Die Ruhe vor dem Sturm?

In vielen Kommentaren der letzten Tage kam die Frage nach Neuigkeiten auf. Wir waren nicht etwa faul, nein, es gab schlicht nichts wirklich relevantes zu vermelden. Ich kann die Nervosität verstehen, angesichts der Tatsache, dass in bereits 5 Tagen das “I-Kriterium”, also der “Wietpas-Light” im ganzen Land eingeführt werden soll. Da müsste man doch erwarten, dass die Nachrichten über nichts Anderes mehr berichten und endlich mal klare, verlässliche Verhältnisse geschaffen werden.

Tun sie aber nicht! Die Situation erinnert ein wenig an den April dieses Jahres, als die Wietpas-Einführung in Limburg, Nordbrabant und Zeeland bevorstand. Auch da war bis zum letzten Tag (und darüber hinaus) nicht wirklich geklärt, was jetzt Sache war. Auch wurden Stimmen laut, dass sich gar nichts ändern werde. Das dem nicht so war, wissen wir alle..

Die Frage ist, was jetzt der Fall sein wird. Das “I-Criterium” ist beschlossene Sache und steht so im Coffeeshop-Gesetz. Und es gibt auch bereits einige Ankündigungen großer Städte, die die Termingerechte Einführung ankündigen, beispielsweise das schöne Nijmegen, dass sich wohl nicht im Klaren ist, dass es dort bald nicht mehr so ganz beschaulich ist, wenn auch dort die Seuche der Strassendealer auf der Jagd nach potentiellen Kunden ausbricht. Andererseits gibt es auch einige Gemeinden, die bereits angekündigt haben, dass sie bei der staatlich geförderten Diskriminierung eben nicht mitmachen wollen. Dabei natürlich Amsterdam, dass scheinbar sogar die Duldung von König Ivo höchstpersönlich hat, aber auch Rotterdam (mit dem Marokkanischem Bürgermeister), Arnhem mit einer VVD-Frau an der Spitze oder meine persönliche Stadt der Wahl, Enschede. Ob diese Ungehorsamkeit gegenüber den AHOJGI-Regeln standhalten kann ist leider völlig ungeklärt, genausowenig, wie es in den vielen kleinen Gemeinden aussieht, die sich noch nicht überregional geäussert haben. So wie es aussieht bleibt uns nur eines übrig: Abwarten!

Wenn ich es schaffe, werde ich wohl am 01.Januar nach Enschede fahren und schauen, wie es vor Ort aussieht. Vielleicht auch Hengelo Ich möchte Euch alle schonmal bitten, dies auch in “Eurer” Stadt zu tun und dann zu berichten.

Ich denke mal, dass es aber so oder so eine Menge Nachrichten geben wird. Bis dahin müssen wir uns wohl oder übel in Geduld üben.

 

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de