Innenminister beschließen verstärkte Grenzkontrollen

Quelle: BMI
Quelle: BMI

Wollt Ihr einen Witz hören?

Treffen sich zwei Innenminister und beschließen Gesetze zum Wohle des Volkes.

Ja, ich weiß, da dürfte einem wohl eher das Lachen im Halse stecken bleiben. Vergangene Woche trafen sich Deutschlands Innenminister Thomas de Maizière (CDU) und sein niederländisches Pendant Ivo Opstelten (Minister für Sicherheit und Justiz, entspricht in etwa dem deutschen Innenminister) in Berlin um jede Menge Dünschiss zu verzapfen gemeinsame Strategien in der Verbrechensbekämpfung zu beschließen. Hauptsächlich ist damit das Bekämpfen von “mobilen Banden” (Wohnungseinbrüche) und natürlich der grenzüberschreitende Drogenhandel. Was auch sonst…

Als Argument wurde mal wieder der Mythos zugrunde gelegt, dass 80% des in den Niederlanden produzierten Cannabis ins Ausland exportiert würde. Das dies Schwachsinn ist sollte jeder wissen. Zum einem werden große Mengen mittlerweile genau in die andere Richtung transportiert, da die Niederländer massiv aufrüsten und harmlosen Growern mit Wärmebildkameras, Drohnen mit Geruchssensoren das Leben schwer machen. Und das alles nur, damit Opstelten auch mal einen Ständer bekommen kann.

Die Maßnahmen, die zur Drogenbekämpfung getroffen werden sollen, dürften einen Coffeeshopbesuch bald wohl nicht mehr so Paranoiafrei werden lassen: Zum einem soll die Zahl der sogenannten Joint Investigation Teams erhöht werden, zum anderen sollen möglicherweise deutsche Polizeibeamte in die Niederlande entsandt werden. Konkretisiert werden sollen die Pläne in einer deutsch-niederländischen Arbeitsgruppe.

Ähnliche Treffen gab es übrigens bereits schon zwischen Opstelten und den zuständigen Ministern in Belgien und Frankreich.

Weitere Informationen: NiederlandeNet, Bundesministerium für Inneres

 

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

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