Gastbeitrag: Zunahme des Strassenhandels in Breda

Endlich mal ein Gastbeitrag! Ein Leser hat sich die Mühe gemacht, einen Artikel zu übersetzen und zu kommentieren. Vielen Dank dafür!

Quelllink

Der Sekretär des Gemeinderates Piet Mouwen aus Breda empfindet eine ausdrückliche Zunahme des Straßenhandels durch die neue Coffeeshop Regelung. Diese Aussage stützt sich auf seine Rücksprache mit Polizeibeamten und städtischen Angestellten, die auf der Straße unterwegs sind.

Dabei konzentriert sich der Verkauf scheinbar auf einige wenige Straßen und Parkplätze. Diese Darstellung wird auch von Anwohnern bestätigt.

Diese Situation wird von allen Parteien in der Sache mit großer Sorge beobachtet, obwohl Polizei und städtische Mitarbeiter alles tun um den Straßenhandel in Schach zu halten.

Für den kommenden Monat wird noch einmal eine weitere Steigerung des Handels erwartet.

Die Mehrheit der Leserkommentare bestätigt diese Entwicklung. Einige erhoffen sich allerdings eine Besserung, sobald die neue Regelung einige Zeit aktiv gewesen ist.

Mein Kommentar dazu:

Die Entwicklung ist auch in Breda anscheinend erwartungsgemäß verlaufen.

Denn immer noch ist ein Großteil der Besucher von Coffeeshops nicht bereit sich registrieren zu lassen.

Daher kaufen viele lieber auf der Straße oder sie weichen auf die Provinzen ohne Wietpas aus. Auf diese Weise verursacht man dort nun Überlastung durch Drogentourismus. Das beste Beispiel dafür ist Nijmegen. Allerdings bewerte ich die Straßenkriminalität als die schlimmere Folge.

Diese wird wahrscheinlich auch noch steigen, wenn ab Januar 2013 der Wietpas für die gesamten Niederlande gilt und es somit keine Ausweichmöglichkeiten gibt.

Denn die Nachfrage wird sicherlich erhalten bleiben. Aus der Vergangenheit wissen wir auch, dass eine Verstärkung der Polizeiaktivität kaum wirkliche Linderung bringt.

Wie weit diese überhaupt noch einmal zusätzlich verstärkt werden kann ist fraglich.

Update: Auf Wunsch des Autors ein paar Korrekturen vorgenommen.

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de
  • Ziel der Drogenpolitik der Niederlande war immer die Trennung der Märkte für harte Drogen von denen der weichen. So sollte auch ausreichend Personal zur Bekämpfung drehbarsten Drogen geschaffen werden, weil sie sich nicht um jeden Kiffer kümmern mussten. Der Wietpas ist also der erste Schritt, diese Trennung wieder zu verwässern. Jetzt muss sich die Polizei also wieder intensiv um die Grasdealer (die auch andere Produkte in ihrem Warensortiment haben) kümmern. Ich frage mich, wann die niederländische Polizei damit beginnt zu rebellieren.

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