Nijmegen

Hauptschlachtfeld im Mai 2012 war eindeutig Maastricht. Im noch jungen Jahr 2013 ist es eindeutig Nijmegen. Für viele ehemalige Venlo- und Maastricht-Kunden soll die sympathische Hansestadt in Gelderland ja die Ausweichmöglichkeit schlechthin gewesen sein. Als ich vor einigen Wochen vor Ort war, sah es aber nicht wirklich so aus, als seien die Massen vor Ort um “Overlastend” durch die Vorgärten zu marschieren…

Doch damit ist jetzt Schluss, pünktlich zum Neujahrskater sind die 14 Nijmegener Coffeeshops dazu verpflichtet, ihre im Ausland wohnenden Kunden zu diskriminieren! Der Gelderlander hat dies auch bereits verkündet. Die Shops seien informiert und ab kommender Woche sollen auch Kontrollen diesbezüglich stattfinden.

In den Kommentaren hier im Blog hat ein (anonymer) Leser davon berichtet, dass der Shop “Dreadlock” weiterhin offen sei, um die “Easy Going-Strategie” zu fahren, also eine Schliessung zu provozieren um dann dagegen zu klagen. Da dem Besitzer ebenfalls der Nijmegener Coffeeshop “Jetset” gehöre, könne er sich das erlauben. Allerdings wurde das auch an anderer Stelle bereits dementiert. Was jetzt stimmt lässt sich leider schwer sagen. Fakt ist, dass auch hier die selbe Verwirrung herrscht, wie in den südlichen Gemeinden im letzten Jahr.

Was Nijmegen jetzt erwartet dürfte jeden klar sein: Fallende Umsätze der Coffeeshops, sowie ein Anstieg der Strassenkriminalität und die dadurch resultierende “Overlast”. Meldungen dazu konnte ich ebenfalls noch nicht finden, ich bin mir aber sicher, dass es die sehr bald geben wird…

Ebenso dürfte interessant sein, wie es in Arnhem aussieht. Das ist ja momentan die Ausweichstadt für alle ehemaligen Nijmegener Kunden. Auch da kann ich nur wiederholen: Benehmt Euch dort, das Eis ist sehr dünn! Gerade bei einer VVD-Bürgermeisterin…

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

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