Mögliche Folgen der 15%-Regelung

Ivo Opstelten
Ivo Opstelten
Edith Schippers
Edith Schippers
Martin van Rijn
Martin van Rijn

Nach dem Wietpas, dem I-Kriterium und der 350m-Regelung droht jetzt ein weiteres Schreckensgespenst: die 15% Regelung. Die derzeitige Regierung möchte gerne zum 01.01.2014 das in Coffeeshops geduldete Cannabis mit einem maximalen THC-Gehalt von 15% limitieren. Produkte, die mehr als 15% THC beinhalten werden dann als harte Droge behandelt. Verantwortliche Politiker dürften sein:

Ivo Opstelten, Minister für Sicherheit und Justiz von der VVD

Edith Schippers, Ministerin für Gesundheit, Wohlfahrt und Sport, ebenfalls VVD

Martin van Rijn, Staatssekretär für Gesundheit, Wohlfahrt und Sport, von unseren “Freunden” der PvdA

Ich versuche mal, ein paar Mögliche Folgen dieser Regelung zu sammeln. Ich erhebe keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, Ihr könnt in den Kommentaren gerne weitere nennen.

  • Coffeeshopbetreiber haben höhere Kosten durch das Testen der Produkte. Entweder müssen Gerätschaften und Verbrauchsmaterialien angeschafft werden, oder externe Dienstleister müssen bezahlt werden. Diese Mehrkosten müssen natürlich an den Kunden weitergeben werden. Höhere Preise dürfen den bereits vorhandenen Schwarzmarkt weiter anfeuern.
  • Viele hochpotente, legendäre Sorten dürften vom Markt verschwinden. Hätte ein Cannabis Cup in Amsterdam dann überhaupt noch Sinn?
  • Höhere Kosten für den Steuerzahler. Denn nicht nur der Coffeeshopbetreiber müsste testen, sondern natürlich auch der Staat (Polizei). Dieser muss natürlich kontrollieren.
  • Wir kennen es bereits aus den Wietpas/I-Kriterium-Gemeinden: Der Schwarzmarkt bedient die Kunden. Und diesmal auch in den “toleranten” Gemeinden.
  • “Ehrliche” und ambitionierte Schwarzhändler, die nur Cannabis verkaufen werden praktisch über Nacht zu Händlern mit harten Drogen. Höhere Strafen sind die Folge.
  • Synthetische Cannabinoide, die im regulären THC-Test nicht berücksichtigt werden könnten sich etablieren um weiterhin hochpotentes Cannabis zu ermöglichen
  • Die Staatsmacht hätte ein weiteres Instrumentarium, um Coffeeshops schliessen zu können.
  • Cannabis ist ein Naturprodukt und hat natürliche Wirkstoffschwankungen. Der tatsächliche durchschnittliche Wirkstoffgehalt wird also weit unter 15% sein, um “sicher zu gehen”
  • Um gleiche Wirkung von hochpotente Cannabis zu erreichen, muss der Konsument mehr konsumieren. Effektiv gesehen dürfte die 15%-Regelung die Gesundheit also eher mehr schädigen.
  • Das Importieren von Haschisch oder Outdoor-Gras wäre noch riskanter, da der “Importeur” ein höheres finanzielles Riskio hätte. Die Qualität würde so automatisch sinken. Haschisch würde noch mehr gestreckt werden um blos nicht die 15% zu erreichen

Fakt ist: die 15%-Regelung hilft niemandem!

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

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