Gastbeitrag: Pamphlet auf die Politik

Und mal wieder ein Gastbeitrag, diesmal von unserem treuen Leser und Kommentierer Elli. Er hat uns einen Essay geschrieben, worüber ich mich sehr freue. Gerne mehr davon!

 

„Eine gute Regierung ist wie eine geregelte Verdauung: solange sie funktioniert, merkt man von ihr kaum etwas“.

Dieser sehr wahre Satz des amerikanischen Schriftstellers Erskine Caldwell sollte sich die niederländische Regierung zu Herzen nehmen. Im Moment kann man den Eindruck gewinnen, sie befindet sich in einer regelrechten Inszenierung von neuen immer komplexer werdenden Gesetzesentwürfen zur niederländischen Drogenpolitik. Von einer harmonischen und ausgewogenen Politik ist nichts zu spüren. Dabei soll die Politik doch gerade nicht als bloßes Machtinstrument missbraucht werden.

Leider verbringt die Politik einen Großteil der Zeit damit, Probleme zu lösen, die sie sich selbst eingebrockt hat. Wie wahr! Warum also dieses verbohrte Bürokratiemonster, das völlig an der Realität vorbei direkt die Überflüssigkeit vieler Gesetze aufzeigt und zudem noch mit seiner Diskriminierung gegenüber Nicht-Niederländern gegen den europäischen Gedanken verstößt?

Die Aufgabe der Politik ist es doch nicht simple Tatbestände zu verkomplizieren, oder schlimmer noch mit der ideologischen Keule allem einen Riegel vorzuschieben. Genauso wenig wie einfach die öffentliche Meinung abgeklopft werden soll um dann das Populäre zu tun. Gleichsam unmoralisch findet der Nobelpreisträger Milton Friedman einen Staat, „der mich davon abhalten will Marx zu lesen oder Mariuhana zu rauchen“. Eine Besinnung auf eine nachvollziehbare quasi „natürliche“ Politik, anstatt die Wege mit Verbotsschildern zu pflastern, würde der Politik wieder ihre Rechtfertigung zurück geben.

Die Wirklichkeit dagegen nur mit Ideologie zu ersetzen, denn nichts anderes ist der Wietpas, wird zu einer Entfremdung der Menschen von der Politik führen.

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

Letzte Artikel von mobo (Alle anzeigen)

  • Anonymous

    Eine zielführende und nicht diskriminierende Lösung für das Problem der „Overlast“ ist im Prinzip ja recht einfach. Das Stichwort ist Zusammenarbeit. Da müssen sich die Gemeinden mit den Shops zusammentun. Wenn man den Coffeeshops gewisse Auflagen machen würde, damit sie gegen mögliche Störungen vorgehen, dann kann man sicher mehr erreichen als jetzt mit dem Wietpas. Dann müssten sich die Shops z.B. so positionieren, dass die Kunden nicht die Nachbarschaft zuparken und blockieren. Das ist für den ein odere anderen Shop sicherlich schwer aber andere Geschäfte müssen sich auch entsprechend anpassen. Um eventuelle Pöbeleien oder Müll auf den Straßen um die Shops anzugehen, könnte man Leute einsetzen die da für Ordnung sorgen. Falls es doch zu Stress für die Anwohner kommt, müssten die sich bei der Gemeinde melden können, damit die sich dann um die entsprechenden Shops individuell kümmert. Es gibt jetzt ja diese Hotlines wo man Probleme melden kann, allerdings geht es da ja um die Folgen durch den Wietpas. Beim Nododys Place in Venlo waren eigentlich immer Angestellte draußen und haben aufgepasst, damit es ruhig und sauber bleibt. Jetzt hängen da die Dealer rum. Da is nix mehr mit Ruhe. Wie gesagt, wenn man die Shops mehr in die Pflicht nehmen würde und mit ihnen zusammenarbeitet, dann ginge sicherlich mehr.
    Allerdings befürchte ich, dass diese Überlegungen eigentlich am Thema vorbei gehen. Da hätte man auch in der Politik drauf kommen können. Nein ich glaube mitlerweile, dass das Ziel wirklich die Vernichtung der geduldeten Shops ist. Bis jetzt kann keiner der Befürworter mal konkret etwas zur „Overlast“ vorlegen. Wer hat sich wann, wo, durch was belästigt oder gestört gefühlt? Trotzdem wird das immer wieder vorgebracht. Man klammert sich mit aller Kraft an ein System dessen negative Folgen offensichtlich sind. Ich empfinde das als sehr merkwürdig.

    • doctordude

      Das Nobody’s Place hat üblicherweise einen Mitarbeiter, der sich um die Kontrolle der Mitgliedsausweise kümmert und nebenbei auch mal draussen nach dem rechten schaut. Trotzdem wurde früher auf dem Parkplatz gegenüber regelmässig in die Büsche gepinkelt. Und die Leute, die sich auf dem Rückweg zum Bahnhof in die Büsche schlagen, erwischt der arme Kerl sowieso nicht. Das Nobody’s hat eine Toilette und wie oft habe ich mir auf dem Rückweg zum Bahnhof schon gedacht „Herr, wirf Hirn vom Himmel!“ Und das „unsichtbare“ Problem der völlig zugekifften Autofahrer wird auch vom Nobody’s nicht angegangen, wie auch?

      • Anonymous

        Welchen Parkplatz meinst du? Den wo früher der Supermarkt war oder den entlang der Bahngleise? Mir ist da jedenfalls nie was aufgefallen aber ist ja nur ein subjektiver Eindruck.
        Sicherlich hat man da auch nicht alles 100% unter Kontrolle gehabt aber man hat sich Mühe gegeben. Man könnte das ja noch steigern und auch bei anderen Shops z.B. zur Bedingung machen. Sicher auch das kostet Geld aber bestimmt nicht so viel wie die Verluste durch den Wietpas. Da könnte man aktiv gegen die „Overlast“ vorgehen und nicht so wie jetzt einfach hoffen, dass sich alles von selbst regelt.

  • Anonymous

    so haben die Politiker wenigstens ihre daseinsberechtigung , wozu braucht man die denn
    wenn nicht zur Problemlösung ihrer selbstgeschaffenen Probleme?? :) Wenn mann keine
    Probleme hatt macht man sich wekche !

  • doctordude

    Die niederländische Politik hat 2 konkrete Probleme, die mit dem Wietpas gelöst werden sollen. Und beide Probleme haben sich die Niederländer eben nicht selbst eingebrockt:

    1) Aussenpolitischer Druck aus den Nachbarländern. Wenn hier jemand gegen europäische Grundsätze verstösst, dann die deutschen Politiker. die die innenpolitische Souveränität der Niederländer nicht anerkennen. Und nebenbei versuchen, das Versagen ihrer eigenen, prohibitions-getützten Drogenpolitik auf die Niederländer abzuwälzen.

    2) Innenpolitische Probleme, weil sich leider einige Drogentouristen wirklich wie die ersten Menschen benehmen. Vielleicht ist mein normales Reiseziel Venlo wegen der günstigen Zug-Anbindung via Regionalexpress (laut WDR: Junkie-Express) ja ein Sonderfall. Aber es sind nicht die einheimischen Kunden, die in die Büsche und Hauseingänge pissen – wohlgemerkt in Sichtweite des Coffeeshops! Und auch in Amsterdam habe ich noch keinen Einheimischen vor dem Coffeeshop kotzen sehen. Von den ganzen Besuchern, die sich berauscht hinter’s Steuer setzen und so sich und andere gefährden, ganz zu schweigen. Für solche Leute ist auch der Begriff „Abschaum“ nicht unpassend, würde ich bei zugekifften Fahrern sofort unterschreiben!

    Eine grossartige Entfremdung der Niederländer von der Politik kann ich auch nicht feststellen, im Gegenteil: die Wahlbeteiligung ist bei der aktuellen Wahl in etwa gleichgeblieben und die Zahl der Protestwähler (Stichwort Geert Wilders) ist stark zurückgegangen.

    Hört doch bitte alle auf, immer mit dem Finger auf die Niederländer zu zeigen. „Unmoralisch“ im Sinne Friedmanns verhalten sich die deutschen, französischen, britischen, etc. Regierungen. Die niederländischen Politiker wollen ihren Bürgern ja auch weiterhin das kiffen nicht verbieten! Und anstatt der von dir behaupteten Diskriminierung sehe ich tolerante Niederländer, die sich überlegen, wie sie auf UNSERE Wünsche reagieren sollen. Und das trotz der zu erwartenden, negativen Auswirkung im eigenen Land und der offensichtlichen Unsinnigkeit der Forderung. Solche Tiraden dienen auch sicherlich nicht dazu, das Ansehen der Deutschen in den Niederländern zu verbessern!

    Ich kann ja verstehen, dass ihr alle frustiert seid, bin ich ja auch! Aber wie immer gilt: Wer im Glashaus sitzt, sollte im Keller f***en…

    • Das möchte ich so unterschreiben!

    • Anonymous

      Ich würde das auch unterschreiben, außer Nr. 2. Ich sage nur Kneipe und Alkohol, kotzen, gröhlen, schlägern, pinkeln, Alkoholvergiftung, Unfalltote usw.. Wenn dann konsequent alle Drogen verbieten, auch Alkohol. Noch was muss ich loswerden. Holland ist in dieser Richtung sehr fortschrittlich und läßt seine Bürger kiffen. Im Gegensatz zu Deutschland. Dieses Land ist einfach nur scheinheilig, Doppelmoral ist gesellschaftsfähig. Deutschland ist ein rechtes Land (CDU, FDP), weiter rechts ist kaum noch möglich. Ich bin selber Deutscher, hasse dieses Land aber wie die Pest. Hört endlich auf, Holland in die rechte Ecke zu schubsen und anzunörgeln. Wenn ihr in Deutschland lebt, steht endlich auf und wehrt euch. Hoffentlich kommt der Wietpas, vlt. kommt ihr endlich in die Gänge. Wir haben keine Chance was zu ändern, wenn nicht sehr viele mitmachen. Naja macht was ihr wollt.

  • Anonymous

    doctor dude war ne geile sorte:-)

  • Gerd50

    Wie wahr @Elli. Doch ob die Politik jemals zur Besinnung kommen wird und
    unauffällig, effektiv für sämtliche Glieder des Volkes wirken wird, wage ich in dieser
    globalen Ellenbogengesellschaft zu bezweifeln.

    @Anonym 22:57 Uhr, sag mal, warum müssen wir Hanffreunde uns eigentlich
    besser benehmen, als der Rest der Welt? Stichwort Müll: Ich sammle seit Frühjahr
    diesen Jahres täglich Müll und der stammt garantiert nicht von Hanffreunden.

    http://hanfverband.de/forum/viewtopic.php?f=19&t=395

    Mir geht es inzwischen erheblich auf den Keks, das wir Hanffreunde betreff Benimm
    unter besonderer Beobachtung stehen. Wenn in meinem Dorf Schützenfest oder
    ähnliches stattfindet, ist von Benimm nichts mehr zu spüren. Alles zugepisst,
    zugemüllt und der Lärm ist die Hölle. Das wird in Holland nicht anders sein.

    Ich will auf keinen Fall dazu ermuntern, uns auf demselben Niveau zu bewegen.
    Im Gegenteil, wir sollten es selbstverständlich besser machen als diese
    Schützenfest Pissermüllschleudern und Saufliedgröhler. Das aber diese
    Sorte Mensch ‚Overlast‘ hinausposaunt, wenn nicht grad ihre Fete läuft und
    etwas nicht so läuft wie es sein sollte, ist an Doppelmoral nicht zu überbieten.

    • jgreeen

      Hi Gerd,
      also ich denke, dass man sich als Cannabiskonsument nicht besser benehmen muss als andere Menschen. Allerdings ist ein anständiges Verhalten ja nix verkehrtes und steht auch dem gängigen Bild welches man von uns hat entgegen. Wenn Menschen den Wietpas wollen, weil sie meinen „Kiffer“ seien alle unzivilisierte Proleten, dann kann man eigentlich nichts anderes tun als ihnen das Gegenteil zu beweisen. Gleiches gilt auch bei der Legalisierungsbewegung. Man kann nur immer wieder versuchen zu zeigen, dass man auch trotz Cannabiskonsum ein ganz normaler Zeitgenosse ist und nicht nur die Gesellschaft ausbeutet. Gern wird von uns auch das Argument vorgebracht, dass Cannabis für weniger Stress sorgt als Alkohol. Dann muss man sich eben auch so benehmen. Die meisten Kiffer kriegen das ja auch hin und werden von ein paar wenigen Deppen in ein schlechtes Licht gerückt. Das ist natürlich unfair aber es ändert nix. Dein Beispiel mit dem Schützenfest würde ich sofort unterschreiben.
      Jedoch wird man meiner Meinung nach auf Dauer nur etwas erreichen, wenn man der Gesellschaft zeigt, dass das gängige Bild von Cannabiskonsumenten einfach in 90% der Fälle falsch ist.
      Zu den Vorschlägen für die Bekämpfung der Overlast kann ich nur sagen, dass das eine Art wäre um tatsächlich auftretene Belästigungen zu bekämpfen und trotzdem niemanden zu diskriminieren.

    • doctordude

      Der Vergleich mit dem Schützenfest hinkt. Erstens ist das Schützenfest einmal im Jahr und zum anderen fehlt dem Hanfgenuss die Tradition, die sich um den Alkohlkonsum gebildet hat. Nicht, dass ich persönlich das gutheisse, aber in DE eröffnen Spitzenpolitiker nun einmal Komabesäuffnisse wie z.B. das Oktoberfest. Dass das in München zu mehr Störungen führt, als sämtliche Kiffer in NL in einem Jahr, wird mit einem „haben wir schon immer so gemacht“ abgetan.

      Und ich verlange auch kein perfektes Verhalten der Drogentouristen. Ich weise nur auf den deutlichen Unterschied im Verhalten der deutschen und der niederländischen Konsumenten hin. Insbesondere machen niederländische Autofahrer „Buy & Fly“, also einkaufen, mitnehmen und zu Hause rauchen. Deutsche Konsumenten sind hingegen offensichtlich so süchtig, dass Siedie Heimfahrt nicht abwarten können und erstmal im Shop einen rauchen müssen. Und auch was die Störung der öffentlichen Ordnung angeht, sind mir die Niederländer noch nicht negativ aufgefallen…

  • Anonymous

    1) habe nicht nur die Niederländischen Politiker gemeint sondern alle.

    2) sind nicht alle die zum Coffeshop gefahren sind “ Abschaum “
    es giebt immer schwarze Schaafe die einem alles versauen
    aber desshalb so einen “ Rundumschlag “ mit dem großen
    Knüppel trifft zu 90% die falschen.

  • Elli

    @doctordude: Die Kritik betrifft die Politik im Allgemeinen und in diesem speziellen Fall eben die Holländische. Wenn sich die holländische Regierung so beeinflussen lässt wie Du schreibst, kann man sowieso nicht mehr sauber trennen wer für was verantwortlich ist.

    Du hast natürlich Recht, in Deutschland, Frankreich etc. wären die Leute froh wenn sie einen Wietpas hätten… ;-)

    • Jenz

      Klar wäre ein Wietpas in D eine Verbesserung zum jetzigen Zustand aber ich kenne niemanden der sich als Drogenkonsument registrieren lassen würde. Für mich und alle die ich kenne würde sich also auch nichts ändern.

      Legalisieren, kontrollieren und die Konsumenten nicht stigmatisieren.

      Das wäre der Weg. Leider ist die europäische Politik zu diesem Schritt nicht fähig.

      • Marcel

        Also ich würde mir einen Wietpass holen. Da ich sowieso schon in der „Kartei“ bin, ist mir das auch egal. Ich find es echt traurig welch überzogene Meinung in Europa über Kiffer besteht. Ich habe in meinem Bekanntenkreis eine Menge „Langzeitraucher“ die gerade auf die 40 zu gehen. Und KEINER von denen ist Arbeitslos oder liegt dem Staat sonst wie auf der Tasche. Das „Asi“-Argument lasse ich daher einfach nicht mehr gelten. Selbst die Amis schaffen es wenigstens Medical Marijuana zu zulassen. Wohl doch Auswandern angesagt. Ich sehe hier in den nächsten 10 Jahren keine Änderung – das ist ein Generationsproblem…..

      • Jenz

        In der „Kartei“ steh ich auch schon drin (nächstes Jahr wird der Eintrag „gelöscht“ :-) aber auf das Vorstrafenregister hat (solange es nicht im Führungszeugnis steht) eben nicht jeder Hinz und Kunz Zugriff. Bei der Registrierung nach NL-Modell steht die Info aber jeder Versicherung und vermutlich auch anderen Institutionen zur Verfügung. (Korrigiert mich bitte wenn ich da falsch liege) Darauf hab ich keine Lust.
        In D kann ich mir auch gut vorstellen, das man dann regelmäßig Besuch bekommt der kontrolliert ob Du auch nur die erlaubte Menge in deiner Wohnung aufbewahrst.
        OK, das ist Paranoia aber wenn ich sowas lese:

        http://www.lawblog.de/index.php/archives/2012/10/08/was-muss-man-rauchen/

        Da kann ich mir viel vorstellen.

        Ich gebe Dir natürlich vollkommen Recht, die Meinung über uns Konsumenten ist schlecht und von gezielter Desinformation geprägt. Aber grade WEIL das so ist kann man eben nicht offen dazu stehen. Arbeitsplatz, Führerschein, Versicherungen alles kann dadurch gefärdet werden und das würde sich auf kurze Sicht auch nicht ändern selbst wenn es ab morgen legal wäre. Ein Teufelskreis; denn würden mehr Menschen sich öffentlich zu ihrem Konsum bekennen würde sich auch die Einstellung der Bevölkerung langsam ändern.
        Wie verlogen das ganze ist sieht man ja schon daran, das es an JEDER Tanke und in JEDEM Kiosk eine Auswahl an verschiedenen XXL-Blättchen zu kaufen gibt. Irgendwer muß das ja auch kaufen und verwenden sonst gäb’s das ja nicht. Das bedeutet für mich, dass es wohl noch viel mehr Konsumenten geben muß als die offiziellen Zahlen vermuten lassen. OT aber: Beschneidungen an Jungen werden jetzt unter vernachlässigung aller bestehenden (Grund)Gesetze und dem gesunden Menschenverstand legalisiert bloß weil eine kleine Gruppe in D laut genug geschriehen hat aber bei Cannabis geht sowas natürlich nicht. Bloß weil ein paar Millionen Bürger das machen obwohl es verboten ist kann man es ja nicht einfach erlauben. Wo kämen wir denn da hin? Armes Deutschland!

    • doctordude

      @Elli: Die niederländischen Politiker interessieren sich naturgemäss nicht für dich. Du bist schlicht nicht wahlberechtigt, so what? Auf der anderen Seite sind die Niederlande als Volkswirtschaft mit einem starken Akzent auf Handel und Dienstleistungen jedoch extrem an guten Beziehungen zu Ihren, auch deutlich gösseren, Nachbarn DE, FR und UK interessiert. Insofern haben die Politiker hier einfach ihren Job gemacht und versucht, ihrem Auftrag gemäss, im Interesse ihrer Bürger zu handeln. Dafür sind sie ja auch wiedergewählt worden…

      @Jenz: Einer Coffeeshop-basierten Registrierung zur Einhaltung der 5g-pro-Tag Grenze stehe ich positiv gegenüber. Ich bin immer noch Card-Carrying-Member in 3 Coffeeshops, keine Probleme deswegen :) Und die zentrale Registrierung mit unklaren Zugriffsrechten ist ja auch der Punkt (neben der Ex-Pat Problematik), über den sich die Niederländer aufregen.

  • Jenz

    Grade gefunden:

    Passt bloß auf wer euch bei einem Besuch in NL so beobachtet. Denunzianten AHOI!
    http://www.lawblog.de/index.php/archives/2012/10/08/was-muss-man-rauchen/

    • Habe ich auch gerade gelesen. Eine Schande. In JEDER Hinsicht.

      • Anonymous

        Wieso wundert es mich gar nicht, dass Deutsche die eigene Landsleute in die Pfanne hauen, immer noch die Neidgesellschaft? Kein Wunder, dass immer mehr Deutschland verlassen, wär Holland nicht was für Euch?

      • Marcel

        Gibt´s ja gar nicht…. Ich frage mich wie die „Dame“ das gesehen hat – und warum freundet man sich mit solchen Menschen an. *kopfschüttel*

  • pirat

    Es scheint immer noch Leute zu geben, die an diese vorhergeschobenene Grunde für den Weedpass glauben. Der wahre Grund ist Heuchelei
    http://www.uva-alumni.nl/page.aspx?pid=937&erid=1091589&trid=b1ab84aa-4f82-481c-913f-b65422d0dc14

  • Anonymous

    Es ist schon erstaunlich wieviel Unwissen über den Wietpas in Umlauf ist. Darf ich den Wunsch äussern, ob nicht ein Artikel veröffentlich werden könnte wo die wichtigsten Punkte des Wietpases steht? Wo es den Gibt, wer eines bekommt und wie es abläuft würde schon reichen. Es ist wirklich nichts anderes als die personalisierte OV-Chip oder die Krankenversicherungskarte. Das wäre super. An dieser Stelle auch ein Dank für den guten Blog.

    Wenn es stimmt, dass zum Beispiel Deutschland die Niederlande dazu bedrängt hat den Wietpas einzuführen (was für ein Märchen) dann sollten einige auf Deutschland schümpfen und nicht auf die Niederlande. Es ist aber entstanden, aus einer Mischung der EU und der Rechtsparteien.

    • doctordude

      Auf der einen Seite hälts Du es für ein Märchen, dass die Einführung des Wietpas auf Druck von u.a. Deutschland erfolgt ist. Auf der anderen Seite machst Du die EU verantwortlich? Schon mal darüber nachgedacht, dass die 3 grossen Nachbarstaaten DE, FR und UK fast die halbe EU sind? Dazu kommt, dass sich der Wietpas gezielt gegen ausländische Kunden richtet und ich glaube nicht, dass Länder wie Spanien, Italien oder Griechenland grosse Probleme mit dem Drogentourismus in die Niederlande sehen….

Unsinnige EU-Gesetze verlangen, dass wir Euch auf die Verwendung von Cookies auf "Kein Wietpas!" hinweisen müssen. Obwohl Cookies ein elementarer Bestandteil des Webs sind. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Dir das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Durch Weiterbenutzung unseres Angebotes und/oder dem Klick auf "OK" stimmst Du dem zu.

Schließen