Im Süden wächst der Widerstand

Na, noch auf die Schnelle… weil es gut tut. Eine nackte Übersetzungsarbeit.
Der de Limburger von heute.
Der de Limburger ist politisch DEUTLICH weiter rechts anzusiedeln wie der de Gelderlander.
Eigentlich habe ich viel wichtigere Nachrichten in Arbeit. Viel wichtiger für mich, viel wichtiger für alle denen legales Gras in ganz Europa mehr am Herzen liegt wie offene Coffeeshops in einem „fremden“ Land… GANZ spannende Zeiten sind in den Niederlanden angebrochen! Aber auch das hier ist ne wirklich taffe Nachricht.

Handhabung des Wietpas hat keine Priorität

Die Gemeinden Heerlen und Kerkrade wollen so schnell wie möglich weg von dem Wietpas. Vorläufig handhaben beide Gemeinden das sogenannte Einwohnerkriterium für Coffeeshops, aber das kontrollieren bekommt keine Priorität

Der Kerkrader Rat will weg vom Wietpas und dem I-Kriterieum, durch welches der Zugang zu Coffeeshops Einwohnern der Niederlanden vorbehalten ist. Ein Antrag der PvdA dies zu streichen bekam diese Woche die Zustimmung aller Parteien ausser von der CDA.
Bürgermeister Jos Som teilt den Standpunkt des Rates. Sagt aber, das er das Recht aktuell handhaben muss. „Da steht nunmal, das Coffeeshops allein für Einwohner der Niederlanden zugänglich sein sollen. Das ist mein Dilemma.
Heerlen hat drei Coffeeshops, Kerkrade zwei. Die Coffeeshops zogen in der Vergangenheit viele Deutsche Kunden an.
Die Niederlanden führten im Mai 2012 den Wietpas in den drei südlichen Provinzen ein. Coffeeshops wurden ab diesem Moment geschlossene Clubs mit ausschließlichem Zugang für Einwohner der Niederlanden die Mitglied des Clubs waren. Die Maßnahme stiess auf viel Widerstand; feste Mitglieder schrieben sich kaum ein und ausländische Kunden probierten auf illegale Weise an Drogen zu kommen. Anfang Januar wurde das Clubkriterium durch Minister Opstelten abgeschafft. Das Einwohnerkriterium besteht immer noch. Ein falscher Beschluiss meint Som. „Der Minister sagt das wir lokale Maßarbeit liefern müssen. Was ist das? Ich finde man kann nicht sagen, das es ein Gesetz gäbe, welches es Wert wäre lokal ausgeführt zu werden. Das ist ein Minister der gar nicht da sein dürfte.
Sein Heerlener Kollege Paul Depla spricht von absurden Regeln. „Es ist eine große Farce, eine große Schande was der Minister gemacht hat. Es ist nahezu unverständlich, denn die ganzen Niederlanden haben das Gesetz mittlerweile begraben. Nur wir in Süd-Limburg laufen noch hinter einem Gesetz her an welches der Minister selbst nicht mehr glaubt.

Hmm… habe ich nicht gesagt, das der Süden bröckeln wird und Ivos Rückhalt auch dort noch schwindet? Wer immer gut aufpasst, wird festgestellt haben, das Paul Depla „umgefallen“ ist. Vor kaum zwei Wochen hat der noch Töne abgelassen bei denen einem schlecht werden konnte. Das ist das Ergebnis der „Limburger-Ruhe“. Limburger sind wie Bayern. Die Limburger Bürgermeister haben sich jetzt gegenseitig ohne Onno mal beim Bierchen ins Sofa gepupst und beschlossen dem Ivo und Onno doch öffentlich zu sagen das ihre Politik auch im Süden gescheitert ist. Das direkt so klare und wahre Töne auf den Tisch kommen verdeutlicht den immensen Machtverlust den Ivo sich an mehreren Fronten eingefahren hat.

Bevor ihr jetzt überstürzt nach Heerlen, Kerkrade oder Eygelshoven fahrt. Ich habe angerufen. NOCH ist ZU – aber man ist sehr zuversichtlich… – Logo! Sind ja auch zwei taffe Bürgermeister am Werk!

hanfgleichstellen

Ich kann es nicht mehr sehen/lesen/hören mit welcher Ignoranz unsere Politik die guten Gründe für einen konsequenten Wandel in der Drogen- und Genussmittelpräventionspolitik ignoriert.
Ebenso wenig konnte ich noch weiter mit ansehen, das solche Menschen wie ich nicht in die Öffentlichkeit gehen und den Finger in die Wunde legen - auch wenn, oder gerade weil, das mit negativen Folgen belegt sein kann.
Macht mit! Werdet wenigstens Sponsor im DHV o.ä.!

Geschrieben am 9. Februar 2013, in Wietpas getaggt mit , , , , , , . Bookmarke den permalink. 88 Comments.

  • kiff

    dann ist Maastricht auch nicht mehr weit ?

    • http://hanfgleichstellen.wordpress.com hanfgleichstellen

      Wenn sittard-geleen sich noch anschliesst… steht onno bis roermond auf ziemlich einsamen Posten… Der Maastrichter Rat steht auch nicht hinter onno… Irgendwas “dickes” muss ivo haben, was onno gut gefällt, das er ihm so die Stange… äh die Treue hält…

      • kiff

        Viel wichtiger für mich, viel wichtiger für alle denen legales Gras in ganz Europa mehr am Herzen liegt wie offene Coffeeshops in einem „fremden“ Land…

        Du hast sicher Recht aber gute Nachrichten von Limburg sind einfach klasse.
        Und du kennst ja das sprichwort ” Ein Spatz in der Hand ist besser als eine
        Taube auf dem Dach” Und Legales Gras in ganz Europa ist noch weit weg
        vorher ist ganz Holland wieder offen , hoffe ich.

        • Gerd50

          Jo, da legales Wiet in Europa noch weit entfernt ist, braucht man im
          eigenen Land nichts zu tun und hofft auf Verhältnisse in den Niederlanden
          wie vor dem 01.05.12. ??? Und wenn das Wirklichkeit werden sollte, sind
          wieder alle, die so langsam anfangen zu begreifen, das auch wir etwas
          für uns an der eigenen Front tun müssen wieder in der Versenkung
          verschwunden?

          Darauf wird es hinauslaufen fürchte ich. Bisher ist es so, das meine
          Generation, die zwischen 50 und 70, die oft belächelte, zum Aussterben
          frei gegebene, noch die meisten Aktivisten stellt. Bei Sprüchen wie vom
          Spatz in der Hand und Taube auf Dach könnte ich so manchem
          Jungkiffer aufs Hemd kotzen.

          • walter

            ja gerd da wirst du wohl recht haben. Ursache dafür kann ich mir vorstellen liegt wahrscheinlich an der gesellschaftlichen Entwicklung der letzten dreißig Jahren.

            Die Menschen in unserer Gesellschaft werden immer “einsamer”. Da können auch 1000 facebookfreunde nichts ändern. Die Jugend die da heute heranwächst sind doch vorwiegend egoistisch veranlagt, Gemeinschaft und solidarität kennen die nicht, wird denen ja leider nicht vermittelt, sind zum teil aber auch gegen jede bildung resitent. könnte man noch lange drüber diskutleren, ist aber nicht gegenstand.

            leider ist unsere generation die zwischen 40 und 70 die Generation die momentan an der regierung ist, und das sind leider auch aktivisten die leider falsche aktivitäten unternehmen. gibt zu wenig kiffer in deutschland. die jugend säuft lieber und unterstützt die alkoholwirtschaft, wird ja gerade jetzt im Karneval anschaulich dargestellt.

          • kiff

            @ Gerd 50
            bist du immer so Agressiv drauf oder hast du es nur in den
            falschen Hals bekommen? Ich bin selbst die Generation
            50-70 , Mann kann auch eins nach dem anderen machen
            und erst mal weiter an Holland denken und danach über
            ganz EU gedanken machen. Oder aber auch beides gleichzeitig.
            ich gehe lieber in einem Jahr wieder in Maastricht kaufen als noch
            5 Jahre auf DE oder EU zu warten. Das heißt nicht das ich nicht dafür bin
            die sache EU weit voranzutreiben.

          • http://wieterstand.wordpress.com bushdoctor

            @Kif: Gerd ist nicht “aggressiv drauf” sondern einfach nur frustriert, weil er – genauso wie ich – erkannt hat, dass die “deutsche Hanfbewegung” leider anscheinend von der Versorgungslage in den niederländischen Koffieshops abhängt.
            Hier bei uns in Deutschland wird sich leider nichts bewegen, WEIL IHR EUCH NICHT BEWEGT!

            Noch nie waren die Chancen in der BRD so groß wie jetzt, aber JEDER VON EUCH guckt nur nach Westen und wartet darauf, dass die Koffieshops wieder den roten Teppich für euch ausrollen! “Wo kann ich noch was kaufen?” ist das einzige, was die Leute vom Sofa holt…

            “Legalisierung in Deutschland? Ach das wird eh nix… lass das mal andere machen… ICH kaufe dann halt in Deutschland ein, wenn Merkel mir das erlaubt… ANDERE sollen sich DARUM kümmen” (ZITAT der Gedanken der meisten hier Mitlesenden ENDE)

            Warum gibt es bei 6 Mio “Kiffern” nur knapp 1000 Leute, die regelmäßig Ihren Arsch bewegen? Warum kriegen WIR nichtmal 100.000 auf der Hanfparade zusammen?

            Weil der “Nachschub” immer gesichert ist und sonst anscheinend keine Probleme bestehen… aber wehe, wenn die Polizei dann doch mal klingelt!

            Der WietErstand steht bereit… JETZ seid IHR am Zug! Und müsst Euch dazu nichtmal vom Sofa bewegen…

          • Joachim

            jetzt fällt es mir wieder ein, muss die Klingel noch reparieren ;-)

          • kiff

            ” weil Ihr euch nicht bewegt ” da fühle ich mich nicht angesprochen.
            Wie gesagt bin ich auf eurer seite und auch für eine EU weite Legalisierung.
            Da gehört NL nunmal auch dazu und sollte hier nicht vernachlässigt werden.
            Gerade hier wo es um ” Kein Wietpas ” geht den es nunmal nur in NL giebt
            Andere Blogs beschäfftigen sich vieleicht mehr mit dem Thema Legalisirung
            in DE oder EU weit aber wenn das hier auch so ist , OK von mir aus .
            ist aber letztlich am Thema Wietpas in NL etwas vorbei.
            Trotzdem Spannend.

          • BowWow

            “Bisher ist es so, das meine
            Generation, die zwischen 50 und 70, die oft belächelte, zum Aussterben
            frei gegebene, noch die meisten Aktivisten stellt. Bei Sprüchen wie vom
            Spatz in der Hand und Taube auf Dach könnte ich so manchem
            Jungkiffer aufs Hemd kotzen.”

            @ gerd
            ich kann ja deinen frust sogar verstehen. aber ich finde es voll daneben hier leute so anzufahren die halt “nur” wegen der niederländischen coffeeshop politik hier sind und halt NOCH nicht den aktivisten in sich entdeckt haben.
            du bist hier auf ner plattform die nennt sich kein wietpas, nicht auf “gebt das hanf frei”, da ist es nur natürlich das hier auch mal leute vorbeischauen die mit der deutschen legalisierungsbewegung NOCH wenig am hut haben.

            mit deiner vorwurfsvollen art des erhobenen zeigefingers wirst du auch keinen dazu animieren was zu ändern. das schreckt nur ab.
            das einzige was du damit erfüllst ist das du einen generationen konflikt vom zaun brichst. deine generation mag ja die meisten aktivisten stellen (auch wenn die mir bekannten hardcore aktivisten deutlich jünger sind), aber frag dich doch mal wieso das so ist? wielange bist du denn schon aktiv?
            warst du denn schon als 20 jähriger genauso engagiert wie heute? oder hat sich das auch erst mit den jahren entwickelt? sei mal ehrlich zu dir selbst.
            nur weil ein heute 20 jähriger kiffer nicht aktiv gegen die legaliserung kämpft ist er doch kein schlechterer mensch wie du oder weniger wert!
            und keiner, auch nicht du kannst wissen wie dieser mensch sich entwickelt und politisch engagiert.

            wir sitzen doch alle im selben boot, egal ob jung oder alt. aktivist oder konsument.
            also lasst uns fair bleiben.

          • http://hanfgleichstellen.wordpress.com hanfgleichstellen

            Wow! BowWow… Wo Du bedingungslos Recht hast… hast Du Recht! Ich habe auch 30 Jahre gebraucht, bis ich angefangen habe ausserhalb meines privaten Umfelds aktiv zu werden.

          • BowWow

            @ hanfgleichstellen

            genau das wollt ich damit sagen. manchmal kommt die erkenntnis erst mit der zeit, mit den jahren, aus welchen gründen auch immer.
            und es bringt halt nichts wenn “die alten” sich mit dem erhobenen zeigefinger hinstellen.
            man muss die jungen anderweitig kitzeln, ihnen zeigen das es toll ist selbst was zu tun, das es spass machen kann sich zu engagieren, man dadurch neue interessante leute kennenlernt.
            immer positiv motivieren, niemals negativ!!

          • http://hanfgleichstellen.wordpress.com hanfgleichstellen

            Bei dem ganzen kw-team ist die Initiative zum outen bzw. aktiv werden vom Wietpas ausgegangen. DER hat unsere persönlichen Fässer letztendlich überlaufen lassen. Egal wie offen nl für Touristen auch wieder wird – mein Fass ist erst leer, wenn ich mit legal in ES gekauften wiet bist nach Berlin fahren kann ohne eine Straftat zu begehen.

          • http://antonioperi.wordpress.com Antonio Peri

            walter schrieb: “gibt zu wenig kiffer in deutschland. die jugend säuft lieber und unterstützt die alkoholwirtschaft, wird ja gerade jetzt im Karneval anschaulich dargestellt.”

            Es gibt aber auch positives – sogar im Karneval. Morgen z.B. demonstriert die Kölner Hanfinitiative Cannabis Colonia beim Zoch vor’m Zoch und wirbt vor einer Million Besuchern des Kölner Rosenmontags für die Akzeptanz von Cannabis in der Gesellschaft: http://antonioperi.wordpress.com/2013/02/10/rosenmontag-in-koln-cannabis-alaaf/

      • wilde13

        :-) schön geschrieben!

        • http://moboswelt.wordpress.com mobo

          Hey wilde13! Ich habe noch gar nicht danke gesagt… rührend!

          • wilde13

            @mobo Danke, für’s Danke! Und nochmal Danke für Deine Arbeit! :-)

          • http://antonioperi.wordpress.com Antonio Peri

            mobo hat mir den Brief auch gezeigt und auch ich habe mich sehr gefreut als ich sah, wie liebevoll deine Post gemacht war. Tut immer gut zu sehen, wenn die eigene Arbeit anerkannt wird. mobo hat hier echt was tolles auf die Beine gestellt.

        • Gerd50

          @kiff, ich bin manchmal verärgert, ja. Der Spruch von
          Spatz und Taube hat mich daran erinnert. Im RL sieht
          das hier in der Gegend so aus:

          “Was soll ich mir Stress machen, wenn ich was brauche
          düse ich nach Winschoten, Groningen Delfzijl und gut
          is.”

          Oder

          “Ich hab nen Kumpel der growt, bin gut versorgt.”

          Es dürfte inzwischen doch transparent geworden sein,
          das wir selbst für den kleinsten Schritt etwas tun
          müssen. Einfach so wird sich in Zukunft bei uns nichts
          tun und sich auf die Niederlande oder den Kumpel
          verlassen, finde ich voll daneben.

          • kiff

            @Gerd50

            Kein Problem , ist ja schön für dich wenn du genug anderweitige
            möglichkeiten hast etwas zu bekommen , das habe ich nicht.
            Möchte auch nicht selbst Growen oder weiter als 100km fahren
            müßen um etwas zu bekommen. Darum freue ich mich eben über jede gute Nachricht
            aus dem Raum Limburg. Und noch heißt der Blog hier doch “Kein Wietpas” und
            nicht “Legales Gras für die EU”. Und wenn mal gute meldung aus Limburg kommt
            sollte man die auch Kommentieren dürfen ?!
            Wie gesagt , heißt das nicht das ich nicht für eine Legalisierung in ganz Europa bin !!

          • kiff

            Nachtrag : Mir hat ja nur das Intro von Hanfgleichstellen
            etwas aufgestoßen ;

            Eigentlich habe ich viel wichtigere Nachrichten in Arbeit. Viel wichtiger für mich, viel wichtiger für alle denen legales Gras in ganz Europa mehr am Herzen liegt wie offene Coffeeshops in einem „fremden“ Land…

            Aber das eine schließt das andere nicht aus vorallem hier
            auf ” Kein Wietpas ” wo Thema Nr.1 doch NL sein sollte???
            Oder hat sich daran etwas geändert , Mobo ?

          • http://hanfgleichstellen.wordpress.com hanfgleichstellen

            Ja, war unglücklich ausgedrückt – definitiv.
            Heerlen und Kerkrade sind ein sandkorn in dem grossen ganzen für das mir die Zeit zum übersetzen fehlt. Natürlich gehts hier weiterhin um nl… Aber da entwickelt sich was grösseres – das der Süden brockelt ist auch großartig aber leider viel schneller zu einem Artikel zu machen… ;-)

        • Gerd50

          @Bow Wow, lies nochmal was ich geschrieben habe. Da ist nichts
          von erhobenem Zeigefinger, ich schrieb ich könnte kotzen, um meinem
          Frust Ausdruck zu verleihen. Wie mein Name sagt, bin ich Jahrgang 50.
          1968 war ich demnach 18 und bin seitdem mal mehr, mal weniger
          dabei. Hanf spielt bei meinem Protest nur eine Nebenrolle. Es gibt
          viele, vor allem soziale Themen, die ich wichtiger finde.

          Was ich bei der heutigen Jugend vermisse, ist generell etwas wie
          Protestkultur.

          Auf KeinWietpas bin ich seit Anfang an dabei, die Themenstellung ist
          mir bekannt. Im eigenen Land tätig werden und nicht nur gen Westen
          schauen, wurde hier schon einige Male angeschnitten. Schläft aber
          regelmäßig wieder ein und Verweise auf andere Plattformen, wo man
          sich engagieren kann, finden keine Beachtung. Ist vielleicht also
          doch was dran, ob etwas Beachtung findet oder nicht von der
          Versorgungslage in den Niederlanden abhängt?

          • BowWow

            @ gerd

            die nicht vorhandene protestkultur ist mir auch schon desöfteren sauer aufgestossen, da könnten wie von den franzosen einiges lernen.
            ich erinnere mich zb an die prosteste gegen schröders agenda 2010, an denen ich aktiv teilgenommen habe, die busse nach berlin waren zwar voll aber auf der demo hast fast keinen mehr gesehen. und das bei damals locker 6 millionen akut betroffener.

            wir leben heute (leider) in einer spass und eventgesellschaft in der millionen zu public viewing und loveparade pilgern, da gilt es anzusetzen, die hanfparade müsste zu dem event schlechthin werden, wo man einfach dabei sein muss. die grosse party!!
            zur loveparade kamen in den besten jahren ca ne million leute in die hauptstadt, da müssen wir hin.
            warum gibt es bei der hanfparade zb keine bekannten acts aus der musikbranche??
            wo sind seed, gentleman, samy??? wo die grossen dj’s? wo die afterpartys in berghain und co?

            stattdessen darf man den unzähligen rednern lauschen, das mag zwar informativ sein aber das ist nicht attraktiv, damit wird auch keineswegs die masse angesprochen, man bleibt quasi unter sich. chance vertan.

            ich zumindest wunder mich nicht über die niedrigen teilnehmerzahlen dort.

            prostest muss attraktiver werden!
            die hanfparade muss attraktiver werden!

          • http://antonioperi.wordpress.com Antonio Peri

            Ich stehe mit 36 ja so ein bißchen zwischen der Jugend und der Generation 50+ (die 18jährige Nichte einer Bekannten hat uns mal als die “jungen Alten” bezeichnet ;-) )und kann daher vielleicht vermitteln. Wie hier viele wissen, engagiere ich mich für eine Legalisierung von Cannabis und für generelle Reformen der Drogenpolitik in Deutschland und in Europa. Da mir also niemand Faulheit vorwirft, kann ich hier auch ganz offen dazu stehen, dass es mir auch wichtig ist, wieder in z.B. Maastricht im Coffeeshop einkaufen zu können – schon weil Maastricht nur 30 Kilometer von mir entfernt ist und sozusagen in der Nachbarschaft liegt. Für einen Grenzländer wie mich also ein, wie ich finde, legitimes Interesse.

            Damit komme ich jedoch auch zum eigentlichen Punkt. Natürlich gab es im letzten Jahr einige Besonderheiten, die die Legalisierungsbewegung belebt haben und viele neue Leute dazu brachten, sich auf die unterschiedlichsten Weisen zu engagieren und neue Ideen voranzutreiben. Da ist zum einen tatsächlich der Wietpas und die, daraus resultierende, unsichere Versorgungslage von Touristen in den Niederlanden – zum anderen die spektakulären Erfolge der Legalisierungsbewegung in den USA. Also einmal Furcht und auf der anderen Seite Hoffnung auf Veränderung. Eine ideale Ausgangslage für verstärktes Engagement in diesem Bereich hierzulande.

            Es war also nicht allein die Sorge um die Versorgung aus den Niederlanden, die für Belebung in der hiesigen Legalisierungsszene geführt hat. Zudem wohnen die deutschen Kiffer nicht allesamt in Grenznähe zu den Niederlanden, so dass für viele regelmäßige Reisen nach Holland gar nicht möglich sind und somit ihre Versorgung auch nicht primär von den Niederlanden abhängt. Viele “Hardcore-Aktivisten” kommen demnach auch aus Bayern oder Berlin.

            Für die Jugend möchte ich auch mal eine Lanze brechen. Es ist sicher richtig, dass es einen Trend zur Individualisierung gibt. Das macht es für Vereine, Parteien und Organisationen evtl. schwerer dauerhaft aktive Mitglieder zu rekrutieren. Allerdings gibt es auch neue Formen von Aktionen und Vernetzung. Z.B. über das vielgescholtene Facebook, dass ich selbst als Werkzeug und Multiplikator sehr schätze. Begrenzte Aktionen bezogen auf ein konkretes Thema erreichen schnell viele Mitstreiter. Eine neue Form von Kampagnen muss einfach auf den heutigen “Teilzeitaktivisten” zugeschnitten sein.

            Evtl. ist das der Grund für ein gewisses Unverständnis zwischen den Generationen, was hier ein wenig deutlich geworden ist. Ich denke hier formuliert eine Fraktion, dass ihr das Engagement der anderen zu wenig ernsthaft und dauerhaft ist – die anderen sind eben die, von mir beschriebenen, “Teilzeitaktivisten” die sich ab und zu und zeitlich begrenzt aber durchaus mit effektiven Mitteln für bestimmte Sachthemen einsetzen, dies aber nicht zu ihrem Lebensmittelpunkt machen wollen.

          • Elli

            @ BowWow:

            Genau!

            Es würde mich auch mal interessieren, warum die genannten Künster sich nicht bei der Hanfparade engagieren!?

          • Elli

            Ich finde, Leute mit hervorgehobener Stellung haben nochmal eine besondere Verantwortung bei diesem Thema.

      • Powerplant

        Roermond wird auch dicht bleiben da dort die CDA die Oberhand hat

        • http://hanfgleichstellen.wordpress.com hanfgleichstellen

          Cool wie viele Leute immer ganz sicher wissen was passieren wirst… Und dann auch diese umfangreiche und durchweg schlussige Begründung…
          Roermond hat massive Probleme und der Widerstand im Stadtrat ist riesig – bruls ist auch umgefallen und gehört quasi mit zu den erfindern des ganzen wietpasquatsch.

          • Powerplant

            Ich komme aus Roermond und die Wahrscheinlichkeit das sich wieder was ändert ist
            sehr gering bis unwahrscheinlich

          • Powerplant

            Ich komme aus Roermond die Wahrscheinlichkeit das sich wieder was ändern wird
            ist sehr gering bis unwahrscheinlich die Rosarote Brille nützt keinem was man sollte die Sache realistisch sehen ich finde es auch äusserst mies

          • http://hanfgleichstellen.wordpress.com hanfgleichstellen

            Ich habe das ende des vietnamkriegs. das ende francos und das der ddr miterlebt… Zugleich kenne ich die Zeit vor 31a. Aber Roermond ist ganz sicher “härter” als all diese Staaten? Du als roermonder musst mir das erklären!

  • http://greenlxb.wordpress.com joexog

    Wäre ja echt super wenn Heerlen & Kerkrade wieder aufmachen würden !
    Als Maastricht nur noch für DE&FR zugänglich war bin ich schon immer nach Heerlen usw gefahren …

  • walter

    @kiff
    nl zuwenig
    d zuwenig
    eu zuwenig
    ww reicht
    glücklicher weise scheint sich ja in letzter Zeit was zu tun. nur dafür kämpfen müssen viele. wir alle

    • kiff

      Ja , stimme dir voll zu , aber eventuell eins nach dem anderen.

  • Elli

    Das hört sich doch gut an. Finde ich ja nett, dass man sich in Heerlen und Kerkrade so für die Ausländer stark macht!
    Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass diese kleinen Städte mit ihren 5 CS einen Alleingang wagen. Wahrscheinlich gehen in Limburg entweder alle wieder auf oder alle bleiben zu. Trotzdem beginnt der Rückhalt für die restriktive Politik weiter zu bröckeln. :-)

    PS: der Link zum de Limburger funktioniert nicht.

    • http://hanfgleichstellen.wordpress.com hanfgleichstellen

      Link sollte jetzt funzen…

    • Klausimausi

      Vielleicht sehe ich das zu pessimistisch, aber “man” macht sich nicht für die Ausländer stark. Man macht sich dafür stark, dass der Straßenhandel zurückgedrängt wird, dass die Märkte getrennt werden. Man erkennt, dass die Zustände in den Städten sich mit der Einführung von I-Kriterium oder Wietpas verschlechtert haben. Das hat mit Ausländern nur in zweiter Linie zu tun.
      Würde man sich für “die Ausländer” stark machen, würde das bedeuten, dass sich die niederländische Regierung für eine Legalisierung in ganz Europa stark machen müsste – denn nur das würde bedeuten, dass die scheinbar ungeliebten “schnell rein, Geld auf den Tisch, schnell raus, ab nach Hause” Touristen zu Hause bleiben würden. Oder eben nicht mehr in’s Gewicht fallen würden.
      Selbst wenn im Süden die CS wieder öffnen – Ziel muss die Legalisierung bleiben. Denn für jeden, der dort plötzlich wieder einkaufen kann, heisst das Damoklesschwert immer noch, in Deutschland erwischt zu werden. Den Führerschein loszuwerden und fette Strafen aufgebrummt zu bekommen.

  • bobbel

    die Niederlande sollte lieber mal druck auf die eu ausüben damit wir bal in europa es geschafft haben hanf wieder als medicine ,genußmittel und bau material einzuführen das sind echt die wichtigsten sachen und die bauern müssen es wieder anbauen schafft soviele arbeitsplätze . aber das hab ich mich schon die ganze zeit gefragt aber die NL scheinen wenn dann die kohle ebend am liebsten selber einzustecken :)

    • http://hanfgleichstellen.wordpress.com hanfgleichstellen

      Die Mehrzahl der Niederländischen Parteien ist mit dem “Gemeindegrow” gerade dabei als erstes Land in der EU die UN- und EU-Verträge zu Cannabis in Gänze in den Wind zu schießen! So leid es mir für alle Grenzbewohner tut (und ich bin selber so einer) hat der Wietpas den Stein ins Rollen gebracht, der uns in absehbarer Zeit mehr Freiheit und Gerechtigkeit in der ganzen EU verschafft. Der “Maßarbeitsvisrus” ist nicht mehr zu stoppen und den haben wir Ivo zu verdanken. Wenn der Mann wüsste das er die Legalisierung in der EU ebenso beschleunigt wie die Legalisierung in den zwei US-Staaten… würde er wünschen Straßenkehrer statt Politiker zu sein!

    • Anonymous

      In den USA ist von den beiden Congressmen Earl Blumenauer (D, Oregon) und Jared Polis (D, Colorado) eine neue Gesetzesinitiative eingebracht worden, Cannabis USA-weit mit dem selben Status wie Alkohol zu versehen. Diese Initiative hat eine gute Aussicht auf Erfolg und eine Legalisierung in den USA ist meiner Meinung nach die Grundvoraussetzung, bevor Kriecherstaaten wie D auf die Schiene aufspringen. Von der EU selbst wird nichts kommen; die sind voll damit beschäftigt, sich die eigenen Taschen mit ergaunerten Steuergeld zu füllen.

  • Daniel

    Guten morgen,
    kann denn jemand sagen ob es denn was neues zu der norml.de Geschichte gibt oder inwiefern sich da was tut. Würd mich echt interessieren.
    Danke im Voraus

    • http://hanfgleichstellen.wordpress.com hanfgleichstellen

      Noch fühle ich mich der Wietpas-Geschichte hier sehr verbunden, insbesondere weil diese Platform, bedingt durch die “Gemeindegrow”-Geschichte, am allernächsten an den aktuellen Europäischen Legalisierungsbemühungen dran ist. JETZT erst fangen die Niederlanden an ein Vorbildliches Cannabis-Konzept zu entwickeln – geduldete CS mit kriminellen Backdoor sind Gesellschaftspolitisch nur geringfüg besser wie die Prohibition – darum hat das CS-Konzept, in dieser Form, auch nirgends in der Welt Nachahmer gefunden.
      Zu NORML.DE: im Hintergrund laufen derzeit sehr interessante Gespräche auf europäischer Ebene, da ist Toni am intensivsten dran. Ich bin im Gespräch mit einem “Gesicht”…
      Es tut sich schon deutlich was. Aber wir haben beschlossen nicht zu stürmisch zu sein. NORML.DE darf auf garkeinen Fall durch Übermut irgendeinen Schaden nehmen.

      • Daniel

        Das stimmt, vorpreschen wäre falsch.
        Danke für die Info.
        Kann’s nur immer wieder sagen : ihr macht nen super Job für die Legalisierung und für uns alle, die gern mal einen rauchen.
        Danke.

    • http://antonioperi.wordpress.com Antonio Peri

      Dazu möchte ich noch anfügen, dass sich eine Gruppe aus Frankreich bei mir gemeldet hat, die gerade NORML-France gründet und auch für die Europawahl 2014 eine gesamteuropäische Aktion planen möchte. Konkret haben wir natürlich auch viel anderes zu tun – hier auf kein Wietpas und auch bei mir im Blog – man kann sich halt nicht immer aufteilen. Ein Grafikdesigner hat auch schon 2 Logos entworfen, die man auf der FB-Seite zu meinem Blog: https://www.facebook.com/BlogDrogenpolitik “bewundern” kann.

      Wenn die Geschichte mit Frankreich konkreter wird, gibt es bei mir auch einen Artikel zu den neuesten Entwicklungen. Bis dahin besprechen wir alles was NORML betrifft doch besser hier: http://antonioperi.wordpress.com/2012/12/20/norml-germany-nur-eine-idee/

  • Mary

    Ich bin der Meinung, dass es sich nicht ausschliessen muss, sich über die Entwicklungen in Holland zu freuen und sich gleichzeitig für eine Legalisierung in ganz Europa einzusetzen. Ich wünsche allen Bewohnern in Grenznähe zu Limburg, dass die Shops bald wieder auf sind. Ich persönlich werde im Frühjahr damit beginnen mit eigenem Anbau hier in D meinen Bedarf zu decken und mich von den Niederlanden unabhängig zu machen.

    • Anonymous

      Das solltest Du vielleicht besser für Dich behalten. Die meisten Homegrower werden durch Denunzianten entdeckt und können sich dann (auch bei Anbau für Eigenbedarf) auf eine mehrmonatige Freiheitsstrafe freuen.

  • Anonymous

    Also ich war am Wochenende zufällig in Roermond wollte mal im skunk reingehen mit meinem kollegen hat auch geklappt sind bis zur theke gekommen kollege wollt hat dann bestellt 2 mal WW und 1 mal Amnesia Ich bin mir zu 100% sicher wenn der Bartender neben uns nicht da gewesen wäre und meinte wir sollen nach rotterdam fahren hätte uns die nette Bartenderin die uns bedient hat bestimmt außnahmsweise was verkauft. Nja und vorm skunk halt wieder das traurige bild 6 bis 8 jugendliche marokkaner vorm skunk, mit sprüchen brauchst du wiet gute amnesia im skunk kriegt ihr eh nixEcht dreißt das die einfach vorm shop stehn und ihreware verticken wollen Also ich möchte stark bezweifeln das sich in Roermond nochmal was ändern wird.

    • http://hanfgleichstellen.wordpress.com hanfgleichstellen

      Ich kann nicht alles zu nem Artikel machen… Auch in roermond wächst der Widerstand. Gut ding braucht mancherorts längere Weile…

  • Anonymous
  • Micha

    Auch wenn Holland den Anbau legalisiert, Deutschland wird es solange die cdu an der macht ist, nicht tun. An alle bayern: koennt ihr euch das vorstellen? :-)

    • Anonymous

      Genau, die böse CDU ist alles schuld! Ausser der SED gibt es in Deutschland keine Partei, die legalisieren will. Und bei den Kommunisten kann man auch nicht sicher sein was passiert, sobald sie an der Macht sind. Die Grünen haben auch mal gross getönt und als sie einen Teil der Regierung gestellt haben, ist nichts passiert. Alles dreckige Lügner, nur um Stimmen vom Wahlvieh abzugreifen.

      • walter

        keine Macht für Niemand!

      • http://antonioperi.wordpress.com Antonio Peri

        Das ist doch billige Polemik. Natürlich nimmt die CDU eine herausragende Rolle in der Aufrechterhaltung der Prohibition wahr: http://antonioperi.wordpress.com/2013/02/01/drogenpolitische-fundstucke-keine-bewegung-in-der-drogenpolitik-ein-resumee/

        Dort ist von “vorsätzlicher Inkompetenz” der CDU die Rede. Und die Linke ist schon längst keine ewig gestrige SED mehr – schon gar nicht im Westen. Dort sind da auch keine Kommunisten vertreten, sondern in der Mehrheit ehemalige (aufrichtige) Sozialdemokraten, die der SPD den Rücken gekehrt haben, als diese von Neoliberalen wie Schröder, Clement und Steinbrück übernommen wurde – eben seit der Agenda 2010.

      • Elli

        Die CDU nimmt insgesamt eine hervorgehoben Stellung bei der Unterdrückung der Menschen ein. Dieses Menschjenbild repräsentiert das Böse! Ich kann solche Menschen nicht ab. Jetzt kommts aktuell ja wieder zu einer Klage gegen den Länderfinanzausgleich…mir fehlen die Worte – ich sag es ncohmal – solche Menschen gehören zusammen auf den Mars geschossen oder noch weiter weg!!

    • http://hanfgleichstellen.wordpress.com hanfgleichstellen

      An alle Ossis – konntet ihr euch 88 vorstellen das 89 das passierte was passierte?
      An alle Grünen – wer hat 2010 seinen arsch verwettet, das die cdu die akw’s “abschaltet”?

      • http://wieterstand.wordpress.com bushdoctor

        Ich war sechs Monate vor dem Mauerfall in der DDR! Damals konnte sich NIEMAND vorstellen, dass der Spuk in einem HALBEN JAHR vorbei sein würde,,,!

        Mit Hanf könnte und wird (!) das genauso sein! Aber dafür müssen WIR was TUN!!!

        Verdammt nochmal! ;-)

        Von alleine wird nur eins passieren: GAR NICHTS!

        • walter

          was willst du dafür tun?

          • bushdoctor

            Wiet Erstand!
            Mit allen Poren meines Körpers!

            ICH bin dabei! Bist DU es auch?

    • http://wieterstand.wordpress.com bushdoctor

      ICH lebe in Bayern und habe bereits mit der CSU Kontakt aufgenommen. Zumindest war man dem Thema “Cannabis als Medizin” gegenüber sehr aufgeschlossen… Die wussten doch tatsächlich nicht bescheid, dass mit Hanf diverse Krankeiten sehr gut behandelt werden können!

      Von alleine passiert aber GAR NICHTS! Irgendjemand muss halt mal anfangen irgendetwas zu TUN!

      • walter

        du brauchst also einen führer? der dir dann sagt was du tun sollst?

        • walter

          kontakt mit der csu naja mit einem feind verbünden

          • walter

            @bushdoctor
            hiermal ne idee für dich kommt aus köln
            Antrag gem. § 24 GO NRW

            Pilotprojekt kommunaler Coffeshop / Cannabis Social Club

            Sehr geehrte Damen und Herren,

            hiermit beantrage ich die Einrichtung eines kommunalen Coffeshops / Cannabis Social Club als Pilotprojekt / Modellversuch in Köln.
            Begründung:

            1. Bekämpfung des organisierten Verbrechens und Einhaltung des Verbraucherschutzes

            Jedes Jahr werden über 100.000 Strafverfahren gegen einfache Cannabiskonsumenten geführt. Diese Kriminalisierung sorgt dafür, dass ein effektiver Jugend- und Verbraucherschutz durch den Staat verhindert wird. Wenn Konsumenten entkriminalisiert und der Kauf zwecks Eigenbedarf legalisiert wird, kann man die
            kriminellen Strukturen der Drogenmafia besser bekämpfen. Langfristig muss es mithin legale Cannabis-Verkaufsstellen geben, sogenannte Coffeeshops / Cannabis Social Clubs. Das Ergebniss der gegenwärtigen Prohibitions – Politik ist ein ausufernder Schwarzmarkt, die fehlende Möglichkeit von Drug-Checking, um
            mögliche gesundheitsgefährliche Streckmittel zu erkennen sowie fehlende Mittel für Aufklärungs-, Bildungs- und Präventionskampagnen. Die aktuellen repressiven Maßnahmen sind daher nicht verhältnismäßig für das eigentliche Ziel eines Jugend- und Verbraucherschutzes.
            Wirtschaftlichkeit

            Unter dem Aspekt des Kosten / Nutzen – Verhältnis zeigt sich, dass auch (besonders) in der Stadt Köln bei Polizei und Justiz mit mehreren tausend einfachen „Kifferfällen“ jedes Jahr unnötig wertvolle Ressourcen belegt werden und zudem kostet dies den Steuerzahler unglaubliche Summen. Insgesamt gibt es bundesweit jährlich 170.000 Ermittlungsverfahren welche mehrere Milliarden Euro kosten.

            Wenn wir über Milliarden reden, so können wir dies auch im positivem Kontext betrachten. Es können auf Bundesebende nicht nur Milliarden gespart, sondern auch einige Milliarden Steuergelder mehr eingenommen werden, durch eine Legalisierung. 3 Millionen Menschen konsumieren Cannabis regelmäßig in Deutschland. Dies sind prozentual nicht weniger als in den Niederlanden.

            Somit wird beabsichtigt, dass allein das Pilotprojekt eines städtischen Coffeshops /Cannabis Social Club bundesweite Signalwirkung entfaltet. Gleichzeitig entlasten die Mehreinnahmen die angespannte Finanzlage der Stadt.

            Ähnlich wie die Entscheidung für die Legalisierung in den US Bundesstaaten Colorado und Washington die für die Staaten neue Einnahmequellen erschließt und unter Umständen Touristenströme aus benachbarten Staaten einbringen könnte, würde es auch beim Kölner Coffeeshop / Cannabis Social Club zu einer überregionalen positiven Resonanz führen.
            Soziale Aspekte

            Die sozialen Auswirkungen auf einfache Kosumenten sind zudem oftmals verheerend. Somit werden einfache Kölner Bürger welche bei gelentlichem Konsum ertappt wurden oftmals direkt als Verbrecher abgestempelt. Das soziale Umfeld kann auch bei solchen Vorfällen unter der Schädigung des Ansehens der Betroffenen in
            Mitleidenschaft gezogen werden. Somit werde Menschen, besonders auch junge Menschen bei dieser Gelegenheit, von der Gesellschaft ausgeschlossen. In einer internationalen und weltoffenen Stadt wir Köln dürfen die Bürger doch mehr von Ihrer Stadt und hoffentlich auch Ihren Gewählten Vertretern erwarten. So gibt es in Köln Nichts, was es nicht gibt (ausser vielleicht einen Hinweis auf Düsseldorf).

            Aus den o.g. Gründen beantrage ich daher, der Ausschuss möge beschließen, die Stadtverwaltung sollen ein Konzept für einen kommunalen Coffeshop entwickeln und dies kurzfristig auch erfolgreich umsetzten.

            Hilfsweise beantrage ich, der Ausschuss möge beschließen, die Stadtverwaltung sollen ein Konzept für einen kommunalen Cannabis Social Club entwickeln und dies kurzfristig auch erfolgreich umsetzten.

            Mit freundlichen Grüßen“

          • http://wieterstand.wordpress.com bushdoctor

            ja, für manche mag es vielleicht befremdlich kingen, aber AUCH in der CSU gibt es noch “Menschen”… irgendwo muss man halt anfangen, diese auch zu suchen!

            “Die Welt ändert sich erst, wenn DU DICH änderst!”

        • Gerd50

          @Walter, Bushdoctor braucht sicher keinen Führer. Wer sich nur ein
          wenig im Forum des DHV umsieht, weiß was er leistet. Aber ein
          Leitwolfproblem gibt es in der Tat. Die meisten Leute scheinen einen
          zu brauchen, um in die Hufe zu kommen. Was die meisten im Endeffekt
          davon abhält, ist das sie irgendwas zum rumnörgeln am Leitwolf finden.

          Beispiele Georg Wurth und Maximilian Plenert. Was ich schon an
          dümmlichen Nörgeleien, auch hier auf KeinWietpas gelesen habe,
          geht auf keine Kuhhaut.

        • http://wieterstand.wordpress.com bushdoctor

          soll ich jetzt lachen oder weinen…?

  • walter

    überlege gerade selber einen Antrag bei unserer Stadt zu stellen

  • Micha

    Dann gibt es Fleckenteppich in Deutschland. Bayern wird immer dicht bleiben!!!

  • Micha

    Bayern wird fuer immer und ewig dichtbleiben. Ich verwette darauf meine eier, meinen arsch, mein auto, meine freundin und alles was ich sonst noch besitze….

    • Anonymous

      Du besitzt deine freundin?

      • Anonymous

        ja, die habe ich in bulgarien auf der straße aufgegabelt und dem zuhälter abgekauft. ivo war sein name:-)

    • http://hanfgleichstellen.wordpress.com hanfgleichstellen

      Ich nehme das Auto – solch ein Weltfremdes denken – werde ich nie begreifen!

      • Joachim

        was meintest Du denn vorhin mit “Noch”?

        • Anonymous

          Nichts….das war doch nur Spass:-)

  • http://antonioperi.wordpress.com Antonio Peri

    Die Situation in den Niederlanden (und insbesondere in Limburg) unterscheidet sich in einem wichtigen Punkt von den Nachbarländern. Dort kennt die Bevölkerung die Verhältnisse mit einer halblegalen Duldungssituation von weichen Drogen, die in Coffeshops und Smartshops verkauft werden – und nun auch die Zustände, wie sie in einer Quasi-Prohibition (dem I-Kriterium) herrschen.

    Das heisst sie können vergleichen und damit ist die ideologische Komponente etwas aufgeweicht. In den Niederlanden muss man kiffen nicht toll finden oder gar selber Cannabis-Konsument sein, um für den legalen und kontrollierten Zugang von allen (auch Touristen) zu Cannabis zu sein. Einfach aus Pragmatismus können auch konservative Menschne dort einsehen, dass die Zustände in ihrer Gemeinde sicherer sind, wenn es Coffeeshops anstatt Strassendealer gibt.

    Das es natürlich auch dort unbelehrbare Hardliner gibt, die nur nach der stärkeren Verfolgung der neuen Straßendealer-Szene rufen und an den Ursachen nichts verändern wollen, steht auf einem anderen Blatt. Aber diese müssen sich dort mit anderen Argumenten auseinandersetzen als die Hardliner in den Nachbarländern, wo immer nur hypothethisch und im Konjunktiv von Verbesserungen in vielen Bereichen (auch der öffentlichen Sicherheit) durch eine Legalisierung gesprochen wird.

    Es stimmt positiv zu sehen, dass sich langsam auch in Limburg wieder die Vernunft durchzusetzen scheint.

  • Anonymous

    Ich versteh die Niederlande sowieso nicht ich mein in fast ganz Limburg kriegt man als Ausländer/tourist kein wiet mehr aber gehst du in einen smartshop kriegst du alles Trüffel (magic mushrooms) salvia und was die nicht sonst noch haben obwohl diese Drogen doch eigentlich gefährlicher sind.Ich versteh die Niederländer echt nicht sollen sie doch lieber solche Drogen verbieten.

    • http://hanfgleichstellen.wordpress.com hanfgleichstellen

      “Die Niederländer” stimmt absolut nicht. Der Widerstand wächst und wächst…

    • http://antonioperi.wordpress.com Antonio Peri

      Lieber Magic Mushrooms aus dem Smartshop als zweifelhaftes LSD (das oft kein LSD ist, sondern irgendwelche Research Chemicals oder eben LSD in unbekannter Dosierung) von der Straße. Und Salvia ist nur in Deutschland illegal – im ganzen Rest von Europa ist es legal. Peyote oder San Pedro-Kakteen (Meskalin) gibt´s auch auf Ebay usw.

      Punkt ist einfach die Masse – es interessieren sich halt weit mehr Menschen für Cannabis als für die (wirklich oft heftigen) Smartshop-Produkte.

    • KifferJan

      Wurde der Verkauf von Magic Mushrooms in den Niederlanden nicht vor einigen Jahren verboten?

      • http://antonioperi.wordpress.com Antonio Peri

        Ja – wurde schon 2008 verboten. Allerdings gibt es noch GrowKits für alles Sorten und bei den 176 Pilzarten, die sie per Gesetz verboten haben, haben die die Sklerotien vom Mexicana A(der bildet sowohl überirdische wie unterirdische Fruchtkörper) vergessen (die werden nun als Trüffel verkauf, haben aber nichts mit den eigentlichen Trüffeln (Psilocybe Tampanensis) zu tun.

        Wie gesagt – was es heute frisch in den Smartshops im Bereich Pilze noch gibt, ist nicht mehr der Bringer – aber Sporenprints etc. gibt es halt noch. Pilzzucht ist viel einfacher und günstiger als ein Cannabis-Grow.

        • http://hanfgleichstellen.wordpress.com hanfgleichstellen

          Pilzzucht ist viel einfacher und günstiger als ein Cannabis-Grow

          Aber Abends als Einschlafhilfe nicht wirklich der Bringer… ;-)

          • http://antonioperi.wordpress.com Antonio Peri

            Sollte keine Werbung für Konsum von Psychedlika sein ;-) – natürlich sind diese Sachen mit großer Vorsicht zu genießen und bestimmt keine “Alltagsdroge”.

          • http://hanfgleichstellen.wordpress.com hanfgleichstellen

            Das war mir klar, war ja rein als Joke gemeint!
            Ich bin sicher, das ich wegen meiner Einschlafprobleme ja ein RECHT auf ca. 0,15gr/Tag STÄRKSTES Indica hätte. Die “Alternative Psylocybin” wäre so derart brutal kontraproduktiv das ich an mir selber eine “Comic-Situaion” symbolisieren wollte… ;-)

          • http://antonioperi.wordpress.com Antonio Peri

            Allerdings – mußte auch schmunzeln. Ja das wäre echt brutal.

    • BowWow

      “Ich versteh die Niederländer echt nicht sollen sie doch lieber solche Drogen verbieten.”

      immer wieder schön zu sehen das die toleranz vor der eigenen haustür ganz schnell aufhört.
      verbote sind keine antwort.
      ich bin grundsätzlich für die legalisierung ALLER drogen, das ist der einzig sinnvolle weg. prohibition schafft nur kriminelle strukturen und nährt das organisierte verbrechen.
      wer ist de rmensch das er sich anmassen kann wie andere ihr leben zu leben haben.

  • Anonymous

    Hast Recht aber noch genug Niederländische Politiker

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  • Jgreeen

    Oh man hätte ich mal mit irgendjemanden hier Wetten abgeschlossen als ich das Chaos nach dem Wietpas prophezeit hab. Naja ich gönne es dem Herrn Opstelten von Herzen.
    Mich freut es, dass die beiden Bürgermeister so deutliche Worte finden.
    “Was ist das? Ich finde man kann nicht sagen, das es ein Gesetz gäbe, welches es Wert wäre lokal ausgeführt zu werden. Das ist ein Minister der gar nicht da sein dürfte.“”
    Danke Herr Som für diese deutlichen Worte. Herr Opstelten, so langsam sollten Sie umdenken oder ihren Hut nehmen. Das Eis wird dünn aber es ist noch nicht alles verloren.
    „Es ist eine große Farce, eine große Schande was der Minister gemacht hat.(…)Nur wir in Süd-Limburg laufen noch hinter einem Gesetz her an welches der Minister selbst nicht mehr glaubt.“
    Stimmt Herr Depla aber warum nicht gleich so?