Nicht nur Coffeeshops haben es schwer

Ein Blick über den Tellerrand: queer.de, ein Magazin, das sich hauptsächlich an Homosexuelle richtet, hat jetzt über die Schliessung der vielleicht weltweit einzigen Bar für homosexuelle Muslime in Amsterdam berichtet. Es soll 3 Verstöße gegen die Reglementierung Gewerbetreibender gegeben haben, was einen Lizenzentzug zur Folge habe. Einmal sei der Betreiber betrunken in seiner Bar angetroffen worden sein, ansonsten gab es Lärmbelästigungen, also die klassische Overlast.

Natürlich ist es richtig und wichtig, sich an die Regeln zu halten, jedoch finde ich die Begründungen für die Schliessung doch etwas krass. Wo viele Menschen zusammenkommen um zu feiern kann es auch mal lauter werden und dass ein Wirt auch mal mittrinkt gehört meiner Meinung nach fast schon zum guten Ton.

Mir erscheinen solche Maßnahmen schon fast als S+skrupellos: Die drohende Schliessung des Mellow Yellow und jetzt die Schliessung einer so wichtigen Einrichtungen zeugen von Respektlosigkeit gegenüber der Geschichte.

 

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

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