Der siebte Coffeeshop beschossen [Update!]

unknownEs ist erst wenige Tage her, dass wir über den Beschuss und die darauf folgende Schließung  des Coffeeshops “Blue Lagoon” berichtet haben. Und schon hat es den nächsten Shop erwischt! In der vergangenen Nacht hat es den Coffeeshop “Vondel”, unweit vom “Blue Lagoon” getroffen. Erneut wurden außerhalb der Öffnungszeiten gegen 4.30 Uhr drei Schüsse auf den Shop abgefeuert. Nachbarn informierten daraufhin die Polizei. Wie immer gibt es keine Spur vom Täter.

Bislang wurde der Shop noch nicht vom Bürgermeister geschlossen, dieser wartet nach Aussagen der Gemeinde noch auf den Polizeibericht, um eine Entscheidung zu treffen.

Die Polizei vermutet, dass es sich um den selben Täter handelt wie beim vergangenen Mal und hält es ebenso für wahrscheinlich, dass alle Fälle zusammenhängen. Aufgrund der Tatsache, dass die Beschüsse stets Nachts stattfinden ist davon auszugehen, dass der (oder die Täter) es auf die folgende Schließung  abzielt. Auch gibt es Spekulationen über das Motiv des Täters. Es könnte sich um konkurrierende Versorgungs-Organisationen handeln, die die Abnahmestellen der Konkurrenz ausschalten wollen. Dies wäre natürlich ein Killerargument für eine regulierte Versorgungskette. Aber auch andere mögliche Szenarien werden bei den Ermittlungen berücksichtigt.

Der Cannabisaktivist Peter Lunk hingegen ist der Überzeugung, dass es Strassendealer sind, die die Konkurrenz ausschalten wollen, um so Ihre Relevanz zu erhöhen. Dafür spricht, dass die letzten beiden Coffeeshops in der Nähe des Vondelparks liegen, wo es zum einen sehr wenige Shops gibt und der Park zum anderen auch ein beliebter Ort zum Konsumieren ist, also potentielles “Jagdgebiet” für Strassendealer.

Kritisiert wird indes, dass noch kein Ermittlungsteam für Coffeeshopbeschüsse gegründet wurde, um die einzelnen Fälle ermittlungstechnisch unter einen Hut zu bekommen. Dies ist dringend notwendig, denn jedem ist klar, dass man nicht einfach jeden Shop schliessen kann.

Denn dann gehen die Probleme erst richtig los.

Update: Und natürlich wurde der Coffeeshop im Laufe des Tages vom Bürgermeister auf unbestimmte Zeit geschlossen.

Dieser Blogpost wurde gesponsert von Linda-Seeds. 5€ des Sponsoring werden gespendet an die ACM
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mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

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