Richtigstellung zum Cannabis Cup

Es waren dann doch ein paar weniger Polizisten, die nach dem Rechten gesehen haben....
Es waren dann doch ein paar weniger Polizisten, die nach dem Rechten gesehen haben….

Gestern war ein turbulenter Tag. Die Nachrichten vom Cannabis Cup in Amsterdam überschlugen sich und ich habe versucht, der Nachrichtenlage her zu werden. Irgendwann tauchte dann ein Artikel in meiner Timeline auf, der über eine Razzia auf dem Cup berichtete. Schnell habe ich einen Artikel verfasst um die Nachricht zu verbreiten.

Vorhin hat uns unser Leser “XXX” etwas harsch aber korrekt darauf hingewiesen, dass der Artikel auf dem mein Text basierte bereits vom Cup 2011 war. Sehr peinlich, zugegeben. Daher die kurze Richtigstellung: Es gab keine Razzia auf dem diesjährigen Cup, es wurde lediglich die Expo verboten. Nach zwei Ortswechseln bauten die Händler zuerst ihre Stände im Melkweg auf, als dann aber mit Verhaftungen bei einem nicht genehmigten Durchführung der Expo gedroht wurde bauten die Händler frustriert ihre Stände wieder ab. Als die ersten Besucher um 14 Uhr in die Halle gelassen wurden gab es dann keine Stände mehr vor Ort.

Dass die Veranstaltung nicht genehmigt wurde war keine Drogenpolitische Entscheidung der Stadt, sondern ein reiner Verwaltungsakt. Wie Peter Lunk auf Facebook festgestellt hat, müssen Großveranstaltungen mit mehr als 2000 zu erwartenden Besucher ein Jahr im Voraus bei der Stadt angekündigt werden, was Hightimes schlicht versäumt hatte. Im “Land der unbegrenzten Möglichkeiten” ist es wohl ein leichtes, auf dem letzten Drücker eine Genehmigung zu bekommen, in Europa scheitert man aber allzu leicht an der Bürokratie.

Natürlich kann man sich fragen, ob man in dem Falle nicht noch eine Eilentscheidung hätte treffen können. Schliesslich findet der Cup seit mehr als einem viertel Jahrhundert in Amsterdam statt, ohne dass es größere Zwischenfälle gab, von der 2011er Razzia einmal abgesehen… Trotzdem muss sich auch das Hightimes magazine an die Regeln halten. Mal schauen, ob sie es im nächsten Jahr schaffen.

Ich möchte mich auf jeden Fall für den Fehler entschuldigen. Ich hing gestern den halben Abend vor Facebook, twitter, meinem RSS-Reader und Google um Neuigkeiten zu bekommen. Natürlich hätte ich das Datum sehen müssen, aber solche Fehler passieren, wenn man Nachrichten sieht, die tolle Schlagzeilen ergeben… Mea Culpa.

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de