Apeldoorn hält nichts vom ‘Wietdrive’

Wie der Omroep Gelderland berichtet, plant ein unbekannter Unternehmer aus Apeldoorn, zusammen mit dem ortsansässigen Makler Dick Post, ein mobiles ‘Wietdrive’ aufzubauen. Dabei handelt es sich um einen Bus, in dem Cannabis gekauft und konsumiert werden kann. Dieser Bus soll dann am Rand von Apeldoorn an einer belebten Strasse stehen. An diesem Platz gibt es bereits einen zur Pommesbude umgebauten LKW.

Die Gemeinde Apeldoorn hat den Plan abgelehnt, weil er nicht in das Duldungskonzept der Stadt passt. Sie ist der Ansicht, dass der Verkauf von Cannabis nur in Gaststätten erlaubt ist. Da ein Bus aber keine Gaststätte darstellt, ist der Verkauf nach der Auffassung der Gemeinde nicht zulässig.

Der unbekannte Unternehmer und der Makler prüfen nun, ob eine Klage gegen die Gemeinde Erfolg haben kann. Ihrer Ansicht nach wäre diese Lösung ein guter Plan zur Bekämpfung von Overlast. Die Pläne für einen mobilen Coffeeshop sind im übrigen nicht neu. Solche Initiativen gab es bereits in den Niederlanden, unter anderem in der Gemeinde Vlaardingen.

Steve Thunderhead

Steve Thunderhead

Ich lebe seit mehr als vierzig Jahren an der niederländischen Grenze. Die Entwicklung der niederländischen Cannabispolitik verfolge ich seit den achtziger Jahren, als ich zum ersten Mal einen Coffeeshop besucht habe. Die langsame Veränderung von einer pragmatischen und toleranten Politik zu immer repressiveren Regelungen kenne ich deswegen aus eigener Erfahrung. Ich freue mich als Autor auf Kein Wietpas! mitarbeiten zu dürfen, weil ich nach all den Jahren meinen Anteil zu einem erneuten Wandel dieser Politik beitragen will.
Steve Thunderhead