Weniger Overlast seit Abschaffung des I-Kriteriums in Roermond

Wappen der Stadt Roermond
Wappen der Stadt Roermond

Nach einer kurzen Phase der Diskriminierung in Roermond hat man schon vor längerer Zeit erkannt, dass das Verbot für Nicht-Einwohner der Niederlande in den Shops zu Problemen führt und man diese irgendwann nicht mehr lösen kann. Bereits nach wenigen Monaten war die Abnahme der Overlast deutlich zu spüren und auch die Polizei war rundum zufrieden. Mittlerweile ist die Belästigung durch Straßendealer rund um die Coffeeshops stark zurückgegangen und hat sich in die Außenbezirke verlegt. Aber auch dort gibt es einen Rückgang zu verzeichnen, hier schlagen ja eher die “Kunden” auf die nicht die üblichen Coffeeshop-Mengen beziehen möchten oder mit dem Preis-/Leistungsverhältnis der Shops nicht zufrieden sind und da sprechen wir höchstwahrscheinlich eher von Niederländern. Auf jeden Fall ist es mal wieder ein positives Beispiel und belegt, das so manche Overlast von der Regierung höchstpersönlich geschaffen wird.

Ein weitere Neuigkeit, ebenfalls aus Roermond, betrifft die Öffnungszeiten. Peter Hendriks (Besitzer beider Shops) möchte unbedingt dass der Coffeeshop “Skunk” seine Türen wieder morgens öffnen kann, um die Overlast in der Zwartbroekstraat komplett in den Griff zu kriegen. Ich befürchte allerdings dass das nicht ausreichen wird, es gibt unzählige Berichte über mindere Qualität und horrende Preise in den Shops Sky und Skunk. Wenn der Straßendealer die gleiche Ware für 8-10 € anpreist kommt der ein oder andere sicher ins grübeln. Da sollte Peter Hendriks vielleicht mal seine Preispolitik überdenken. Denn so stark, dass man rund 14 € für das Gramm Amnesia oder Silver Haze verlangen muss, ist die Verfolgung der Grower auch nicht. Mal sehen was die Zukunft bringt.

Kushdee

Kushdee

In den letzten Jahren habe ich mich eingehend mit der Niederländischen Coffeeshopkultur beschäftigt und einige Erfahrungen vor Ort sammeln dürfen. Sie hat mich quasi in Ihren Bann gezogen und lässt mich nicht mehr los. Ich freue mich hier auf "Kein Wietpas!" dabei sein zu dürfen und euch regelmäßig Beiträge zu liefern. Wie man in den Grenzregionen sieht, kann auch ein "kleines" Blog zur Verbesserung der Situation beitragen.
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