Aussage vom Coffeeshop “The Edge”, Enschede

Am Wochenende war ich mal wieder in unserem liberalem Nachbarland, habe dort die Gastfreundschaft genossen und war auch in einem Coffeeshop. Ich habe dort ein wenig Geld gelassen, genauso wie in einigen anderen Geschäften. Aber so sind sie halt, die bösen Drogentouristen. Wie können die es nur wagen, dem niederländischen Fiskus einen Beitrag beizusteuern und auch noch durch Völkerverständigung etwas für ein vereintes Europa zu tun?

Aber ich will jetzt nicht dem Zynismus verfallen. Ich habe mich mit dem (äusserst freundlichen) Besitzer des Coffeeshops “The Edge” unterhalten und ihm zu der Meinung des Wietpas gefragt. Es schwer zu überhören, dass es ernsthafte Sorgen um seine Existenz machte. Kurz und knapp sagte er mir: “Wenn der Wietpas hier auch eingeführt wird, kann ich meinen Laden schliessen.”

Abgesehen davon hätte er (selbst Ausländer!!!) moralische Bedenken, seine Kunden nach deren Nationalität bzw. Wohnort aufzuteilen in erwünschte und nicht erwünschte Kunden.

Ich würde mich auch dafür schämen.

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

Letzte Artikel von mobo (Alle anzeigen)