Tilburgs Bürgermeister dankt ab

Politisch befindet sich die Niederlande aktuell in einer kleinen Schockstarre. Die Wahl ist gelaufen und die Regierungsbildung läuft erwartungsgemäß sehr schleppend voran. Da kann man keine revolutionären Beschlüsse erwarten.

Und auch auf lokaler Ebene scheint in Punkto Cannabispolitik nicht so viel zu passieren, was wohl mit der Hauptgrund sein dürfte, warum es auch hier auf „Kein Wietpas!“ momentan etwas still geworden ist.

In Tilburg (Nord-Brabant) könnte es es bald jedoch Schluss sein mit der Stillstandpolitik. Dort geht nämlich eine Ära zu Ende: Der seit 2010 amtierende Bürgermeister Peter Noordanus (PvdA) hat mit 68 Jahren sein Ausscheiden von der politischen Bühne verkündet. Noordanus betonte jedoch, dass es sich nicht um einen Rücktritt handele. Bis zu seinem Abgang wolle er es noch weiterhin „knallen lassen“ und seine politische Agenda fortsetzen. Danach will er dann in Ruhestand gehen, um sich mehr Zeit mit seiner Familie zu gönnen. Ab Oktober möchte er seine Amtskette dann dem noch nicht bestimmten Nachfolger überreichen.

Noordanus war bereits des öfteren Thema auf „Kein Wietpas!“ und nicht immer haben wir wohlgesinnt über den Mann mit dem Anus im Namen berichtet. Im Rahmen seiner Amtszeit hat er den Wietpas in Tilburg eingeführt, kurzzeitig wieder abgeschafft und dann schließlich das I-Kriterium bis zum heutigen Tage (mit wenigen Ausnahmen) eingeführt. Ein politischer Hardliner, der sich den Kampf gegen das organisierte Verbrechen auf die Fahne geschrieben hat. Dies tut er nicht nur in „seiner eigenen“ Stadt mit eiserner Hand, sondern eben auch in der gesamten Provinz, denn er ist Vorsitzender der „Drugs Taskforce Brabant“, die gegen illegalen Drogenhandel und Cannabisanbau vorgehen möchte. Mit zweifelhaftem Erfolg: Denn trotz regelmäßiger Budgeterhöhung und personeller Verstärkung wächst die Zahl der Verstöße. Und so drängt sich wahrscheinlich selbst dem letzten Hinterwäldler leicht die Frage auf, ob der harte Kurs nicht doch unsinnig sein könnte.

Mit seinem Posten als Bürgermeister gibt Noordanus auch seinen Vorsitz der Taskforce ab und somit dürfte bald in Noord-Brabant ein neuer Wind wehen.

In welche Richtung wird sich noch zeigen.

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

Letzte Artikel von mobo (Alle anzeigen)

  • Kusheltier

    Bye Bye Mijnheer Kontgezicht.

  • Vhf

    @mobo
    danke für den auch z.t. witzigen artikel(die anus-referenz macht sich bei meiner disposition zum pippi-kacka-humor natürlich bemerkbar;-)).
    wie sehr ich doch darauf hoffe, dass sich endlich was in noord brabant ändert, breda, tilburg und andere müssen endlich wieder der allgemeinheit zugänglich sein:D.
    allerdings befürchte ich, dass es genug marionetten geben wird, welche nur zu gerne den posten dieses bürgermeisters wiederbesetzten.
    aber die hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt^^drücken wir die daumen…
    viele grüße
    *vhf*

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