wir selbstverständlich auch etwas obligatorisches Sightseeing betrieben. Die meisten Amsterdam-Besucher wissen, dass man nie alles schafft, was man sich vorgenommen hat, da man doch oft in irgendeinem Coffeeshop versackt oder sich danach nicht entscheiden kann, in welcher Fressbude man seinen Hunger stillt, doch ein kleines bisschen Kultur sitzt doch immer drin. Oder?

Im Vorfeld haben wir darüber diskutiert, was wir uns denn wohl mal anschauen wollen. Von Steve kam der Vorschlag, das Museum „Ons’ Lieve Heer op Solder“  (unser lieber Herr auf dem Dachboden) zu besichtigen. Da wir alle streng gläubige Atheisten sind, waren wir natürlich schon ein wenig skeptisch ausgerechnet eine Kirche zu besuchen, aber in Köln schaut man sich ja auch gerne den Dom an, Architektur ist ja nie verkehrt.

Doch die alte Dachbodenkirche aus dem 17. Jahrhundert ist kein gewöhnliches Gotteshaus. Es handelt sich um eine sogenannte Schuilkerk, eine versteckte Kirche. Zur Zeiten der Reformation war in Amsterdam Katholizismus verboten, wurde aber toleriert, sofern er im Verborgenen ausgelebt wurde. Und so gab es in Amsterdam und auch im ganzen Land geheime Kirchen in denen Gläubige ihre Religion ausleben konnten. „Ons’ Lieve Heer op Solder“ ist dabei die am besten erhaltene Kirche dieser Art. Bereits seit 1888 wurde das Gebäude als Museum genutzt. Architektonisch ist sie durchaus beeindruckend. Aus dem Gebäude, was im 17. Jahrhundert von einem wohlhabenden deutschen Kaufmann gekauft  wurde, wurden ganze Stockwerke entfernt um so eine repräsentative Kirchenhalle zu schaffen, samt Orgel und allem, was eine Kirche benötigt.

Von Außen nicht zu erkennen Foto: Jensre at wikivoyage shared CC BY-SA 3.0
Ihr fragt Euch vielleicht, warum ich hier auf „Kein Wietpas!“ darüber berichte, oder? Die Antwort ist ganz einfach: Ein Besuch des Museums lässt einen verstehen, warum es ausgerechnet in den Niederlanden Coffeeshops gibt und zwar genau auf die Art wie sie es sind: Basierend auf staatlicher Toleranz, trotz bestehendem Verbotes. Diese Art von juristischen Kniff hat eine weitreichende Tradition in den Niederlanden und „Ons’ Lieve Heer op Solder“ verdeutlicht dies auf eine sehr eindrucksvolle Weise. Heute sind es die Coffeeshops die tagtäglich tausende Besucher anlocken. Dies wird nicht von jedem gern gesehen, aber solange man andere damit nicht belästigt (Overlast) wird dies geduldet. Genau wie es bei den Geheimkirchen im 17. Jahrhundert geschehen ist. Diese Gedanken schießen einem augenblicklich in den Sinn, wenn man nach dem Besuch des Museums das Gebäude durch das große Panoramafensters betrachtet. Von außen ist nicht zu erkennen, was sich im Inneren befindet. Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass man die imposante Orgel auf den Strassen nicht hören kann. Aber Niederländer schauen gerne mal weg, wenn sie nicht zu sehr belästigt werden…

Und was habt Ihr so auf dem Dachboden? Foto: Steve Thunderhead
Als Museum ist „Ons’ Lieve Heer op Solder“ wirklich sehr zu empfehlen. Es ist wirklich noch sehr viel im Originalzustand belassen worden bzw. aufwendig restauriert, mit kleinen Audiogeräten bekommt man interessante Hintergrundinformation ins Ohr geflüstert (und das sollte man in jedem Fall auch nutzen!).  Man sollte ca. 2 Stunden Aufenthalt einplanen, die man definitiv nicht bereuen wird!

Museum Ons’ Lieve Heer op Solder
Oudezijds Voorburgwal 38
Museumswebsite
Öffnungszeiten: Von Montag bis Samstag von 10:00 bis 17:00 Uhr. An Sonn- und Feiertagen von 13:00 bis 17:00 Uhr
Eintrittspreis für Erwachsene: 10€

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Webseite hilft niederländischen Kiffern bei der Wahlentscheidung http://keinwietpas.de/2017/03/01/webseite-hilft-niederlaendischen-kiffern-bei-der-wahlentscheidung/ http://keinwietpas.de/2017/03/01/webseite-hilft-niederlaendischen-kiffern-bei-der-wahlentscheidung/#respond Wed, 01 Mar 2017 20:57:45 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101885 In weniger als zwei Wochen wählen die Niederländer ihre neue Regierung. Und auch wenn angesichts des globalen Rechtsruck, der auch vor den einst so liberalen Niederlanden nicht halt zu machen scheint, ganz andere Themen im Vordergrund stehen sollten, spielt natürlich auch die Drogenpolitik eine gewisse Rolle bei der Auswahl der Partei, der man sein Kreuzchen gibt.

Auf cannabis-kieswijzer.nl können sich niederländische Cannabisfreunde über die Einstellung zum Thema Cannabis der 28 (!!) zur Wahl stehenden Parteien informieren.

Schneller Überblick für die Wahlentscheidung

Zur schnellen Übersicht haben sie zudem ein „Energie-Diagramm“ für die 15 wichtigsten Parteien erstellt, mit der Bitte, dies in den Social Networks zu teilen oder in Coffeeshops oder anderen öffentlichen Einrichtungen auszuhängen.

Der Cannabis Kieswijzer (Cannabis Wahlhelfer) existiert seit 2014 und ist ein Projekt der Stiftung Maatschappij en Cannabis!

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Verkehrsverbund Rhein-Ruhr bedient ab April auch Arnhem http://keinwietpas.de/2017/02/28/verkehrsverbund-rhein-ruhr-bedient-ab-april-auch-arnhem/ http://keinwietpas.de/2017/02/28/verkehrsverbund-rhein-ruhr-bedient-ab-april-auch-arnhem/#comments Tue, 28 Feb 2017 19:00:40 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101872 So Ihr Banausen, es ist endlich soweit: Ab dem 6.April bringt Euch die „Abellio Rail NRW GmbH“ von Duisburg über Oberhausen, Wesel, Emmerich und Zevenaar direkt nach Arnhem. Mit einer Fahrtzeit von ca. 90 Minuten ab Startpunkt Duisburg ist man dann auch recht zügig am Zielort angekommen und hat genug Zeit, diese schöne Stadt zu erkunden. Der erste Zug fährt bereits um 05:44 Uhr und dann weiterhin im Stunden Takt bis 22:44 Uhr. Von Arnhem aus zeigt sich ein identischer Fahrplan. Aus dieser Richtung fährt der „RE19“ ebenfalls um 44 ab. Die letzte Verbindung besteht um 22:44 Uhr.

Quelle: Google Maps, Copyright by Henk Monster

Kommen wir nun zu den Preisen. Auf dieser Strecke gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr. Genauer gesagt kommt hier die Preisstufe D zur Anwendung. Diese schlägt mit 15 € zu Buche für die Einzelfahrt und wenn Ihr euch ein Tagesticket holt, spart Ihr 1,60 €. Dieses kostet dann für eine Person nur 28,40 €. Wenn Ihr allerdings zu zweit unterwegs seid, kostet euch das Tages Ticket nur noch 33,30 € und man spart schon einiges. Bei 5 Personen zahlt Ihr mit 48 € nicht mal mehr einen 10ner pro Nase, für beide Strecken. Das gesparte Geld könnt Ihr ja dann dem Hem zukommen lassen :->! Mir wird komischerweise keine Preisstufe für den Rückweg angezeigt, doch logischerweise kann es ja nur die selbe wie auf dem Hinweg sein. Alles andere würde mich doch sehr wundern. Auch die angezeigten Tagestickets wären dann ja sinnfrei.

Da sich diese Strecke zunächst im Testbetrieb befindet, gilt die Verbindung vorerst nur vom 06.April bis zum 09.Dezember! Bei zufriedenstellender Frequentierung dürfte dies allerdings im nächsten Jahr anders sein.

Menu 20.02.2017 (Picture by The Menucounter/ Amsterdam Coffeeshop Directory and coffeeshopmenus.org

Ich bin zuversichtlich, dass sich Arnhem durch diese Direktverbindung im Nahverkehr nicht großartig verändern wird. Die Massen, die jahrelang mit dem „Dope-Express“ nach Venlo gefahren sind, dürften ausbleiben. Selbst auf dieser Linie hat sich zumindest wochentags die Lage normalisiert. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Aber die deutsche und sicherlich auch die niederländische Presse wird uns schon sehr schnell informieren, falls die Omis und Opis wieder Pipi im Garten haben.

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Zweite Kammer stimmt kontrolliertem Anbau zu http://keinwietpas.de/2017/02/21/zweite-kammer-stimmt-kontrolliertem-anbau-zu/ http://keinwietpas.de/2017/02/21/zweite-kammer-stimmt-kontrolliertem-anbau-zu/#respond Tue, 21 Feb 2017 21:44:13 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101852 Das Ende der Achterdeurregelung in den Niederlanden ist heute einen Schritt näher gerückt. Die zweite Kammer des niederländischen Parlaments hat heute mit einer knappen Mehrheit eine Gesetzesinitiative von D66 angenommen, in der festgelegt wird, das Cannabis unter bestimmten Voraussetzungen legal angebaut und eingekauft werden kann.
Die Gesetzesvorlage von Kammermitglied Vera Bergkamp (D66) regelt die professionelle Anzucht unter der Voraussetzung, dass sich die Produzenten an die Auflagen halten, Befreiung bekommen und nicht strafbar sind. Der Anbau des Wiet wird dann von staatlicher Seite kontrolliert.
Mit 77 Stimmen für die Vorlage zu 72 dagegen wurde die Vorlage angenommen. Dafür gestimmt haben die Mitglieder von D66, PvdA, SP, GroenLinks, 50Plus, Partij voor de Dieren, Kuzu/Öztürk, sowie die Mitglieder Bontes/Van Klaveren, Van Vliet, Klein, Houwers en Monasch Dagegen stimmten VVD, CDA, PVV, ChristenUnie und SGP

Mit der Annahme ist das Gesetz aber noch lange nicht durch. Auch die erste Kammer muss der Gesetzesvorlage noch zustimmen. Und wenn die Parteien dort ebenso abstimmen, wie sie es in den Fraktionen der zweiten Kammer getan haben, dann wird das Gesetz verworfen, denn die Mehrheitsverhältnisse dort sehen anders aus.
Ein Vorteil ist die Tatsache, dass diese Frage auf eine solche Art in die Diskussion zwischen den Parteien getragen wird. Eventuell lässt sich ja noch jemand überzeugen, denn der eigentliche Ansatz ist hier die Vermeidung von Kriminalität und das herausholen der Lieferwege aus kriminellen Strukturen.

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Neue Coffeeshops: Utrecht rüstet auf http://keinwietpas.de/2017/02/21/neue-coffeeshops-utrecht-ruestet-auf/ http://keinwietpas.de/2017/02/21/neue-coffeeshops-utrecht-ruestet-auf/#comments Mon, 20 Feb 2017 23:04:55 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101840 Nicht immer stehen die Flaggen auf Halbmast im Coffeeshopland. Neben all den Schließungen, Repressalien und Regelverschärfungen gibt es ab und zu auch gute Nachrichten zu verkünden. Und zwar aus der schönen Unistadt Utrecht. In der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz gibt es aktuell für die knapp 339.000 Einwohner 11 Coffeeshops, die lokale Coffeeshopverordnung ermöglicht insgesamt 17 Lizenzen für Cannabisabgabestellen, wobei eine für den experimentellen Cannabis Social Club bestimmt ist, einer für ein Modellprojekt, bei dem untersucht werden soll, wie sich Coffeeshops am Stadtrand auswirken, sowie zwei Shops, die außerhalb der Wohngebiete in Industriegebieten sein sollen.

Auf der Suche nach neuen Shops: VVD Bürgermeister van Zanen

Und genau für letztere Kategorie hat der Bürgermeister Jan van Zanen (VVD) jetzt eine Lizenz vergeben, genauer gesagt in der Vlampijpstraat. Dies sollte eigentlich schon im letzten Jahr passieren, allerdings gab es Bedenken in der Nachbarschaft. Offensichtlich sind diese jetzt aus dem Weg geräumt, der Bewerber hat für die Immobilie eine vorerst auf 5 Jahre beschränkte Nutzungsänderung genehmigt bekommen.

Der neue Coffeeshop „Gallery Colorado“ soll bereits in diesem Frühjahr eröffnet werden und wird dann, gemäß der lokalen Anpassung der Gemeinde, jeden volljährigen Besucher, unabhängig von dessen Herkunft willkommen heißen dürfen.

Laut Gemeinde ist der Standpunkt sehr gut für einen Coffeeshop geeignet: Es befinden sich dort ausreichend Parkplätze (was im Centrum definitiv keine Selbstverständlichkeit ist) und sei auch ohne Auto sehr gut erreichbar.

Vor der Eröffnung wird noch eine Arbeitsgruppe, bestehend aus den Anwohnern und Gewerbetreibenden, dem Coffeeshop-Managment sowie der Polizei gegründet, um bereits im Vorfeld „Overlast“ zu verhindern.

Klingt ja alles recht vernünftig.

Über vier weitere Anträge für neue Coffeeshops wird aktuell noch verhandelt.

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T’Bunkertje in Apeldoorn wieder geöffnet http://keinwietpas.de/2017/02/17/tbunkertje-in-apeldoorn-wieder-geoeffnet/ http://keinwietpas.de/2017/02/17/tbunkertje-in-apeldoorn-wieder-geoeffnet/#comments Fri, 17 Feb 2017 21:06:53 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101817 Im nördlichen Gelderland sorgt die Wiedereröffnung des t’Bunkertje sicherlich für Wohlwollen unter Hanffreunden. Erfahrungen zufolge ist man in Apeldoorn nicht wirklich gesegnet mit guten Coffeeshops wobei sich beim Coffeeshop „Power Flower“ offensichtlich die Geister scheiden. Der „C.E.O“ dieser wunderbaren Website hatte die Wiedereröffnung ja bereits nach seinem Apenheul Besuch, Anfang des letzten Jahres, für den Herbst angekündigt. So ist es dann auch fast gekommen und das t’Bunkertje erstrahlt seit Januar wieder in neuem Glanz.

Die Fassade des neuen t’Bunkertje (Thanks to coffeeshopsinfo.nl)

Die recht lebhafte Vergangenheit des t’Bunkertje beinhaltete unter anderem zwei Brände und penetrante Nachbarn, die sich am Lärm des Coffeeshops stören, aber gerne am Hauptbahnhof und in der Innenstadt leben. In diesen Fällen bleibt aus Sicht des Coffeeshops aber wohl nicht mehr zu sagen als: Manchmal läuft es halt nicht!

Tatütata, die Feuerwehr ist da!

Meine persönlichen Erfahrungen mit dem Shop sind durchweg positiv und ich kann euch einen Besuch bedingungslos empfehlen. Sicherlich findet man hier keine verrückten Kreuzungen aber für jeden Geschmack ist was dabei, wie Ihr unten auf der Karte seht. Diese stammt allerdings noch aus dem August 2016 und dürfte mittlerweile nicht mehr ganz aktuell sein. Ein Einblick, was euch Strain technisch erwartet sollte gegeben sein.

Menu August 2016

Vielleicht war der ein oder andere ja im letzten Jahr auch vor Ort und kann noch genaueres sagen. Mal sehen ob sich bei meiner nächsten Tour ein Besuch einrichten lässt, dann berichte ich genauer.

Seid mir bitte nicht böse, dass in letzter Zeit so gut wie nichts von mir veröffentlicht wurde. Das wird sich nun wieder ändern denn die Taktung wird spürbar erhöht werden, meinerseits. Habe durchaus noch 2-3 Sachen in der Pipeline aber Ihr wisst ja: Rom wurde auch nicht an einen Tag erbaut.

Schönes Wochenende und lasst es verdampft nochmal rauchen.

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Bürgermeister sollen mehr Macht bekommen http://keinwietpas.de/2017/02/17/buergermeister-sollen-mehr-macht-bekommen/ http://keinwietpas.de/2017/02/17/buergermeister-sollen-mehr-macht-bekommen/#respond Fri, 17 Feb 2017 17:02:07 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101802

„Drugspand gesloten“ diese unscheinbaren Worte können sehr viel Leid auslösen. Zwar gelten die Niederlande als sehr liberal was den Umgang mit Drogen im Allgemeinen und insbesondere mit Cannabis angeht, trotzdem gibt es Regelungen, die hierzulande nicht mal der ultrakonservativste Politiker fordern würde.

Endlich haben die Nachbarn was zu tratschen..

In vielen Gemeinden ist es mittlerweile Gang und Gebe, dass Immobilien, in denen Drogen produziert wurden (unabhängig davon ob es sich um ein „XTC-Labor“ handelt oder um eine größere Cannabisplantage) temporär gesperrt werden und dort weder der Eigentümer noch sonst jemand auf bestimmte Zeit eintreten dürfen. Das mag bei irgendwelchen Lagerhallen vertretbar sein, bei Wohnungen und Wohnhäusern kann das aber existenzbedrohend sein und je nach sozialem Netz des Betroffenen schon mal Obdachlosigkeit bedeuten. In den calvinistisch geprägten Niederlanden kann man trotz Sozialstaat recht unsanft fallen, zumindest wenn der Rechtsweg gescheitert ist (der verlinkte, ältere Artikel sollte man unbedingt mal lesen!). Die Nachbarschaft bekommt dank gut sichtbarere Beschilderung so oder so davon mit.

Ich packe meinen Koffer…

Die Entscheidung darüber, ob eine Immobilie gesperrt wird trägt der Bürgermeister der jeweiligen Gemeinde in persona. Auch wenn das nach einer unglaublichen Macht klingt, die ein Lokalpolitiker auf normale Bürger hat, gibt es für diese Maßnahme ein Regelwerk. Bislang ist es nämlich so, dass eine betroffene Immobilie nur geschlossen werden kann, wenn tatsächlich vor Ort auch Drogen gefunden werden. Dies soll sich nun, wenn es nach dem Willen des Kabinetts geht, ändern.

Dessen Gesetzesentwurf, der aktuell dem Raad van State zur juristischen Prüfung vorgelegt wurde, sieht vor, dass alleine schon die Möglichkeit, Drogen zu produzieren, Anlass sein kann, dass die Immobilie gesperrt wird. Gemeint sind das Vorhandensein von technischen Apparaturen, Growanlagen, größere Mengen von Drogengrundstoffen (die nicht einmal illegal sein müssen) oder illegale Stromanschlüssen. Wer also, warum auch immer, zuhause mit einer größeren Menge von Growlampen erwischt wird, kann durchaus schon sehr bald auf der Strasse sitzen, während Miete oder Kreditrate des gekauften Hauses natürlich weiter gezahlt werden müssen. Eine durchaus gruselige Vorstellung, die eher nach Mittelalter als nach modernem, liberalen Staat klingt.

Zur Abstimmung in die Tweede Kamer soll der Gesetzesentwurf allerdings erst nach der Wahl gebracht werden. Dann darf die frisch gewählte Regierung über das Schicksal von ach so bösen Drogenproduzenten entscheiden.

Aktuellen Umfragen nach dürfte die Niederlande nach der Wahl einen deutlichen Rechtsruck machen. Gesetze dieser Art wird die kommende Regierung sicherlich sehr gerne haben…

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„The Power“ verliert vor Gericht http://keinwietpas.de/2017/02/12/the-power-verliert-vor-gericht/ http://keinwietpas.de/2017/02/12/the-power-verliert-vor-gericht/#respond Sun, 12 Feb 2017 20:56:37 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101781 Im letzten Jahr gab es eine geballte Serie an Schüssen auf Coffeeshops in Amsterdam, worüber wir mehrfach geschrieben haben. Besonders hart hat es den Coffeeshop „The Power“ getroffen. Dieser wurde gleich dreimal beschossen, weshalb er dann auch nach dem Deal mit der Gemeinde als einziger Shop nicht mehr öffnen durfte sondern seine Lizenz verlor.

Damit gab sich der Betreiber nicht zufrieden und klagte vor dem Amsterdamer Verwaltungsgericht gegen den Entzug seiner Lizenz. Der Kläger gab noch einmal zu Protokoll, dass er keinerlei Ahnung von Täter und Motiv hätte und es keine Erpressung war. Er ist davon überzeugt, dass es sich bei den Beschüssen um „irgendwelche Chaoten“ handele, die ohne Motiv wahllos um sich schießen würden. Gestützt wird diese These von der Polizei, die ebenso der Überzeugung ist, dass der Coffeeshop keine Mitschuld an den Vorfällen habe. Für den Richter war jedoch nicht einwandfrei erwiesen, dass der Coffeeshop nichts mit den Beschüssen zu tun habe und so bestätigte er, dass die Schließung eine legitime Maßnahme von Bürgermeister Eberhard van der Laan (PvdA) war. Daher wurde die Klage abgewiesen und der Entzug der Lizenz bleibt rechtmäßig.

Dies dürfte das endgültige Aus für den Coffeeshop sein. Zwar bestehe die Möglichkeit eines Beschwerde- und Berufungsverfahrens, dies sei aber sehr langwierig, teuer und ohne große Aussicht aus Erfolg.

Der Betreiber, der den Coffeeshop erst kurz vor der Serie der Beschüsse übernommen hatte steht indes nach eigenen Aussagen kurz vor der Insolvenz. Er habe viel in die Renovierung des Shops investiert und muss jetzt mit dem Verdienstausfall kämpfen.

Sieg für den Schützen.

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Heumen benennt Weg nach Coffeeshop http://keinwietpas.de/2017/02/12/heumen-benennt-weg-nach-coffeeshop/ http://keinwietpas.de/2017/02/12/heumen-benennt-weg-nach-coffeeshop/#respond Sun, 12 Feb 2017 20:46:51 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101783

Lacher des Tages: In der Gemeinde Heumen (Gelderland) kam es zu einem lustigen Fehler. Ein ehemals namenloser Fahrradweg sollte nach dem russischen Künstler Wassily Kandinsky benannt werden.

Coffeeshop Kadinsky in Amsterdam

Aufgestellt wurde dann aber ein Straßenschild mit dem Namen „Kadinskypad“, also mit einem „N“ zu wenig. Offensichtlich wurde der Weg  wohl nach dem Amsterdamer Coffeeshop Kadinsky benannt, was unter den Schülern des Kandinsky College, die diesen Weg für den Schulweg nutzen für ein wenig Gespött gesorgt hat.

Inzwischen wurde der Fehler behoben.

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Overlast in Roermond http://keinwietpas.de/2017/02/07/overlast-in-roermond/ http://keinwietpas.de/2017/02/07/overlast-in-roermond/#comments Tue, 07 Feb 2017 20:57:51 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101768 In Roermond wächst die Besorgnis wegen der vielen Coffeeshopbesucher. Die Gemeinde macht sich zunehmend Sorgen um die immer weiter steigenden Anzahl an ausländischen Coffeeshopkunden. Da das I-Kriterium in Maastricht und seit dem letzten Jahr auch in Sittard-Geleen durchgesetzt wird, verlagert sich der Strom der Coffeeshoptouristen offenbar in das weiter nördlich gelegene Roermond. Womit das eingetreten ist, was die Gemeind Roermond schon letztes Jahr befürchtet hat.
Nun ist es nicht so, dass die vielen Coffeeshopbesucher zu mehr Kriminalität oder irgend etwas Schlimmem führen. Nein es ist das altbekannte Problem der Overlast. Zu wenig Parkplätze und ungünstige Standorte. Eine Anwohnerin formulierte es gegenüber L1Limburg so:“Es ist nicht mehr so wie es früher war.“
Exakt das ist fast immer das Problem. Die Coffeeshops liegen an absolut ungünstigen Standorten, weil man nie mit einem solchen Andrang gerechnet hatte. Deswegen gibt es auch die Idee, die Shops in Roermond an den Stadtrand zu verlegen. Kennt man aus Maastricht, die Idee.  Die Coffeeshops wären dafür, die Anwohner ebenfalls. Nur die Gemeinde hat noch ein Problem damit Kennt man aus Maastricht, das Problem. Hoffen wir mal, dass das hier anders ausgeht, und irgendeine andere Lösung gefunden wird als eine weitere Stadt, die das I-Kriterium umsetzt und damit den europäischen Gedanken mit Füßen tritt.

Solange dieser Prozess der Entscheidungsfindung anhält, werden die Shops wohl weiterhin mit Security Leuten dafür sorgen, dass die Overlast nicht überhand nimmt. Die sorgen nicht nur für Ruhe, sondern weisen einen auch zurecht, wenn man falsch parkt. Das ist natürlich genau das, was man als Anwohner haben will, Sicherheitsleute, sobald man aus dem Haus tritt. Bleibt nur die Hoffnung, dass die Gemeinde ein Einsehen hat, sonst haben wir bald die nächste Stadt, die wegfällt. Und was ist mit Venlo? Das wird bleibt dann abzuwarten, denn wer bis Roermond fährt, der fährt auch noch ein bisschen weiter…

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Pokalübergabe im 1e Hulp http://keinwietpas.de/2017/02/03/pokaluebergabe-im-1e-hulp/ http://keinwietpas.de/2017/02/03/pokaluebergabe-im-1e-hulp/#comments Fri, 03 Feb 2017 19:22:33 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101754 Am Mittwoch sind wir relativ spontan nach Amsterdam gefahren, um im 1e Hulp Coffeeshop den Pokal für den ersten Platz der großen Leserwahl zu überreichen. Betreiber Larby hatte leider einen stressigen Tag, aber natürlich konnte er sich etwas Zeit für uns nehmen. Die Freude war ihm anzusehen und der Pokal wurde sofort in die Vitrine gestellt und begrüßt ab sofort jeden Besucher.

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Ard van der Steur tritt zurück http://keinwietpas.de/2017/01/27/ard-van-der-steur-tritt-zurueck-2/ http://keinwietpas.de/2017/01/27/ard-van-der-steur-tritt-zurueck-2/#comments Fri, 27 Jan 2017 00:37:43 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101744 Käse, Wohnwagen, schlechter Fussball, Coffeeshops – Wir alle kennen die Klischees über die Niederlände. Doch treue Leser wissen, dass der Konservatismus seit Jahren in das Land der Windmühlen eingezogen ist. Und die Konservativen sind es, die den Ruf als „Kifferparadies“ loswerden möchten. Kaum eine Partei steht mehr für diesen Konservatismus als die Regierungspartei VVD. Unter Ihnen mussten wir alle mit ansehen, wie Schritt für Schritt die sprichwörtliche niederländisches Toleranz zurückgefahren wurde. Coffeeshopschließungen, Wietpas/I-Kriterium, Growshopgesetz sind die Ausgeburten dieses Kurses.

Ivo Opstelten

Da entbehrt es keiner Ironie, dass ausgerechnet der geistige Vater des Wietpas (und allerlei anderer Unsinnigkeiten), Ivo Opstelten, seines Zeichens vorheriger Minister für Justiz und Sicherheit (vergleichbar mit dem deutschen Innenminister) über den sogenannten „Teeven-Deal“ mit einem verurteilten Drogenboss gestolpert ist und sich gezwungen sah, zurückzutreten.

Sein Nachfolger wurde der Parteigenosse Ard van der Steur. Als dies damals bekannt wurde, habe ich ein wenig recherchiert und fand dabei einen alten Tweet van der Steurs, indem er bekräftigte, dass er Menschen kenne, die „die an Gras oder Hash gestorben sind.“ Den Fund habe ich an Peter Lunk weitergeleitet und schnell machte der Tweet in der niederländischen Szene seine Runde und wurde auch kurz darauf von den niederländischen Medien aufgegriffen. Uns allen schwante übles, zu Recht befürchteten wir alle, dass nun der nächste Hardliner am Start war. Doch van der Steur erwies sich als recht lustlos und so gab es unter seiner Führung recht wenig große Änderungen in der Coffeeshoppolitik. Lustlos schliff er alles mit sich, ohne sich Gedanken darüber zu machen, wie man die Situation für alle Beteiligten verbessern könnte.

Ard van der Steur nach seinem Rücktritt

Offensichtlich war der gute Mann nicht so wirklich glücklich mit seinem neuen Job. So bekräftigte er auch kürzlich, dass er nach der Wahl nicht mehr für diesen Posten zur Verfügung stünde und nicht mehr für einen Listenplatz in der VVD kandidieren würde.

Jetzt, weniger als 2 Monate vor der Wahl kam es zum Eklat. In einer TV-Reportage wurde über die Verstrickungen van der Steurs in den „Teeven-Deals“ berichtet. Er habe Opstelten dazu geraten, die Summe des Deals zu verschweigen. In einer sechsstündigen (!!!) Anhörung in einem Parlamentsausschuss am gestrigen Donnerstag räumte er dies als Fehler ein und wurde dafür von den Oppositionsparteien, die natürlich voll im Wahlkampfmodus sind, kritisiert. Auch die Glaubwürdigkeit von Ministerpräsident Mark Rutte wurde in Frage gestellt.

Dies veranlasste ihn anschließend zum Rücktritt.

Im Netz liesst man Mutmaßungen, dass er die Funktion eines Bauernopfers eingenommen hat, um Rutte selbst aus der Schusslinie zu nehmen. Angesichts der kommenden Wahl sind solche Skandale natürlich pures Gift die Partei.

Nachfolger Stef Blok auf einem Bruce Springsteen-Konzert

Van der Steurs Nachfolger steht bereits auch fest: Stef Blok, ebenfalls von der VVD, bislang „Minister ohne Geschäftsbereich mit der Verantwortung für Wohnen und öffentliche Verwaltung“, darf sich um das Innere bis zur Neubildung des Kabinetts kümmern. Viel zu erwarten ist in dieser kurzen Zeit natürlich nicht.

Ich hätte nie gedacht, dass ich sowas einmal sagen werde: Mir bereitet dieses Ereignis ein paar Sorgen. Getreu nach dem Motto „das kleinere Übel wählen“ ist mir die VVD lieber als die PVV um den Rechtspopulisten Geert Wilders, die in Umfrageergebnissen aktuell vor der VVD liegt. Nach Brexit, Trump und viel zu starker AfD hierzulande müssen sich nicht auch noch unsere Nachbarn für den Weg in den Nationalismus entscheiden.

Denn dann verliert die Niederlande endgültig den Ruf, ein tolerantes Land zu sein.

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Coffeeshop widersetzt sich Schließung http://keinwietpas.de/2017/01/25/coffeeshop-widersetzt-sich-schliessung/ http://keinwietpas.de/2017/01/25/coffeeshop-widersetzt-sich-schliessung/#comments Wed, 25 Jan 2017 20:20:51 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101728 Die lokale Coffeeshopregelung in Doetinchem (Gelderland) sieht eine Neuevaluierung der Lizenz alle fünf Jahre vor. Dies ist jetzt beim Coffeeshop ‚t Rotterdammertje der Fall gewesen. Die Überprüfung im Rahmen des berühmt berüchtigten Bibob-Verfahrens hat allerdings ergeben, dass der Betreiber des Shops, Jan van der Heijden, „geschäftliche Beziehungen“ mit einem wegen Verstoßes gegen das Opiumwet (das niederländische BTMG) vorbestraften Mann führt. Das Urteil der Bibob-Prüfung ergibt, dass dadurch eine Gefahr bestünde, dass der Betreiber ebenso kriminelle Handlungen vollziehen könnte.

Annemieke Trang will aufräumen

Doetinchems Bürgermeister Annemieke Traag (D66) ordnete mit sofortiger Wirkung eine Schließung an und macht damit ihre Drohung wahr, die Coffeeshoppolitik zu verschärfen.

Moment mal: Ein Coffeeshop, also ein illegales Gewerbe, dass lediglich im Rahmen einer Duldung operieren darf, könnte für illegale Handlungen genutzt werden. Nein! Doch! Oh!

Über dieses absurde Paradoxon haben wir schon des öfteren geschrieben. Das Bibob-Verfahren, das genau sowas prüft (nicht nur für Coffeeshops, sondern für jede Gewerbeimmobilie) kann leicht missbraucht werden, jeden Coffeeshop aus reiner Willkür dicht zu machen. Im Falle des ‚t Rotterdammertje wird es aber noch verrückter: Der Geschäftspartner, um den es geht ist der Vermieter der Räumlichkeiten des Coffeeshops. Der Coffeeshop soll also geschlossen werden, weil der Vermieter mal Probleme mit dem Gesetz hatte. Kann man sich nicht ausdenken sowas.

Betreiber van der Heijden gibt sich mit der Schließung jedoch nicht zufrieden – und hält sich nicht dran.  Das ‚t Rotterdammertje ist weiterhin geöffnet. Der Betreiber möchte damit ein Verfahren riskieren um darin gegen die Schließung vorzugehen.

Man kann nur hoffen, dass diese Strategie aufgeht und van der Heijden vor Gericht gewinnt. Er selbst ist sich sicher, dass seine Person das Bibob-Verfahren locker bestehen wird: „Wenn sie die Untersuchung nur bei mir machen würden, werden sie nichts finden. Ich bin sauber“, so der Drogenverkäufer.

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Eindhoven auch 2017 offen für alle http://keinwietpas.de/2017/01/25/eindhoven-auch-2017-offen-fuer-alle/ http://keinwietpas.de/2017/01/25/eindhoven-auch-2017-offen-fuer-alle/#comments Tue, 24 Jan 2017 23:26:54 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101721
Brachte den Stein ins Rollen: Rob van Gijzel

Momentan ist das komplette Autorenpack schwer beschäftigt, weshalb Einiges liegen blieb. Da sich aber mittlerweile doch ein paar Themen angestaut haben, möchte ich dann doch mal damit anfangen, diese abzuarbeiten.

Beginnen möchte ich mit einer guten Nachricht, denn gute Nachrichten verbreitet man am liebsten…

Es ist nun schon 1,5 Jahre her, als Rob van Gijzel (PvdA), seines Zeichens damaliger Bürgermeister von Eindhoven (Nordbrabant), die Reißleine zog und in „seiner“ Gemeinde nach über zwei Jahren Misserfolg das I-Kriterium testweise für ein halbes Jahr aussetzte. Erwartungsgemäß besserte sich die Situation und so wurde die Maßnahme Anfang 2016 für ein weiteres Jahr verlängert.

John Jorritsma – Auch Eindhhovens neuer hat nichts gegen ausländische Gäste

Nun hat Eindhovens neuer Bürgermeister John Jorritsma (VVD) in einem Brief an den Gemeinderat verkündet, dass auch 2017 alle Coffeeshops für jede volljährige Person zugänglich sein werden. 2016 habe gezeigt, dass die Entscheidung van Gijzels richtig war. Insgesamt gab es nur 33 zur Anzeige gebrachte Drogendelikte in der Innenstadt, wovon 26 klassische Overlastanzeigen auf dem Bahnhofsvorplatz waren. In der Regel geht es dabei nicht um Cannabis…

Und wieder wird diese Regelung für ein Jahr verlängert und 2018 neu geprüft. Sollten sich Eindhovens Besucher also weiterhin zu benehmen wissen, brauchen sie wohl nicht befürchten, dass sich die Situation wieder ändert.

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Die Coffeeshops des Jahres http://keinwietpas.de/2017/01/15/die-coffeeshops-des-jahres/ http://keinwietpas.de/2017/01/15/die-coffeeshops-des-jahres/#comments Sun, 15 Jan 2017 20:15:53 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101700 Ja, wir haben uns etwas Zeit gelassen, aber das Auszählen war komplizierter als gedacht, aber jetzt können wir Euch endlich das Ergebnis der großen Leserwahl verkünden! Allen Teilnehmern möchte ich im Namen des ganzes Teams unseren Dank aussprechen! Da Amsterdam immer eine Sonderposition einnimmt, möchten wir Euch jetzt zwei Ranglisten präsentieren, jeweils mit den fünf häufigsten genannten Coffeeshops. Zum einem das tatsächliche Ergebnis, sortiert nach den häufigsten Nennungen, zum anderen eine von Amsterdam bereinigte Version.

And the Winners are:

Platz 1: 1e Hulp in Amsterdam
Platz 2: Boerejongens in Amsterdam
Platz 3: De Walm in Arnhem
Platz 4: Dampkring in Amsterdam (eine Differenzierung der verschiedenen Shops war leider nicht möglich)
Platz 5: Barney´s in Amsterdam

Auch wenn die Geschmäcker natürlich verschieden sind, werden wohl die meisten Coffeeshop-Fans mit dem Ergebnis zufrieden sein und anerkennen, dass hier in der Tat die Speersitze der Branche gewählt wurde. Da ich selbst ein großer Fan des Erstplatzierten bin (ich selbst habe ihn auch gewählt) freue ich mich besonders auf die Übergabe des Pokals. Großen Respekt auch an Hem aus Arnhem, der es mit seinem De Walm als einziger Shop außerhalb Amsterdams in die Top 5 geschafft hat.

Nimmt am Amsterdam aus der Wertung raus, dann ergibt sich folgende Top 5:

Platz 1: De Walm in Arnhem
Platz 2: Yanks in Zandvoort
Platz 3: Nobody´s Place in Venlo
Platz 4: Kronkel in Nijmegen
Platz 5: Blue Tomato in Hoorn

Die Gewinnerin des Vaporizers wurde bereits benachrichtigt! Wir werden jetzt einen Pokal produzieren lassen und ihn hoffentlich sehr bald persönlich in Amsterdam an den Siegershop überreichen. Natürlich werden wir darüber berichten!

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Reif für die Insel – bald Coffeeshop auf Texel? http://keinwietpas.de/2017/01/10/reif-fuer-die-insel-bald-coffeeshop-auf-texel/ http://keinwietpas.de/2017/01/10/reif-fuer-die-insel-bald-coffeeshop-auf-texel/#comments Tue, 10 Jan 2017 16:54:17 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101670 Wir alle wissen, dass legale/geduldete Cannabisabgabestellen ein wirksames Mittel gegen illegalen Strassenhandel sind. Jedem sollte aber auch klar sein, dass dies nur funktioniert, wenn das flächendeckend passiert und nicht nur beschränkt auf einige Regionen. Ansonsten führt dies zu einem „Drogentourismus“ der je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger neueProbleme mit sich bringt. Werden die Abgabestellen dann noch auf bestimmte Personengruppen beschränkt, wie es beim Wietpas/I-Criterium der Fall war bzw. ist, dann ist auch das Ziel der Bekämpfung des Strassenhandels passé. Das sind übrigens auch alles Gründe, weswegen ich persönlich glaube, dass hiesige Bestrebungen nach Modellprojekten wie z.B. in Berlin oder Düsseldorf niemals funktionieren werden. Ganz oder gar nicht – so lautet die Devise.

Come on Baby, light my fire – Bürgermeister Koen Schuiling

Erstaunlicherweise gibt es einige Politiker mit Weitblick, die das erkennen und wissen, dass Drogenpolitik nur funktioniert, wenn diese flächendeckend konzipiert ist. Einer dieser Politiker scheint der Bürgermeister von Den Helder, Koen Schuiling von der – man höre und staune – VVD zu sein. Ihm ist klar, dass die Tatsache, dass es in Den Helder (Nordholland) zwar drei Coffeeshops gibt, in der sehr großen Nachbargemeinde Hollands Kroon, sowie auf der beliebten Urlaubsinsel Texel aber keinen einzigen, zu Problemen führt. Inländischer Drogentourismus und Strassenhandel sind die logischen Konsequenzen dieser lokal begrenzten Null-Toleranz-Politik.

Michiel Uitdehaag

Daher hat sich Schuiling jetzt mit seinen Amtskollegen Michiel Uitdehaag (D66), Bürgermeister von Texel und Jaap Nawijn (VVD), Bürgermeister von Hollands Kroon, getroffen, um über die Coffeeshoppolitik zu sprechen. Dabei sprach er sich deutlich für die Lizenzierung von Coffeeshops aus.

Jaap Nawijn

Inwieweit Schuilings Bestrebungen, Coffeeshops in der gesamten Region zu eröffnen fruchten werden ist nicht klar. Auf Texel fährt man seit eh und je einen harten Kurs gegen Cannabis durch intensive Personenkontrollen auf den Fähren. Man möchte die Insel gerne „Drogenfrei“ halten.

Trotzdem liegt das Thema erstmal auf dem Tisch und es könnte neue Bewegung in die Sache bringen.
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Große Leserwahl: Der Coffeeshop des Jahres 2016 http://keinwietpas.de/2016/12/20/grosse-leserwahl-der-coffeeshop-des-jahres-2016/ http://keinwietpas.de/2016/12/20/grosse-leserwahl-der-coffeeshop-des-jahres-2016/#comments Tue, 20 Dec 2016 20:25:02 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101642
Wer hat das beste Gras, wer das freundlichste Personal?

Wir wollen wissen, welches der beliebteste Coffeeshop 2016 ist. Dazu starten wir eine Leserwahl und freuen uns über Deine Teilnahme. Ihr habt die Möglichkeit, bis zu zwei Coffeeshops zu nennen (nur einer ist Pflicht). Am Ende des Jahres werden wir dann auszählen und die Top-Coffeeshops nennen.

Der Sieger wird dann auch von uns eine kleine Auszeichnung bekommen, ob das ein kleiner Pokal, eine Urkunde oder sonst was sein wird, überlegen wir uns noch.

Und auch für Euch gibt es was zu gewinnen: Unter allen Teilnehmern verlosen wir einen Atmos Orbit Vaporizer für Kräuter und Konzentrate in Zusammenarbeit mit unserem Partner Vaporizer-Markt.de

Ihr könnt auf Wunsch auch anonym abstimmen, lasst dazu das Feld für eMail und Name frei. Natürlich seid ihr dann aber auch aus der Verlosung raus, denn wir können Euch dann nicht benachrichtigen. Logisch oder?

Natürlich werden wir keinerlei Daten an irgendwen weitergeben. Versprochen!

Wir würden uns nicht nur über zahlreiche Teilnahme freuen, sondern auch über vielfaches Sharing dieses Beitrages in den üblichen Social Networks freuen, damit diese Umfrage möglichst repräsentativ wird!

Nun aber zur Umfrage:

(Falls die Umfrage in Eurem Browser nicht dargestellt wird, könnt Ihr sie auch hier aufrufen.

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Betreiberwechsel in Zandvoort http://keinwietpas.de/2016/12/19/betreiberwechsel-in-zandvoort/ http://keinwietpas.de/2016/12/19/betreiberwechsel-in-zandvoort/#comments Mon, 19 Dec 2016 16:17:54 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101632 Nein Leute, Ihr braucht keine Angst zu haben. Es geht nicht um unser geliebtes ,,Yanks“. Wer die durchaus schwere Prüfung bestanden hat und nicht im Yanks hängen geblieben ist, kennt sicherlich auch den anderen Coffeeshop in der Gemeinde in Noord-Holland. Das ,,La Paz“ lag genau in entgegengesetzter Richtung und war trotz der wesentlich kleineren Räumlichkeiten doch ein netter Rückzugsort. Verdammt bequeme Sofas und stark gedämpftes Licht haben einen sehr entspannten Besuch garantiert. Auch wenn die Karte nicht wirklich mit dem Yanks mithalten konnte, gab es immer 1-2 leckere Sorten zu erstehen. Nach dem typischen Venlo-Programm war dies mein erster richtiger Coffeeshop, den ich besucht habe und irgendwie werde ich diese düstere Spelunke vermissen.

Natürlich hat man uns im La Paz auch supportet! Copyright by mobo

Doch keinesfalls soll es jetzt bergab gehen. Die Besitzer vom Coffeeshop ,,Key West“ in Haarlem halten hier nun das Zepter in der Hand. An diesem Standort bin ich schon gewesen und kann nichts negatives berichten. Das Wiet hatte den guten Haarlemer Standard und an der Freundlichkeit gibt es auch nichts auszusetzen. Zu meiner und wahrscheinlich auch eurer Freude wurden die Sofas behalten, doch leider hat man sich dazu entschieden die Lichtstärke merklich zu erhöhen. Der Name des ehemaligen La Paz lautet nun ,,Key West II“. Ich bin ab dem 2.Januar mal wieder ein paar Tage bei unseren Nachbarn unterwegs und werde natürlich davon berichten und auch dem Key West II einen Besuch abstatten.

Im Oktober hatte sich noch nich ganz so viel verändert. (Google streetview)

Bis dahin, kommt gut in die Woche und lasst euch so kurz vor Weihnachten nicht mehr ärgern.

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Amsterdam-Zuidoost bekommt zwei Coffeeshops http://keinwietpas.de/2016/12/11/amsterdam-zuidoost-bekommt-zwei-coffeeshops/ http://keinwietpas.de/2016/12/11/amsterdam-zuidoost-bekommt-zwei-coffeeshops/#comments Sun, 11 Dec 2016 10:07:55 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101499 Ich freue mich, euch heute mal eine durchaus positive Nachricht überbringen zu dürfen. Im Amsterdamer Stadtteil Bijlmer wird es zukünftig wieder zwei Coffeeshops geben, deren Einrichtungen sich momentan in der Planung befinden. Die Shops werden zeitversetzt eröffnet, so dass zunächst der erste Verkaufsspunkt in der Nähe des Bahnhofs ,,Bijlmer-Arena“, am Hoekenrodeplein, seine Pforten öffnen wird. Der zweite Coffeeshop befindet sich noch in der frühen Planung und soll nach aktuellem Stand entweder im Gewerbegebiet ,,Bullewijk“ oder in einem der Wohngebiete im Bijlmer eröffnet werden.

Der Stadtbezirk Bijlmer hat seit den 80er Jahren mit einigen Problemen zu kämpfen. Einwanderer aus den niederländischen Kolonien, und dem nordafrikanischen Raum wurden in einem Betonjungle zusammengefercht, und mehr oder weniger sich selbst überlassen. Wie auch in anderen europäischen Großstädten führen solche Maßnahmen zu Kriminalität und Perspektivlosigkeit unter Jugendlichen. Somit wächst der Hass auf den Staat und die Vorbilder werden plötzlich andere, in Form von Drogendealern. Da dies aber ein europaweites Phänomen ist, brauche ich darauf natürlich nicht weiter einzugehen.

Allerdings gibt es in dieser Gegend natürlich auch vermehrt Konsumenten, die auf der Suche nach Substanzen wie Heroin oder Crack sind. Dieser Personenkreis dürfte wohl nicht von der Eröffnung eines Coffeeshops profitieren, auch wenn mit Einführung der Duldungspolitik die Trennung der Märkte oberste Priorität hatte und sicher auch einige Konsumenten von chemischen Substanzen auf Cannabis umgestiegen sind. Die Möglichkeit eines Umstiegs bestand ja durchaus auch auf dem Schwarzmarkt, da auch ein Heroindealer seine Kunden nicht unter Androhung von Gewalt zum Kauf zwingt. Ein weiteres Problem dürfte dann auch weiterhin die Beschaffungskriminalität sein. Cannabis in den Coffeeshops zu kaufen ist ja bekanntlich alles andere als kostengünstig. Diese Strategie scheint in heutigen Tagen also nicht mehr wirklich erfolgsversprechend zu sein bzw. wird sie den Suchtkranken wohl auch nicht mehr als Lösungsvorschlag genannt.

Amsterdam-Bijlmer,  Teil der Hakfort-Flats

Selbstverständlich wird im Südosten der Stadt auch mit Wiet gehandelt und genau da will man ansetzen. Wir können glaube ich alle verstehen, dass es Irrsinn ist bis ins Zentrum zu fahren, um sich seine Wochenration Wiet zu holen, wenn Jeffrey (Beispielname) das genauso gut bedienen kann. Das Geld fürs Ticket und den ,,Coffeeshop-Zuschlag“ spart man außerdem. In dieser Hinsicht sind die Chancen also auch nicht sonderlich gut, den illegalen Handel einzudämmen. Da dieser fast ausschließlich in Wohnungen stattfindet, ist es zudem schwierig bis unmöglich die Personen als Dealer zu identifizieren. Aber selbst wenn es die Shops im Zentrum nur minimal entlastet, hat man ja schon eine kluge Entscheidung getroffen. Wenn man die aktuelle Lage betrachtet, werden aber trotzdem noch wesentlich mehr Shops geschlossen als eröffnet was das gesamte Projekt eigentlich ad absurdum führt. Sind von den verfügbaren Shops dann noch 60 % oder mehr nicht empfehlenswert, hat man gleich noch ein zusätzliches Problem. Wenn man es genau nimmt, dürften nur noch 50-60 Shops interessant sein wobei ich mich persönlich schon schwer tue fünfzehn Stück aufzuzählen, die ich bedingungslos empfehlen könnte. Setzt sich der Trend so fort, wird man demnächst wahrscheinlich nach 10 Uhr morgens keinen Sitzplatz mehr in den guten Shops kriegen. Inwiefern andere niederländische Großstädte davon betroffen sind, bleibt abzuwarten. Sicherlich werden Den Haag, Utrecht und Rotterdam einige unzufriedene Amsterdam-Besucher zu Gesicht kriegen. Auch in Haarlem fängt man langsam an die Menus mit Exoten zu füllen und sie denen der Nachbargemeinde anzupassen. Dort scheint man sich also bereits ein paar neue Kunden zu erhoffen.

Wir alle im Team verfolgen das Thema mit Spannung und würden euch auch jede noch so kleine Änderung liebend gerne mitteilen. Aber wie mobo ja schon erwähnt hat, haben wir momentan alle sehr viel zu tun so dass vieles zwangsläufig liegen bleibt. Ich kann euch versichern, dass wir untereinander einen sehr guten Kontakt haben und ich froh bin diese drei Verrückten kennengelernt zu haben. Also habt bitte ein bisschen Nachsicht mit uns, denn auch uns fällt es nicht leicht eine treue Leserschaft ungefüttert zu lassen.

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Ausgepowert http://keinwietpas.de/2016/12/09/ausgepowert/ http://keinwietpas.de/2016/12/09/ausgepowert/#comments Fri, 09 Dec 2016 22:25:44 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101606 Und wo wir schon beim Thema „Coffeeshopschließen in Amsterdam“ sind: Der bereits dreifach beschossene Shop „The Power“ verliert jetzt seine Verkaufslizenz. Abgezeichnet hatte sich das schon, als die Gemeinde allen nach Beschuss geschlossenen Shops erlaubte, wieder zu öffnen, außer halt besagtem Shop. Schüsse auf „The Power“ gab es  im Februar, Mai und November, bislang unbekannten Tätern.

Ungewöhnlich war der letzte Beschuss, nicht nur weil der Täter offenbar kein Zielwasser getrunken hatte und die Wohnung über dem Shop traf, sondern auch weil er den Shop beschossen hat, während dieser immer noch vom letzten Anschlag geschlossen war.

Da hilft auch nicht das neu angebrachte Panzerglas, der Shop wurde nun von Bürgermeister Eberhard van der Laan (PvdA) für immer geschlossen.

Der Betreiber beteuert weiterhin, dass er nichts über Motiv und Täter weiß

Und wieder einer weniger.

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Ältester Coffeeshop Amsterdams muss schließen http://keinwietpas.de/2016/12/09/aeltester-coffeeshop-amsterdams-muss-schliessen/ http://keinwietpas.de/2016/12/09/aeltester-coffeeshop-amsterdams-muss-schliessen/#comments Fri, 09 Dec 2016 20:04:10 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101601 Gegründet 1972, hat das Mellow Yellow mehr als 44 Jahre bestanden. Zwar nicht in der ursprünglichen Form und nicht an der ursprünglichen Stelle, aber immerhin eine stolze Zeitspanne. Nun muss es schließen, weil der Abstand zur nächsten Schule zu gering ist.
Ebenso wie sieben andere Coffeeshops, die die laut Abstandskriterium erforderlichen 250m Mindestentfernung zur nächsten Schule nicht erfüllen. Alle Klagen haben nichts geholfen. Das Aus für die acht Shops kommt definitiv zum 31.12.2016.
Neben dem Mellow Yellow betrifft das noch die Coffeehops Biba im Zentrum, High Time und Lucifera in Amsterdam West und Space Mountain, Today, De Graal und De Kroon 3 in Amsterdam Zuid.

Ursprünglich sollten zum Jahresende insgesamt 14 Shops die Lizenz wegen des Abstandskriteriums verlieren. Sechs weitere können allerdings geöffnet bleiben, weil die Amsterdamsche School an der Nieuwezijds Voorburgwal umzieht. Solange also in diesem Umkreis keine neue Schule eröffnet wird, können die Coffeeshops Resin, Mediterrané, Utopia, De Kroon 2, De Kuil und El Guapo geöffnet bleiben.

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Amsterdam: Beschossene Coffeeshops dürfen wieder öffnen http://keinwietpas.de/2016/11/24/amsterdam-beschossene-coffeeshops-duerfen-wieder-oeffnen/ http://keinwietpas.de/2016/11/24/amsterdam-beschossene-coffeeshops-duerfen-wieder-oeffnen/#comments Thu, 24 Nov 2016 12:23:19 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101563 Kann wieder drinnen rauchen: Bürgermeister van der Laan
Kann wieder drinnen rauchen: Bürgermeister van der Laan

Gute Nachricht aus der Grachtenstadt Amsterdam: Die Coffeeshops, die nach einem Beschuss durch die Gemeinde geschlossen wurden, dürfen mit sofortiger Wirkung wieder öffnen. Die durch die Polizei vernagelten Bretter müssen die Shopbetreiber selbst entfernen, ebenso müssen sie die Strom- und Wasserversorgung erneut aktivieren lassen. Der Beschluss gilt für alle beschossenen Coffeeshops, sowie dem Restaurant „Green House Kitchen“. Einzige Ausnahme ist der Coffeeshop „The Power“, der bereits drei Mal beschossen wurde. Hier möchte Bürgermeister Eberhard van der Laan (PvdA) noch weitere Ermittlungsergebnisse abwarten.

Der kürzlich verhaftete 23jährige mutmassliche Schütze wurde unterdessen wieder freigelassen, steht aber weiterhin unter Verdacht und darf sich auf eine Gerichtsverhandlung freuen.

Die Entscheidung dürfte auch in Verbindung mit dem Beschluss, dass Shops nicht mehr automatisch geschlossen werden, einige Wogen glätten und das Verhältnis zwischen Gemeinde und Shopbetreiber wieder verbessern. Es ist das Ergebnis der Gespräche zwischen Van der Laan und den Anwälten der Coffeeshops.

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VVD stimmt für Legalisierung http://keinwietpas.de/2016/11/19/vvd-stimmt-fuer-legalisierung/ http://keinwietpas.de/2016/11/19/vvd-stimmt-fuer-legalisierung/#comments Sat, 19 Nov 2016 20:51:14 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101542 Das Ende des Cannabisverbotes in den Niederlanden ist eingeläutet. Die Regierungspartei VVD stimmte heute auf einem Parteitag mit großer Mehrheit für eine Änderung der bisherigen Cannabispolitik. In den letzten Wochen hatten sich bereits VVD Vertreter aus dem Süden der Niederlande für eine Änderung stark gemacht. Heute einigten sich die Delegierten dann mit 86,1% der Stimmen auf einen gemeinsamen Antrag, das Amendment 66. Dieser lautet wie folgt:

fotothijs-roes-via-twitter
Foto: Thijs-Roes-via-twitter

„Obwohl der Verkauf von Cannabis an der Vordertüre geduldet wird, ist der Einkauf aktuell illegal. Die VVD will weg von dieser seltsamen Handhabung, hin zu einer intelligenteren Politik hinsichtlich Softdrugs. Es ist an der Zeit das Modell rund um Softdrugs neu zu schaffen. Das kann nur landesweit geschehen.“ In der Erklärung zum Antrag heißt es weiter: „Der Kreislauf von der Produktion bis zum Gebrauch von Softdrugs, auch Cannabis ist darunter, wird von unlogischen Vorschriften geregelt. Ganz bestimmt sogar, wenn man sich andere Genussmittel wie Tabak und Alkohol betrachtet. Eine intelligentere Regelung für Softdrugs ist notwendig, diese muss einerseits die Position der Niederlande in der internationalen Perspektive (namentlich in den Grenzregionen) andererseits die Volksgesundheit berücksichtigen. Die VVD hält nichts von Experimenten in den Gemeinden, die Leitung hin zu einer neuen Form der Regulierung liegt bei der nationalen Regierung.“

Damit hat die Legalisierung nun in der Ersten und Zweiten Kammer eine Mehrheit an Befürwortern. Dieser Änderungsbeschluß wird wohl im Wahlprogramm der VVD ziemlich weit oben stehen. Am 15. März 2017 sind die Wahlen zur Zweiten Kammer. Wie die VVD aus diesen Wahlen hervorgeht ist bis jetzt ziemlich sicher. Aber vielleicht fangen sie ja mit dieser Änderung ihrer Richtung noch ein paar Wähler. Ab heute sind somit nur noch die CDA, ChristenUni, SGP und PVV gegen eine Regulierung von Cannabis.

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Neuster Beschuss stellt Polizei vor Rätsel http://keinwietpas.de/2016/11/14/neuster-beschuss-stellt-polizei-vor-raetsel/ http://keinwietpas.de/2016/11/14/neuster-beschuss-stellt-polizei-vor-raetsel/#respond Mon, 14 Nov 2016 21:37:34 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101504 Es war ein paar Tage ruhig um die Beschüsse in Amsterdam. Vermutlich wollte der oder die Täter etwas vorsichtiger sein, da das Thema in aller Munde war, doch gestern Nacht war es dann soweit und es gab einen Beschuss. Allerdings passt die neue Tat so gar nicht ins Schema und stellt die Polizei vor ein Rätsel.

Ist Amsterdam noch sicher?
Ist Amsterdam noch sicher?

Um 3.45 Uhr in der Nacht vom Sonntag auf Montag wurde die Wohnung über einem Coffeeshop beschossen. Es wurden mehrere Schüsse abgefeuert, zwei davon schlugen in die Fenster der Wohnung ein, die laut Aussagen der Polizei keinen Zusammenhang mit dem Coffeeshop hat. Die Bewohner befanden sich zu der Zeit zwar in der Wohnung, es wurde allerdings niemand verletzt.

Der Coffeeshop um den es geht ist kein unbekannter: Es handelt sich um „The Power“, dieser Shop wurde dieses Jahr bereits zweimal beschossen, einmal im Februar, was eine dreimonatige Schließung nach sich zog, und dann im Mai, wenige Tage nach der Wiedereröffnung. Seitdem ist der Shop geschlossen. Welche Motive der Täter jetzt hatte, die Wohnung darüber zu beschießen ist unbekannt. Die Polizei geht davon aus, dass die Tat in keinem Zusammenhang mit dem Coffeeshop darunter steht, was aber meiner Meinung nach durchaus diskutabel ist.

Wem galt der Schuss?
Wem galt der Schuss?

Was ist, wenn der Täter ein Zeichen setzen wollte und mit der Tag sagen will, dass die Coffeeshops sehr wohl eine Gefahr für die Sicherheit in der Nachbarschaft sind? Genau das war immer der Grund für die Schließungen. Dass dann Bürgermeister Eberhard van der Laan (PvdA) eingelenkt hat und die sofortigen Schließungen fortan stoppen will ist ja ein Eingeständnis dafür, dass die Beschüsse eben nicht die Nachbarschaft bedrohen. Es könnte natürlich auch sein, dass der Schütze in der Eile einfach daneben geschossen hat, da das Stockwerk der Wohnung doch relativ niedrig liegt und der Shop fast schon im Kellergeschoss ist.

Bislang ist noch kein Statement von der Stadt bekannt. Die Geschichte dürfte der ganzen Sache aber einen ganz neuen Spin geben.

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Was ist eigentlich mit Venlo? http://keinwietpas.de/2016/11/12/was-ist-eigentlich-mit-venlo/ http://keinwietpas.de/2016/11/12/was-ist-eigentlich-mit-venlo/#respond Sat, 12 Nov 2016 11:23:28 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101489 Leser der ersten Stunde kennen sicherlich noch die geflügelten Worte: „Und was ist eigentlich mit Venlo?“ Die Frage kam in den Kommentaren immer wieder auf, weil es kaum Nachrichten aus der beliebten Grenzgemeinde gab, während es über Maastricht beinahe täglich was zu berichten gab. Daran hat sich eigentlich nie viel geändert. Ein paar Overlastmeldungen hier, ein paar Diskussionen im Gemeinderat da, das wars dann auch  schon.

Als Ende 2013 die aktive Durchsetzung des I-Kriteriums gestoppt wurde und somit Gäste aus dem Ausland wieder willkommen waren war dies schon eine kleine Sensation. Aber seitdem ist auch nicht wirklich viel passiert.

Jetzt wurde eine neue Untersuchung veröffentlicht, die sich mit dem Thema Cofffeeshopbesucher und Overlast auseinander setzt. In ihr gibt es ein paar interessante Daten zu den Coffeeshops in der limburger Gemeinde.

Durchschnittliche Besucherzahl pro Tag
Durchschnittliche Besucherzahl pro Tag

Die Anzahl der Coffeeshopbesucher ist seit der Einführung des Wietpas 2012, der später zum I-Kriterium wurde, natürlich enorm zurückgegangen. Gab es 2009 noch knapp 6000 Coffeeshopbesucher pro Tag in Venlo, waren es 2013 nur noch weniger als 2000. Erstaunlicherweise sind die Zahlen seit der Beendigung der diskriminierenden Maßnahmen nur minimal hoch gegangen. Das knappe Jahr des Verbotes von Ausländern wirkt also offensichtlich noch stark nach. Nicht vergessen sollte man allerdings auch, dass viele Niederländer die Shops meiden, da die Qualität der Ware doch arg nachgelassen hat.

Dies zeigt sich besonders, wenn man das Verhältnis der Nationalitäten der Besucher betrachtet. 2012, kurz vor der Einführung des Wietpas waren fast genauso viele Niederländer (44%) wie Deutsche (56%) in den Shops. 2013, als noch kaum jemand wusste, dass der Zugang wieder für jeden frei ist hatte sich das Verhältnis kurz umgedreht (Deutsche 43%, Niederländer 52%). Doch in diesem Jahr hat sich das Verhältnis dann radikal geändert. Heute sind fast zwei Drittel der Coffeeshopbesucher deutscher Herkunft (58%) und nur noch etwas mehr als ein Drittel aus den Niederlanden (36%).

Overlastmeldungen pro Quartal
Overlastmeldungen pro Quartal

Das schöne ist, dass die Zahl der Overlastmeldungen wie Falschparker, Ruhestörer u.Ä. nicht nur auf niedrigem Niveau sind, sondern sich auch nahezu konstant verhalten. Mit anderen Worten: Die meisten Coffeeshopbesucher in Venlo können sich benehmen und gleichzeitig sind die meisten Anwohner doch relativ gelassen darüber. Auch wir haben da sicherlich unseren Teil dazu beigetragen und haben unser Bestes gegeben, Euch dafür zu sensibilisieren. Der Coffeeshopzugang ist nun mal keine Selbstverständlichkeit.

Das Fazit der Untersuchung ist ganz einfach: Alles sollte so bleiben wie es ist. Zwar gehen die Besucherzahlen minimal hoch, die Kapazitäten der Coffeeshops reichen dafür aber noch lange aus. Die Anzahl der Shops ist für die Größe der Gemeinde und die Anzahl der ausländischen Gäste perfekt. Overlast ist kein wirklich großes Problem.

Zwei Sachen hingegen ignoriert die Studie vollkommen: Zum einen wäre da die Problematik mit der Qualität der verkauften Ware. Zumindest eine Teilschuld daran trägt die Tatsache, dass Coffeeshops als solches aus den Händen des Gesundheitsministeriums gerissen wurden und sich stattdessen das Justiz- und Innenministerin darum kümmert. Hier ist eindeutig ein Umdenken erforderlich, wenn dem Staat etwas an der Gesundheit der Konsumenten liegt.

Zum anderen drängt sich die Frage auf, was mit den tausenden Gästen der geschlossenen Grenzshops Roots/Oase passiert ist und was passieren wird, wenn die irgendwann zurück kommen…

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Vlissingen: Bürgermeister unter Druck http://keinwietpas.de/2016/11/11/vlissingen-buergermeister-unter-druck/ http://keinwietpas.de/2016/11/11/vlissingen-buergermeister-unter-druck/#respond Fri, 11 Nov 2016 22:30:04 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101481 In Zeeland kam es mal wieder zu kleinen Vorstößen örtlicher Gemeinderäte hinsichtlich des ,,I-Kriteriums“. Bevor ich zum eigentlichen Thema komme, erst noch eine andere Vorgeschichte aus der selbigen Stadt, die in dem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben sollte. In Vlissingen, der zweitgrößten Gemeinde der Provinz, gibt es nämlich mal wieder Probleme mit ,,Overlast“ in der Nachbarschaft des Coffeeshops ,,Aarden“. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene sollen hier weiterhin durch das Rauchen von Joints in der Öffentlichkeit negativ auffallen. Diese halten sich Bewohnern zufolge vor den Häusern auf und lehnen sich regelmäßig an die Fensterbänke. Das ein solches Verhalten nicht gerade vorbildlich ist, da ist man sich sicher einig. Doch die ehemalige Bürgermeisterin Letty Demmers-van der Geest (D66) hat sich für die schlechteste Lösung überhaupt entschieden und im Januar diesen Jahres ein Blowverbood für das gesamte Stadtgebiet ausgesprochen. Selbst die Politie hat ihre Zweifel geäußert und klar gemacht, dass man es im Normalfall nicht mal schafft, an Ort und Stelle zu sein, bis der Joint aufgeraucht ist. Da es sich außerdem um eine Ordnungswidrigkeit handelt und in den Niederlanden das Opportunitätsprinzip angewendet wird, kann sich jetzt auch jeder selbst denken, wie hoch die Priorität sein dürfte, seitens Politie und Handhaving (Ordnungsamt). Heranwachsende mit Ordnungsgeldern zu belegen, hat sicherlich auch noch nirgends zum Erfolg geführt. Da dürften Ordnungsgelder für unerlaubtes Parken wohl mehr Backschisch in die Kassen spülen, als ein paar jungen Erwachsenen ununterbrochen hinterher zu rennen. Ich würde darauf wetten, dass die Anwohner und die Störenfriede noch nicht ein vernünftiges Wort miteinander gewechselt haben. Da es ja aber mit gegenseitigem Respekt in der heutigen Zeit sowieso nicht mehr so rosig aussieht, ist dies absolut kein Wunder.

Coffeeshop Aarden in Vlissingen
Coffeeshop Aarden in Vlissingen

Sicherlich habt Ihr euch jetzt auch gedacht: Warum sollten Heranwachsende rund um die Coffeeshops ihre Zeit verbringen? Einige werden nur die Zeit totschlagen und andere wiederum möchten Wiet an Kunden verkaufen, die ein paar Meter weiter abgewiesen wurden. Eine solche Situation ist, wie wir schon 12000x gesehen haben, absolutes Futter für Anwohnerbelästigung und Verkehrsprobleme. Auch wenn man in Oostende, Brügge, Gent oder Dünkirchen sicher auch fündig wird, zieht es immer noch viele Belgier und Franzosen nach Vlissingen. Besonders der D66 ist diese Lage ein absoluter Dorn im Auge und andere Gemeinden hätten bereits gezeigt wie man bei auftretender Overlast zu verfahren hat. Es gibt nur eine Lösung und die heißt Aufhebung des Zugangsverbots für Ausländer. Der im April vereidigte Bürgermeister Bas van den Tillar (CDUA) scheint ein ganz gemütlicher Zeitgenosse zu sein, dem die Probleme der Coffeeshops und der Anwohner recht egal sind. Er möchte weiter beobachten und wenn angebracht neue Entscheidungen treffen. Man müsse genau differenzieren, wie man zukünftig vorgeht. Diese Sätze offenbaren Unentschlossenheit aber lassen ihm alle Türen offen, sollte das ,,I-Kriterium“ gekippt werden. Die Wahrscheinlichkeit ist alles andere als gering und die Entscheidung dürfte auch nicht mehr lange aufgeschoben werden. Ein großer Erfolg wäre es in jedem Falle.

Wünsche ein angenehmes Wochenende und lasst euch nicht ärgern!

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Coffeeshops werden nach Schießereien nicht mehr automatisch geschlossen http://keinwietpas.de/2016/11/09/coffeeshops-werden-nach-schiessereien-nicht-mehr-automatisch-geschlossen/ http://keinwietpas.de/2016/11/09/coffeeshops-werden-nach-schiessereien-nicht-mehr-automatisch-geschlossen/#comments Wed, 09 Nov 2016 18:35:00 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101471 evdlDer Amsterdamer Bürgermeister Van der Laan (PvdA) beendet die bisherige Praxis, nachdem Coffeeshops, die Ziel eines nächtlichen Beschusses wurden, für drei Monate geschlossen werden.
Damit folgt er einer Anfrage der Coffeeshops, die um eine andere Regelung gebeten hatten. Seit Oktober 2015 wurden bisher zehn Coffeeshops Ziel eines solchen nächtlichen Angriffs. In den letzten Wochen nahm die Anzahl der Angriffe zu, so dass zur Zeit vier Shops für die Dauer von drei Monaten geschlossen sind.
Allerdings kommt die neue Regelung nicht ohne einen Haken. Die Coffeeshops verpflichten sich, Kameras zu installieren und im Falle eines eventuellen Beschusses selber für eine Woche den Laden zu zu machen. Außerdem erklären sie, dass sie bei den nachfolgenden polizeilichen Ermittlungen uneingeschränkt mitarbeiten.
Hält ein Coffeeshop sich nicht an diese Regeln, so kann der Bürgermeister diesem Shop als äußerstes Mittel die Lizenz entziehen.
Diejenigen von den 174 Coffeeshops, die dieser Regelung zustimmen, müssen dazu eine Vereinbarung unterschreiben. Wer nicht unterschreibt, für den gelten dieses Regeln nicht und er wird, wie bisher nach einem solchen Vorfall, für drei Monate geschlossen.

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Polizei verhaftet (einen) Coffeeshop-Schützen http://keinwietpas.de/2016/11/09/polizei-verhaftet-einen-coffeeshop-schuetzen/ http://keinwietpas.de/2016/11/09/polizei-verhaftet-einen-coffeeshop-schuetzen/#comments Tue, 08 Nov 2016 23:26:11 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101461 Abschnitt aus freigegebenen Überwachungsvideo
Abschnitt aus freigegebenen Überwachungsvideo

Großer Erfolg für die Polizei Amsterdam: Nachdem vor wenigen Tagen noch ein Überwachungsvideo des Coffeeshop-Shootings auf den Coffeeshop DNA („Kein Wietpas!“ berichtete) freigegeben wurde, wurde jetzt verkündet, dass es zu einer Verhaftung kam. Über den mutmaßlichen Täter ist bisher kaum etwas bekannt. Es handelt sich um einen 23 Jahre alten Mann, bei der Verhaftung wurden laut Polizei auch „illegale Drogen“ und Geld beschlagnahmt.

Auch gibt es noch keinerlei Informationen über sein Motiv. Unklar ist ebenso, ob es auch einen Zusammenhang zwischen den anderen Beschüssen gibt, was die Polizei bislang nicht ausgeschlossen hat.

Ich denke in den nächsten Tagen werden mehr Details bekannt, wir bleiben natürlich am Thema.

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http://keinwietpas.de/2016/11/09/polizei-verhaftet-einen-coffeeshop-schuetzen/feed/ 7 101461
Bild des Tages http://keinwietpas.de/2016/11/08/bild-des-tages/ http://keinwietpas.de/2016/11/08/bild-des-tages/#respond Tue, 08 Nov 2016 20:20:14 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101439 Das Bild des Tages zeigt eine Warnung an ‚Drogentouristen‘. Diese Warnung steht in einem Wohngebiet in Hoensbroek der Nähe des Coffeeshops ‚Happy Days‘.

Drogentouristen werden in Heereln gewarnt...
Drogentouristen werden in Heerlen gewarnt…

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http://keinwietpas.de/2016/11/08/bild-des-tages/feed/ 0 101439
Positive Overlast? http://keinwietpas.de/2016/11/06/positive-overlast/ http://keinwietpas.de/2016/11/06/positive-overlast/#respond Sun, 06 Nov 2016 14:33:44 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101417 Nachdem mobo euch ja in den letzten Tagen ausführlich von den Attacken auf Coffeeshops berichtet hat, will ich hier gar nicht nicht weiter auf diese nächtlichen „Schießereien“ eingehen. Maurice Veldman hat sich inzwischen in einem Artikel für „RollingStoned.nl“ zum Thema geäußert. Einen Punkt den er dort anführt, möchte ich aufgreifen: „Wenn du nachts durch das Zentrum der Hauptstadt radelst kannst du den Eindruck bekommen das die Staatsmacht hier versagt hat und eine Art Ausnahmezustand herrscht. Vor allen großen Coffeeshops stehen PKW,s und Busse von Sicherheitsunternehmen. Zusätzlich stehen die ganze Nacht über Sicherheitsleute vor den hellerleuchteten Coffeeshops. Und es wird mit Motorrollern Streife zwischen den einzelnen Shops gefahren.“ so Veldman.13413528_845502258915449_1616651026267130912_n

Welch ein Aufstand, was für ein Lärm, welche Menge von Abgasen und dazu noch die immensen Kosten des ganzen Aufwands. Aber es schießt dann (vielleicht) niemand mehr und die Anwohner können wieder in Ruhe schlafen? Positive Overlast also? Wenn die Shops nachts geöffnet sind gibt es Stress, wenn sie beschossen werden auch und nun auch noch aus Sicherheitsgründen. Was bleibt denn da noch? Was passiert wenn der Bürgermeister diese Shops nicht schließt? Eskaliert dann die Lage und diese kranken Spinner schießen dann während der Öffnungszeiten um ganz sicher zu gehen das ein Shop auch geschlossen wird? Wer steckt hinter diesen Attacken und wann hat derjenige sein Ziel, so er eins hat, erreicht? Dann, wenn der Bürgermeister „gezwungen ist, alle Coffeeshops in der City zu schließen? Wäre so etwas überhaupt möglich? Fragen, nichts als Fragen! Eine gute Idee der Coffeeshops ist es auf jeden Fall diese recht hohe Belohnung auszusetzen. 25000 Euro sind auch in Amsterdam eine Menge Geld und vielleicht wird diese Belohnung ja noch erhöht. Mr. Veldman führt diesbezüglich in den nächsten Tagen Gespräche mit dem zuständigen Kämmerer.11164041_723161257814167_5074359562043141663_n

Ich war 1973 zum ersten Mal in Amsterdam. Also in dem Jahr als der erste Coffeeshop, das Mellow Yellow, eröffnet wurde. Zwei tote Neger (Neger, Molukker, Zwarte – Ja, so nannte man die damals noch) die irgendwo auf der Straße lagen, sind mir noch gut in Erinnerung. Straßenhändler, abgestochen und die lagen da sicher schon 30 Minuten rum, das Blut wurde schon trocken. Ich erinnere mich an ein Wochenende Spießrutenlaufen durch Horden von Straßendealern, die alles, aber wirklich alles im Angebot hatten! Dreck, Müll wohin das Auge auch fiel. Bis 1976 war ich dann recht häufig in Amsterdam und dieser Zustand hielt an. Zu der Zeit hat die Polizei 3-4 mal am Tag das „Monument“ mit Wasser abgespritzt, um zum einen den Müll und zum anderen den „Dreck“, die Freaks, zu vertreiben. Amsterdam war ein Rattenloch, dreckig, stinkend, versifft, Gewalt an der Tagesordnung. Dagegen empfinde ich die Stadt heute zwar wesentlich sauberer und ruhiger, jedoch nur noch als Touristenfalle. Wie schrieb ein Kein Wietpas! User in einem Kommentar doch?: Ich finde es immer wieder paradox wie Amsterdam sich einerseits durch nicht enden wollende Headshops mit billigstem Rauchequipement, lustigen T-Shirts mit Grasmotiven und Räucherstäbchen oder dem nicht enden wollenden Cannabismerchandise in jedem Laden selbst zur Kifferstadt macht und dadurch unzählige nicht kiffende Touris anlockt, die jedes Klischee bedient sehen wollen, sich an den Schaufenstern der Headshops drängen um einen Blick auf die Auslagen werfen zu können. Andererseits wird gegen den tatsächlichen Verkauf drastisch vorgegangen aber meiner Meinung nach nicht um den schlechten Ruf der Kifferstadt loszuwerden sondern schlichtweg um Gras Schritt für Schritt in Holland zu verbieten. Amsterdam ist einfach kein wirklich interessantes Reiseziel mehr für Kiffer die in Ruhe gutes Gras rauchen wollen es erscheint vielmehr wie auf einem schlechten Festival mit Blitzlichtern und unverschämt hohen Preisen für eigentlich alles.

Die Zeiten ändern sich eben wie es ein frischer Nobelpreisträger musikalisch ausdrückt.

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http://keinwietpas.de/2016/11/06/positive-overlast/feed/ 0 101417
Shopbetreiber: „Was ist, wenn es ein Psychopath ist?“ http://keinwietpas.de/2016/11/02/shopbetreiber-was-ist-wenn-es-ein-psychopath-ist/ http://keinwietpas.de/2016/11/02/shopbetreiber-was-ist-wenn-es-ein-psychopath-ist/#comments Wed, 02 Nov 2016 12:24:22 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101407 shooterDas Thema Coffeeshop-Shootings wird immer präsenter in Amsterdam. Nachdem in der Nacht von Montag auf Dienstag schon wieder auf einen Shop geschossen wurde (diesmal war es das Speakeasy, bislang noch nicht geschlossen), geht die Angst bei den Shopbetreiber um. Die Abstände zwischen den Anschlägen wird immer kürzer und schenkt man den Shopbetreibern Glauben, dann haben sie keine Ahnung davon, was der genaue Grund für die Anschläge ist und wer sie ausübt. „Wir haben keine Probleme an der Hintertür“, so ein Shopbetreiber. Auf Konferenzen bespricht man derzeitig die Strategien. In Rücksprache mit der Polizei, um die Ermittlungen nicht zu gefährden, wurde jetzt eine Belohnung von 25.000€ für den „goldenen Hinweis“, der zur Ergreifung des Täters führt, ausgelobt.

Immer mehr Shops engagieren Wachpersonal, die in den Nächten für eine Rund-um-die-Uhr-Bewachung sorgen. Man spricht in der Branche offen von einem Ausnahmezustand.

Anwalt Veldman setzt auf diplomatische Lösungen
Anwalt Veldman setzt auf diplomatische Lösungen

Zusätzlich setzt man allerdings auch auf diplomatische Lösungen. Coffeeshop-Anwalt Maurice Veldman trifft sich mit Bürgermeister Eberhard van der Laan, um zu erreichen, dass die Schließungen nach einem Beschuss auf eine Woche begrenzt werden, die bereits geschlossen Shops wollen vor Gericht eine einstweilige Verfügung erreichen, um die Schließung zu beenden.

Es ist deutlich zu spüren, dass alle Beteiligten nervöser werden. Ich denke mal, das gilt auch für den Täter. Man kann nur hoffen, dass dies nicht zu einer Eskalation führt, bei der es Verletzte oder gar Tote gibt. Denn dies fällt immer auf die Shops zurück. Und die haben es in den heutigen Zeiten sowieso nicht leicht. Auch nicht in Amsterdam.

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http://keinwietpas.de/2016/11/02/shopbetreiber-was-ist-wenn-es-ein-psychopath-ist/feed/ 39 101407
Green House Kitchen nach Beschuss geschlossen http://keinwietpas.de/2016/11/01/green-house-kitchen-nach-beschuss-geschlossen/ http://keinwietpas.de/2016/11/01/green-house-kitchen-nach-beschuss-geschlossen/#comments Tue, 01 Nov 2016 20:20:56 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101399 Foto: Hendrik Arendsen
Foto: Hendrik Arendsen

Angesichts der vielen Beschüsse auf Coffeeshops könnte man fast meinen, in Amsterdam sei momentan Wild-West-Stimmung ausgebrochen. Denn schon wieder sind in der Nacht vom 30. auf den 31. Oktober Schüsse auf eine Gewerbeimmobilie abgefeuert worden. Diesmal war es jedoch kein Coffeeshop, sondern ein Restaurant. Allerdings kein beliebiges, sondern es handelte sich um das „Green House Kitchen“ in der Haarlemerstraat.

Das „Green House Kitchen“ existiert seit letztem Jahr und hat zur Eröffnung viel Medienberichterstattung auf sich gezogen, am bekanntesten dürfte wohl der Artikel in der Vice gewesen sein. Munchie-Kultur in Reinform. Stonerfriendly, aber eben kein Coffeeshop. Betrieben wird das Restaurant, das natürlich zur Green House-Kette gehört, von Celester Roskam, der Tochter vom Cannabis-Celebrity Arjan Roskam (bekannt aus Funk und Fernsehen…), der ihr das Restaurant als Erfüllung eines langjährigen Traumes geschenkt hat.

das Standarfschreiben
das Standardschreiben

Nun also wurde das Restaurant gegen 3.30 Uhr beschossen. Dass dies eine Stunde vor der üblichen Zeit geschehen ist, dürfte wohl an der Zeitumstellung gelegen haben. Anwohner hörten die Schüsse, verständigten die Polizei, die fanden vor Ort aber nichts. Erst am Morgen fanden Passanten die Einschusslöcher in der Schaufensterscheibe des Restaurants, verständigten erneut die Polizei und kurze Zeit später kam dann wie üblich im Auftrag von Bürgermeister Eberhard van der Laan der Schließungsbefehl. Seitdem ist der Laden mit den obligatorischen Brettern vernagelt und an ihnen prangt das Standardschreiben der Gemeinde, dass von der Gefahr für die Nachbarschaft verkündet. Und zwar wegen des beschossenen „Coffeeshops Green House Kitchen“. Ja richtig gelesen, die Stadt hat sich nicht einmal mehr die Mühe gegeben, den Text auf dem Schreiben korrekt anzupassen.

Somit ist auch das „Green House Kitchen“ auf unbestimmte Zeit geschlossen worden. Wie immer fehlt vom Täter jegliche Spur.

Bislang konnte ich noch keinerlei Statements der Green House-Kette sowie von der Roskam-Familie finden. Der Anwalt der Kette, Maurice Veldman, liess lediglich wissen, dass es im Vorfeld keinerlei Erpressung gegeben habe.

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All right in Winterswijk http://keinwietpas.de/2016/10/30/all-right-in-winterswijk/ http://keinwietpas.de/2016/10/30/all-right-in-winterswijk/#comments Sun, 30 Oct 2016 20:06:09 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101391 In Winterswijk (Gelderland) wurde diese Woche im Gemeinderat die aktuelle Coffeeshoppolitik debattiert. Die Ergebnisse wurden dann in das lokale Coffeeshopgesetz gegossen. Praktisch gesehen hat sich nichts geändert: Das „Sensi“ bleibt weiterhin der einzige Coffeeshop für die Gemeinde mit 29.000 Einwohnern.

Die Öffnungszeiten sind in Einklang mit den Schulzeiten harmonisiert, was nicht bedeuteten soll, dass der Shop erst öffnet, wenn die Schüler Zeit haben, sondern dass der Shop nicht während der Schulzeiten geöffnet hat, so dass beispielsweise volljährige Schüler in den Pausen vorbeisehen oder minderjährige Schüler auf den Schulwegen versehentlich einem Kunden über dem Weg laufen könnten. Über Sinn uns Unsinn solcher Zeiten kann man diskutieren…

Bürgermeister Thijs van Beem
Bürgermeister Thijs van Beem

In die Gesetzgebung eingeflossen ist auch das I-Kriterium, das den Zutritt von Nicht-Einwohnern der Niederlande unterbinden soll. Im Rahmen der „lokalen Anpassungen“ ließ Bürgermeister Thijs van Beem (PvdA) aber wissen, dass das Kriterium nicht zur Kontrolle käme und sich somit praktisch nichts ändere. Eine Durchsetzung des I-Kriteriums hätte einen massiven Anstieg des Straßenhandels zur Folge, weshalb man auch weiterhin Deutsche in den Shops willkommen heißen würde (dies gilt natürlich auch für die Einwohner aller anderen Länder, aber es wurde explizit von „Deutschen“ gesprochen, die geographisch bedingt natürlich den Großteil der ausländischen Besucher ausmachen).

Bürgermeister Thijs van Beem wird übrigens im März 2017 mit 64 Jahren in den Ruhestand gehen. Danach werden mit dem Nachfolger also alle Karten neu gemischt.

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Coffeeshopshootings werden Stadtgespräch http://keinwietpas.de/2016/10/29/coffeeshopshootings-werden-stadtgespraech/ http://keinwietpas.de/2016/10/29/coffeeshopshootings-werden-stadtgespraech/#comments Sat, 29 Oct 2016 09:16:30 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101375 Bürgermeister Eberhard van der Laan auf der Pressekonferenz
Bürgermeister Eberhard van der Laan auf der Pressekonferenz

Die Serie an Beschüssen von Amsterdamer Coffeeshops wird langsam aber sicher zum Stadtgespräch. Den meisten ist es klar, dass etwas getan werden muss. Die Frage ist nur, was das sein könnte.

Auf einer Pressekonferenz hat Bürgermeister Eberhard van der Laan (PvdA) jetzt nochmal bekräftigt, dass auch in Zukunft Coffeeshops umgehend geschlossen werden, wenn sie Ziel eines Angriffs werden.
[pullquote-left]„Mit der Schließung erreichen wir zumindest Eins: Die Anwohner wissen, dass in den folgenden Monaten keine Gefahr droht.“[/pullquote-left] Seiner Meinung nach gibt es keine andere Möglichkeit, die Sicherheit in der Nachbarschaft zu gewährleisten. Offen bleibt natürlich die Frage, warum die Sicherheit bedroht ist, wenn die Schüsse ausschließlich Nachts und ausschließlich auf die Coffeeshops abgefeuert werden. Van der Laan betonte ebenfalls, dass  die Schließungen nicht dazu dienen, Druck auf die Shopbetreiber auszuüben, damit diese ggf. Hintergrundwissen über die Motive ausplaudern könnten. Er selbst wisse aber mehr, als er in der Öffentlichkeit sagen könne. Erinnert mich ziemlich an unseren Innenminister mit seiner großkotzigen Aussage „Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern“.

Unterdessen hat Amsterdams Polizei ein Video veröffentlicht, in dem sie die Bevölkerung um Mithilfe bittet. In dem Video werden Aufnahmen der Überwachungskamera vom Coffeeshop „Green Place“ gezeigt, die den Täter des Beschusses vom September zeigen.


Youtube-Direktlink

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Der siebte Coffeeshop beschossen [Update!] http://keinwietpas.de/2016/10/25/der-siebte-coffeeshop-beschossen/ http://keinwietpas.de/2016/10/25/der-siebte-coffeeshop-beschossen/#comments Tue, 25 Oct 2016 13:39:25 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101358 unknownEs ist erst wenige Tage her, dass wir über den Beschuss und die darauf folgende Schließung  des Coffeeshops „Blue Lagoon“ berichtet haben. Und schon hat es den nächsten Shop erwischt! In der vergangenen Nacht hat es den Coffeeshop „Vondel“, unweit vom „Blue Lagoon“ getroffen. Erneut wurden außerhalb der Öffnungszeiten gegen 4.30 Uhr drei Schüsse auf den Shop abgefeuert. Nachbarn informierten daraufhin die Polizei. Wie immer gibt es keine Spur vom Täter.

Bislang wurde der Shop noch nicht vom Bürgermeister geschlossen, dieser wartet nach Aussagen der Gemeinde noch auf den Polizeibericht, um eine Entscheidung zu treffen.

Die Polizei vermutet, dass es sich um den selben Täter handelt wie beim vergangenen Mal und hält es ebenso für wahrscheinlich, dass alle Fälle zusammenhängen. Aufgrund der Tatsache, dass die Beschüsse stets Nachts stattfinden ist davon auszugehen, dass der (oder die Täter) es auf die folgende Schließung  abzielt. Auch gibt es Spekulationen über das Motiv des Täters. Es könnte sich um konkurrierende Versorgungs-Organisationen handeln, die die Abnahmestellen der Konkurrenz ausschalten wollen. Dies wäre natürlich ein Killerargument für eine regulierte Versorgungskette. Aber auch andere mögliche Szenarien werden bei den Ermittlungen berücksichtigt.

Der Cannabisaktivist Peter Lunk hingegen ist der Überzeugung, dass es Strassendealer sind, die die Konkurrenz ausschalten wollen, um so Ihre Relevanz zu erhöhen. Dafür spricht, dass die letzten beiden Coffeeshops in der Nähe des Vondelparks liegen, wo es zum einen sehr wenige Shops gibt und der Park zum anderen auch ein beliebter Ort zum Konsumieren ist, also potentielles „Jagdgebiet“ für Strassendealer.

Kritisiert wird indes, dass noch kein Ermittlungsteam für Coffeeshopbeschüsse gegründet wurde, um die einzelnen Fälle ermittlungstechnisch unter einen Hut zu bekommen. Dies ist dringend notwendig, denn jedem ist klar, dass man nicht einfach jeden Shop schliessen kann.

Denn dann gehen die Probleme erst richtig los.

Update: Und natürlich wurde der Coffeeshop im Laufe des Tages vom Bürgermeister auf unbestimmte Zeit geschlossen.

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Coffeeshop löst Overlast-Problem http://keinwietpas.de/2016/10/24/coffeeshop-loest-overlast-problem/ http://keinwietpas.de/2016/10/24/coffeeshop-loest-overlast-problem/#comments Mon, 24 Oct 2016 16:43:46 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101347 thumb
Die Buurtgastheren auf Patrouille (Fotos via AT5

Jedem, der in eine Gegend mit Nachtleben zieht sollte klar sein, dass es dort nicht ganz so friedlich zugeht wie in Vororten. Das gilt natürlich besonders für klassische Kneipenviertel, aber auch für Gegenden mit vielen Coffeeshops und vielen Touristen. Zwar sind diese in der Regel friedlicher als irgendwelche Biermeilen, allerdings stehen sie aufgrund der Thematik unter besonderer Beobachtung. Da werden Falschparker, Ruhestörer und Wildpinkler mit besonderen Argusaugen betrachtet. Nimmt das Treiben überhand, kann den ansässigen Shops sogar eine gnadenlose Schließung drohen. „Drugsoverlast“ wird unter Konservativen gar nicht gerne gesehen, auch in Amsterdam nicht.

Auch Kleinigkeiten helfen
Höflich, aber bestimmt. Buurtgastheer Jerry

Wer in Amsterdam schon einmal in der Haarlemerstraat war weiß, dass es dort etwas turbulenter zugeht. Und nicht jedem der Anwohner gefällt dies halt, weshalb es des öfteren Beschwerden gibt. Und angesichts der Schließungswelle auch in Amsterdam sind die Shopbetreiber natürlich nervös. Zudem sind sie ja auch durchaus bereit dazu, allzu störendes Verhalten zu unterbinden. Das fängt bei Straßendealern an, die sich zum einem ganz lapidar ins Geschäftsmodell einmischen und zum anderen Anwohner und Passanten belästigen, und geht weiter beim vielen Müll, den niemand gerne vor seiner eigenen Haustür haben möchte.

Das Dampkring testet aktuell die Overlastbekämpfung mittels zweier „Buurtgastheren“, die in der Straße Störenfriede freundlich aber bestimmt ansprechen, um sie auf Ihr Fehlverhalten aufmerksam zu machen. Die beiden Männer mit Melone erklären die Problematik solcher Fehlverhalten und versuchen friedlich zu einer Lösung zu kommen.

Auch Kleinigkeiten helfen
Auch Kleinigkeiten helfen

Sie helfen auch ein wenig beim Aufsammeln von Müll. Bei Straßendealern greifen sie aus Sicherheitsgründen nicht ein, sondern informieren die Polizei, mit der sie eng zusammenarbeiten. Derzeit werden Gespräche mit anderen Gewerbetreibenden und mit der Gemeinde geführt, um über die Finanzierung der Gastheren sprechen und diese ggf. aufzuteilen.

Dampring-Betreiber Eric Been macht sich nichts vor, er glaubt nicht, dass durch die Aktion die Nachbarschaft „gerettet“ wird, aber er findet, dass auch Kleinigkeiten dabei helfen, die Nachbarschaft sicherer und freundlicher zu gestallten.

Gute Sache, die Schule machen sollte!

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http://keinwietpas.de/2016/10/24/coffeeshop-loest-overlast-problem/feed/ 2 101347
Offener Brief von Doede de Jong an die CDA http://keinwietpas.de/2016/10/23/offener-brief-von-doede-de-jong-an-die-cda/ http://keinwietpas.de/2016/10/23/offener-brief-von-doede-de-jong-an-die-cda/#comments Sun, 23 Oct 2016 16:48:07 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101331 Am 15. März 2017 finden in den Niederlanden Wahlen statt. Dazu hat die CDA ein Wahlprogramm vorgelegt, welches Doede de Jong in einem Statement „kommentiert“.

17.10 2016

Gegenseitiger Respekt

Im Wahlprogramm der CDA habe ich gelesen, dass die CDA alle Coffeeshops schließen will, da dort an 800000 Niederländer kontrolliert Kraut, Wiet genannt, verkauft wird.

Wiet als Konkurrenz zu Gott? Es hat ja den Anschein, wie anders ist es sonst zu erklären das die CDA gegen eine Pflanze, eine Kreation ihres eigenen Schöpfers kämpft?

Wie könnt ihr es wagen, so ein Göttliches Geschenk Gift zu nennen?

Sich auf den Stuhl eures Gottes zu setzen zeugt von einer sehr arroganten Haltung.

slack-imgs-com
Doede de Jong 2013, Foto: Derrick Bergmann

Es untergräbt euer eigenes Glaubensbekenntnis!

Darüber hinaus zeigt es keinerlei Respekt für eine andere, persönliche Lebensgestaltung, während sie, als Christen, wohl jederzeit ihre eigenen hypothetischen Traditionen einfordern.

Gleichzeitig denunziert die CDA, auf Basis eines Urteils auf calvinistisch moralischer Grundlage, eine große Gruppe freiheitsliebender Cannabisgenießer.

Moralismus, ein Weg Menschen klein zu halten.

Nun, ihr könnt euer moralisches Urteil fällen, aber das gibt euch noch nicht das Recht euren Mitmenschen den Genuss von Hanfblüten zu verbieten. Umso mehr als das sie mit ihrem Gebrauch niemandem zur Last fallen und auch niemand dadurch stirbt.

In unser aller Interesse möchte ich die CDA auffordern: „liebe deinen Nächsten“ und hebt das kontraproduktive Cannabisverbot auf.

Doede de Jong, biologische Wietkweker, Appelscha

Quelle

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Der König soll es richten http://keinwietpas.de/2016/10/20/der-koenig-soll-es-richten/ http://keinwietpas.de/2016/10/20/der-koenig-soll-es-richten/#comments Thu, 20 Oct 2016 16:52:55 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101312 Wir nähern uns dem Jahresende und ich war der Ansicht, das Johan zum Ende des Jahres in den Niederlanden sein wird. Nach dem Tod des thailändischen Königs in der letzten Woche dachte ich schon fast ketzerisch an eine Begnadigung. Eine gute Gelegenheit würde sich sicher beim Antritt des neuen thailändischen Königs ergeben. Willem und er würden sich sicher gut verstehen. Diese Woche hat John Lackland Johan van Larhoven in einem Brief an König Willem Alexander aka Prins Pilsje diesen noch einmal um Hilfe gebeten. Noch bevor ich diesen „Bettelbrief“ gelesen haben, drängte sich ein Bild in meinen Kopf.

maxresdefaultDer holländische König „reitet“ auf dem Grünen Drachen nach Thailand und befreit den König der Coffeeshops in einer Drakonischen Aktion? Moment mal, der König der Niederlande? Der, dessen Familie zwar Steuern zahlt, dafür aber eine Kompensation in gleicher Höhe bekommt? Das Königshaus, welches in den Lockheet Skandal verwickelt war, in den Kolonien geräubert und gemordet hat? Vielleicht sollte der König dann seine Gattin zuhause lassen, deren südamerikanische Familie hat ja auch genug Dreck am Stecken. Aber nein, die müssen ja die Zelle im Thaiknast nicht fürchten, die genießen Immunität! Da wendet sich ein Untertan unterwürfigst an seinen König, weil er zu Unrecht im Knast sitzt, an einen König, dessen Familie eigentlich mehr verbrochen hat als der Untertan. Verkehrte Welt. Ich mag Johans Brief nicht im Ganzen übersetzen, sondern beschränke mich auf die wirklich, für mich widerlich, emotionalen Stellen. Widerlich, weil ich es so empfinde, wenn ein Mensch dazu gezwungen ist, so etwas zu schreiben, an jemanden zu schreiben, der es in der Hand hat dir zu helfen. Und doch eigentlich der größere Verbrecher ist.

Aus Johans Brief:

Zijne Majesteit de Koning
p/a Kabinet van de Koning
Postbus 20016
2500 EA
Den Haag
Majestät,
Mein Name ist Johan van Larhoven, vielleicht haben sie ja von mir gehört oder gelesen. Ich bin niederländischer Staatsbürger, der in Thailand zu einer 103jährigen Gefängnisstrafe verurteilt wurde. Eine „Draconische“ Strafe, wie De Telegraaf schrieb….
Majestät, noch einmal, ich habe nichts Strafbares getan. Ich habe in Holland mit dem Verkauf von Cannabis Geld verdient. Die Thai begründen meine Verurteilung mit dem Verkauf von Cannabis in den Niederlanden. Und sie versichern, das ich in Thailand nichts strafbares getan habe. Wieso sitze ich dann hier fest? Das an dieser Sache etwas nicht stimmt, ist zum Glück nicht völlig unbemerkt geblieben, so beschäftigt sich der Nationale Ombudsmann damit. Auch neun politische Parteien unter der Leitung von Vera Bergkamp (D66) haben diesbezüglich Fragen an das Justizministerium gestellt. Das gibt mir Mut, aber es ist ein langwieriger, träger Prozeß. Und in der Zeit sitze ich hier, mir geht es immer schlechter. Ich habe 4o Kilo abgenommen, habe Herzprobleme und am ganzen Körper Geschwüre. Majestät, es geht mir nicht gut…

Mit diesem Brief, möchte ich sie respektvoll bitten, sich für eine gerechte Behandelung meiner Frau, meiner Kinder und mich selbst einzusetzen…

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Johan im Krankenhaus. Foto via JusticeforJohan.nl
Eine andere Option als sie zu bitten sich persönlich um meine ausweglose Situation zu bemühen, sie um persönliche Hilfe zu bitten, habe ich nicht mehr. Mein Schicksal liegt nun in ihren Händen. Majestät, ich bin ja möglicherweise nur ein einfacher, alter ehemaliger Coffeeshopbesitzer. Ich bin kein nationales Exportprodukt. Ich bin kein DJ, kein Journalist oder Fotomodell worauf das ganze Land stolz ist. Aber ich bin immer noch ihr Untertan. Ein Untertan der ihre Hilfe braucht. Sehr dringend braucht. Ihre guten Kontakte zum thailändischen Königshaus sind mir bekannt. Ein Königshaus, das erst letztlich einen schrecklichen Verlust erleiden musste und ich bekunde an dieser Stelle auch mein Beileid. Darf ich sie aus tiefstem Herzen darum bitten, diese Kontakte zu nutzen um meiner Frau und mir eine gerechte Behandlung zu verschaffen. Werden sie mir helfen, Majestät? Bitte, befreien sie mich aus dieser thailändischen Hölle.
Hochachtungsvoll
Johan van Larhoven

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The next one: Coffeeshop in Amsterdam beschossen http://keinwietpas.de/2016/10/19/the-next-one-coffeeshop-in-amsterdam-beschossen/ http://keinwietpas.de/2016/10/19/the-next-one-coffeeshop-in-amsterdam-beschossen/#comments Wed, 19 Oct 2016 15:59:13 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101305 unknownUnd wieder gibt es einen Beschuss eines Coffeeshops in Amsterdam zu vermelden: Dieses Mal musste heute morgen gegen 4.00 Uhr der Coffeeshop „Blue Lagoon“ dran glauben. Verletzt wurde wie immer niemand, da der Anschlag, der nach dem immer gleichen Muster durchgeführt wurde, außerhalb der Geschäftszeiten stattfand.

Natürlich wurde der Shop bereits von der Gemeinde auf unbestimmte Zeit geschlossen. Sicherheit in der Nachbarschaft, Ihr wisst schon…

Vom Täter fehlt jede Spur, trotz Fahndung mittels Polizeihubschrauber.

Bekannt sein dürfte der Shop wohl allen Gästen vom großartigen Annette´s B&B, denn es ist der nächstgelegene Shop, den man gerne vor der Nachtruhe besucht…

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http://keinwietpas.de/2016/10/19/the-next-one-coffeeshop-in-amsterdam-beschossen/feed/ 3 101305
Groningen schafft Warteliste ab http://keinwietpas.de/2016/10/19/groningen-schafft-warteliste-ab/ http://keinwietpas.de/2016/10/19/groningen-schafft-warteliste-ab/#comments Wed, 19 Oct 2016 09:25:27 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101300 Ob und wie man einen Coffeeshop eröffnen kann ist Sache der Gemeinde. Je nachdem welches Parteibuch der dortige Bürgermeister mit sich trägt, welche Zusammensetzung der Gemeinderat hat oder allgemein die Stimmung in der lokalen Politik ist, gibt es mal strengere mal lockere Regeln.

Eins jedoch haben die meisten Gemeinden gemeinsam: Es gibt viele Interessenten für eine der wenigen Coffeeshoplizenzen. Manche Aspiranten sehen darin die Erfüllung eines alten Kiffertraums, andere das schnelle Geld.

Viele Gemeinden arbeiten mit einer Warteliste, frei nach dem Motto: Wer zu erst kommt, mahlt zuerst (oder: Wer baut, der haut…).  Jeder, der willig ist einen Coffeeshop zu eröffnen, kann sich in die Warteliste eintragen. Wird eine Lizenz frei, entweder durch eine Schließung oder durch eine Erhöhung der genehmigten Shopanzahl, kann der Oberste auf der Liste sein Konzept samt Immobilie vorlegen und prüfen lassen. Wie geprüft wird entscheidet dann auch die Gemeinde, oft wird das Bibob-Verfahren angewendet, dass unter anderem die wirtschaftliche Machbarkeit, aber auch das Vorstrafenregister des Antragstellers überprüft.

Auch Groningen hat so eine Liste, die fair abgearbeitet wird. Bis jetzt. Vergangene Woche hat der Rat nämlich beschlossen, dass diese Liste von heute auf morgen abgeschafft wird und durch ein wenig transparentes Losverfahren ersetzt wird. Potentielle Shopbetreiber, die in den letzten Jahren langsam nach oben gewandert sind, haben jetzt also die gleichen Chancen wie diejenigen, die sich erst jetzt dazu entschlossen haben, einen Shop zu eröffnen. Nicht wirklich nett…

Abgesehen davon wurden auch einige Verschärfungen beschlossen: So wurde die Anzahl der Verwarnungen, die ausgesprochen werden, wenn Minderjährige im Shop angetroffen werden von bisher zwei auf eine runter gesetzt. Beim zweiten Verstoß folgt dann die sofortige Schließung des Shops. Außerdem wird das Abstandskriterium, das bisher nur für Grundschulen gilt, auch auf Berufsschulen angewendet. Innerhalb von 100m Entfernung zu diesen Schulformen darf sich in Zukunft kein Coffeeshop mehr befinden.

Warum es diese Verschärfungen gibt ist unklar. Probleme mit den Coffeeshops in Groningen gibt es eher selten. Der letzte Fall eines angetroffenen Minderjährigen war 2014, weitere Fälle kommen eher sporadisch vor. Eine Absicht ist sowieso nie zu erkennen, meist kommt sowas vor, wenn etwas zu lax kontrolliert, oder mit gefälschten oder fremden Ausweisen getrickst wird. Selbst Bürgermeister Peter den Oudsten (PvdA), einst auch von uns gelobter Bürgermeister von Enschede, stellt fest, dass sich die Coffeeshop in Groningen an die Regeln halten.

Die D66 hält die neue Linie für reine Symbolpolitik. Sie zeige den Kontrollwahn der Politik innerhalb der Toleranzpolitik. Man solle sich besser um Regulierung des Anbaus kümmern.

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http://keinwietpas.de/2016/10/19/groningen-schafft-warteliste-ab/feed/ 1 101300
Interna: Teilnahme am Forum nur noch mit Registrierung http://keinwietpas.de/2016/10/07/interna-teilnahme-am-forum-nur-noch-mit-registrierung/ http://keinwietpas.de/2016/10/07/interna-teilnahme-am-forum-nur-noch-mit-registrierung/#comments Fri, 07 Oct 2016 18:19:44 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101244 Als ich das Forum ins Leben gerufen habe. habe ich mich bewusst gegen einen Registrierungszwang entschieden. Mir ist klar, dass die Thematik von „Kein Wietpas!“ für manche User etwas zu heikel ist und sie möglichst wenig Datenspuren hinterlassen wollen. Da ich jedem ermöglichen möchte, sich an unseren Diskussionen zu beteiligen habe ich somit die Möglichkeit offen gelassen, ohne jegliche Registrierung zu posten.

Spam, Spam, Spam, Spam...
Spam, Spam, Spam, Spam…

Mir war damals schon klar, dass das auch Probleme mit sich bringen konnte und es kam dann wie es kommen musste: Automatisch generierter Spam kam rein mit den üblichen Verdächtigen Potenzmittelhandel, Banktransaktionen aus Nigeria und Co. Diesem automatisch versendeten Spam konnte ich mit ein paar Anläufen und verschiedenen Spam-Filtern recht gut Herr werden. die wenigen Beiträge die durch kommen kann man problemlos per Hand löschen.

Schwieriger wird es aber, wenn reale Personen meinen, dass es Ihnen eine Form von Befriedigung bringen kann, wenn sie, ich drücke es vornehm aus, Beiträge veröffentlichen, die nicht im Sinne der Community sind. Trolle eben. Eine Pest, so alt wie das Internet. Lösche ich deren Beiträge, fühlen sie sich berufen, erst richtig loszulegen, mit noch primitiveren Beleidigungen und Flutung durch immer mehr Spam. Da es keine registrierten Mitglieder sind, kann ich sie auch nicht sperren, IP-Sperren und ähnliches sind leicht zu umgehen.

Ich habe es dann damit versucht, den Spam-Filter schärfer zu stellen. Dies hat aber leider auch dazu geführt, dass User, die eine Diskussion als zivilisierter Teil der Internetgemeinde führen wollen, auch gefiltert wurden und somit nicht mehr posten konnten.

Trolle - die Pest des Webs
Trolle – die Pest des Webs

Aktuell geht es um einen konkreten Fall. Ich denke derjenige weiß, dass ich von ihm spreche. Seit einigen Wochen ist er der Meinung, dass er rumpeln muss. Nachdem ich dann alle seine Beiträge gelöscht habe, fing er auch noch an zu drohen. Als ich dann den Spam-Filter schärfer stellte hörten seine Beiträge auf, aber andere Teilnehmer konnten leider auch nicht posten.

Gestern habe ich dann den Spam-Filter wieder runtergefahren und prompt fing heute das Geflame wieder an. Ist ja auch Wochenende, die Schule ist aus, ihr kennt das…

Daher habe ich mich, schweren Herzens, dazu entschlossen, eine Registrierungspflicht im Forum einzuführen. Um jetzt Beiträge und Antworten zu erstellen müsst Ihr Euch mit einer gültigen eMail-Adresse registrieren oder Euch mit einem der Social-Logins einloggen und so ein Profil erstellen, welches ihr dann vervollständigen könnt. Sollte derjenige ein Profil erstellen kann ich dieses dann problemlos blockieren.

Für alle User, die sich an die Regeln des gemeinsamen Miteinanders halten, möchte ich mich für diesen Einschnitt entschuldigen. Es ist irgendwie traurig, dass ein einzelner Troll die Macht haben kann, sowas zu verursachen. Ich möchte Euch weiterhin dazu einladen, Euch sachlich an den Diskussionen im Forum und Blog zu beteiligen. Und ich möchte auch nochmals darauf hinweisen, dass ich ein großer Freund der gepflegten Off-Topic-Kommunikation bin. Ich habe also nichts gegen Plaudereien fernab des ursprünglichen Themas. Wenn man halt die Regeln der Höflichkeit bewahrt. Gegenseitiges Beleidigen bringt aber niemandem etwas.

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http://keinwietpas.de/2016/10/07/interna-teilnahme-am-forum-nur-noch-mit-registrierung/feed/ 5 101244
Abstimmung über Anbauregulierung noch in diesem Monat http://keinwietpas.de/2016/10/05/abstimmung-ueber-anbauregulierung-noch-in-diesem-monat/ http://keinwietpas.de/2016/10/05/abstimmung-ueber-anbauregulierung-noch-in-diesem-monat/#comments Wed, 05 Oct 2016 15:57:53 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101173 Das ging ja schnell: Nachdem wir am Wochenende über den Gesetzesentwurf der D66 zur Regulierung des Cannabisanbaus zur Versorgung der Coffeeshops berichtet haben, habe ich noch gemutmaßt, dass wohl noch einige Zeit vergehen wird, bis der Entwurf wirklich zur Abstimmung in die zweite Kammer kommt.

Vera Bergkamp
Vera Bergkamp

Doch da habe ich mich geirrt: Zwar wollte die Regierungspartei noch ein Urteil von Innenminister Ard „Ich kenne Leute, die an Cannabis gestorben sind“ van der Steur abwarten, doch Antragstellerin Vera Bergkamp blieb hartnäckig. Ihrer Meinung nach würde die Regierung eine Verzögerungstaktik fahren, doch Bergkamps Beharrlichkeit wurde belohnt und so soll der Antrag bereits am 27. Oktober zur Abstimmung kommen.

Nochmals zur Erinnerung: Erstmalig ist eine Mehrzahl in der Kammer für die Regulierung nach dem Modell der D66. Mit dem Beschluss wäre die größte Hürde dann genommen und im Prinzip stünde dann der Regulierung nur noch die erste Kammer im Weg. Zwar kommt es praktisch so gut wie nie vor, dass die erste Kammer der zweiten so dazwischen grätscht, jedoch muss bedacht werden, dass das Thema emotional sehr aufgeladen ist und die Mehrheitsverhältnisse in der ersten Kammer gegen den Antrag sprechen.

Es erwartet uns ein spannender Herbst, der das Ende der Achterdeur-Problematik einläuten könnte!

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Coffeeshop veröffentlicht Video von Raubüberfall http://keinwietpas.de/2016/10/05/coffeeshop-veroeffentlicht-video-von-raubueberfall/ http://keinwietpas.de/2016/10/05/coffeeshop-veroeffentlicht-video-von-raubueberfall/#comments Wed, 05 Oct 2016 07:09:21 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101168
Youtube-Direktlink

Im Januar dieses Jahres wurde der Coffeeshop Dikrayaat in Wolvega (Friesland) von drei unbekannten Männern bei einem bewaffneten Überfall ausgeraubt. Die Täter, mit einer AK-47 bewaffnet, erbeuteten Geld und Ware und gingen mit Personal und Kunden nicht gerade zimperlich um.

Die Polizei ermittelte, konnte bis jetzt aber noch keinen Täter ausfindig machen. Daher hat Shopbetreiber Michael Piña jetzt das Video seiner Überwachsungskameras in Rücksprache mit der Polizei veröffentlicht und erhofft sich so, sachdienliche Hinweise zu erhalten.

Definitiv ein Ereignis, das man nicht im Coffeeshop erleben möchte (woanders aber auch nicht).

Lobend sei übrigens mal die Gemeinde Weststellingwerf und Bürgermeister Gerard van Klaveren (VVD) erwähnt, die nach der Tat den Shop nicht schließen ließen, was in anderen Gemeinden (selbst in Amsterdam) gängige Vorgehensweise wäre.

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Neue Coffeeshops http://keinwietpas.de/2016/10/04/neue-coffeeshops/ http://keinwietpas.de/2016/10/04/neue-coffeeshops/#respond Tue, 04 Oct 2016 10:49:51 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101153 Wenn man ein Blog betreibt, das sich mit der niederländischen Drogenpolitik beschäftigt, dann sieht man sich unweigerlich der Tatsache ausgesetzt, dass man primär schlechte Nachrichten verbreiten muss. Wir leben zwar nicht mehr zu Zeiten, wo man den Überbringer schlechter Nachrichten umgebracht hat, aber trotzdem will man auch mal Positives berichten…

Also tun wir das doch einfach mal! Neben all den Schließungen von Coffeeshops kommt es doch trotzdem immer mal zu Neueröffnungen. Wir wollen Euch mal über die aktuellen Geschehnisse berichten!

Bürgermeisterin Faber
Bürgermeisterin Faber
In Zaanstad (Nordholland) gibt es Überlegungen in den Dörfern Krommenie (knapp 16.000 Einwohner) oder Wormerveer (knapp 11.000 Einwohner) einen Coffeeshop zu genehmigen. Dafür haben sich die beiden Koalitionsparteien D66 und PvdA und Teile der Opposition ausgesprochen. Zusammen würden sie eine Mehrheit im Gemeinderat ausmachen. Ziel sei die Reduzierung des Strassenhandels und die damit einhergehenden Probleme wie Overlast. Bürgermeisterin Geesje Hendrika Faber (PvdA) ist gegen die Pläne, weil es nach ihrer Meinung in der Gegend keine Probleme mit Overlast gäbe, was einige Anwohner jedoch anders sehen. Aktuell gibt es in der gesamten Gemeinde Zaanstad drei Coffeeshops (alle in Zaandam) für 152.000 Einwohner.

In Groningen stand Rene Mertens 12 Jahre auf der Warteliste für einen neuen Coffeeshop. Und nachdem es in der Gemeinde kürzlich  Schließungen gab, wird Mertens jetzt wohl bald seinen Coffeeshop eröffnen. Die Renovierungsarbeiten sind bereits im vollen Gange, auch wenn die Lizenz noch nicht erteilt wurde. Es muss noch die Zustimmung der Nachbarschaft eingeholt werden, damit Bürgermeister Peter den Oudsten (PvdA) die Lizenz vergeben kann. In einer Reportage zeigt der zukünftige Betreiber schon mal die Räumlichkeiten.


Youtube-Direktlink

In Amersfoort (Utrecht) hingegen ist man noch nicht so weit. Zwar hat die Gemeinde kürzlich beschlossen, dass sich zu den drei bestehenden Coffeeshops ein weiterer gesellen soll und es dafür auch bereits ein paar Bewerbungen gab, aber wenn es dann ernster wird und die Stadt um konkrete Konzepte bittet, bekommen die Bewerber dann doch kalte Füße. Und somit kann man sich also weiterhin bewerben. Wer Lust darauf hat, einen Coffeeshop zu eröffnen und dafür auch eine geeignete Immobilie in Amerfoort vorweisen kann, der kann sich gerne bei der Gemeinde bewerben!

Ihr seht also, es müssen nicht unbedingt immer weniger Coffeeshops werden, vereinzelt kommen auch wieder welche hinzu.

Leider sind das aber viel zu wenige.

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Ende der Hintertürpolitik? http://keinwietpas.de/2016/10/01/ende-der-hintertuerpolitik/ http://keinwietpas.de/2016/10/01/ende-der-hintertuerpolitik/#comments Sat, 01 Oct 2016 12:18:00 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101110 Man stelle sich einmal vor wie Politik in einer idealen Welt gemacht würde. Gegnerische Parteien würden trotz unterschiedlicher Meinungen an einem Strang ziehen, um Entscheidungen zum Wohle der eigenen Bevölkerung und nicht der eigenen Lobbyisten zu treffen. Es gäbe keinen Fraktionszwang, Abgeordnete, gewählt als Vertreter des Volkes entscheiden nach ihrem besten Wissen und Gewissen. Und Gesetzesanträge, auch von kleineren Parteien, werden ernsthaft diskutiert und nicht per se abgelehnt, weil sie von der falschen Partei kommen und man ja eingestehen würde, dass der politische Gegner auch mal Recht haben könnte.

Vera Bergkamp
Vera Bergkamp

Schöne Utopie, oder? Und doch könnte dies ausgerechnet beim Thema Cannabisanbau in den Niederlanden Realität werden. Im letzten Jahr hat die Abgeordnete Vera Bergkamp (D66) einen Antrag zur Regulierung des Cannabisanbaus zur Versorgung der Coffeeshops gestellt. Dieser wurde durch den Raad van State geprüft. Dieser stellte klar, dass sie nicht so ganz damit zufrieden seien. Es sei nicht zu 100% geklärt, ob der Antrag mit internationalem Gesetzen vereinbar sei und ob eines der Ziele, den Drogentourismus zu reduzieren, erreicht werden könne.

Unabhängige Gutachter jedoch bestätigten, dass es sehr wohl möglich sei eine komplette Versorgungskette aufzubauen, ohne gegen internationalen Gesetze zu verstoßen. Unter anderem soll ein Trick angwendet werden, der schon vor über 40 Jahren die Coffeeshops ermöglichte: Es soll im Rahmen einer Duldung geschehen.

Das Modell ist eigentlich ganz einfach: Es sollen Lizenzen für die Produktion von Cannabis vergeben werden. Lizensierte Betriebe dürfen dann, mit angeordneter staatlicher Duldung, Cannabis produzieren und dieses ausschließlich an die bestehenden Coffeeshops verkaufen dürfen. Die generierten Umsätze sollen dabei voll versteuert werden. Soweit so gut.

Bislang hatte dieser Vorschlag jedoch keine Mehrheit in der zweiten Kammer gehabt. Doch in der letzten Woche kam dann der Wendepunkt: Die Parteifraktion „Bontes-Van Klaveren“ (BVK) ließ wissen, dass sie von nun an bereit seien, den Antrag zu unterstützen. Der BVK wird in der Regel unter „Sonstiges“ in der Parteienaufzählung der zweiten Kammer gelistet, dieses Mal könnten die beiden Stimmberechtigten die nötige Mehrheit für eine Annahme des Antrages schaffen. Unklar ist jedoch bisher, wann diese Abstimmung überhaupt gemacht werden soll. Es bleibt zu vermuten, dass dies erst nach der Wahl im März 2017 geschehen wird und dann wären die Karten sowieso neu gemischt.

Aber auch jetzt wäre es furchtbar spannend: Die VVD ist wie eh und je gegen den Antrag, Regierungspartner PvdA dafür. In der ersten Kammer, wo jedes Gesetz nach dem Beschluss der zweiten Kammer bestätigt werden muss, sind die Mehrheitsverhältnisse anders, dort könnte der Antrag theoretisch gesehen abgelehnt werden, praktisch kommt sowas aber eigentlich nicht vor. (Falls jemand Interesse am politischen System der Niederlande hat, seien die Wikipediartikel zum Politischen System und zur Ersten Kammer und der Zweiten Kammer sehr empfohlen).

Nicht so begeistert: Rutte und Van der Steur
Nicht so begeistert: Rutte und Van der Steur

Nichts desto trotz ist das Thema wieder voll auf der Tagesordnung und hat durchaus Potential auch Wahlkampfthema zu werden (sofern sich die Menschen endlich mal wieder darauf besinnen, dass Flüchtlinge überhaupt kein wirkliches Problem in Europa darstellen und nur von Medien und Rechtspopulisten zu einem gemacht werden…).

Sollte es irgendwann tatsächlich zu einem Beschluss kommen, dürfte Vera Bergkamp als die Frau in die Geschichtsbücher eingehen, die die Backdoor-Problematik besiegt und letztendlich wohl auch dafür gesorgt hat, dass die Qualität der Coffeeshop-Ware wieder steigen würde, bei gleichzeitigen Sinken des Preises..

Die Gegenspieler sind die altbekannten: Premierminister Mark Rutte (VVD) und Justiz-/Innenminister Ard van der Steur (VVD). Beide sind der festen Überzeugung, dass durch die Regulierung der Produktion „die Verbrechen nicht einfach aufhören würden“. Es werden die immer gleichen Argumente eingebracht, wie z.B. die längst widerlegte Aussage, dass das meiste in den niederländischen illegalen Plantagen produzierte Cannabis gar nicht in die Coffeeshops, sondern direkt ins Ausland gehen würde. Doch ewig können sich die beiden nicht vor der Mehrheit verschließen: Nicht nur der Rat ist mittlerweile für die Regulierung, sondern auch ein Großteil der niederländischen Bürgermeister. Und zwar unabhängig von der Parteizugehörigkeit.

So wie in einer idealen Welt.

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Cannabinoid-Profile in Leiden und Den Haag http://keinwietpas.de/2016/09/28/cannabinoid-profile-in-leiden-und-den-haag/ http://keinwietpas.de/2016/09/28/cannabinoid-profile-in-leiden-und-den-haag/#comments Wed, 28 Sep 2016 11:22:14 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101123 In Zuid-Holland findet ihr nun zwei Shops, die euch genaue Auskunft geben, welche Cannabinoide in der gekauften Ware enthalten sind. Zum einen geht es um den Coffeeshop ,,Dizzy Duck“ in Den Haag und um den Coffeeshop ,,High Society“ in Leiden. Greg Dennet, ein 45-jähriger Brite der seine Kindheit in den Niederlanden verbracht hat, ist Gründer der Firma Cannabytics, welche sich auf das Testen von Cannabisprodukten spezialisiert hat. 1471950514Auf die Idee ist Greg Dennet durch seine Mutter gekommen. Durch eine ernsthafte Krankheit, die sich permanent verschlimmert hat und keine Schulmedizin weiterhelfen konnte, kam ihm die Idee es mit THC-Öl auszuprobieren. Doch natürlich sind Lieferungen aus dem Internet nicht immer zuverlässig. Um Klarheit zu haben blieb ihm nur ein Test übrig. Da es aber alles andere als leicht ist, in Europa seine Cannabisprodukte testen zu lassen, ohne diese der Polizei übergeben zu haben, stand Greg D. im Grunde nur ein spanisches Labor zur Verfügung. Dort musste er allerdings zwei Monate auf seine Testergebnisse warten, was logischerweise inakzeptabel ist und ziemlich viel Geld verschlingt. Um das zu umgehen gab es natürlich nur eine Lösung: Man eröffnet selbst eine Firma, die sich darauf spezialisiert. Dennet garantiert ein Ergebnis innerhalb von 48 Stunden und es ist weniger als 1 Gramm notwendig, um ein zuverlässiges Ergebnis zu erzielen.

Die Besitzerin des ,,Dizzy Duck“ ist sehr stolz auf diese Verbesserung und verspricht sich einiges davon, auch wenn Tara van der Poel durchaus klar ist, dass Sie das Wiet zunächst trotzdem kaufen muss. Ein Grower wartet keine 48 Stunden auf ein Testergebnis. Allerdings gibt es im Anschluss die Möglichkeit, den Grower zur Rede zu stellen. Wie dies alles bei den teilweise stündlichen Lieferungen zuverlässig funktionieren soll, lässt sich wohl erst in Zukunft sagen. Positiv ist, dass gegen eine monatliche Gebühr unbegrenzt Tests durchgeführt werden können. Um wie viel es sich dabei handelt, ist nicht bekannt. Ersichtlich für den Kunden sind vier Cannabinoide, elf Terpene und neun Kontaminierungen, sowie der THC-Wert, verfügbar in niederländisch und englisch.

Jetzt fragt Ihr euch sicher: Warum nur zwei Coffeeshops? Alle anderen kontaktierten Coffeeshops haben kein Interesse an dieser Aktion und möchten lieber so weiter machen wie zuvor. Auch mir fehlt natürlich die Vorstellungskraft, wie eine reibungsloser Ablauf von statten gehen soll. Wie oben schon erwähnt gibt es mehrfach täglich Anlieferungen. Auch ein Coffeeshop kann nicht immer 48 Stunden warten, bis das Wiet in den Verkauf übergeht. Die Möglichkeit einer Preiserhöhung der Waren besteht selbstverständlich auch. Da möchte ich allerdings keine falschen Schlüsse ziehen und vor Ort zunächst erstmal schauen.

Trotzdem sollte man der Aktion aber positiv gegenüber stehen. Bei den Gewinnen, die Coffeeshops abwerfen, wären solche Tests für alle Shops möglich. Allerdings wäre da ein höherer Vorrat von ca. 2-3 kg pro Shop extrem sinnvoll. Aktuelle Debatten gehen glücklicherweise in eine positive Richtung. Man darf gespannt bleiben.

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Coffeeshop Green Place geschlossen http://keinwietpas.de/2016/09/27/coffeeshop-green-place-geschlossen/ http://keinwietpas.de/2016/09/27/coffeeshop-green-place-geschlossen/#comments Tue, 27 Sep 2016 20:33:34 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101114 Der Tatort mit Einschussloch
Der Tatort mit Einschussloch

Die Serie an Drive-by-Shootings auf Coffeeshops reißt nicht ab. Dieses Mal hat es einen recht bekannten Shop getroffen: Das Green Place in Amsterdam. In dem Hightimes Cannabis Cup war der Shop mehrfach ausgezeichnet, sowohl mit Platzierungen für die besten Shops als auch mit prämierten Gras- und Hash-Sorten.

Am frühen Dienstag morgen gegen 04.15 Uhr wurde der Shop von einem vorbeifahrendem Roller mit einer Handfeuerwaffe beschossen. Ein Schuss in die Scheibe des Shops, danach ist der Täter geflüchtet. Von ihm und seinem Motiv fehlt bisher jede Spur, die Polizei ermittelt.

Morgens öffnete der Shop dann erst noch ganz normal, wurde dann jedoch gegen Mittag im Auftrag des Bürgermeisters Eberhard van der Laan (PvdA) auf unbestimmte Zeit geschlossen.

Same procedure as every year, James.

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D66 Arnhem: ‚Macht das Gelderland zur Wietprovinz‘ http://keinwietpas.de/2016/09/23/d66-arnhem-macht-das-gelderland-zur-wietprovinz/ http://keinwietpas.de/2016/09/23/d66-arnhem-macht-das-gelderland-zur-wietprovinz/#comments Thu, 22 Sep 2016 22:12:56 +0000 http://keinwietpas.de/?p=100945 12108789_957901067618057_2583170278287022069_n
Wenn Wiet eine Pflanze ist, dann ist der Dealer eigentlich ein normaler Blumenhändler.

Gelderland soll die Provinz für den legalen Wietanbau werden, dafür plädiert Antoon Kanis (D66), Mitglied des „Provinzrates“ Gelderland. Er erwartet die Freigabe von Cannabis und denkt, dass die Zweite Kammer dem zustimmen wird. Allerdings muss diese Chance schnell umgesetzt werden, da ansonsten andere Provinzen vorpreschen könnten, so Kanis.

Dies sagte er schon vor dem Tilburger Beschluss vom 12. September, der den medizinisch begründeten Anbau von maximal fünf Pflanzen in Tilburg erlaubt. Wasserstandsmeldungen über Cannabis sind ähnlich schnell wie in Deutschland und so meldet der „Gelderlander“ am 19. September „Gemeinderat Arnhem will Eigenanbau für Patienten legalisieren“. Dafür findet sich eine Mehrheit die aus D66, SP, GroenLinks und der Partij voor de Dieren besteht.

Zwei Meldungen, die zeigen, dass der der medizinische Gebrauch und die Genußkiffer in den Niederlanden schon nahe beieinander sind. Eine gemeindeeigene Cannabiszucht in Arnhem (und letztlich  natürlich in den gesamten Niederlanden) würde ja beide Seiten zusammenführen. Diejenigen Patienten, die bisher nicht anbauen durften, können endlich eine fachgerechte Growanlage von Fachleuten offiziell erstellen lassen. Mit Rechnung und steuerlich absetzbar. Die Coffeeshops könnten ihre Ware endlich zur Vordertür liefern lassen. Cannabis welches regelmäßig getestet wird kommt auch den Patienten zugute. Die Menschen die aus Altersgründen oder wegen Gebrechlichkeit nicht mehr in der Lage sind ihre Medizin selbst anzubauen, könnten so in den Shops geprüfte Qualität erwerben. Soweit so gut. Aber ich befürchte, dass dies die Preise noch weiter in die Höhe treiben wird. Gras ist in den NL Coffeeshops meist überteuert und die Qualität…? Naja, die Unterschiede sind gewaltig. Dies liegt aber grundsätzlich an der sich immer mehr zuziehenden Schlinge der Justiz um den Hals der Gewerbetreibenden, sei es Handel in den Shops, Zulieferung oder das seit März 2015 geltende, sehr restriktive 14021552_491200494409779_6145015767673297339_nGrowshopgesetz. Die Coffeeshops haben dadurch oft Probleme, gleichbleibende Mengen eines bestimmten Strains in ausreichender Menge zu bekommen. Die schnell reif werdenden Sorten werden da natürlich lieber angebaut. Das hat für die Grower mehrere Vorteile. Zum einen ist die Dauer der Gefährdung kürzer, zum anderen kann er öfter ernten. Gerne wird dann auch mit Unmengen von Wachstumshilfen gearbeitet und/oder Schädlinge mit unlauteren Präparaten weggespritzt.

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Gute Zeiten, schlechte Zeiten für Patienten http://keinwietpas.de/2016/09/19/gute-zeiten-schlechte-zeiten-fuer-patienten/ http://keinwietpas.de/2016/09/19/gute-zeiten-schlechte-zeiten-fuer-patienten/#comments Sun, 18 Sep 2016 22:12:15 +0000 http://keinwietpas.de/?p=101026 Dass die Niederlande kein homogenes Land ist, wenn es um den Umgang mit Cannabis geht, dürfte wohl bekannt sein. In der einen Stadt kommt jeder in die Coffeeshops rein, in der nächsten Ausländer nur zum Kaufen, nicht aber zum Sitzen und in der dritten heisst es dann „Ausländer werden hier nicht bedient“.

Aber auch beim Thema Cannabis als Medizin gibt es große Unterschiede, je nachdem in welcher Stadt man wohnt. Dies belegen zwei spektakuläre Fälle der letzten Tage.

Gute Zeiten

Bürgermeister Peter Noordanus
Bürgermeister Peter Noordanus

Zum einen in Tilburg: Bürgermeister Peter Noordanus (PvdA) gilt eigentlich als Hardliner beim Thema Cannabis. Er ist strikter Verfechter des I-Kriteriums (trotz Ausnahmen). Spötter sagen, das liegt am Anus in seinem Namen… Trotzdem hat er jetzt in Abstimmung mit der Gemeinde, der Polizei und dem Ministerium für öffentliche Angelegenheiten einen Leitfaden veröffentlicht, der die Regularien angibt, wie ein niederländischer Cannabispatient in Zukunft straffrei Cannabis anbauen darf:

  • Maximal 5 Pflanzen unter mit einer Höhe von weniger als drei Metern
  • Eine aktuelle Bescheinigung der Krankenkasse, dass es sich um einen Cannabispatienten handelt (max. 5 Jahre alt)
  • die Elektrik muss den Sicherheitsstandards entsprechen, es müssen Brandschutzmaßnahmen getroffen sein und der Strom darf nicht illegal sein
  • Es gilt ein Mindestalter von 18 Jahren
  • das produzierte Cannabis ist ausschließlich für den Eigenbedarf bestimmt und darf nicht weitergegeben werden

Diese Regeln dürften vertretbar und nachvollziehbar sein. Hierzulande dürfen wir von sowas nur träumen.

Schlechte Zeiten

In einem Albtraum hingegen befindet sich derzeit Jean-Paul ‚t Gilde. Der Mann aus Middelburg (Zeeland) ist an MS erkrankt und behandelt dies mit Cannabis. Im Rahmen einer Hausdurchsuchung, die aufgrund einer anonymen Anzeige wegen „Overlast“ durchgeführt wurde fand die Polizei in seinem Gartenschuppen insgesamt 364g „Cannabis“, drei Pflanzkübel mit Cannabispflanzen, mehrere große Klemmverschlusstüten und eine Waage. Grund genug, ihn des Handelstreiben zu bezichtigen und anzuklagen.

Jean-Paul ‘t Gilde vor seinem versiegelten Haus (via @annetschut, twitter)
Jean-Paul ‘t Gilde vor seinem versiegelten Haus (via @annetschut, twitter)

In einem Interview bekräftigt  ‚t Gilde, dass es sich bei dem „Cannabis“ um alte Blätter handele, die er gesammelt hat, um sich damit Tee zu kochen, diese aber verschimmelten und er sie daher in den Schuppen verstaut und schließlich vergessen hat.

So werden Häuser markiert, die von einer Gemeinde geschlossen werden
So werden Häuser markiert, die von einer Gemeinde geschlossen werden

Die Tüten habe er zum einem zum Aufsammeln von Hundekot beim Gassigehen mit seinem Hund verwendet, zum anderen zur Aufbewahrung von Tattoo-Zubehör.

Die Waage sei lediglich Haushaltsbedarf, und die drei Pflanzen seien lediglich wenige cm groß gewesen und dürften alleine im Rahmen der niederländischen Duldung kein Problem sein.

Middelburgs Bürgermeister Harald Bergmann (VVD) war dies jedoch egal und ordnete einer der höchsten Sanktionen an, die sein Amt in so einem Fall ermöglicht: „Drugspand gesloten“, also die Anordnung, dass der Ort des Geschehens, das Wohnhaus des Schuldigen, für den Zeitraum von drei Monaten nicht betreten werden darf.

Bürgermeister Bergmann
Bürgermeister Bergmann

Mit anderen Worten: Der Mann wird auf die Strasse gesetzt! Ein Strafmaß, dass unabhängig von der begangenen Strafe in unseren Augen undenkbar, aber in den Niederlanden ein immer häufiger angewendetes Mittel der Abschreckung ist.

Dies wurde jetzt auch durchgeführt und  ‚t Gilde muss vorerst in einem Wohnwagen auf einem Campingplatz leben.

Dazu muss man nicht viel sagen, oder?

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Coffeeshop DNA erneut beschossen http://keinwietpas.de/2016/09/10/coffeeshop-dna-erneut-beschossen/ http://keinwietpas.de/2016/09/10/coffeeshop-dna-erneut-beschossen/#comments Fri, 09 Sep 2016 22:44:24 +0000 http://keinwietpas.de/?p=100906 Coffeeshop DNA ist geschlossen
Coffeeshop DNA ist geschlossen

Die Serie der „Drive-by-Shootings“ auf Coffeeshops reißt nicht ab. Am vergangenen Mittwoch um 4.30 Uhr morgens wurde der Coffeeshop DNA in Amsterdam zum zweiten Mal beschossen. Erst im Mai traf es den Shop das erste Mal, worauf er von Bürgermeister Eberhard van der Laan (PvdA) auf unbestimmte Zeit geschlossen wurde. Im August wurde dem Shop dann erlaubt, die Türen wieder zu öffnen.

Der Shop wurde durch die Gemeinde geschlossen.
Der Shop wurde durch die Gemeinde geschlossen.

Jetzt also der erneute Beschuss. In der besagten Nacht wurden insgesamt 5 Kugeln auf den geschlossenen Shop abgefeuert. Niemand hat sich zu der Zeit im Laden aufgehalten, weshalb es auch nur einen Sachschaden gab.

Die Polizei sucht nach Zeugen, bislang gibt es allerdings noch keine Hinweise auf einen möglichen Täter.

Und natürlich wurde der Laden wieder vom Bürgermeister geschlossen, erstmal auf unbestimmte Zeit. Die Wahrscheinlichkeit, dass er nie wieder öffnen darf ist aufgrund der Wiederholung natürlich sehr hoch.

Die Polizei ist übrigens der Meinung, dass die unterschiedlichen Shootings auf verschiedene Shops nichts miteinander zu tun haben.

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Amsterdam-Finales Urteil über den Wietpas http://keinwietpas.de/2016/08/30/amsterdam-finales-urteil-ueber-den-wietpas/ http://keinwietpas.de/2016/08/30/amsterdam-finales-urteil-ueber-den-wietpas/#comments Tue, 30 Aug 2016 21:26:53 +0000 http://keinwietpas.de/?p=100838 Es passiert leider drogentechnisch so wenig in den Niederlanden, dass es irgendwie keinen Spaß macht zu bloggen. Und dann gibt es was Spannendes, aber darüber zu berichten macht nun auch keinen Spaß. Aber das Rad dreht sich weiter, so oder so. Es geht um die letzte wirklich freie Weed-Bastion in Europa, die Weltkultur-Hauptstadt der Kiffer: Amsterdam. Ivo „zandbakbully“ Opsteltens Geist wabert noch immer über den Bürgermeistern und jetzt liegt Amsterdam unter dem Damoklesschwert des Eingesessenenkriteriums.

Eine Kolumne von Maurice Veldman

23. August 2016

Das endgültige Urteil über den Wietpas

Der Wietpas liegt nun das letzte Mal unter dem Messer des Obersten Gerichtes. Wie wird es diesmal ausgehen?

Opstelten

Bis heute waren die Provinzen im Süden (unterhalb der großen Flüsse) der Dreh- und Angelpunkt, dieses mal ist Amsterdam und der Rest des Landes an der Reihe. Aber mehr zu diesem spannenden Endkampf mit einem unberechenbaren Ausgang.

Die wirren und irritierenden Äußerungen der Wortführer der Justiz pro Eingesessenenkriterium haben zu viel Verwirrung geführt. Nachdem der Anti-Cannabiskreuzritter Ivo Opstelten im Jahr 2012 dieses neue Kaninchen aus dem Hut zauberte, beeilten sich Anwälte darzulegen, dass es sich bei diesem Vorhaben um eine rechtliche Monstrosität handelt, die sich im Widerspruch sowohl mit dem Grundrecht des Diskriminierungsverbotes, als auch gegen europäische Verträge über die Freiheit von Personen befindet. Es folgten eine Menge Prozesse und es wurden serienweise internationale Verträge ausgegraben. Aber in den höchsten Instanzen kassierten die Cannabiseinzelhändler und Konsumenten überwiegend Niederlagen. Die Schlinge zog sich weiter zu.

Die Schlinge

Eberhard van der Laan hat entschieden.
Eberhard van der Laan, PvdA, BM Amsterdam
Anfang dieses Monats empfahl der Generalanwalt des Obersten Gerichts, das Eingesessenenkriterium in den ganzen Niederlanden einzuführen. Bedeutet dies, dass der Bürgermeister von Amsterdam sehr bald Millionen von Touristen den Straßendealern in die Arme treiben muss? Und was ist mit den Orten die keinen Drogentourismus haben? Wird dem einmal im Jahr kommenden deutschem Segler dann auch sein Baggie Weed verweigert? Die Bürgermeister rufen im Chor, dass das nicht passieren wird. Die meisten Bürgermeister putzen sich die Schuhe mit dem Bescheid, aber wie lange wird das noch gehen?

Diskriminierend

Die Tatsache, dass das Eingesessenenkriterium freilich nirgendwo wirklich angewendet wird, dient den Richtern in unserem Land (Niederlande) ja als nahezu paradoxe Begründung und Rechtfertigung. Da diese Regel auf lokaler Ebene eben nicht angewandt werden muss, kann es ja wohl keine Diskriminierung sein oder hebelt eine Diskriminierung aus, so lautet die doch wackelige Begründung. Die Regel an sich ist diskriminierend, aber es ist ja niemand verpflichtet, sie anzuwenden. Auf diese Weise werden die scharfen Kanten der Regelung wegbegründet. Das Disproportionale ist weggewischt. Das ist der Notausgang, den die Richter diesem unrechtmäßigem Charakter des Eingesessenenkriteriums geöffnet haben.

Lokale Regelungen

Auch der Generalanwalt beruft sich auf die Verweigerungstaktik der Bürgermeister, diesen ministeriellen Bannfluch für Touristen umzusetzen und legt dar, dass die Suppe ja nicht so heiß gegessen wird, wie sie gekocht wird. „Lokale Regelungen sind machbar“ lautet sein Mantra. Aber diese Regel ist doch dazu da, um eben in den ganzen Niederlanden nicht Ortsansässigen den Zutritt zu den Coffeshops zu verwehren. So zumindest steht es im Gesetzestext und so ist es auch von der Justiz beschlossen worden. Der damalige Minister Opstelten vertrat schon bei der Einführung des Eingesessenenkriteriums die Ansicht, dass dieses für die gesamten Niederlande gelten soll, musste aber Stück für Stück zurückrudern, wie aus Protokollen des Parlaments hervorgeht.

Eine Frage der Überzeugung WIETPAS_image-1255730

Um korrekt zu sein, Opstelten legte der Kammer im April 2014 unwillig seine Ansicht dar. „Was interessieren mich die Bürgermeister, nur das Openbaar Ministerie interessiert mich. Als er gefragt wurde, was er denn mit den Gemeinden machen würde, die diese Regel nicht in Kraft setzen, weil sie eben keine Last mit Drogentouristen haben, antwortete Opstelten: „Es ist eine Frage der Überzeugung und der eigenen Autonomie, um Ja oder Nein dazu zu sagen.“ Um dieser Verwirrung ein Ende zu machen twitterte das ehemalige Kammermitglied van der Steur (der spätere Nachfolger Opsteltens im Justizministerium) als Reaktion auf einen Tweet des VOC Nederland: „Unter unserer Führung handhaben 85% der Coffeeshopgemeinden das I- Kriterium nicht“. Seiner Ansicht nach liegt es zuerst in der Hand der Gemeinden, das I-Kriterium anzuwenden oder nicht.

Nur heiße Luft

Jahrelange Debatten und Prozesse haben die Regelung zu einem sinnlosen, symbolischen Justizrülpser degradiert, die in der Praxis fast niemals zum Fernhalten von nicht Eingesessenen geführt hat. Die Verhältnismäßigkeit scheint dadurch gewährleistet, dass diese Regel in die lokalen Duldungsbeschlüsse übernommen wurde und dort die Bürgermeister das Sagen haben. Diese Regel wird ausschließlich dann angewandt, wenn die Situation in der Gemeinde definitiv aus dem Ruder gelaufen ist. Die Praxis zeigt auf, dass das fast nirgendwo geschieht.

Kampf gegen die großen Coffeeshops

13413528_845502258915449_1616651026267130912_nDer zweite Punkt betrifft die Frage, ob diese Regelung nur dem Zweck dient, Drogentourismus und die damit einhergehenden Overlast zu verhindern oder ob diese auch weitergehend greifen könnte und Kriminalitätsbekämpfung auch zulässig wäre. Letzteres sieht auch der Generalanwalt so.

Overlast ist nicht erforderlich

Der Staat führte an, dass Coffeeshops zu Megasellern geworden sind, die eine noch immer verbotene Droge verkaufen. Dagegen muss energisch vorgegangen werden, auch wenn keine Rede von Overlast ist. Ob das Oberste Gericht das auch so sieht, werden wir bald wissen. Also lautet die zentrale Frage, ob die Verhältnismäßigkeit dem I-Criterium im Weg steht, falls keine Overlast oder Drogentourismus existiert. Der Generalanwalt vertritt die Meinung, dass das I-Criterium nicht nur dazu dient der Overlast vorzubeugen, sondern durchaus auch dazu, Coffeeshops zu kontrollieren um somit präventiv organisierte Kriminalität zu verhindern. Der Gedanke dabei ist, dass die Shops wegen der anziehenden Wirkung auf Touristen viel zu groß geworden seien. Zum Bekämpfen von drogenbezogener Kriminalität haben sich die Niederlande auch in verschiedenen internationalen Verträgen verpflichtet. Danach muss der Handel mit Betäubungsmitteln in der Tat bekämpft werden. Die Vermutung, dass sich Kriminalität und Shops vermischen, stützt sich auf einige Behauptungen des Anti-Cannabis Predigers Prof. C. Fijnaut. Dass es keinerlei Untersuchungen gibt, die die Wahrheit dieser Behauptungen stützen, wird bequemerweise verschwiegen. Es ist eben eine Sache des Glaubens, ohne Basis, die niederländische Variante des amerikanischen Konzepts von „fact free politics“ der Ära George W. Bush.

Weniger Coffeeshops, größere Coffeeshops

Die Coffeeshops in Amsterdam platzen aus allen Nähten seitdem in der Innenstadt mehrere Dutzend geschlossen wurden. Dadurch hat die Nachfrage nach Cannabis ja nicht abgenommen. Umsatzsteigerungen von mehreren hundert Prozent sind das Resultat. Das liegt aber nicht an der zunehmenden Zahl von Touristen, sondern ist bedingt durch die vielen Schließungen. Durch die Schließungen bekommt die Justiz ein neues Argument auf dem silbernen Tablett serviert, um damit dem I-Criterium neues Leben einzuhauchen. c-op

Es hat sich gezeigt, dass das I-Criterium nur bei aktiver Handhabung zu einer Abnahme ausländischer Drogentouristen führt, so ist es im jährlichen Bericht des Intraval Büros zu lesen. Das ist Stand von 2015. In Gemeinden, die das I-Criterium nicht mehr handhaben, führt das nicht zu nennenswerten Problemen. Im Gegenteil, sobald Touristen wieder die Shops besuchen dürfen, nimmt der illegale Straßenhandel sichtbar ab. Auch die Zahl der öffentlichen Ruhestörungen ging zurück. Auch in Gemeinden, die durch die Anwendung des I-Criteriums in Nachbargemeinden mehr Touristen zu verzeichnen hatten, führte dies nicht zu Overlast.

Das Schlußwort vom BCD

Der Verband der Cannabiseinzelhändler wird ein weiteres mal an der Verhandlung teilnehmen und alles daran setzen, den Hohen Rat  davon zu überzeugen, dass das I-Criterium wirkungslos und kontraproduktiv ist und darüber hinaus für mehr Probleme sorgt, als es beseitigt.

Kolumnist, Aktivist und Anwalt Veldmann. Foto via vvsadvocaaten.nl
Kolumnist, Aktivist und Anwalt Veldmann. Foto via vvsadvocaaten.nl
Amsterdam 23. August 2016

Übersetzung ins Deutsche von Streuner.

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Nijmegen verliert einen Coffeeshop durch Fusion http://keinwietpas.de/2016/08/27/nijmegen-verliert-einen-coffeeshop-durch-fusion/ http://keinwietpas.de/2016/08/27/nijmegen-verliert-einen-coffeeshop-durch-fusion/#comments Fri, 26 Aug 2016 23:02:04 +0000 http://keinwietpas.de/?p=100844 Coffeeshop t'Kunsje
Coffeeshop t’Kunsje

Nijmegen hat 13 Coffeeshops. Zu viele, finden Gemeinde und Bürgermeister Hubert Bruls (CDA), weshalb es in der Gemeinde im Gelderland das „Uitsterfbeleid“ gibt, das besagt, dass für einen geschlossenen Shop keinen Neuen geben wird. Da kommt es sicherlich gerade recht, dass die beiden Coffeeshops „t’Kunsje“ und „Labda Labda“ miteinander fusionieren wollen. Entgegen sonstiger Gewohnheiten, wenn es um Genehmigungsverfahren bei Coffeeshops geht, hat der Bürgermeister der Fusion zugestimmt und eine neue Lizenz erteilt. Im Rahmen dieser Fusion werden die Geschäftsräume des „Labda Labda“ aufgegeben und nur noch das „t’Kunsje“ weitergeführt. Was sich durch die Fusion genau ändert ist unklar, ich gehe davon aus, dass es nur personelle Veränderungen im ältesten Shop der Gemeinde geben wird.

Coffeeshop Labda Labda
Coffeeshop Labda Labda

Das Ladenlokal des „Labda Labda“ soll wie gesagt nicht mehr als Coffeeshop genutzt werden dürfen, es gilt dann nur noch eine normale Gaststättenlizenz.

Die Schließung ist ganz im Sinne der Gemeinde, die keine Shops mehr in Wohngebieten haben möchte und sie im Zentrum der Stadt konzentrieren will (Concentratiebeleid)

Ab dem 01. September ist das „Labda Labda“ also Vergangenheit. Wer es nochmals sehen möchte sollte sich beeilen.

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Widerstand gegen Coffeeshop ‚Power Flower‘ http://keinwietpas.de/2016/08/21/widerstand-gegen-coffeeshop-flower-power/ http://keinwietpas.de/2016/08/21/widerstand-gegen-coffeeshop-flower-power/#comments Sun, 21 Aug 2016 19:48:20 +0000 http://keinwietpas.de/?p=100811 Drei Jahre nach der umstrittenen Öffnung des Coffeshops ‚Power Flower‘ in Apeldoorn haben Nachbarn des Coffeeshops erneut versucht die Schließung zu erwirken. Dieses Beschwerdeverfahren wurde nun eingestellt.
Seit der Eröffnung des Coffeeshops im Jahr 2013 herrscht Unfrieden in der Gemeinde, denn die Nachbarn können nicht verstehen, wieso ein Coffeeshop in einem normalen Wohngebiet eröffnet werden kann.
Bevor das ‚Power Flower‘ eröffnete, war das Haus in dem der Shop sich befindet ein völlig normales Wohnhaus. Die Nachbarn gingen vor Gericht und erreichten eine Aussetzung der Duldung für sechs Wochen, aber das hat die Eröffnung letztlich nicht verhindert.
Kurz danach entkamen der Eigner und seine Freundin nur knapp dem Tod durch ein Feuer. Der Besitzer wurde durch das Klirren von Glas aufgewacht und überlebte den Brandanschlag. Neben dem Gebäude wurden anschließend zwei Kanister gefunden.
Mehrere Male haben die Gerichte sich mit Beschwerden von Anwohnern befassen müssen. Als vor ein paar Monaten eine neue Entscheidung über die Duldung des Shops anstand, begann einer der Anwohner ein neues Einspruchverfahren. Dieses wurde nun eingestellt. Das bedeutet, dass der Verkauf drei Jahre weitergehen kann.

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In eigener Sache: Grow – Ein Kurzfilm http://keinwietpas.de/2016/08/09/in-eigener-sache-grow-ein-kurzfilm/ http://keinwietpas.de/2016/08/09/in-eigener-sache-grow-ein-kurzfilm/#comments Tue, 09 Aug 2016 09:06:57 +0000 http://keinwietpas.de/?p=100771 Normalerweise schreiben wir hier über niederländische Cannabispolitik. Das bedeutet man liest niederländische Polizeitweets, Online Artikel und Gerichtsakten und versucht anschließend einen informativen und gut lesbaren Artikel zu schreiben. Heute will ich davon mal abweichen und hier einen kleinen Film posten, der nur auf den zweiten Blick mit niederländischer Cannabispolitik zu tun hat.
Das liegt daran, dass es in vielen anderen Ländern eine Straftat wäre, diesen Film zu machen. Eigentlich ist es das auch in den Niederlanden, doch unter bestimmten Voraussetzungen wird es dort geduldet. Jawohl, man darf dort eine Hanfpflanze beim Wachsen fotografieren, etwas das hier in Deutschland höchst illegal wäre.
Aber von vorne. Schon länger hatte ich vor eine Hanfpflanze beim Wachsen zu filmen, bzw. zu fotografieren, und daraus einen kleinen Film zu machen. Das Problem dabei ist: Ich darf es nicht.
Selbst wenn ich nur eine Pflanze für meine Aufnahmen anziehen würde, wäre das in Deutschland strafbar. Ein Umstand, der besonders wenn man im Grenzgebiet wohnt, etwas befremdlich erscheint, denn im extremsten Fall ist das, was mir nicht gestattet ist, am Ende der Straße geduldet.
Wohnt sogar ein Familienmitglied oder ein guter Bekannter in den Niederlanden, hat man eine gute Möglichkeit ein solches Projekt durchzuziehen ohne die Gesetze zu verletzen, denn schon der Kauf der Samen wäre in Deutschland nicht legal. In den Niederlanden sind sie nach wie vor erhältlich.
Wie dem auch sei, auf jeden Fall sind tausende Aufnahmen einer Hanfpflanze entstanden. Diese ergeben nun diesen kleinen Film, der das geliebte Kraut mal ganz nah zeigt. Viel Spaß dabei.


Direktlink zum Video

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Gericht billigt Amsterdamer Abstandskriterium http://keinwietpas.de/2016/08/06/gericht-billigt-amsterdamer-abstandskriterium/ http://keinwietpas.de/2016/08/06/gericht-billigt-amsterdamer-abstandskriterium/#comments Sat, 06 Aug 2016 13:23:05 +0000 http://keinwietpas.de/?p=100764 Coffeeshops, die näher als 250m an einer Schule liegen, dürfen von der Gemeinde geschlossen werden. Das urteilte das Gericht in Amsterdam diese Woche.
Die Stadt Amsterdam darf die Coffeeshops im Interesse des Jugendschutzes schließen. Darum müssten seit dem 1. Januar 2014 26 Coffeeshops ihre Türen während der Schulzeit geschlossen halten. Vierzehn Besitzer haben dagegen geklagt, da diese Regel nach ihrer Ansicht nicht den gewünschten Effekt hat, denn sie dürfen sowieso nicht an Minderjährige verkaufen. Außerdem sei der Zeitraum zu kurz gewesen, um sich an die neuen Bedingungen anzupassen.
Das Gericht teilte diese Auffassung nicht. Die Gemeinde Amsterdam darf das sogenannte Abstandskriterium einführen, da es sich bei Cannabis immer noch um eine verbotene Substanz handelt, die besonderen Kontrollen unterliegt. Auch den Zeitraum, den die Shops für die Anpassung zugebilligt bekamen, sah das Gericht als ausreichend an.
Mittlerweile sind elf Coffeeshops dicht. Die anderen haben noch bis zum ersten Januar Zeit, den Beschluss umzusetzen, da beide Parteien noch eine Aussprache des Hohen Rates der Niederlande über die landesweite Einführung des Wietpas abwarten wollen.

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Im Süden nichts Neues http://keinwietpas.de/2016/08/01/im-sueden-nichts-neues/ http://keinwietpas.de/2016/08/01/im-sueden-nichts-neues/#comments Mon, 01 Aug 2016 21:07:53 +0000 http://keinwietpas.de/?p=100731 Wenig hört man zur Zeit aus der südlichen Ecke Limburgs. Zu mindestens nicht viel aus dem Bereich, der hier interessieren würde. Was soll man aber berichten aus einer Gegend, in der sich mittlerweile in den Jahren seit der Einführung des I-Kriteriums ein gewisser Status Quo etabliert hat, den eigentlich niemand so richtig antasten möchte.
Maastricht wird mittlerweile nicht mehr von Drogendealern überrannt, klar gibt es die noch, aber es ist kein Vergleich mehr zu der Zeit, als die Coffeeshops aus Protest gegen I- und B- Kriterium die Türen geschlossen hatten. Im wesentlichen sind sie nur noch da, um die Touristen abzugreifen, die sich nun wirklich nicht auskennen, aber irgendwie wissen, dass man in den Niederlanden Cannabis bekommt.
Längst fahren nicht mehr Unmengen von Belgiern nur zum Cannabiskauf nach Maastricht. Diejenigen, die überhaupt noch in den Niederlanden einkaufen, fahren etwas weiter und gehen direkt woanders hin. Die belgische Polizei frohlockt auf jeden Fall, dass die Zahl der Cannabis schmuggelnden Autofahrer an der Grenze drastisch zurückgegangen ist, wofür sie der Gemeinde Maastricht dann auch dankte.
Auch aus Deutschland ist die Zahl der Drogentouristen stark zurückgegangen. Hier sind die Shops in Heerlen und Kerkrade zwar für Ausländer zugänglich, aber die meisten Leute decken sich mittlerweile auf der deutschen Seite in Aachen und Umgebung ein. Der typische Coffeeshopkunde ist zur Zeit entweder gerade erwachsen und hat keine Quellen in Deutschland oder er ist älter und will keine Quellen in Deutschland. Ersteres ändert sich meistens mit der Zeit, und das zweite ist anhand der aktuellen Gesetzeslage verständlich.
Das Gleiche gilt für die belgischen Konsumenten. Auch hier verlagert sich der Handel zunehmend in die Illegalität des eigenen Landes. Mittlerweile häufen sich die Meldungen von größeren Anbauunternehmungen im Grenzgebiet, an denen auch Niederländer beteiligt sind. Was annehmen lässt, dass deren Ware auch im Nachbarland angebaut wird. Dabei dürfte es sich nicht um Ware für die Coffeeshops handeln, sondern um Cannabis, welches illegal in Wohnungen und Geschäften verkauft wird. Da kann es dann schon mal passieren, dass ein Modegeschäft für drei Monate geschlossen wird, weil man unter der Ladentheke sein Wiet zum Pulli bekommt.
Da die niederländische Polizei pro Tag statistisch 16 Wietplantagen hochnimmt, ist es mehr als verständlich, dass man sich ins nahe Ausland orientiert. Gerade die Grenzregion zu Belgien und Deutschland ist aufgrund ihrer ländlichen Struktur dafür besonders gut geeignet. Ein Haus irgendwo in der belgischen Eifel oder im Selfkant ist immer zu bekommen. Vergleichsweise günstig und weitab von allem anderen. Da braucht man nicht in ein Wohngebiet in den Niederlanden.
Und so haben sich mittlerweile alle mit dem herrschenden Zustand abgefunden. Natürlich, als Sittard/Geleen im Juni Ausländer abwehrten, gab es noch mal die Befürchtung, dass dort das gleiche Chaos wie in Maastricht stattfindet, aber auch das ist so nicht eingetreten. Die Leute sind mittlerweile informiert und haben entweder eh eine illegale Adresse in den Niederlanden, bei der man sich auch nicht um die 5Gr. Pro Tag und Person Regel halten muss. Außerdem ist das Wiet dort meist billiger als im Coffeeshop, denn Steuern für den Staatshaushalt fallen hier ja nicht an. Und wenn man schon so weit fährt, dann soll es sich ja auch lohnen.
Falls man mit dem Begriff Coffeeshop noch etwas romantisches verbindet, so wie früher in den 80er oder 90er Jahren des letzten Jahrhunderts, dann wird man in Limburg nicht mehr fündig. Einen Shop, in dem man gemütlich noch einen Kaffee zu seinem Jointje trinken konnte wird man hier im Süden kaum noch finden. Der übliche Besuch eines Coffeeshops dauert weniger als 5 Minuten, sofern man nicht kurz nach der Öffnungszeit kommt. Also der Charme einer Abgabestelle.
Was hat es also gebracht, im Süden Limburgs das I-Kriterium einzuführen? Nun grundsätzlich haben die niederländischen Gemeinden ihr Ziel erreicht, für weniger Overlast zu sorgen. Die Drogenhändler haben sich mit der Situation ebenfalls abgefunden, ihren Kundenkreis aufgebaut und den Vertrieb organisiert. Und da alles nicht mehr in der Öffentlichkeit abläuft, sind die Bürger beruhigt, denn was man nicht weiß…
Es ist nicht davon auszugehen, dass sich das in nächster Zeit ändern wird. Irgendwie hat sich jeder mit der Situation arrangiert, die Proteste gegen Diskriminierung sind verstummt und eigentlich hat jeder etwas anderes im Kopf.
Die Änderung bemerkt man als Drogentourist aus dem Grenzgebiet eher in seinem Heimatland. Zum einen steigt die Anzahl der ‚Cannabis Social Networks‘, also der Leute, die als Gruppe einen Grower haben, der die anderen versorgt, und man wird auf Parties ständig angequatscht, von Leuten die außer Coffeshops keine Quellen kennen. Wenn der Satz ‚Ich dachte man darf nicht mehr in die Coffeeshops in Holland….‘ fällt, weiß man, dass mal wieder ein Aufklärungsgespräch fällig ist.

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Cannabis Bevrijdingsdag 2016 – Official Aftermovie http://keinwietpas.de/2016/07/25/cannabis-bevrijdingsdag-2016-official-aftermovie/ http://keinwietpas.de/2016/07/25/cannabis-bevrijdingsdag-2016-official-aftermovie/#comments Mon, 25 Jul 2016 12:17:27 +0000 http://keinwietpas.de/?p=100679 Momentan passiert ja nicht so viel, zumindest was die Coffeeshopwelt angeht (der Rest des Planeten tickt ja gerade etwas aus…). Daher hier nur kurz der „Official Aftermovie“ zum diesjährigen Cannabis Bevrijdingsdag in Amsterdam.


Youtube-Direktlink

Und für alle, die sich, wie ich, darüber aufregen, dass sie es wieder nicht dorthin geschafft haben: Streicht Euch schonmal den 11.06.2017 dick im Kalender. Dann findet der Cannabis Bevrijdingsdag 2017 statt.

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Haarlem bekommt neuen Bürgermeister http://keinwietpas.de/2016/07/17/haarlem-bekommt-neuen-buergermeister/ http://keinwietpas.de/2016/07/17/haarlem-bekommt-neuen-buergermeister/#comments Sat, 16 Jul 2016 22:25:59 +0000 http://keinwietpas.de/?p=100645 In ,,Hemp City“ neigen sich die Zeiten von Bürgermeister Bernt Schneiders (PvdA) dem Ende zu. Ab dem 01.September 2016 wird der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde Katwijk in Zuid-Holland das Amt bekleiden und das bedeutet mit ziemlicher Sicherheit nichts Gutes. Man kann glaube ich zweifelsfrei sagen, dass es sich bei Bernt Schneiders um einen der liberalsten Bürgermeister handelt, den es in den Niederlanden gibt.

Haarlems Neuer: Jos Wienen
Haarlems Neuer: Jos Wienen

Dies wurde deutlich in Form von extrem langen Öffnungszeiten, der Keurmerk und einem erlaubten Handelsvorrat von 1000 Gramm. Wenn man sich den Verlauf seiner Amtszeit anschaut, wird man sicher noch auf andere positive Ereignisse stoßen die nichts mit den Coffeeshops zu tun haben. Man hatte immer das Gefühl, er war nahe an den Bürgern dran und permanent an einer Problemlösung interessiert, sofern es Probleme gab. Dieses löbliche Vorgehen könnte nun durch ideologisches Handeln ersetzt werden.

Jos Wienen (CDA) ist ein Prohibitionist, wie er im Buche steht. Drogenkonsum muss ,,bekämpft“ und nicht gefördert werden, in dem man auch noch den Anbau reguliert. Die Holland-Kenner werden wissen, dass es in Katwijk keine Coffeeshops gibt obwohl es bei knapp 65.000 Einwohnern durchaus angebracht wäre. Bars und andere Orte, an denen die harten Drogen Nikotin und Ethanol verkauft werden, dürften davon unberührt bleiben.

Coffeeshop High Times in Haarlem (Quelle. Google streetview)
Coffeeshop High Times in Haarlem (Quelle. Google streetview)

Gerade die jüngste Aktion in Haarlem (Noord-Holland) hat gezeigt, wie wichtig der regulierte Anbau ist. In der letzten Woche gab es zwei Überfalle auf ,,Hanf-Plantagen“ in Haarlem. Dabei ist der Grower Andre Braaksma ums Leben gekommen. Mein Beileid gilt der Familie und den Freunden des Toten.

Bernt Schneiders, derzeitiger Bürgermeister in Haarlem
Bernt Schneiders, derzeitiger Bürgermeister in Haarlem

Bernt Schneiders war immer ein großer Befürworter des regulierten Anbaus, doch wie wir wissen sieht man das in Den Haag etwas anders.

Aber nochmal zurück zu den Coffeeshops. Ich gehe nicht davon aus, das Haarlem nun das zweite Maastricht wird, aber man sollte sich definitiv auf Einschränkungen einstellen. Als erstes wird sich Jos Wienen wahrscheinlich die Öffnungszeiten und den Handelsvorrat vornehmen. Desweiteren wird sicherlich verstärkter gegen Grower vorgegangen um die Versorgung der Coffeeshops zu erschweren. Kleine Grower, die ihren Eigenbedarf decken, dürften davon zunächst nicht betroffen sein. Da bin ich wirklich froh, dass wir jemanden wie Nol van Schaik vor Ort haben, der sich sicher auf einige Konflikte mit der neuen Führung einlassen wird. Eine starke Gemeinschaft der Coffeeshopinhaber und ein großer Rückhalt in der Bevölkerung, wird das voraussichtliche Vorhaben von Jos Wienen spürbar schwieriger werden lassen. Im Oktober werden wir sicher mehr wissen.

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´t Bunkertje feiert bald Neueröffnung http://keinwietpas.de/2016/07/11/t-bunkertje-feiert-bald-neueroeffnung/ http://keinwietpas.de/2016/07/11/t-bunkertje-feiert-bald-neueroeffnung/#comments Mon, 11 Jul 2016 15:38:45 +0000 http://keinwietpas.de/?p=100589 Gestern habe ich einen Familienausflug zum „Apenheul“ in Apeldoorn (Gelderland) gemacht (was ich übrigens sehr empfehlen kann). Getreu dem Motto: „Wenn man schon mal da ist…“ sind wir anschließend in die Innenstadt gefahren, um zu essen und um uns ein kleines „Souvenir“ zu besorgen.

Im Vorfeld habe ich Kushdee gefragt, welchen Shop er in Apeldoorn empfehlen kann. Ihr müsst dazu wissen, dass es wohl kaum einen Menschen gibt, der mehr Coffeeshops von innen gesehen hat als er, weshalb er für mich immer erste Anlaufstelle ist. Seiner Meinung nach wäre das „´t Bunkertje“ der beste Coffeeshop in Apeldoorn. Dummerweise ist der Shop durch einen Brand zerstört worden, weshalb er als Auswahl flach fiele. Die Nummer 2 wäre das „Power Flower“, das leider Sonntags geschlossen hat. Alle anderen würden sich nicht sonderlich lohnen. Da wir aber auf den Ort beschränkt waren beschlossen wir, den mürrischen Kushdee (just kidding…) zu ignorieren und einen Shop per Zufallsprinzip auszuprobieren. Das Los fiel auf den Shop „De Waterpijp“, ein schmuckloser Laden, der aber von einem wirklich sehr freundlichen Knospenwirt geführt wurde, welcher uns ein namenloses Kush für 7€ und ein namenloses Haze für 10€ in die Tüte gepackt hat. Beides vollkommen in Ordnung, das Kush überzeugte am meisten, da es ein schönes Terpenprofil verströmte.

Provisorischer Verkaufscontainer und Immobilie im Wiederaufbau
Provisorischer Verkaufscontainer und Immobilie im Wiederaufbau

Aber darum soll es eigentlich nicht gehen. Vor der Rückfahrt wollte ich noch schnell einen Blick auf das „´t Bunkertje“ werfen, da der Betreiber das historische Gebäude nach dem Brand wieder aufbaut und im Herbst wiedereröffnen wird. Vor Ort war ich dann überrascht von dem mir bisher unbekannten Fakt, dass der Verkauf in einem provisorischen Container weiterhin stattfindet, während direkt nebenan die Bauarbeiten zur Wiedereröffnung laufen.

Wer also den von Kushdee favorisierten Coffeeshop in Apeldoorn besuchen möchte kann dies problemlos tun. Dass es eine Verkaufsgenehmigung für den Container und später wieder aufgebaute Ursprungsimmobile gab ist mitnichten eine Selbstverständlichkeit und John Barends (CDA) hoch anzurechnen!

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