Nachrichten bei SpOn

1 Tag – 2 Artikel – 2 Meinungen

Nach der Einführung des Wietpas gab es nicht sonderlich viel über die Thematik in der hiesigen Medienlandschaft zu lesen/hören/sehen. Das war ja auch Hauptauslöser für die Entscheidung, dieses Blog hier zu erstellen. Fast schien es so, als seien die Niederlande komplett von der Landkarte gestrichen worden, denn man hat in den letzten Wochen und Monate so gut wie gar nicht von unseren direkten Nachbarn gelesen. Und wenn man irgendwo auf das Wort “Holland(e) gestoßen ist, dann wurde meist über unseren anderen Nachbarn geschrieben ;-) (nur allzu oft bin ich beim “abscannen” meines Newsfeeds darauf reingefallen…)

Doch nun scheint sich das geändert zu haben, jetzt wo der Wahlkampf in die heiße Phase geht. Und so gab es gestern sogar zwei (sic!) Artikel bei Spiegel Online, die unterschiedlicher nicht hätten sein können.

Zuerst gab es irgendwann in den Morgenstunden diesen Artikel, der uns Wietpas-Gegnern ziemlich positiv gestimmt haben müsste. In der mittlerweile leider bei SpOn üblichen reißerischen Art und Weise wurde den “Euro Gegnern” der SP hohe Erfolgsaussichten prognostiziert. Ein Linksruck (mit dem ich mich durchaus anfreunden kann) wäre so gut wie gesichert, mit dem großen Nachteil der Euro-Feindlichkeit.

Am Nachmittag des selben Tages erschien dann dieser Artikel, der praktisch genau das Gegenteil behauptet: Ein Starkes Aufholen der PvdA (Wietpas Gegner!), aber immer noch die VVD (die Bösen) als stärkste Partei. Also gar nichts mehr zu lesen von dem Linksruck, den das Land durchmacht.

Der erste Artikel stammt aus der Feder eines (unabhängigen) Auslandskorrespondenten (Benjamin Dürr, twitter-Profil), der zweite ist eine verwurstete dpa-Meldung. Hier verstärkt sich der Eindruck, den wir hier schon seit langem haben: Jede Umfrage, jedes niedergeschriebene Stimmungsbild in den Niederlanden sagt etwas anderes aus. Ich frage mich: Ist das ein Zeichen für die miserable Arbeit der Umfrageinstitute oder ein Abbild der starken Meinungskluft, die in Holland vorherrscht?

Nicht erwähnen brauche ich ja wohl, dass in keinem der beiden Artikel Wörter wie “Wietpas”, “Cofffeeshop” oder “Drogenpolitik” vorkommen, obwohl man vom Autor Dürr ja auch Anderes gewohnt sein kann.

Für mich bleibt also der 12.September weiterhin einer der spannendsten Tage des Jahres: Zum Einem weil allen APPLE-Fanboys (zu denen ich definitiv gehöre) das neue iPhone vorgestellt wird, zum Anderen natürlich, weil dann die Neuwahl ist, die die Zukunft der gesamten Kiffer-Szene in Europa beeinflussen könnte. Hoffen wir das Beste!

Wietpas Nee. Stem SP!

P.S: Vielleicht habt ihr ja Lust in den Artikel-Kommentaren mit zu diskutieren und geschickt ein paar Links zu keinwietpas.de zu einzubauen…

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

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