Nachrichten der letzten Tage

Erstmal ein frohes Neues Jahr von mir (auch wenn ich das bereits in den Kommentaren geschrieben habe)! In den letzten Wochen war es hier etwas still. Das lag natürlich an den ganzen Feiertagen, aber auch ein wenig an dem Herzinfarkt, den ich vor Weihnachten hatte… Dieser hatte mich ein paar Tage ins Krankenhaus gebracht, was dazu geführt hatte, dass ich nicht wie sonst die anderen mit der Peitsche zum Schreiben animieren konnte. 

Spaß bei Seite, ich hoffe, es werden jetzt wieder ein paar Mehr Artikel zustandekommen. Beruflich werde ich mich 2016 wohl fast ausschließlich auf meinen Shop konzentrieren können, was effektiv Heimarbeit bedeutet, so dass ich sicherlich auch etwas mehr Zeit für “Kein Wietpas!” bleiben wird, sofern Frau & Kind dies zulassen.

Um das ganze liegengebliebene mal aufzuarbeiten, gibts heute mal wieder eine Zusammenfassung der Nachrichten der letzten Tage. Hoffentlich morgen werden dann noch die beiden Wahlen zu den Kommentaren des Monats folgen, denn es warten ja noch Vaporizer auf Ihre Besitzer…

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Amsterdams Coffeeshops unter Druck: Joachim Helms vom “Bond van Cannabisdetaillisten” warnt vor weiteren Schließungen in Amsterdam. Durch die Schließungen der letzten Jahre müssen die verbliebenen Coffeeshops mehr Kunden bedienen. Was wirtschaftlich erstmal gut klingt, bringt viele Probleme mit sich: Ruhestörungen vor den Shops gegen die die Coffeeshops vorgehen müssen sind an der Tagesordnung. Stichwort: Overlast. Zudem ist es praktisch so gut wie nicht möglich, die 500g-Regel permanent einzuhalten. Und dies alles bei stetig steigenden Tourismuszahlen in Amsterdam.

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Linktipp: DROGENPOLITIK: Niederländische Gemeinden fordern Genehmigungssystem

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Tierheim lobt Coffeeshop: Seit über 10 Jahren spendet der Coffeeshop “Het Binnenhof” in Zwolle (Overijssel) dem städtischen Tierheim jährlich mehrere tausend Euro, die durch Spenden der Kunden und der Geschäftsführung zustande kommen. Auch hat der Shopbetreiber bereits einen Hund, dessen Besitzer verstorben ist, adoptiert. Das Tierheim bedankt sich für die gute Zusammenarbeit mit dem Coffeeshop, was im immer konservativer werdenden Land keine Selbstverständlichkeit mehr ist.

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Mit dem Xpresso in Zwijndrecht (Südholland) gibt es jetzt einen weiteren Coffeeshop mit Gütesiegel der “Stichting Vakbekwaamheid Cannabis Keten”. Die vollständige Liste der Inhaber des freiwilligen Gütesiegels findet Ihr hier. Glückwunsch!

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Weihnachtsgeschenk: Der Coffeeshop Diamond in Doetinchem (Gelderland) hat sich auf besondere Art bei der Nachbarschaft für das gute Verhältnis bedankt. Knapp 100 Anwohner haben eine Weihnachtskarte samt Lotterielos mit Chance auf 30 Millionen bei sich aufgefunden. Tolle Aktion!

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Haarlem ist jetzt um eine Hanfige-Attraktion reicher: Cannabis-Pionier Wernard Bruining hat mit Unterstützung der üblichen Haarlemer Verdächtigen die Hemp Dispensary eröffnet. Online und vor Ort dreht sich alles rund um CBD, Produkten aus Hanf (z.B. die Hanfkunststoffprodukte an denen auch unser Hanfgleichstellen beteiligt ist). Hier kündigt unser Nol die Eröffnung an. (Kruisweg 68 A)

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Das Bureau Intraval hat eine Studie über die Umsätze der Coffeeshops betrieben. Laut dieser würden die niederländischen Coffeeshops ca. 1 Milliarde Euro jährlich umsetzen, wovon ca. die Hälfte unversteuert in den illegalen Markt absickern würden. Ein Coffeeshop setzt somit durchschnittlich rund 1,7 Millionen Euro jährlich um. Davon werden dann natürlich Steuern, Personalkosten und ähnliches abgezogen.

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Und noch ein paar Statistiken, die bei einer Studie des Onderzoeksbureau Motivaction in Zusammenarbeit mit dem Groningener Professor Jan Brouwer erfasst wurden:

50% aller Niederländer wollen eine Regulierung des Cannabisanbaus und nur 37% sind dagegen. (13% ist es egal)

66% der Befragten halten die derzeitige Toleranzpolitik für heuchlerisch.

Zahlen, von denen wir hierzulande noch ein wenig entfernt sind.

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In der aktuellsten Folge des Cannabis-Podcasts werden wir zu den 5 besten deutschen Cannabis-Seiten gezählt. Jippieh!

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Linktipp: Die Amsterdamer Coffeeshops – Ein Interview mit Karl, dem Autoren des Amsterdam Coffeeshop Guides (Shameless self plugging…)

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de