Shopbetreiber: “Was ist, wenn es ein Psychopath ist?”

shooterDas Thema Coffeeshop-Shootings wird immer präsenter in Amsterdam. Nachdem in der Nacht von Montag auf Dienstag schon wieder auf einen Shop geschossen wurde (diesmal war es das Speakeasy, bislang noch nicht geschlossen), geht die Angst bei den Shopbetreiber um. Die Abstände zwischen den Anschlägen wird immer kürzer und schenkt man den Shopbetreibern Glauben, dann haben sie keine Ahnung davon, was der genaue Grund für die Anschläge ist und wer sie ausübt. “Wir haben keine Probleme an der Hintertür”, so ein Shopbetreiber. Auf Konferenzen bespricht man derzeitig die Strategien. In Rücksprache mit der Polizei, um die Ermittlungen nicht zu gefährden, wurde jetzt eine Belohnung von 25.000€ für den “goldenen Hinweis”, der zur Ergreifung des Täters führt, ausgelobt.

Immer mehr Shops engagieren Wachpersonal, die in den Nächten für eine Rund-um-die-Uhr-Bewachung sorgen. Man spricht in der Branche offen von einem Ausnahmezustand.

Anwalt Veldman setzt auf diplomatische Lösungen
Anwalt Veldman setzt auf diplomatische Lösungen

Zusätzlich setzt man allerdings auch auf diplomatische Lösungen. Coffeeshop-Anwalt Maurice Veldman trifft sich mit Bürgermeister Eberhard van der Laan, um zu erreichen, dass die Schließungen nach einem Beschuss auf eine Woche begrenzt werden, die bereits geschlossen Shops wollen vor Gericht eine einstweilige Verfügung erreichen, um die Schließung zu beenden.

Es ist deutlich zu spüren, dass alle Beteiligten nervöser werden. Ich denke mal, das gilt auch für den Täter. Man kann nur hoffen, dass dies nicht zu einer Eskalation führt, bei der es Verletzte oder gar Tote gibt. Denn dies fällt immer auf die Shops zurück. Und die haben es in den heutigen Zeiten sowieso nicht leicht. Auch nicht in Amsterdam.

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mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

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