Haarlemer Keurmerk eine Falle?

Das Gütesiegel für Coffeeshops (Keurmerk) wird momentan heiss diskutiert. Soll es jetzt zusätzlich mit Wietpas eingeführt werden (sollte dieser den 01.Januar überleben) oder stattdessen? So ganz ist es irgendwie nicht klar, es sieht aber so aus, als solle es zusammen mit dem Wietpas eingeführt werden. Ich habe darüber jetzt ein wenig nachgedacht und musste feststellen, dass durch dieses Siegel weitere Möglichkeiten geschaffen werden, die Coffeeshops schneller als uns lieb ist zu schliessen: So erfordern die Richtlinien des Gütesiegels, dass der Coffeeshopbetreiber ein Lupenreines Vorstrafenregister haben soll.Und genau da sehe ich den Knackpunkt: Solange Anbau und Backdoor-Problematik nicht geklärt sind hat halt JEDER Shopbetreiber Dreck am Stecken. Man müsse ihn nur mal kurz beim Handel erwischen und sofort könnte er sein Siegel vom Fenster abkratzen.

Ist die Keurmerk eine Falle oder wirklich die Rettung der Shops? Was meint ihr?

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

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  • pirat

    Das mit der Hintertürproblematik gibts ja schon immer und ist eigentlich für Nicht-Niederländer nicht zu kapieren. Ich glaube da brauchts gar keine neue Falle, da sie ja auch mit den jetzigen bestehenden Gesetzen jederzeit einen CS-Besitzer ans Bein pissen können. wenn die Justiz will.
    Leider haben die Niederländer(ich weiß, ich seh den Balken) die letzten 2 Jahrzehnte mit ihrem Status Quo gut gelebt und haben leider nicht den Mut gehabt auch Anbau u Handel zu legalisieren bevor sie nach rechts gekippt sind..

  • Anonymous

    Backrohr-Problematik?

    • Ahh… scheiss Autokorrektur.. Danke für den Hinweis!

      • Björn Andresen

        Ich hatte gedacht das wäre ein Spaß und mit Absicht.

  • James

    Ich finde ein Coffeeshop-Gütesiegel gut und richtig, schließlich entspricht auf gewisse Art und Weise dem, was die Relegalisierungsbewegung hier in der BRD auch fordert: Kontrollierter Handel, mündiger Umgang und vor allem Jugendschutz. Dafür ist ein sauberes Vorstrafenregister nur richtig, schließlich muss jeder, der hierzulande mit Kindern und Jugendlichen arbeitet auch ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Letztenendes wird es jedoch nicht funktionieren, wenn die Backdoor-Problematik bestehen bleibt und kein Arsch sich dafür interessiert, woher das Gras eigentlich kommt. 90% des Cannabis‘, das in meinem ehemaligen Stammshop in Venlo verkauft wurde, kam aus dem unmittelbaren Grenzgebiet in Deutschland, der Weg, den es nahm, war also BRD –> Niederlande –> BRD. Deshalb: Wietpas abschaffen, Backdoor-Problem lösen (d.h. Anbau unter Auflagen kontrolliert legalisieren, Einkauf für Coffeeshopbetreiber regulieren etc. pp.) und Coffeeshops kontrollieren. In den USA ist bei den Liquor Stores auch ruckzuck die Genehmigung weg, wenn da einer Scheiße baut.

    • Marcel

      +1 kann ich nur bestätigen. Hab immer über die Wege des Grases gelacht. Aber die Strafen in BRD für Anbau sind nunmal geringer als die in NL. Der Grund für die merkwürdigen Wege….

      Ich weiß ehrlichgesagt nicht was diese Keurmerk bringen soll. Vernünfitge Shop Besitzer handeln sowieso danach.

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