Haftstrafe gefordert für Betreiber des Utrechter Coffeeshop Shabab

Coffeeshop Shabab - Quelle: Google Streetview
Coffeeshop Shabab – Quelle: Google Streetview

Gegen den Besitzer des Utrechter Coffeeshops “Shabab” Mimoun T. ist Montag eine Gefängnisstrafe von 3,5 Jahren und eine Geldstrafe von 78.000 Euro gefordert worden. Vorgeworfen wird ihm das Führen einer kriminellen Organisation, die im großen Maßstab mit weichen Drogen gehandelt hat und Geldwäsche. Gegen elf Mitangeklagte verlangt die Staatsanwaltschaft eine Strafe von 2,5 Jahren.

Bei einer im November letzten Jahres durchgeführte Razzia fand die Polizei 600.000 Euro in bar und 200 Kilo Cannabis. Besitzer T. hat dabei Geschäfte außerhalb seines Coffeeshops mit weiteren elf Personen gemacht, denen er jeweils 180 Kilo lieferte. Im Coffeeshop wurden zudem mehr weiche Drogen gefunden, als erlaubt war. Ein Teil des Umsatzes, so ca. 60%, wurde nicht dem Finanzamt vorgelegt.

Gegen den 52-jährigen Driss T. fordert die Staatsanwaltschaft eine Strafe von 40.000 Euro und 2,5 Jahre Gefängnis. Er war innerhalb des Coffeeshops für den Einkauf und die Finanzen zuständig. In einem Safe in seiner Wohnung fand die Polizei 400.000 Euro in bar. Für vier weitere Brüder und einen Cousin fordert die Staatanwaltschaft 1,5 Jahre und eine Geldstrafe von 10.000 bis 12.000 Euro. Für einen in Belgien wohnenden Niederländer fordert man 2 Jahre und 20.000 Euro. Er hat zwei Mal eine große Menge Haschisch von der kriminellen Organisation von Mimoun T. gekauft. Bei ihm wurde 50 Kilogramm Haschisch gefunden.

Eli

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Die Einführung des Wietpas hat mich dazu gebracht, mich für die niederländische Cannabispolitik zu interessieren. Ich komme aus dem mittleren Ruhrgebiet und bin wie so viele am Wochenende immer mal gern in die niederländischen Grenzstädte zu den Coffeeshops gefahren. Die negative Meinung gegenüber Cannabis ist ein Vorurteil, für dessen Abbau ich mich einsetzen möchte!
Eli