Sliedrecht plant neue Jugenschutzmaßnahme

Manchmal scheint es so, als sind die niederländischen Gemeinden in einem Wettstreit, möglichst absurde Regelungen für die Coffeeshops zu erfinden, um Probleme zu bekämpfen, die eigentlich keine Probleme sind.

In Sliedrecht (Südholland) hat man sich jetzt was neues ausgedacht: Bürgermeister Bram van Hemmen (CDA) und die Beigeordneten denken laut darüber nach, die maximal erhältliche Menge von Cannabis im “De Drechtsteden”, dem Coffeeshop der Gemeinde von 5g auf 1g herunterzusetzen – und zwar für 18-21 jährige Gäste.

Bürgermeister Bram van Hemmen

Begründung: Das ist “eine wirksame Maßnahme, wir glauben daran”.

Was diese Maßnahme genau bezwecken soll, darüber wird offenbar nicht gesprochen. Auch wie die Maßnahme ihre Wirkung zeigen soll will in der Gemeinde, die knapp 20 Autominuten von Rotterdam entfernt ist, auch niemand so recht sagen. Da merkt PvDA Fraktionsvorsitzende Anton van Rees auch passend an, dass um Sliedrecht keine Mauer gebaut wurde, und sich die volljährigen Sprösslinge problemlos in den Nachbargemeinden eindecken könnten.

Selbst die VVD zweifelt an der juristischen Machbarkeit der Regelung und der Bürgermeister befürchtet, dass die Einführung vor Gericht nicht bestand haben könnte.

Trotzdem will man versuchen, diese Regelung einzuführen.

Was meint Ihr: Bringt es was?

Und wenn ja: Was soll es überhaupt bringen?

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

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