Schüsse in Nijmegen

Wie die Zeitung de Gelderlander meldet, hat ein Deutscher am Mittwochabend in der Tweede Walstraat in Nijmegen aus einem Auto in die Luft geschossen. Kurz zuvor wollte er im Coffeeshop `t Kunstje, in derselben Straße Gras kaufen. Ein Mitarbeiter des Shops weigerte sich, ihn zu bedienen, da Ausländer seit dem 1. Januar in Nijmegens Coffeeshops nicht mehr willkommen sind.

„Er lief nach draußen und ich hörte einen Schuss. Ich erschrak mich zu Tode, bin dann in den Keller gelaufen und habe die Tür abgeschlossen.“, berichtet der Angestellte des `t Kunstje. Ein Polizeisprecher ließ verlauten, dass es nur ein „kleiner Zwischenfall“ war. Weiter sagt er, dass mit der benutzten Waffe, die beschlagnahmt wurde, niemand getötet werden konnte. Die Schüsse seien aus Übermut oder zum Scherz abgefeuert worden. Aus der Untersuchung ließe sich kein Zusammenhang mit dem Ablehnen des Kunden im `t Kunstje erkennen.

Ein Zeuge, der den Mann um ca. 20 Uhr aus dem Coffeeshop kommen sah, sagt dass Straßendealer ihn bedrängten, aber dass er „nicht hören wollte“ und wütend war. Dann stieg der Mann in ein wartendes Auto und schoss in die Luft. „Sie haben sie dank mir gefasst. Ich habe eine Zivilstreife informiert, die in einem Auto in der Nähe saß, um zu observieren. Die ist der Sache dann nachgegangen.“

Der Polizeisprecher möchte das nicht bestätigen. „Es ist wahrscheinlicher, dass ein Polizist den Vorfall gesehen hat.“ Die drei Fahrzeuginsassen aus Deutschland wurden am Groesbeekweg in Nijmegen festgenommen. Seit Donnerstag sind sie wieder auf freiem Fuß.

Antonio Peri

Als Grenzbewohner des Dreiländerecks Deutschland/Niederlande/Belgien und damit natürlicher Europäer, betrachte ich die gesamte Region als meine Heimat. Die Fortschritte im Zusammenleben habe ich immer als angenehm und befreiend erlebt. Als drogenerfahrener Mensch, habe ich jedoch schon seit vielen Jahren gesehen, wie sich die Niederlande, die einst ja so berühmt für ihre pragmatische Drogenpolitik waren, schleichend verändern. Die schleichende Entwicklung war vorbei, als der Wietpas in den drei südlichen Provinzen eingeführt wurde – nun endlich war eine größere Öffentlichkeit für das Thema empfänglich – daher freue ich mich, Autor auf Kein Wietpas! zu sein. Sämtliche anderen Themen zur Drogenpolitik und Legalisierung behandele ich in meinem eigenen Blog: http://antonioperi.wordpress.com
  • chester

    so kann man es sich natuerlich auch mit den Niederlaendern verscherzen , hoert sich ziemlich seltsam an…

  • Ob die Schüsse nun wegen den Straßendealern oder aus Wut über die Abweisung erfolgten, ist nicht klar. Scherz war es ganz sicher keiner. Ich vermute mal, der war einfach wütend und wurde dann noch massiv von Dealern belästigt. Da hat er wohl einfach mal seinem Frust freien Lauf gelassen.

    Eine wichtige Info versteckt sich aber in dem Text. Scheinbar sitzen also in den entsprechenden Straßen nun Zivilpolizisten und observieren.

    • Genau das hab ich mir auch gedacht. Und sollte ein Duitser mal nicht abgewiesen werden ist sofort bambule

  • Anonymous

    Kontrollieren die wirklich nur die CS oder sind die (auch) wegen den Straßendealern da?

    • ersguterjunge25

      Wahrscheinlich wegen beidem…..

  • chester

    auf der strasse zu kaufen kommt fuer mich eh nicht in frage weder in nl noch de das zeug ist erstens verbrixt zweitens weis ich nicht was ich da kaufe ich fahr lieber 100km weiter !

    • kiff

      100 km weiter und 100 km weiter zurück = 200 km.
      na dann viel spaß. Obs dort besser ist weißt du erst
      wenn du da bist.

  • jdg

    gute einstellung!

  • Ich vermute mal, die sind wegen beidem da. Die werden sicher die Straßendealer observieren und auch die Shops. Das ist in Nijmegen ja alles noch sehr neu. Bevor die Polizei zuschlägt, beobachtet sie ja erstmal. Die wollen ja auch Strukturen kennen etc. bevor sie was unternehmen. Sonst können sie da sicher jeden Tag neue Dealer festnehmen – Nachschub garantiert.

    • kennt man doch von hier. Anfang des Jahres wird angefangen zu „watchen“ – zur Weihnachtszeit wird dann hopps genommen.

  • pirat

    Bevor ich bei so einem Typen auf der Straße mein Weed kaufen müßte, würde ich sogar 500 km weit fahren oder es ganz lassen und mir ein Päckchen Samen mitnehmen ;-)

    • kiff

      Hier war doch mal ne umfrage wie weit jeder fahren würde
      um weed zu kaufen. Glaube die meisten lagen so bei 100 km.max.

      • Jenz

        Da hab ich mich auch falsch eingeschätzt…Erst dachte ich Nijmegen, weiter nicht…und jetzt wo’s nicht mehr anders geht ist Arnhem dann doch noch nicht weit genug weg. Obwohl das insgesamt schon 300km für mich sind. Allerdings hab ich mich auf der Fahrt dann schon gefragt ob ich sie noch alle habe…;-) Soviel Selbstkritik muß sein.

      • Anonymous

        In Köln sagt man “ Die Karavane zieht weiter der Sultan braucht Weed “
        Mich treibt die Sucht nicht weiter als 100 km. Würde auch wieder mal was Rauchen
        aber nicht unter allen umständen.

  • Mary

    Ein Problem haben sie aber bei ihrer Observierung dann doch. Wie will man am Äußeren Buitenlanders von Binnenlanders unterscheiden?

    • Mary, Du weißt doch wie doof manche sind. Parken vorm Shop mit weißem Nummernschild^^ Schon erkannt. Manche Duitsers erkenn ich in Holland auf 100km entfernung.

      • Mary

        Ja, das ist in der Tat mehr als doof. Mir sieht man das Deutschsein jedenfalls nicht an, denn ich werde von den Holländern immer in niederländisch angesprochen und muss mich dann erst mal erklären.

    • ersguterjunge25

      Schau dir doch das Video aus dem Artikel zuvor an. Die Dealer halten doch ganz gezielt Autos mit „buiten-Kennzeichen“ an und in bezug auf die Shops siehe Post von Marcel.

  • YesYo

    @kiff Für richtig gute Qualität muss man schon immer bisschen weiter fahren solltest dir mal nen Wochenende Amsterdam gönnen ;) danach wirst du wahrscheinlich nichts mehr von der Straße kaufen
    @Pirat so ist das richtig

    • kiff

      Ich habe seit Mai 2012 nur ein mal etwas auf dem schwarzmarkt in
      Maastricht gekauft , ansonsten bin ich leider zwangsabstinent.
      Ich sehe auch nicht ein weiter zu fahren als 100 km.das ist es mir nicht wert.
      Ich war eben 30 jahre stammkunde in Maastricht für mich gut zu erreichen
      ca.60 km weg. Und einen alten Baum verpflanzt man nicht.
      Dann lieber schwarzmarkt wenn ich mal dort bin und einen sehen würde.
      Bin dort nicht mit dem Auto unterwegs und habe kein Kennzeichen um den Hals.

      • Mach Dir ein Schild: „Bin Duitser!“

        :-D

  • kiff

    Gute Idee mit dem schild , oder ein paar samen kaufen
    habe nur keinen grünen Daumen dafür . und erstmal 400 Euro
    in die Hand nehmen um richtig damit anzufangen , nein Danke.

    • 400 EUR ist aber sehr gering kalkuliert. Ein Kumpel von mir hat hier in Köln im Headshop gearbeitet – Growberatung war sein Hauptfach. Der sagt, dass man die ganzen Growschrank Komplettsysteme eigentlich alle vergessen kann. Kein vernünftiger Lüfter etc. Eine vernünftige Growanlage fängt bei 800 Euronen an. Das ist mir persönlich auch zu teuer. Zumal die erste und zweite Ernte eh für die Tonne ist. Man sagt nach Anschaffung der Box brauchst noch 6-9 Monate um eingermaßen rauchbare Ware herzustellen.

      • Anonymous

        ich weiss ja nicht vieviel tonnen du produzieren willst will das hier nicht genau ausfuehren aber 800eu brauchste da nicht.klar kannste die verbrauchen nach oben ist die grenzeoffen,aber genug leute produzieren hochwertigstes weed was ich in den meisten shops leider misse mit einer vieeel billigeren anlage…

      • Das M

        Das vernünftiges Grow-Equipment leider recht teuer ist stimmt, aber wieso soll die erste und zweite Ernte eh für die Tonne sein?
        Ich behaupte, wenn man sich intensiv mit dem Thema Growen beschäftigt und auch genug Herzblut in sein Vorhaben steckt, kann selbst die erste Ernte qualitativ hochwertig und ertragreich sein.

  • Anonymous

    Ich glaube man braucht schon Talent dafür die ersten 1-2 Ernten zu versauen.

    Wer sich vorher mit dem Thema auseinander setzt und bei Problemen schnell genug (und richtig) handelt, sollte immer was rauchbares hinbekommen.

    Hanf ist „Unkraut“ das wächst auch unter nicht optimalen Bedingungen!

    • Mary

      Mir würden schon drei Pflanzen reichen. Was bräuchte ich denn dafür maximal für ein Equipment um das „Unkraut“ auch unter nicht optimalen Bedingungen halbwegs rauchbar hinzukriegen? Bei den Profi-Growern hört sich das alles zu aufwendig an.

      • hubert

        250 w ndl, n tischventilator, erde, lti+akf, töpfe, n scbrank, saatgut und glück. Forum.hanfburg.de hilft dir da genauer weiter

      • Anonymous

        + Zeitschaltuhr, Luftfeuchtemesser, Thermometer um die Rahmenbedingungen im Auge zu halten und damit du nicht jeden Tag das Licht von Hand ein und ausschalten musst :p

      • Mary

        Trotzdem danke für die Infos. 250 W reichen aus?

      • hubert

        Das mit der zsu stimmt natürlich, am besteb liest du dir die lehrgänge bei der hb durch, allerdings solltest du auf gar keinen fall an der lüftung sparen, denn dann solltest du es lieber direkt ganz lassen!

  • Anonymous

    ich glaub das wird hier keiner genau aufführen wollen,du findest alles dazu in best. foren oder andern seiten im netz,gibt auch sehr gute bücher dazu…

    • Dem kann ich nur beipflichten und nun back to topic.

    • Anonymous

      Blumentopf , Erde , eingepflanzt ans Fester gestellt , viel Glück gehabt und einen grünen Daumen gehabt !! SChönes Pflänzchen gehabt, hat gut geknallt und hat mich noch nicht mal 100 Euro gekostet!!!

  • Jgreeen

    Oh man so was verstärkt doch bei einigen Betonköpfen nur noch weiter das Bild der marodierenden Drogentouristen.
    Wobei es wohl verschwendete Zeit ist um über den Sinn nachzudenken. Wer schon eine scharfe Schusswaffe mit sich schleppt hat meiner Meinung nach sowieso eine Macke.
    Naja vieleicht zeigen solche Fälle und auch Dinge wie das Dealer Video aus Nijmegen den Verantwortlichen wie erfolgreich ihre Maßnahmen sind.
    Letztendlich wurde die ganze Cannabis Sache ja auch geduldet, weil man der Sache einfach nicht mehr Herr wurde. Wieso denkt man jetzt eine andere Entwicklung erleben zu können?
    Achja stimmt ja..konservative Hardliner haben es nicht so mit dem Denken.
    Der angebliche Masterplan hinter dem Wietpas und seinen Nachfolgern um die „Kriminalität“ und „Overlast“ um die Coffeeshops herum einzudämmen geht wie erwartet vollkommen nach hinten los. Die Leidtragenden sind die Anwohner.
    In letzter Zeit kamen mir auch drei verschiedene Meldungen von Tötungsdelikten in Venlo unter die Augen. Natürlich muss es nichts damit zu tun haben aber ich denke da direkt an einen Zusammenhang mit der Drogenkriminaltität. Das ist zwar reine Spekulation aber es wird bei unseren Nachbarn wohl noch rund gehen.

    • Auch wenn das in diesem Fall wohl eher eine Gas/Schreckschusspistole war, und keine scharfe Schusswaffe, stimme ich Dir doch zu. Die kriminellen Organisationen müssten doch momentan dabei sein, ihre Claims abzustecken. Das dabei manchmal Späne fliegen, dürfte klar sein.

      Ich find nur interessant, bei der Rolle rückwärts zuzusehen und den direkten Vergleich zu haben. Im Dezember noch habe ich ein völlig friedliches und ruhiges Nijmegen ohne Strassendealer, Overlast, verdeckte Observierungen und ohne böses Blut erleben können. Nicht einmal einen Monat später wird dort geschossen und man kann sich vor Straßendealern nicht mehr retten. Da sieht man richtig exemplarisch was die Prohibition anrichtet.

    • Muensterlaender

      Zitat: „Wer schon eine scharfe Schusswaffe mit sich schleppt hat meiner Meinung nach sowieso eine Macke.“

      Stimmt! Siehe Polizei, Zoll, etc.

  • Anonymous
    • Danke werde das direkt mal verarbeiten.

  • ennaF

    Armes Nijmegen…
    Schüsse hören die in der Ecke gar nich gerne – ist noch keine 10 jahre her, da gab es einen politisch motivierten Mord ( ich war damals gerade 7 m um die Ecke als es knallte…) und in der Vlamsegass war auch schon min ein Toter nach einer schießerei (gab’s aber noch 1-2 shops mehr dort)
    Auf 18 jährige John Waynes kann man gut und gerne verzichten und sowas hilft nicht die Shops wieder für uns offen zu bekommen !

  • Anonymous

    Ein Teil von jener Kraft,
    Die stets das Böse will und stets das Gute schafft.
    (Mephisto zu Faust, Studierzimmer I)

  • Anonymous

    ohne i kreterium gab es dort aber keine solchen zustände…so schrecklich es ist,vielleicht bringts ja doch was…

    • Mary

      Eben. Der Bürgermeister schafft doch diese Zustände. Der Polizeisprecher verharmlost den Vorfall ja auch. Es war keine scharfe Waffe, es wurde „nur“ in die Luft geschossen etc..Das kann sich aber noch ändern, wenn da die falschen Deutschen abgezockt werden, die sich dann rächen werden.. Es gibt auch in der deutschen „Kifferszene“ echt harte Kaliber an Leuten, die sich hier nicht wie die Schäfchen zum Schafott führen lassen von dieser verantwortungslosen rechtskonservativen Politik.

      • Streuner

        In Holland ist es fast egal, ob du nun eine „scharfe“ oder eine Schreckschuss Pistole bei dir trägst!
        Bei so etwas reagieren die Holländer echt heftig. Das ist aber sicher schon seit 30 Jahren so.
        Und los geht es ja schon bei normalen Taschenmessern.
        Ich wunder mich, dass die „Jungs“ nicht länger im Knast gesessen haben.
        streuner

  • Wie man sieht, tut sich ja schon was. Bruls ist sicher auch nicht begeistert von diesen Zuständen in seiner Stadt. Damit kapiert er nach knapp 20 Tagen wenigstens, was Hoes in Maastricht bis heute nicht wahrhaben will.

  • Mary

    Vielleicht sollte man Hoes mal nachhelfen!!!

  • Pingback: Business as usual in Nijmegen « Kein Wietpas!()

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