Arnhem: Interview mit dem Coffeeshop “‘de Walm”

DSC_0024Nach längerer NL Abstinenz bot sich meiner Frau und mir gestern die Möglichkeit, nach Arnhem zu fahren. Die Chance haben wir genutzt und haben “unserer” Stadt mal wieder einen Besuch abgestattet. Glücklicherweise sind wir tagsüber gefahren, so dass wir auch unserem Lieblingsshop – dem ‘de Walm einen Besuch abstatten konnten. Weitere Ziele standen nicht auf der Liste – da wir auch nur ein bis zwei Tütchen rauchen wollten. Zudem wollte ich dem Budtender vom ‘de Walm einen Besuch abstatten. Bei dieser Gelegenheit habe ich Ihn einmal direkt ein wenig “interviewt” (ging was schneller als beim Kronkel ;-)). Da ich mir mal wieder keine Notizen gemacht hab, muss ich das Interview frei nacherzählen…

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Wie stellt das ‘de Walm die Qualität der Ware sicher?

Wie in jedem anderen Shop besteht nicht die Möglichkeit das Wiet oder Hasj bei offiziellen Stellen “prüfen” zu lassen. Eine Prüfung beim forenischen Institut würde 150 EUR kosten und 3 (!) Monate dauern. Bis dahin ist die Ware abverkauft. Das ‘de Walm besteht nun schon seit fast 25 Jahren und arbeitet seit dieser Zeit auch mit den selben Züchtern zusammen. Qualität ist eine Vertrauenssache. Jeder Kunde kann sich die gewünschte Ware anschauen & anfühlen um seine Entscheidung besser treffen zu können.

 

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Hat sich seit der Einführung des Wietpas (I-Criterium) für Dich was geändert?

Des einen Leid, ist des anderen Freud…. Insbesondere als Nijmegen eine Woche das I-Criterium beachtet hat, ist der Umsatz in Arnhem extrem angestiegen. In der heutigen Zeit kommen ein paar Deutsche mehr – aber es ist überschaubar.

Wie siehst Du dem Bürgermeisterwechsel in Arnhem entgegen?

Der alte Bürgermeister von Doetinchem soll neuer Bürgermeister in Arnhem werden. Er gilt als nicht gerade “Coffeeshopfreundlich”. Während seiner Amtszeit in Doetinchem wurden schon einige Shops geschlossen. Die Politik bemerkt man nur, wenn neue “Regelungen” unter der Eingangstür durch geschoben werden. Mit etwas Glück gibt es noch “Bekanntmachungen” im wöchentlichen Arnhemer Blatt.

Wie wird die Steuer von Deinem “Verkauf” berechnet?

Ich bin einer der wenigen Shops die eine “Einkaufsliste” führen. Dem Finanzamt muss ich mitteilen, wie viel Ware ich zu welchem Preis eingekauft habe – und wie der Verkaufspreis ist. Die Differenz (also der “Gewinn”) wird mit 50% besteuert. Wenn ich also für 5 EUR eingekauft habe – und für 10 EUR verkaufe, sind dort 2,50 EUR Steuern enthalten. Von meinem Züchter erhalte ich natürlich keine Rechnung. Das Finanzamt prüft per “Kundenzählung”, ob die Angaben welche ich mache auch plausibel sind. Der Gewinn aus dem Verkauf der Getränke und anderen Artikel muss “normal” versteuert werden.

Was hälst Du vom Gemeindeanbau?

Nicht viel! Die Kunden wünschen Sortenvielfalt. Es würde sich sofort ein Schwarzmarkt für “starkes” und “leckeres” Gras entwickeln. Der Anbau sollte frei lizensiert werden.

Ich hoffe alle Euch auf den Nägeln brennenden Fragen sind damit vorerst beantwortet. Das dieses Steuersystem so nicht bleiben kann, müsste jedem Bewusst sein. In diesem System ist soviel Platz für “Schwarzgeld” das es für keine Wirtschaft gesund ist. Wie viel Geld damit legal generiert werden könnte, wenn das GANZE System reguliert und besteuert würde…. (und das nur in einem so kleinen Land wie NL)!?

Kurz zu mir persönlich:

Einigen Lesern ist es schon aufgefallen, dass ich derzeit nicht mehr soviel “da” bin. Leider muss ich derzeit einige Dinge in meinem Privatleben klären und hab derzeit nicht wirklich den “Kopf” für KW. Wenn jemand einen Job für einen Betriebswirt hat!?

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Ivo

Ivo

Als alter "Grenzbewohner" hab ich mich mächtig darüber aufgeregt, dass mir meine Stammkneipe Nobody´s Place genommen wurde. Gras sollte für jeden, überall und immer auf der ganzen Welt verfügbar sein ;-)

Cannabem liberemus!
Ivo

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