Gastbeitrag: Man wird doch mal fragen dürfen…

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Endlich mal wieder ein Gastbeitrag! Und dann auch noch von der Speerspitze der deutschen Legalisierungsbewegung: Steffen Geyer himself!
Vielen Dank dafür!

Mit wachsender Begeisterung verfolge ich die Bemühungen des kaum ein Jahr alten Blogs „KeinWietpas.de“. Gelegentlich lasse ich mich sogar zu einem Kommentar hinreißen.

Besonders freut mich, dass KeinWietpas im Laufe der Zeit stetig „politischer“ wurde. Mehr noch – Der Weg vom „Einzelkämpfer, der über für Touristen geschlossene Shops informiert“ zum „Autorenkollektiv, das demokratische Basisarbeit propagiert und sich selbstverständlich in erste Demoreihen und an Mikrofone wagt“ wird von den KeinWietpas-Jungs mit einer Selbstverständlichkeit und Freude am Ausprobieren gegangen, die mich „alten Hasen“ regelmäßig an die späten Neunziger Jahre erinnert.

Dieses Momentum will ich im Folgenden schamlos ausnutzen und einen Gedanken mit den KeinWietpas-Lesern diskutieren, der bisher nur hinter verschlossenen Türen ausgesprochen wurde.

Anlass für meine Frage(n) sind die auch hier überraschend einseitig geäußerte Empörung über Pläne der niederländischen Regierung, Cannabisprodukte ab einem THC-Gehalt von 15 Prozent als „Harte Droge“ zu klassifizieren. Diese dürften dann nicht mehr über Coffeeshops vertrieben werden. Völlig berechtigt befürchten Konsumenten und Shopbesitzer einhellig, dass dieser Schritt de Facto das Ende der Tolerierungspolitik wäre. Den drogenpolitisch als liberal geltenden Niederlanden drohen Schwarzmarktverhältnisse wie wir sie aus Deutschland kennen.

Aber – jetzt mal ganz ketzerisch gefragt – wäre das wirklich so schlecht?

Ja, Wietpas, I-Kriterium und die angedachte Hard-Drug-Regel sind eine akute Verschlechterung der Situation. Sie schaden Shopbesitzern, „Drogentouristen“ und der niederländischen Gesellschaft auf vielfältige Weise – Zumindest kurzfristig. Die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel ist aber kein Sprint sondern ein Marathon und auf lange Sicht, komme ich zu einem anderen Urteil.

Die konservativen Bemühungen um eine restriktivere Cannabispolitik werden dank ihrer selbst für Nichtkonsumenten sichtbaren Auswirkungen meiner Meinung nach mehr gesellschaftlichen Druck in Richtung „Legalisierung“ erzeugen, als wir Aktivisten je aus eigener Kraft erhoffen dürfen.
Kein Flyer, keine Webseite mobilisiert und emotionalisiert Normalbürger besser für ein Ende der Prohibition als unerwünschte Anquatschversuche schmuddeliger Straßendealer.
Als Bonus werden unzählige Cannabisfreunde beiderseits der niederländischen Grenze mit wachsender Geschwindigkeit aus ihrer Wohlfühlzone geschubst. KeinWietpas.de ist der wohl schönste Beweis, dass zumindest ein Teil dieser Menschen dabei so wütend wird, dass das private Moralbarometer von „Kopf unten halten“ auf „sich wehren“ umschlägt.

Bleibt lediglich die Frage, in welche Richtung man die neugewonnene Kraft lenken sollte. Quo bono (wem nützt es)? – Dieser Gedanke scheint mir hier jedoch bisweilen zu kurz zu kommen.

Wofür kämpfen „wir“ eigentlich? Was will die KeinWietpas-Leserschaft? Was die Autoren?

Ich für meinen Teil habe mich vor einem guten Dutzend Jahren dazu entschlossen, meine Kraft in den Dienst der Legalisierungsbewegung zu stellen. Darin steckt nicht ohne Grund das Wort „Legalisierung“. Ich will (und mit diesem Wunsch bin ich unter den Lesern sicher nicht allein) einen legalen Cannabismarkt in Deutschland, dessen Grundgedanken Jugendschutz, Qualitätskontrolle und Missbrauchsprävention sind. Für niederländische Coffeeshops wäre dies ein noch viel sichereres Todesurteil als jeder 15%-WTF!

Umgekehrt gefragt – Hat die (weitgehend gesicherte) Existenz niederländischer Coffeeshops die „roten Linien“ deutscher Drogenpolitik in den letzten 30 Jahre messbar in Richtung Legalisierung verschoben? Was nützt es „uns“, wenn Shopbesitzer ihr Geld ungestört verdienen dürfen?

Noch bin ich mir nicht sicher, aber wenn ich mich heute entscheiden müsste… Ich glaube, meine Kraft ist wirksamer, wenn sie in die Etablierung eines weißen (legalen) Cannabismarktes (gerne beiderseits der Grenze) investiert wird. Der Kampf um verschieden dunkle Grautöne eines (zumindest an der Hintertür) schwarzen (illegalen) Marktes in Amsterdam, Maastricht & Co. wird meiner Meinung nach letztlich in Berlin gewonnen werden.

Oder seh ich das falsch?

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de
  • Elli

    Ich sehe das nicht so. Klar sind wir alle wegen dem Wietpass aus dem Dornröschenschlaf erwacht. Ich denke aber, alle hier werden nicht aufhören, wenn in NL wieder geöffnet wird. Ich selbst habe angefangen mich für dieses Thema zu interessieren (was vorher nicht der Fall war), übrigens nicht zuletzt aufgrund der konstruktiven Leute hier :-) Jeder muss in seinem Leben mal etwas Wirkliches geleistet haben. Dies ist meine Chance dazu!

  • Zuerst nochmals vielen Dank für deinen Gastbeitrag. Er ist ein weitere Ritterschlag, der mich doch recht stolz auf „mein Baby“ macht.
    Als ich im Mai 2012 mit dem Blog hier angefangen hatte, hätte ich nie gedacht, wo mich diese Reise bringt und ich bin mir sicher, dass ich as auch heute nicht mal ansatzweise Ahnen kann.
    Begonnen hat das Ganze aus einer Not heraus. Ich habe mich über die „neue“ niederländische Drogenpolitik als halbwegs zufriedener Coffeeshopkunde aufgeregt und gleichzeit gemerkt, dass in der deutschen Medienlandschaft das Thema, wenn überhaupt, nur stiefmütterlich behandelt wird. Der erste Blogpost zum Thema auf mobos-Welt.de war im Vergleich zum Restblog sehr erfolgreich, so dass ich gerne am Thema bleiben wollte. Allerdings wollte ich mein privates Blog auch nicht zum „Kifferblog“ umfunktionieren (Mami ließt ja auch mit…)
    Daher dann die Idee zu etwas eigenständigen. Wohin die Reise gehen sollte hätte ich im Traum nicht gedacht. Die Grundpfeiler hatte ich mir aber sofort zu Anfang überlegt: nicht kommerziell und von vorne herein offen für andere Blogger. Auch wenn es immer mein Projekt sein wird, hatte ich doch schon von Anfang an den Plattformgedanken gehegt.
    Stolz bin ich darauf, dass ich ein paar wirklich tolle Autoren um mich versammeln konnte und auch eine tolle, recht aktive Leserschaft.
    Irgendwann kam der Zeitpunkt, an dem ich zum ersten Mal als „Aktivist“ bezeichnet wurde.
    Obwohl ich mich nicht so fühle. Ich fühle mich als Blogger, als jemand, der stets versucht, aus allem relevanten eine Story zu basteln, die vielleicht sogar von jemandem gelesen wird.
    Vorher hätte ich mich eher für den Netzaktivismus begeistern können, ich bin Anhänger der Post-Privacy-Bewegung. Das ist wohl eher der Grund, weswegen ich mich nicht in der Anonymität Verstecke. Aber ich bin kein großer Redner. Nie werde ich jemand sein, der die Menge am Megafon zum Jubeln bringen wird (dafür habe ich ja den Antonio, der auch mal langsam aus der Anonymität raus kommen kann..)
    Aber ich sehe mich als ein kleines Puzzlestück zum großen Ganzen. ich trage meinen Teil bei! mit Aufklärung verändert man die Welt.

    Die Niederlande sind für mich immer der Modellversuch für eine Alternative Drogenpolitik gewesen. Das nicht alles rosig Ist wissen wir alle. Und dann das Coffeeshopmodell nicht die Endlösung (Sorry für das Wort) ist, sollte uns auch klar sein. Aber ich denke, dass ein Rückschritt in Holland auch uns in Deutschland zurückwerfen dürfte. „Seht ihr, in Holland haben die auch geschnallt, dass Cannabis gefährlich ist“ Und genau das wird für den BILD-Leser die Aussenwirkung einer Beendigung des Coffeeshopmodells sein. Daher sehe ich in meinen Kampf für die Cannabiskultur in den Niederlanden auch einen Kampf auf eigenen Boden.
    An die Front lasse ich andere, z.B Dich Steffen. Aber jedes einzelne Puzzlestück hilft un zum Ziel zu kommen. Und wenn wir irgendwann in deutschen Hanfläden, oder Coffeeshops, oder sonstwo zusammen sitzen werden, dann weiß ich: auch ich habe meinen Teil dazu beigetragen.

    • UsualRedAnt

      Eine modellhafte Alternative zur deutschen Vollrepession kann ich in den niederländischen Coffeeshops leider nicht erkennen. Die dort praktizierte Kluft zwischen schwarzer Hintertür und scheinbar legaler Vordertür nimmt das Recht hierzulande schlicht nicht hin.

      Zum Glück funtioniert es umgekehrt (vom Coffeeshop zur Vollrepression) ebenso wenig. Und das – so zumindest mein Eindruck – weil ein wachsender Teil der Nichtkonsumenten (beiderseits der Grenze) verstanden hat, dass Cannabiskonsum kein verfolgungswürdiges Verhalten ist und Shopschliessungen letztlich nur der „Mafia“ nützen.

      • Nein, ich kann mir auch kein Coffeeshopmodel in Deutschland vorstellen. Aber die Art und Weise, wie das Modell Praktiziert wird und in welchem Ambiente könnte definitiv ein Vorbild für ein Modell in Deutschland sein. Kulturell gesehen halte ich Coffeeshops für perfekt (und ich rede jetzt nicht von Take-Away-Shops ohne Bestuhlung) für die Variante, die mir am ehesten zusagt. Der letzte Freitag hat mir das in Nols Shop wieder extrem demonstriert.
        Ich will keine verfickten Apothekn (obwohl da Cannabis definitiv AUCH hingehört) ich will Coffeeshops. Und davor ein freundlich lächelnder Polizist, der sich denkt, dass er froh ist, dass nicht mehr so viel gesoffen wird.

      • Elli

        Für mich ist jeder Ton der heller als Schwarz ist besser!

        Wenn irgendetwas passiert, dann wird das sowieso in kleinen Schritten passieren. An eine vollständige Legalisierung von einem Tag auf den nächsten glaub ich nicht.

        Denke Spanien (und Frankreich)? mit seinen CSC kann als Vorbild dienen. Obwohl ich die CS, wenn die Budtender netter wären und die Backdoor weg wäre, auch sehr cool finde…

        • Frankreich ist noch repressiver als Deutschland – die fallen als Vorbild definitiv raus. In Deutschland wurde am 20.04. übrigens in Potsdam auch der erste CSC gegründet. Habe darüber in meinem Blog (APB) noch keinen Artikel, da ich in Amsterdam war und danach hier bei kW viel zu tun war.

          • Elli

            Aber Belgien mit seinen 2 Gr. die man besitzen darf wäre ein Durchbruch. Wie viele dann aus ihren Löchern kämen und sich offen bekennen würden, wenn bekannt würde, dass man 2 Gramm haben dürfte :-) Leider ist das wohl auch der Grund, warum man an den harten Bandagen festhält.

          • 3gr. – bzw. 1 weibl. Pflanze
            Kein Konsum in der Öffentlichkeit.
            Kein Konsum mit mehr als 2 Personen.
            Kein problematischer Konsum. (und da fangen bei uns die Probleme an)
            Dann darfste es behalten…
            JA! Ist besser wie D – ABER die praktische Umsetzung ist SUPERKOMPLIZIERT… Und kann den Bedarf von Schmerzpatienten z.B. niemals decken… da man die 3gr. nirgends legal erwerben kan… Das geht nur über die eine Pflanze… und die braucht etwas mehr Zeit als die meisten Patienten haben. Medizinischen Gebrauch gibt´s noch garnicht in B. Da ist D schon VIEL weiter.

          • Da müsste sich dann wohl mal ein belgischer Dr. Grotenhermen finden.

          • Ach ja, und 3 quasilegale Gramm hin oder her… Ausser der Polizei und den Kiffern weis das keiner – Das „Ansehen“ der Kiffer in der breiten Bevölkerung ist kein Stück besser wie in D. Und deswegen gibt es in B nicht mehr bekennende Konsumenten wie in D…

          • UsualRedAnt

            In Deutschland sind wir noch sehr weit von funktionierenden CSCs entfernt, die diesen Namen auch rechtfertigen würden. Nur weil man sich das „Label“ anpappt, sind die eigenen Bemühungen nämlich weder Sozial noch ein Cannabis Club.

            Auch in Potsdam gibt es keinen Social Club. Die Teilnehmer, die sich ja bisher auch nur einmal getroffen haben, würde ich eher als Anbaustammtisch bezeichnen wollen.

            Ernsthafte Schritte in Richtung CSC wird es mit Glück nach dem Deutschlandtreffen der CSC-Interessierten am 8. Juni geben.

      • Kasimir

        Das Argument: Die Holländer sind gerade dabei, ihre Fehler (Duldung) zu revidieren, hab ich von deutschen konservativen zuletzt immer häufiger gehört. Insofern ist der Ansatz: „scheißt doch drauf, macht lieber in DE was“ ziemlich bescheuert.

        • Hmmmm…
          Es gibt ZWEI Fronten in NL!
          Die eine treibt die Regulierung/Legalisierung ganz stark und mit wachsendem Erfolg vorran. Und die anderen wollten seit 5 Monaten im ganzen Land das B-, bzw. wenigstens das I-Kriterium umgesetzt sehen.
          Es lohnt sich in NL mitzukämpfen, weil sich dort ein Weg abzeichnet der nach 40 Jahren Backdoor einen vorbildlichen Charakter haben könnte.
          Ich engagiere mich Länderübergreifend um das Backdoor zu beseitigen… NICHT um weiter zu machen wie vor dem Wietpas.

  • White Widows

    Und dafür tausendmal Danke an Dich Stefan, und natürlich an alle anderen fleißigen Autoren, die uns immer mit den neusten Entwicklungen auf dem Stand der Dinge halten.

    Kein Wietpas ist für mich zur täglichen Pflchtlektüre geworden, auch wenn ich meist nur mitlese und wenig poste. Macht weiter so, ich denke die Themen werden so schnell nicht ausgehen.

    In diesen Sinne. Habt ein schönes Wochenende :-)

  • Anonymous

    Stimme Mobo zu und dickes Lob für deinen Blog !!!! Bezweifel aber das wir das in DE noch erleben, dass Cannabis hier legalisiert wird, leider. Daher ist NL für mich auch die einzig „wahre Quelle“, wo man in gemütlicher Runde mal einen smoken kann.

    • Mir hat der Customer Support Mitarbeiter einer Cannabis-Affinen Firma aus Colorado auf dem Weg gegeben: Ride the Wave!
      Momentan steht der Wind gut. Lasst uns alle was raus machen.
      Dass ROt/Grün Harz 4 einführt und Schwarz/Gelb den Atomausstieg beschließt hätte auch niemand gedacht.
      Wir können ALLES schaffen. Wir müssen es nur wollen!

    • Anonymous

      Ich bin mir sicher, wir werden es noch erleben! Lass unsere Generation mal als Mehrheit in den Bundestag einrücken, das sind nicht nur die dummen, beeinflussten BILD-Leser, wir wissen was Cannabis ist und kennen auch die damit verbundenen ( ich nenns mal so) „Gefahren“… wir wissen aber auch das es nicht die „böse“ Droge ist!!!
      Kenne in meiner Generation kaum jemanden, der dem Hanfkonsum gegenüber so voreingenommen ist wie die „alte Generation“! Selbt die, die anfangs an meinen Gewohnheiten noch zweifelten, konnte ich mit Leichtigkeit überzeugen!
      Egal wie unsere Lagalisierung aussehen wird, wir werdens erleben! Ich glaube auch nicht, dass wir extremst viel Überzeugungsarbeit leisten müssen, das wird der Generationswechsel schon mit sich bringen, wenn wir weitermachen wie bisher!

      • Du hast lange nicht mit deinen Freunden aus der Jungen Union gesprochen, oder?
        Nie vergessen, dass man in einer Filterbubble lebt. Es gibt noch genug Vorurteile da draußen, die man bekämpfen muss.

      • Aktuell ist die kiffende 68er Generation an der Macht… Die Guten von denen sind aber alle Anwälte geworden oder in die Wirtschaft gegangen. In die Politik gehen die, die „draußen“ nichts werden… Auf einen Generationenautomatismus kannst du warten bis es wieder dinosaurier gibt…

      • Anonymous

        Alter bist du naiv- den Traum hatte jede Generation spätestens seit den 60s, oder meinste wir haben alle auf den Bäumen gewohnt. Kaputt gemacht habens immer die alten Spiesser, die die Macht an sich reissen in jeder Generation und das auch in Zukunft werden. Helfen kann nur eine Revolution und seit letztem Jahr darf die Bundeswehr im inneren eingesetzt werden, angeblich wegen ´´Terroristen´´, also Pustekuchen -wir sind alle am Arsch und es wird schlimmer werden!

      • Anonymous

        du bist ein naives Kind

  • Save the Bluebird!

    Die Folgerung ein „weißer Markt“, infolge einer Legalisierung von Cannabisprodukten wäre ebenfalls der Tod der Coffeeshops, erschliesst sich mir nicht ganz. Ich denke nur die aktuellen Angriffe auf die Toleranzpolitik können dem Coffeeshop existenziell gefährlich werden. Auch wenn eine (europa- bzw. weltweite) Legalisierung den Coffeeshops einen, bislang unbekannten und wahrscheinlich nicht herbeigesehnten Wettbewerb aufzwingen würde.

    Zitat: „Hat die (weitgehend gesicherte) Existenz niederländischer Coffeeshops die “roten Linien” deutscher Drogenpolitik in den letzten 30 Jahre messbar in Richtung Legalisierung verschoben? Was nützt es “uns”, wenn Shopbesitzer ihr Geld ungestört verdienen dürfen?“

    Gute Frage, klare Antwort: Nein, die Existenz der Coffeeshops hat die deutsche Drogenpolitik nicht in Richtung Legalisierung verschoben.

    Aber: Dafür hat bisher jeder Angriff auf die niederländische Duldungspolitik uns ein klein wenig weiter weg von einem politischen Umdenken in Deutschland gedrückt. Denn immer heißt es gleich von den Gegnern eines kontollierten Markts: “ …. und inzwischen rudern selbst die Holländer in Sachen Toleranz mehr und mehr zurück!“

    Meine Meinung ist ganz klar: Legalisierung! Und zwar sofort!
    Aber ich denke trotz allem ist die holländische Coffeeshopkultur ein lebendiges (und bislang das einzige!) Beispiel dafür, dass ein regulierter und legaler Umgang mit Cannabis fuinktioniert. Denn auch wenn es in Holland nur die Illusion der Legalität zu bestaunen gibt, sind die Erfolge einer Legalisierung dort immer noch am besten zu Beweisen.
    Klar: In Colorado und Washington werden die Vorteile der Legalisierung, sowie die Lösbarkeit der niederländischen „Hintertür Problematik“ zukünftig noch wesentlich repräsentativer darstellbar sein, aber Langzeitergebnisse gibt es eben bisher nur aus Holland.

    In diesem Sinne betrachte ich das niederländische Coffeeshopmodell als eine Vorstufe der Legalisierung, deren Vernichtung einen enormen Rückschritt darstellen würde.

    Zudem werden soziale Netzwerke auch zunehmend von Coffeeshops genutzt, welche auf Ihren Profilen ein großes internationales Publikum versammeln und hierdurch die weltweite Szene wieder ein Stückchen näher zusammen rücken lassen. Es findet ein Prozess der Verdichtung statt, und das nicht nur in den Köpfen von Menschen mit cannabinoidem Hintergrund, sondern vor allem in der Vernetzung der Aktivisten und Befürworter.

    Gleichwohl erfreut sich das Engagement von Frontmännern wie Nol van Schaik, Peter Lunk, oder Marc Josemans, nicht nur auf KeinWietpas.de großer Zustimmung.
    Das Engagement der „niederländischen Front“ trägt daher ebenfalls zu einer „globalisierung“ der Interessengemeinschaft über die Grenzen der Niederlande hinaus bei.

    Ich bin somit nach wie vor der festen Überzeugung, dass der Coffeeshop ein äusserst schützenswertes Weltkulturgut ist und der Kampf gegen jegliche Restriktionen auch hilfreich für den steinigen Weg hin zu einer echten Legalisierung ist.

    In diesem Sinne allen mutigen Kriegern der Entkriminalisierung und Legalisierung meinen größten Respekt und ergebensten Dank für ihre Arbeit!

    Legalize it now!….. Und rettet das Züntier!

    Euer L. Ron Hanfrey

    • UsualRedAnt

      Das Geschäftsmodell der meisten Shops, die ich kennenlernen durfte, bestand zu einem Gutteil aus „Verkaufe an Touristen“. Drogentourismus im deutsch-niederländischen Sinne wird es aber nicht mehr geben, wenn hierzulande Hanfläden aufmachen oder das Büdchen an der Ecke sein Angebot legal um Cannabisprodukte erweitert.

      Diese ökonomisch kaum zu vermeidende Entwicklung ist den Shopbesitzern durchaus bewusst. Nicht umsonst finden Nol und Peter so wenig Unterstützung unter Kollegen. Oder glaubst du, dass sich Bulldog & Co. zufällig nicht in Sachen „Legalisierung“ engagieren?

      • Übrigens war der Bulldog einer der Sponsoren von #AMS420

      • Es erwartet ja auch niemand von den Coffeeshopbetreibern, dass sie sich für die Legalisierung in Deutschland einsetzen. Ein wenig mehr Engagement wenn es um die eigenen Interessen geht: 15%-Kriterium, I-Kriterium, Abstand zu Schulen uvm. stelle ich mir jedoch (schon allein aus geschäftsmännischer Sicht) vor. Aber scheinbar sind die meisten Gastronomen (das sind Coffeeshopbetreiber ja) unpolitisch. Hierzulande gab es ja auch keine Demonstrationen gegen das Rauchverbot, obwohl das auch Existenzen vernichtete.

    • Die Hintertürproblematik der schwarz versorgten Coffeeshops würde irgendwann verschwinden, das heißt ja nicht das die Läden und deren Kultur verschwinden muss. Nur der dahinter stehende Schwarzmarkt muss verschwinden.

  • UsualRedAnt

    @Anonym – Wer nicht zu denken wagt, was unmöglich scheint, wird nie erleben, dass es Realität wird. Traum – Gedanke – Tat anders funktioniert Politik meiner Erfahrung nach nicht.

    • „Traum – Gedanke – Tat“ Genau so funktioniert es!
      ALLES, was sich Menschen auch nur entfernt vorstellen können, kann Realität werden!
      Ich verstehe nicht, warum wir uns selber immer Gedanklich einschränken sollen!?

      „Geht nicht!“ gibt´s nicht!

      • Joachim

        …wenn man keine träume hat, werden keine träume wahr …

  • Liebe Freunde, ich denke die Fronten, an denen es für Hanf zu kämpfen gilt, sind genauso zahlreich wie die Nutzungsmöglichkeiten dieser Pflanze. Einerseits ist es immens wichtig, dass die Niederlande drogenpolitisch nicht weiter in eine Repression abdriften, andererseits sehen wir uns auf dieser Seite der Grenze mit noch gewaltigeren Auswüchsen der Prohibition konfrontiert. Überall gilt es, die Stange zu halten, und auch grenzübergreifender Aktionismus wie bei KeinWietpass! ist wichitg. In einem Punkt möchte ich Steffen jedoch widersprechen (und als langjähriger Aktivist wird er mir vielleicht sogar trotzdem zustimmen, lol): Ich denke, dass unerwünschte Anquatschversuche schmuddeliger Straßendealer genau das Gegenteil davon auslösen, was wir wollen, denn der Durchschnitts-Deutsche denkt sich dabei nicht: „Hola, die Auswüchse des Hanfverbots werden ja immer schlimmer!“ sondern er denkt „Scheiß Drogensüchtige und Kiffer, labern mich hier einfach auf der Straße voll! Wo ist eigentlich die Polizei?“
    Was wird uns also aus dieser Misere helfen?
    Nun, zum ersten natürlich: Gesicht zeigen! Ganz egal, ob auf einer Demo, auf dieser Seite hier, bei Gesprächen im Alltag, usw. …Ich kenne, wie ihr sicherlich alle auch, so viele Leute, die seid -zig Jahren kiffen, die aber immernoch Angst haben (Job, Führerschein, etc.) dazu auch zu stehen und es öffentlich kund zu tun. Redet mit ihnen! Die Verfolgung wird nicht von alleine aufhören, dann heißt es, ein Leben lang Angst zu haben. Wir werden nix bewegen, wenn alle weglaufen!
    Desweiteren muss der politische Druck immer weiter ausgebaut werden, so wie das zum Beispiel der DHV sehr gut macht, und last but not least: Gras wird nicht gespritzt! Ergo – Aufklärung, Aufklärung und nochmal Aufklärung!
    Wird es länger dauern? Ja! Ist es anstrengend? Ja! Kann es sein, dass man dabei gegen die ein oder andere Wand läuft? Ja! NA UND? Viel schlimmer ist ein Leben voller Verfolgung, und by the way: Sie werden auch eure Kinder verfolgen, wenn ihr nichts dagegen tut. Aber ich schweife ab und renne damit hier ja eh nur offene Türen ein ;)
    Und um den Beitrag zu einem Ende zu bringen: Ja, es ist auch wichtig als deutscher gegen den Wietpass zu kämpfen, überhaupt wären mehr inner europäische Vernetzungen von Legalisierungsbefürwortern nicht das dümmste.
    In diesem Sinne lasst euch nicht unterkriegen, wir sind viele, euer Floh Söllner

  • Big Up Floh!

  • Lieber Steffen,

    vielen Dank für Deine Gedanken. Allerdings sehe ich bei Dir klar den Fokus auf die Legalisierung in Deutschland und auch eine gewisse „Berliner Sichtweise“.

    Natürlich interessieren sich viele der Autoren und Leser auch für die Legalisierung in Deutschland – aber eben nicht alle. Bei den Autoren ist es die Mehrheit – bei den Lesern bin ich da nicht einmal sicher.

    Generell sind unsere Leserzahlen weit höher als die Zahlen der Kommentatoren und auch diejenigen, die nur bei den Umfrafgen mal was anklicken ist, verglichen mit unseren Zugriffen, eher gering. Die Zahl derer, die dann sogar zu Aktionen und Demos kommen gehrt dann in den Promille-Bereich gemessen an den Lesern.

    Das ist eventuell auch eines der „Erfolgsgeheimnisse“ von kein Wietpas! Wir haben die Leute angesprochen, die von den vielen Seiten und Blogs der deutschen Legalisierungsbewegung noch nicht angesprochen wurde. Einige wenige sind daraufhin auch zu Aktivisten in unterschiedlichen Bereichen geworden und sind nun aktiver Teil der deutschen Legalisierungsbewegung.

    Um es aber mal ganz ehrlich auszusprechen, sehe ich sowohl anhand der täglichen Suchbegriffe als auch an der (bei uns schon zum running-gag gewordenen) Frage „Und was ist mit Venlo?“, dass die meisten Leser hier doch einfach nur wissen wollen welche Stadt in ihrer Nähe wieder auf ist und nebenbei erfährt man noch interessantes zur Politik und Eigenheiten des geliebten Nachbarlandes.

    Denn das ist es für die Mehrheit der kein Wietpas! Leser – ein naher Nachbar. Wenige unserer Leser kommen aus Ostdeutschland oder Berlin. Die meisten sind Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Logisch, diese bevölkerungsreichen Bundesländer haben lange Grenzen zu den Niederlanden und sind direkte Nachbarn.

    Ich weiß nicht ob ich es betonen muss, aber auch wenn wir hier politisch sind, so sind wir doch eines auch: böse Drogentouristen.

    Ich weiß nicht, ob Du immer noch nicht verstehst, dass für Menschen wie mich die Niederlande nicht wirklich irgendein Ausland sind, in das man 2 Mal im Jahr fährt. Maastricht ist keine 30 Km von meiner Wohnung entfernt. Ich empfand die Shops dort sozusagen als Geburtsrecht. Seit ich 18 war, war es eine Selbstverständlichkeit in niederländische Coffeeshops zu gehen – mit Straßendealern hatte ich in meinem Leben sicher unter 10 Mal zu tun und das soll auch so bleiben. Ich stehe hier durchaus für eine Sache, die mich auch selbst betrifft und mit der ich mich daher glaubhaft identifizieren kann. Das ist nicht nur irgendein politisches Projekt für mich – hier geht es ganz klar auch um meine gewohnte Lebensqualität – und die ist zunächst einmal im Mai 2012 deutlich gesunken – ich denke sowas kennst Du nicht. Du solltest also nicht von einer Berliner Perspektive (ich weiß ihr habt da eine gute Infrastruktur und jemand in unserer öffentlich exponierten Position bekommt sowieso mehr Kontakte als er braucht – aber davon sollte man nicht ausgehen. Du denkst an den großen politischen Durchbruch – dafür arbeite ich auch, aber ich stelle das Fernziel nicht über alle anderen Teilerfolge und bin nicht bereit einen Wegfall des niederländischen Duldungsmodells als Experiment um Druck aufzubauen ausprobieren zu wollen. Ich denke an den kleinen Grenzbewohner ohne Connections, der froh ist im Coffeeshop auch mal eine Sorte zu bekommen, deren Namen und Genetik er kennt. Mal wenigstens zwischen mostly Indica und mostly Sativa wählen zu können – ja, es gibt Menschen für die das nicht selbstverständlich ist und die interessieren sich auch nicht mehr für Sprit, Dämmstoffe, Medizin oder Kleidung und Papier, wenn sie beim Straßenticker Dreck holen müssen statt mal eben rüber nach NL fahren zu können.

    Nein – ich sehe die niederländische Cannabispolitik nicht als Hemmschuh für die Legalisierung und unsere Leserschaft ist keineswegs so treu wie die auf kleineren Blogs. Vor dem Urteil im Josemans-Prozeß schwand das Interesse merklich und die Demo in Maastricht sowie der erste Kommentar zum Bericht darüber (War ja klar dass kaum einer kommt – in Maastricht gibt´s ja nichts mehr zu rauchen) sprechen Bände. Wenn die Niederlande zurückrudern dann ist das eine Bestätigung für Dyckmans und Co. – das darf nie passieren. Im Gegenteil – ich hoffe auf eine Wende in der Repressionspolitik die NL in den letzten Jahren gefahren ist. Auch die VVD lässt sich evtl. vom Gemeindeanbau überzeugen und wenn das Problem der HIntertür gelöst ist, hat das niederländische Modell Zukunft und kann weiter als Vorbild in Europa dienen, von dem sich in der veränderten weltpolitischen Stimmungslage zum Thema (Stichwort USA) auch die anderen etwas abschauen können. Zudem gibt es evtl. positive Entwicklungen in Teilen Osteuropas (nicht nur Tschechien) – die sich auch an NL orientieren. Dazu kann ich mich öffentlich aber nicht äußern – evtl. mal privat per Chat.

    Bei einigen hat die Wut die Angst überwunden. Sie ducken sich nicht mehr weg – aber es sind immer noch wenige. Auch in Limburg haben sich Strukturen wie in Deutschland gebildet – der Schwarzmarkt etabliert sich und taucht ab in den Untergrund (wird unsichtbar). Die Niederländer haben eh alle bereits ihre Wiet-Taxi Nummern – die bekommen nur für 2/3 des Shoppreises direkt nach Hause geliefert und die Stammtouristen haben auch mittlerweile ihre Nummern oder Privatadressen. Wenn man die Geschichte weiter so laufen lässt, etabliert sich der Schwarzmarkt wie in Deutschland und Opstelten und Co. können dann mit Fug und Recht sagen es sei die Overlast doch nun verschwunden. Dann wird auch kein Gericht mehr bessere Alternativen einfordern.

    Alle anderen Modelle als das Coffeeshopmodell fordern mehr Engagement von den Konsumenten bzw. eine Registrierung (z.B. CSC) – viele wollen aber eben einfach in ein Geschäft gehen, keine Formulare ausfüllen, keine Ausweise oder irgendwelche Pässe zeigen etc. und sich Gras kaufen – Punkt. Das will ich übrigens auch. Bin da also voll an der Seite der Coffeeshopbetreiber.

    Steffen Geyer schrieb: „Kein Flyer, keine Webseite mobilisiert und emotionalisiert Normalbürger besser für ein Ende der Prohibition als unerwünschte Anquatschversuche schmuddeliger Straßendealer.“

    Da bin ich absolut nicht bei Dir. Gerade der „Normalbürger“ denkt ohne Aufklärung (und bei vielen besiegt selbst die nicht 50 Jahre Propagandalügen und Gehirnwäsche von Kind an) doch gar nicht so weit. Im Gegenteil – je mehr öffentliches „Drogenelend“ der Normalbürger sieht, desto lauter schreit er nach Polizei und Ordnungsamt. Konnte ich in Aachen gut beobachten. Sicher 15 Jahre hatten wir hier eine große offene (meist H) Drogenszene. Anwohner gründeten Initiativen um die Junkies und Dealer zu vertreiben – lustigerweise war es die Polizei, die die Szene am liebsten erhalten wollte – dort an einem Fleck hatte man sie unter Kontrolle. Als dann dort ein Einkaufszentrum gebaut werden sollte, gab die Stadt nach und die Bürger bekamen ihren Frieden – nun sitzt die eine Hälfte im Knast (weil „aufgeräumt“ wurde) und die anderen betreiben dezentrales Junkiejogging – jedenfalls ist die Szene kaum noch sichtbar. Ich bin nicht so optimistisch was die Denkweise der Mitbürger anbelangt. Vielleicht bist Du schon zu lange dabei und nur noch von Leuten umgeben, die so denken und für die das logisch ist, aus dem angequatscht werden von einem Straßendealer den Schluß zu ziehen, das die Prohibition daran Schuld ist. Die meisten Bürger denken da aber leider noch immer anders.

    Wie anfangs gesagt kämpfe ich auch für die Legalisierung in Deutschland, ich würde dafür aber niemals die Niederlande opfern. Die waren und sind mir meine Hanf-Heimat und diese Heimat will ich weder verlieren, noch gegen Berlin eintauschen, wo ich auch 2 1/2 Jahre gelebt habe. Die Schlacht um die Legalisierung wird wohl weder in Berlin noch in Den Haag gewonnen – ich tippe da eher auf Brüssel und das EU-Parlament.

    Ich habe übrigens Kontakt zu Franzosen, die gemeinsame Aktionen zur EU-Wahl 2014 machen wollen – das liegt seit Monaten auf Eis, kann mich ja auch nicht aufteilen. Vielleicht chatten wir auch mal darüber.

    Gruß Toni

    • AC-AB

      Strassenquali und Kurs in Aachen lassen ja auch zu wünschen übrig und das direkt an der Grenze. Bin schon in nicht grenznahen Städten an bessere Quali und Kurs gekommen. Wie machst Du das seit letztem Mai ? Homegrown ??

      • Homegrown ?? Aktivismus!!!

        Aachen brauchte einfach nie Straßendealer und eine Gras“szene“ (außer evtl. Minderjährige). Hier gibt es kaum gewachsene Strukturen. Außer von Türken-Kiddies in der Scheibenstraße wurde hier nie öffentlich gedealt.

        Letzlich ist Aachen geografisch einfach mehr NL als D.

        • Anonymous

          Und wie kommste durch deinen Aktivismus an Rauchware??? Wie läuft das denn in Aachen? Haben alle aufgehört zu kiffen?

          • Solche Themen sollten nun wirklich nicht öffentlich gesprochen werden.

          • Anonymous

            Ich sehe das ganze etwas anders. Man sollte den Politikern mal deutlich machen was man beim Dealer alles bekommt und das diese auch wenig am Alter der Kunden interessiert sind. Stellt euch vor es gäbe Alkdealer für Minderjährige, der Aufschrei in Deutschland wäre riesig. Beim Dealer weiß man nicht ob es gestreckt ist, wo es her kommt, wer daran verdient usw. Und viele Dealer verkaufen auch weitere harte Drogen, die es in Coffeeshops nunmal nicht gibt. Die meisten Politiker haben Kinder und darüber müssen wir es denen klar machen, dass Cannabis für jeden in Deutschland zugänglich ist, mit den bekannten „Nebenwirkungen“ des Schwarzmarkts. Ganz zu schweigen von den verlorenen Steuern, die ja auch ein Argument der Legalisierung sind. Laut Medien kontrolliert ja die Rockerszene den Markt, zumindest im Hintergrund, und um denen den Gar aus zu machen… Legalize it!!!!!

    • UsualRedAnt

      Ich gestehe gerne, dass ich die Niederlande und ihre Bewohner nur unzureichend als „direkte Nachbarschaft“ empfinden kann, aber es geht mir auch nicht darum, Amsterdam zugunsten der Legalisierung in Deutschland „zu opfern“.
      Vielmehr hoffe ich, dass der Artikel einige Leser dazu motiviert, das Geschehen vor der eigenen Haustür ebenso aufmerksam zu verfolgen wie das Hü und Hott im Land der Windmühlen.

      Die Hoffnung auf eine Brüssler Lösung musst du mir gelegentlich mal erklären. Ich sehe auf EU-Ebene kaum Raum für Substanzielles.

      • Das tun wir. Und das tun auch viele Leser. Die Kommentatoten bei „Kein Wietpas!“ Und bei Antonios Blog sind oft die selben.
        Aber für viele von uns sind die Niederlande eben nicht nur das Land, in dass man 2 mal im Jahr Urlaub macht um paranoiafrei zu chillen, sondern hält auch das bestehe Versorgungs- und Geniessungsnetz. Dort wo man lieber ist als in versifften Wohnungen von 10 Jahre jüngeren „Ticker“.
        Und wenn man von einem steinten Europa träumt, dann Kotzen einen Grenzen sowieso an.

      • Länder wie Deutschland und Frankreich üben seit Jahren über die EU Druck auf die Niederlande aus. Das Pilzverbot in den Niederlanden hatte meiner Ansicht nach ganz klar damit zu tun, dass psilocybinhaltige Pilze in NL frisch ganz legal waren – wie Gemüse. Das heißt ich konnte theoretisch auch einen ganzen Lastwagen voll Pilzen kaufen und damit eigentlich auch in andere EU-Länder fahren (Aufgrund Art. 34 AEUV). Mit dieser Begründung mussten deutsche Gerichte vor dem Pilzverbot in den Niederlanden tatsächlich mehr als einmal Verfahren gegen Angeklagte deutsche Smartshopbetreiber, die versucht hatten hier Pilze zu verkaufen einstellen bzw. die Angeklagten haben sich erfolgreich mit dieser Begründung zur Wehr gesetzt.

        Nun gibt es eine Finanzkrise in der EU. Die Südeuropäier stehen vor einem Desaster und haben z.B. Spanien 27% Arbeitslosigkeit und über 50% Jugendarbeitslosigkeit. Dazu herrscht dort das richtige Klima um legal günstig anzubauen (und zu exportieren). Auch manch finanzschwaches osteuropäisches Land steht solchen Plänen hinter den Kulissen nicht ablehnend gegenüber. Was diese Länder dringend brauchen sind Steuereinnahmen. Diese müssten sich dann aber vorwiegend aus Export und Tourismus generieren. Manch Land wäre froh ein Amsterdam zu haben. Wenn dazu noch das politische und gesellschaftliche Klima in Ländern wie Frankreich und Deutschland durch Leute wie uns verändert wird, bröckelt auch hier der Widerstand und den Menschen ist schwer zu vermitteln, warum wir die Finanzlöcher in ganz Europa stopfen sollen, wenn es doch eine viel elegantere (Teil)lösung des Problems gäbe von der alle profitierten.

        Eben aufgrund des Artikels 34 müsste Cannabis in allen EU-Ländern legal werden, wenn nur ein Land es wirklich legalisiert und nicht nur duldet. Da sich nationale und EU-Politik bekanntlich überschneidet, kann man nicht klar sagen wer wen beeinflusst. Aber ich fände die Lösung über die EU elegant. Dann bräuchte auch kein konservativer Politiker befürchten, wegen einer positiven Entscheidung zum Thema Hanf Wählerstimmen zu verlieren – er könnte es dann einfach auf die EU schieben, an deren Regeln man eben gebunden sei.

    • Nunja,

      in NL führt die neue Dealer-overlast ja zu mehr Regulierung (doch keine Einfuhr von Wietpas im Rest des Landes, Bestrebungen zum kommunalen Anbau vieler Gemeinden)

      Floh liefert doch schon die richtige Lösung für das Problem: Mehr Aufklärung. Wer aufgeklärt ist, (wie die Mehrheit der Niederländischen Bevölkerung) der erkennt mit Leichtigkeit die Zusammenhänge: Dealer schlecht -> Schwarzmarkt schlecht.

      Aber die Aufklärung liegt in erster Linie an uns. Man sieht ja fast täglich das die Propagandamaschinerie dazu noch nicht bereit ist. Wir informierte, die im Normalfall genügend unaufgeklärte Konsumenten kennen, die alle unaufgeklärte Verwandte und Bekannte haben, wir müssen immerzu die Leute in unserem Umfeld aufklären. Dann erkennen die Menschen bald die zweite Seite der Medallie, wenn Medien oder Dealer sie mit Drogen konfrontieren.

      Toni sagt viel wahres. Wer weiß ob die portugiesischen, tschechischen, schweizer, amerikanischen u.s.w. Experimente ohne die Erfahrungen der niederländischen Experimente zustande gekommen wären? Das Argument „Seht ihr, scheiß kiffer, selbst die Niederlande rudern zurück“ ist dabei natur-gegeben. Die Prohibitionisten nutzen jedes noch so kleinste und unlogischste Argument für ihre Zwecke.

      Aber wer einen evidenzbasierten Blick wagt, wird (um beim NL-Modell zu bleiben) sehen, das die „Trennung der Märkte“ und die Schaffung kontrolierbarer Einrichtungen positive Entwicklungen sind (mal abgesehen davon das dieses Duldungsexperiment natürlich auch einige negative Aspekte hat [wie es jedoch von solch gewagten, auf internationalem Parkett heiklen Experimenten zu erwarten ist]).

      Ganz klar begreife ich jedoch auch Steffens Argument! Ich sehe das so: Viele Leute informieren sich, und klären auf, aufgrund der Ereignisse in NL. Durch die neuen Pläne wurden eine handvoll neuer Aktivisten geschaffen, welche letztendlich das Zünglein an der Waage der öffentlichen Meinung sind. Und die öffentliche Meinung hat letzten Endes sogar in Berlin das sagen. Wir brauchen einfach nur 51% der öffentlichen Meinung. Und genau dahin, über den Umweg individuellen Aktivismus, führen Ivos Besteben, in bevölkerungsreichen Regionen mehrerer europäischer Länder…

      Das einzige was im Bericht fehlt ist das richtige Wort: Ich glaube es heißt: „einen Bärendienst erweisen“

  • Anonymous

    legalisierung in deutschland?
    spd hats mal versprochen, grüne habens mal versprochen, an der macht waren beide schon lang genug dafür.
    geändert hat sich kaum was
    die lobby dagegen ist einfach zu einflußreich
    in der hinsicht bin ich pessimistisch, warte schon 40 jahre darauf, nicht mehr verfolgt zu werden.
    werd das wohl nicht mehr erleben.
    saufe ich auf der arbeit, werd ich zuerst gedeckt, dann haben alle mitleid und wollen mir helfen.
    kommt raus, dass ich dann und wann mal ne tüte geraucht hab, bekomm ich nen tritt und bin arbeitslos

  • penisnase

    steffen hat recht damit das wir alle mehr für die legalisierung in in deutschland kämpfen müssen. aber ich bin mir sicher das es absolut nicht schaden kann wenn wir uns auch für eine besserung der situation in den niederlanden stark machen. ich selbst komme aus bayern und kenne selbst mehrere betroffene denen durch die prohibition die existenzgrundlage zerstört wurde. ich bekomme ständig mit wie hart und trotzdem wirkungslos die verfolgung von cannabiskonsumenten bei uns ist und auch deshalb bin ich froh alle 3-4 monate mal ein paar tage in holland zu verbringen und mich vom harten alltag und der ständigen paranoia und der angst in deutschland zu erholen. ich kämpfe sowohl für die deutsche legalisierung indem ich auf deutsche demos gehe und auch versuche nichtkonsumenten klar zu machen das die prohibition in deutschland ein schwachsinn ist. ich war aber auch auf dem 420 smokeout wei ich wenigstens diesen rückzugsraum für mich nicht verlieren möcht.

  • P.S. Ich kann mich noch daran erinnern, dass der DHV damals als der Wietpas eingeführt wurde einen ganz ähnlichen Artikel publiziert hat. Deutlich schien daraus die Hoffnung die Repression in Holland könne gut für eine Legalisierung hierzulande sein.

    Diese Auffassung teile ich überhaupt nicht. Ja – der Wietpas hat Leute sensibilisiert – auch für die Legalisierung in Deutschland, aber echte Aktivisten sind nicht viele neue „geboren“ worden. Und auch die „Ausdauer“ der wütenden Konsumenten ist nicht unerschöpflich. Wie ich in meinem verangegangenen Kommentar schrieb, gab es in den letzten Monaten bereits deutliche Ermüdungszeichen.

    Ich sehe es eher so: „Kein Fußbreit den Prohibitionisten.“ Holland ist „erobertes“ Territorium – das wird nicht zurückgegeben. (Um es mal in einer etwas kriegerischen Rhetorik auszudrücken.)

    • UsualRedAnt

      Für mich ist Holland (trotz oder vielleicht sogar wegen der Coffeeshops) fest in der Hand derjenigen, die auch auf dem deutschen Hanfmarkt das Sagen haben – Strafverfolger und organisierte Kriminalität. Die Konsumenten sind hüben wie drüben das schwächste Glied der Nahrungskette.

    • Das war damals das Hanfjournal. Man kann schon manchmal durcheinander kommen bei soviel Hanf :)

      • Du hast recht, ich war mir auch echt nicht mehr sicher ob es das Hanfjournal oder der DHV war – dachte dann kurz an Hanfblatt (aber die Zeitung gibt es ja lieder nicht mehr und in der grow! stand es nicht. ;-)

    • Donkey

      „Diese Auffassung teile ich überhaupt nicht. Ja – der Wietpas hat Leute sensibilisiert – auch für die Legalisierung in Deutschland, aber echte Aktivisten sind nicht viele neue “geboren” worden. Und auch die “Ausdauer” der wütenden Konsumenten ist nicht unerschöpflich. Wie ich in meinem verangegangenen Kommentar schrieb, gab es in den letzten Monaten bereits deutliche Ermüdungszeichen.“

      nun ja, wenn du mit Aktivist meinst vor Ort auf Demos etc. präsent zu sein ja, wir auch mau bleiben, liegt in der Natur des Hanfes. Jedoch sehe ich auch andere „Aktivisten“ die täglich mehr werden.
      Privatsponsoren beim DHV:
      2011: 388
      2012: 652
      2013 aktuell: 897 !

      Geld regiert die Welt, also müssen wir so viel wie möglich für unseren Zweck zusammenbekommen.

      ich gehe davon aus, dass die 1000 dieses Jahr noch erreicht werden und hoffe auf eine Aktion „Extrafuffi“ wenn die Zahl erreicht wird. Vielleicht wäre das was für die Sonntagsfrage?

    • Ohne Wietpas hättest du doch kaum auf Demos in Mikros und Kameras gesprochen! Ich denke das ist für eine Legalisierung sehr viel mehr Wert, als wütende Konsumenten.

      Manchmal muss man etwas verlieren, um den Wert von Dingen zu erkennen

      Duldung und Hintertür hätte eh nicht ewig weitergehen können. Das CS-Experiment verlief positiv. Jetzt gilt es die letzten Kinderkrankheiten zu beheben. Jahrelang ist politisch vieles vor sich hin gedümpelt. Erst jetzt, nachdem Ivo beschloss den Canna-sozialen Bodensatz mal so richtig durchzurühren kommt Momentum ins Spiel, welches mit ein wenig Einsatz und Geschick zu mehr Legalisierung in Holland führen könnte. Und das wäre auch gut für Deutschland. Dann könnte man den Politikern nicht nur zeigen das ihre Propaganda nicht stimmt, man könnte ihnen sogar ein praxistaugliches Modell unter die Nase halten. Doch dazu muss das Geschäft aus der Hand von Kriminellen genommen werden. Und genau das wird seid Einführung des WP von Bürgern, Parteien und Gemeinderäten gefordert.

      • Thats it!
        Ich kann Kommentare von mir ausm Mai letzten Jahres finden (anderer Nick) wo ich genau das sage und habe es auch immer wieder gesagt. Das Duldungsmodell ist kein Vorbild – selbst ich als „König von deutschland“ hätte das NIE und NIMMER so übernommen. Das ist genau genommen fast schlechter wie illegal. In D versorgen sich mehr Leute durch „große“ Privatgrower als in NL. In NL gehen diese Beträge an die Mafia. In D helfen sie die Privatsponsoren des DHV binnen 3 Jahren zu verdoppeln… und die Gewinne der Mafia zu schmälern.
        Wenn jetzt die Regulierung mittels Gemendeteelt in NL probiert wird… DANN haben wir endlich mal ein Modell in Europa welches Vorbildlich sein könnte!

  • P.P.S. Wenn ich nicht dieses Verhältnis zu den Niederlanden und diese nicht mein „Europa der Regionen“ (um mal den schlimmen Stoiber zu zitieren) wären (zumindest Limburg) würde ich auch niemals im Ausland demonstrieren. Aber für mich ist die Euregio (wozu Teile Belgiens, der Niederlande und Deutschland gehören) eben meine Heimat – und da trete ich für meine Rechte ein – Berlin ist weit. Amsterdam ist 2:15 Std. mit dem Zug entfernt.

  • JS

    Ich vertrete auch häufig in vielen Belangen die Meinung: „Der Mensch muss er Fehler machen um daraus zu Lernen“, oder in anderen Worten „Manchmal kann aus einem Übel was ganz Gutes werden“. Und ähnlich sehe ich es auch hier. Die Situation in den NL vor dem 01.05.12 war Aufgrund der Backdoorproblematik sehr fest gefahren. Schlimmer noch, wie in letzter Zeit mehrfach in der Presse: Es haben sich sehr mafiöse Strukturen gebildet und die Methoden sind zum Teil sehr erschreckend. Eine direkte Legalisierung hätten die NL nie direkt unter dem Druck der Nachbarstaaten & der EU hin bekommen. Aber aus dem Chaos der daraus entstanden ist, scheint eine Legalisierung aktuell betrachtet eher wahrscheinlich das sich was in den nächsten Jahren tut, als vor der ganzen Aktion. Ich könnte mir gut Vorstellen das der Schluss in den NL nach Hinten los geht (auf die lange Zeit gesehen), was wiederum Hierzulande und im Rest der EU für Gesprächsstoff Sorgen würde. Man hätte dann neue statistische Vorzeigebeispiele anhand der NL wie sich Prohibition & Legalisierung sich unterschiedlich Auswirken. Und generell ist der „Boah, was haben die den Tolles gemacht, wollen wir auch“ Ton in der EU aktuell wieder im Trend (ich denk gerade an die Begrenzung der Managergehälter & so). Daher teile ich die Ansicht/Hoffnung, das aus dem Bockmist doch noch was Gutes werden kann^^

    • Danke, JS, für diese aufbauende Analyse!
      Genauso könnte es kommen… wobei ich mir sicher bin, dass die heutigen Coffeeshops zu „geschlossenen Clubs“ werden, falls die internationalen Verträge nicht revidiert würden. Geimeindlicher Anbau und „offener“ Verkauf an alle verträgt sich nicht mit „internationalem „Recht““.

      Andererseits: internationale Verträge sind einen SCHEISS wert, falls man „notgedrungen“ anderes entscheiden muss. Siehe „Maastricht-Kriterien“ und No-Bail-Out-Klausel im „EU-Recht“…

  • Aber natürlich hat der Wietpas für mich persönlich nach dem miesen Anfang doch viel Gutes gebracht. Viele neue Bekannte und sogar echte Freundschaften, tolle Reisen und noch mehr nette und interessante Menschen, die ich sonst wohl nie kennengelernt hätte – Dafür sage ich: „Danke Ivo!“

    • Anonymous

      Meine Alzheimer-Diagnose ist auch super, jeden Tag lerne ich neue Leute kennen.
      IRONIE AUS

      Ne, mal im ernst, du bist ein guter Mensch. Manchmal zu gut.

      Vergesst nicht !

      Wir sind Legion !!!

      Peace

      • „Ne, mal im ernst, du bist ein guter Mensch. Manchmal zu gut.“

        Das „Danke Ivo“ war aber eher bitterböse gemeint. Nichts ist Ivo Opstelten wohl mehr zuwider als wenn die bösen Drogentouristen sich untereinander und grenzüberschreitend mit Aktivisten aus NL zusammenschließen und organisieren.

        Ich hatte sogar mal an eine Rubrik: Danke Ivo! gedacht. Dort kann dann jeder Leser schreiben, wofür er sich bei Ivo bedankt. Sei es die tolle neue Connection wo alles viel billiger ist als im Shop oder tolle neue Freundschaften und Dinge die ihr erlebt habt „dank“ dem Wietpas. Städte in die ihr gereist seid, Menschen die ihr getroffen habt, Dinge die ihr kennengelernt habt, Aktionen die ihr gestartet habt, mit wem ihr euch im Netz kurzgeschlossen habt und wer weiß: Hat sich hier nicht sogar schon einmal ein Pärchen gefunden.

  • groooveman85

    Kann Steffen teilweise zustimmen.

    Teilweise denke ich aber auch, dass das holländische Modell durchaus lange Zeit die Debatte in Deutschland mit angeregt hat. Vielleicht zu wenig, aber in den meisten Diskussionen über Legalisierung wird irgendwann Holland angesprochen, und immerhin beweist dieses Modell seit Jahrzehnten, dass durch eine tolerierte bzw semi-legale Abgabe von Cannabis an Erwachsene nicht die Welt zusammenbricht.

    Außerdem unterschätzt du, wie oft wir dieses „Die Holländer haben auch ihre Shops dicht gemacht“ noch als Gegenargument für die Debatte in Deutschland zu hören bekommen werden. Das kommt ja jetzt schon regelmäßig bei Diskussionen vor, wegen den schlecht recherchierten Berichten in deutschen Medien. Und es wird dann gerne suggeriert das ja offensichtlich irgendetwas an den Coffeeshops schlecht gewesen sein muss, wenn die Holländer sie wieder abschaffen oder eindämmen.

    • Anonymous

      Das „Argument“, dass die Holländer nun ihre Shops dicht gemacht haben kann man doch so einfach entkräftigen.

      Die haben die Shops für UNS dicht gemacht weil WIR UNSER „Drogenproblem“ im eigenen Land nicht in den Griff bekommen.

      Gäbe es in den Nachbarländern um NL auch Coffeeshops, dann würde es garnicht zu Overlast in Grenzstädten kommen. Das Problem verursachen in NL nicht die Kiffer sondern die Massen an Kiffern aus den Nachbarländern.

  • Anonymous

    Die Frage ist doch, wie man beim Thema Legalisierung am schnellsten zum Ziel kommt. Da kann man hier tippen, bis die Hand in Fetzen hängt – das ändert noch gar nichts. Die Politiker müssten Gesetze, die für „uns“ maßgeschneidert sind, durchwinken. Wie kann man das am Schnellsten erreichen? Meiner Meinung nach ist regelmäßig Informationen im Bundestag/Bundesrat verteilen eine sinnvolle Option. Die interessieren sich auf jeden Fall auch für Drogen, sind schließlich auch nur normale Menschen. Können sich nur nicht erlauben, welche zu nehmen. Nicht offiziell zumindest. Und anonym jeden von denen im geheimen an eine Fackel kommen zu lassen würde wahrscheinlich mehr bringen als 100.000 Blogeinträge und Kommentare. Nur wer würde sich darum kümmern und das Vorhaben finanzieren? Fragen über Fragen…

    PS: Hab mir von ner Frau sagen lassen (die können es besser sehen als wir Männer), das der Steffen Geyer sich auch zu den schönen Männern zählen kann, Gratulation :-)

  • Anonymous

    Super Beitrag, gern mehr von dir ;)
    Ein weiteres Plus, für NL und das „Coffeeshop-Modell“, ist der Umgang mit Gras im Grenzgebiet! Heir verwaschen sich die gesetzlichen Grenzen so sehr, dass das Verständniss für die Verfolgung von Mariuhuana-Konsumenten aus D auf Unverständniss stößt! Ca. 50 % meines Freundeskreises stammt aus NL, alle vor 5-7 Jahren im CS kennen gelernt, klar trifft man sich auch privat, aber halt auch oft im Shop. Sowohl ich, als auch meine niederländischen Freunde (hört sich echt geil an, wenn man so differenzieren muss!), wissen wie der Besitz in D geahndet wird, aber speziell als wir alle den Führerschein gerade bekommen hatten, haben wir so oft vergessen, dass wir gerade die Staatsgrenze überfahren, dass es für mich echt micht mehr lustig war! Auch seit dem 1.5. bzw. in der darauf folgenden Woche, wurde meinen Kumpels erst bewusst, dass ich, weil ich deutscher bin, jetzt nicht mehr im shop chillen und auch nicht mehr kaufen darf! Abgesehen vom GBA-Auszug, den sich alle besorgt hatten, bin ich der Hauptgrund, warum du keinen meiner Kumpels noch zwischen 16 und 18 Uhr im CS nach Feierabend triffst!
    Nazürlich ist das jetzige CS-Shop-Modell nicht das gelbe vom Ei, es hilft aber zumindest den grenznahen Bewohnern, den normalen Umgang mt Cannabis kennenzulernen! Auch wenn man „zuhause“ bei den örtlichen Behörden auf Unverständniss trifft, versteht man nicht warum?! Man war gestern erst auf ner „Stoppelfeld-Fete“ in Roermond, Herkenbosch, Swalmen, Venlo oder sonst wo, man selber, oder ein Freund, oder der Freund eines Freundes hat gekifft, jeder wusste es und nix war schlimm!
    Solche Erfahrungen lassen dich das eingebrannte Feindbild, gegenüber dem Cannabis, das der “ War of Drugs“ geprägt hat und das auch immernoch in den Schulen gelehrt wird, überdenken!

  • hyaene

    nö,nö,nö . ihr seit da selber schuld ,lass die finger von den strassendealer die gibt es in jeder stadt weltweit .und overlast auch.wo keine kunden keine dealer…
    das staatsproblem nr.1 in portugal waren drogen ,nach 5 jahre nr. 30 ,dank der entkrimminalisierung .hier soltet mehr hier machen .für euch.ich kaufe nie auf der strasse
    dann lieber garnicht .95% der kunden in coffeeshops sind ausländer die ja nur standard kennen,ja dann wo gehen die holländer dann kaufen na klar privat …backdoor ,mache ich auch und das sind keine mafia oder so ,ohne diese netten leute gebe es immer nur standard siehe amsterdam ,privat ist mir lieber als ein turistenshop.ich habe meine privat addresse seit ca 27 jahre eine person mit family und was ich bekomme bekommt nicht in shops weil es zu wenig ist und zu schade wäre zu vekaufen. entkrimminalisierung ist ok
    aber legal nein danke ,das macht die mafia erst richtig mit ,billig grass wie mit billig ziggaretten,muss nicht sein.es gibt leider zu wenig guten stoff für alle .lol hyäene

    • Entkriminalisierung UND Regulation mit legaler Anfuhr! Das der Hanf „irgendwoher“ kommt IST SCHEISSE – auch in Deinem Fall. Du konsumierst so viel, das sich diese Art der Connection für DICH lohnt. Was ist mit den Leuten die 3x im Jahr einen Joint rauchen möchten. WO sollen diese Leute ihr Wiet herbekommen? WOHER – wenn nicht über einen regulierten Markt? Wenn Dein Lieferant sein Material legal an eine staatlich legitimierte Abgabestelle verkaufen dürfte und seine Freunde weiterhin wie bisher auch „einfach so“ beliefern kann… Wird Deine Connection dann plötzlich zum bösen Mann weil er der legalen Mafia angehört? Und obwohl es billigen Tabak und billige Zigaretten gibt… kaufe ich seit 30 Jahren nur DIE EINE Sorte Tabak. Dein prophezeites MafiaBilligGras muss doch keiner kaufen.

      • Ganz genau. Denn MafiaBilligGras gibt es heute auch schon – nicht zu knapp. Und nur in der heutigen Situation lässt sich das verkaufen. In einem regulierten Markt mit Qualitätskontrolle findet so etwas kaum Abnehmer, da die Leute besseres gewohnt sind. Es gibt in Deutschland ja auch keine Fälle von gepanschtem Alkohol, wie man es öfter aus muslimischen Ländern hört wo Alkohol auch verboten oder halblegal – zumindest moralisch verwerflich ist.

  • möchte mich nur kurz und knapp zu belgien äussern , ich lebe im deutschsprachigen teil belgiens , keine 100km von maastricht entfernt . die 3g sind leider nur eine richtlinie , dh es liegt im ermessen des polizeibeamten ob dein konsum problematisch ist bzw ob 3g vieleicht doch nicht zuviel für dich sind , genauso wird einem bei jeder noch so kleinen kontrolle das weed/peace abgezockt… also kann hier von 3g/1Pflanze keine rede sein , und wie vielen sicherlich schon bekannt ist wird das komplette grenzgebiet von drohnen mit wärmebildkameras bestückt permanent überwacht… also meiner meinung nach noch sehr sehr weit entfernt von tolerierung/legalisierung.

    mfg Der Belgier ;)

  • achja und ich vermisse den easy going und den kosbor wie sau ;(

    • Ich fühle mit Dir, aber wenn man Haarlem kennt, vermisst man es nicht mehr so sehr. Wenn´s nur nicht so weit wäre. Nols Indica wäre klar mein neuer Stammcoffeeshop – so nett wars in Maastricht nie und auch die Qualität ist besser. Selbst ohne besondere Beziehung ist es da viel netter als es je in Maastricht war. Keine nervenden Ausweiskontrollen oder gar gescanne. Nols Frau oder Freundin (so genau weiß ich das nicht) sagte mir ganz lieb, es sei im Shop so als wären wir in ihr Wohnzimmer eingeladen und genau so wurden wir auch behandelt. Nur eine neue Liebe hilft am besten über die alte hinweg – aber der Unterschied von 300 zu 30 Km bleibt leider.

  • bin letzten donnerstag beispielsweise in eine polizeikontrolle geraten , clean natürlich , da ich aber gerad nach der nachtschicht wach geworden bin , hatt der nette beamte mir um 14.15h (die sonne war seit langem mal wieder draussen die herren werden ja nicht gerne nass :P ) einen speicheltest reingedrückt -negativ , da der gute mann aber nicht zufrieden war und mir keins reinwürgen konnte hatt er mir sofort im anschluss noch einen alkoholtest reingewürgt (weil ich 10 min vorher deo benutzt habe omg). wenn überhaupt dann ist das thema hier in belgien nur geringfügig besser behandelt als in good old germany ;)

    • Hast Du einen BTM-Eintrag im „Polizei-Register“?
      Lag ein anderer begündeter Anfangsverdacht vor?
      Falls nein, dann möchte ich ein wenig korrigieren: Der „nette“ Polizist hat Dir KEINEN reingewürgt sondern DU hast FREIWILLIG einen Speicheltest und einen Alkoholtest gemacht…

      Jeder sollte auch seine Rechte kennen, dann wird´s schon mal viel unangenehmer für die Strafverfolgungsbehörden…

      • Flo Dec lebt in Belgien… und ist sicherlich auch da kontrolliert worden. Ich habe mal verweigert (auch in Belgien) mit dem Verweis das mein Nachbar bei so einer Aktion für 2 Wochen unbegründet den Lappen abgegeben hat und ich das nur machen würde wenn er (der Polizist) mir erklären könne warum ausgerechnet ich „sowas“ genommen haben sollte… Waren frankophone Polizisten und ich habe zusätzlich darauf bestanden das ab jetzt alles weitere in Deutsch erfolgen müsse (kann man in B drauf bestehen – meistens dauert es dann STUUUUNDEN bis es weiter geht ;-) ). War denen alles zu nervig… und mit 46 bin ich auch nicht mehr KernZielGruppe – Ich durfte fahren…
        Rechtssicherheit beim Verweigern – wie in D – gibts in B nicht. Du kannst bei der Polizei beim Erstverhör auch NICHT auf einen anwalt bestehen… (B hat schon einige Rügen der EU deswegen bekommen aber ignoriert – seit 1 Jahr können aber zumindest wir in der DG aber drauf bestehen…)

      • nein kein btm eintrag , weder mit legalen noch mit elegalen drogen je am steuer gewesen ;) und hier in belgien ist das alles etwas strange.

  • was ich als noch grösseres problem hier bei uns ansehe , ist das wir deutschsprachigen belgier , schlechte karten haben was hanfaktivismus angeht , weil es halt an deutschsprachigen mitaktivisten fehlt… also bleibt uns nur noch in deutschland mit aktiv zu werden , wo wir aber nur sehr indirekt von betroffen sind… sry wegen doppeltdreifachpost … hatte ne harte nacht , bitte verzeiht mir ;)

    • Na, 2 DG’ler sind wir doch schon mal ;-)
      Die 3gr. muss die Polizei wieder rausrücken (auf Antrag)… aber stimmt… danach leckt man natürlich immer Speichel.
      Die Weser-Göhler halten sich aber auch mehr an deutsche Prinzipien als an Brüssler…

    • Als Konsum und Medien“deutsche“ läuft die DG einer Lockerung in D blind hinterher. CS in Aachen, Monschau oder prüm könnten wir Schmaubären und Mottese die Füsse hoch legen.
      Wir Euregioaner können mitmachen wo wir wollen – es hilft zwangsläufig überall.

  • @antonio : habe haarlem auch schon 3 mal besucht und muss sagen das ich mit dir einverstanden bin , nur wenn ich mir überlege was das ganze nebenbei noch für ne umweltsauerei ist 30<300 dann macht mich das ganze langsam mehr als wütend/traurig ;(

  • Belgieno

    3 gebeutelte DGler sind wir sogar :-).

    • Stimmt sich… Ist mich doch glatt entfallen… ;-)

    • na das ist mal ein einfang ;) danke für eure info’s hab noch einiges dazu gelernt , übrigens bin 29 jahre alt/jung bin halb sauerländer halb flame ;)

  • Anonymous

    Wann gibt es nochmal was neues…???

    • Was für eine Frage.

  • Anonymous

    Ja ich weiss, Aber ich bin so gespannt was die Coffeeshops aus dem Urteil machen. Sorry.

    • Glaub mir: das sind wir alle!

  • Ivo

    Schönen Guten Morgen! Da ist man mal ein Wochenende inaktiv – und dann wird hier wichtig geschrieben ;-)

    Steffen erstmal vielen Dank für Deinen Beitrag, schön das wir mittlerweile soviel Aufmerksamkeit erregen. Ich kann Dir meine perönlichen Gründe schildern warum ich mich hier engagiere. Schon seit meiner Geburt tummele ich mich im Grenzgebiet NL/DE herum. Ich bin mit 18 Jahren (sobald es ging) dem Nobodys Place (CS in Venlo) „beigetreten“. Der Shop hatte damals schon eine „besloten“ Club Regelung – nur funktionierte die damals noch anders :-D. Ich bin nun 37 Jahre alt (jung) und seither Stammgast dort gewesen. Das entspricht 19 Jahren treuer Mitgliedschaft. Den Hummer von Peters Sohn hab ich bezahlt ;-). Jedenfalls hat man dort in seiner „Kneipe“ ja auch sein soziales Umfeld und seine „Kontakte“. Nun werde ich von einen auf den anderen Tag daran gehindert zu meinem Knospenwirt (was eigentlich nebenrangig ist) zu gehen und dort meine Freunde zu treffen. Natürlich kann man das auch privat machen – ist aber was anderes. Nun, das bringt mich einfach auf die Palme. Was die Legalisierung in DE angeht, geb ich Dir recht. Die hat mich früher nie interessiert – für mich war ja alles gesichert. Nun mittlerweile ist auch hier wieder alles für mich „gesichert“ – trotzdem regt es mich auf, das ich nicht mehr an dieser Kultur teilhaben kann. Wobei bei uns ja immer Europa und der Europäische Gedanke gepredigt wird. Gehandelt wird aber National.

    Zudem stört mich etwas an der Legalisierungsbewegung in DE extremst. Und das ist die verknüpfung der Legalisierungsbewegung mit Linken Gedankengut. Auch wenn jetzt hier wieder 80% der Leser aufschreien. Aber Politik und die Legalisierung gehören nicht zusammen. Zumindest sollte die Legalisierung nicht mit politischen Gedankengut einhergehen. Wie ich schon immer betont habe, müssen die CDU Wähler überzeugt werden. Das schafft man nicht wenn man als „Linker“ ankommt. Somit sind SOFORT alle Türen verschlossen. Ich weiß, es sollte so nicht sein – aber unsere Gesellschaft ist nun mal so. Wenn Du einmal ins Ausland schaust, dort findest Du keine „Legalisierungsstände“ neben „Occupy Bewegungsständen“… ist nur ein kleines Beispiel. Damit wird doch nur das „altbekannte“ Publikum angesprochen – und nicht die, die wirklich erreicht werden sollen. Personen wie Dr. Schmitz oder Tankstellenwart Friedrich oder Oma Erna aus Oberturgau. Aber das ist meine selbstpersönliche Meinung – und ich weiß jetzt schon das Antonio sich aufregt ;-)Aber ich stehe mit dieser Meinung nicht alleine auf der Welt. Wenn ich in meinen Freundeskreis schaue, der aus Selbstständigen, Angestellten und auch Arbeitssuchenden besteht – die meist nicht links eingestellt sind und trotzdem Cannbineure darstellen (falls Du wieder mit dem Argument kommst, dass doch die meisten Raucher links sind – dem ist heute auch nicht mehr so), ist es genau dieser Grund warum aus den Reihen nichts kommt.

    • Lieber Ivo…
      Politische Einstellung und Legalisierungsbewegung gehören eben doch zusammen. Wenn du politische Forderungen stellst, dann tust Du das als ganzheitlicher, politischer Mensch. Und wenn eben nur politisch links stehende Menschen ihren Arsch hochkriegen und das Maul aufreißen, dann musst Du das halt eben so akzeptieren.
      Und wenn Du dich in deinem Freundeskreis umschaust und feststellst, dass sich dort keine Linksorientierte Menschen befinden, dann liegt es nicht daran, dass es sie nicht gibt, sondern dass du in deiner politischen Filterbubble lebst. Das ist vollkommen natürlich.
      Aber solange die nicht ihr Maul aufreißen, musst du dich wohl oder übel mit dem politischen Klassenfeind verbunden, Don Camillo.

      • Ivo

        „Aber solange die nicht ihr Maul aufreißen, musst du dich wohl oder übel mit dem politischen Klassenfeind verbunden, Don Camillo.“

        Bin ich doch – und hab da auch kein Problem mit!

        „Und wenn Du dich in deinem Freundeskreis umschaust und feststellst, dass sich dort keine Linksorientierte Menschen befinden, dann liegt es nicht daran, dass es sie nicht gibt, sondern dass du in deiner politischen Filterbubble lebst. Das ist vollkommen natürlich.“

        Weiß ich auch….

        • Tust du nicht, sonst würdest du dich nicht immer beschweren, Don Camillo :-p

    • Ich rege mich auch auf… ;-) Das weist Du… ;-)

      RECHT hast DU! Aber! Und DAS ist DAS Problem. Die kiffenden Wirtschaftskonservativen, FDP und CDU – wähler sind FEIGE SCHLAPPSCHWÄNZE – die MUTIGE Wirtschaftsalternative Menschen vorschicken damit diese Ihnen den Kiff legalisieren.

      ES LIEGT NICHT AN DEN AKTUELLEN LEGALISIERERN das die Wirtschaftskonservativen nur kiffen aber nichts dafür tuen wollen.

      Sorry Herr Lindner von der FDP! Sie nehme ich von diesen Aussagen aus.

      • UND…

        Kiffen ist nicht gut für den Ellebogenkapitalismus! Das macht die Untergebenen kritsich statt gefügig… Ist „leider“ so. Für einen gerechten Umgang mit Hanf braucht es in gewissen Bereichen ein Gesamtgesellschaftliches Umdenken. Wer Wasser, Strom, Kommunikation privatisieren möchte… KANN KEINEN FREIEN HANF gebrauchen…

        • Ivo

          Oh – es gibt nichts besseres für den Ellenbogenkapitalismus wie neue Wirtschaftszweige. Das machen uns Colorado & Washington gerade vor!

          • Die Pharma-, Energie-, Alkohol-, Textil- und Nahrungsmittelindustrie sieht das aber GANZ ANDERS!
            Da wird mehr Geld verdient, damit das Hanf verboten ist. Deren Lobbys sind es, die den ganzen Prohibitionsscheiß initiert haben und bis heute finanzieren.

      • Ivo

        Ich kann ja auch nix für meine Arbeitskollegen, und das die so sind. Ich selbst bin im Berufsleben ja genau so. Hier weiß keiner was ich „für einer bin“…

        • Im tiefsten Herzen bist du einer von uns. Nicht nur beim Thema Cannabis :-p
          Du weißt es nur noch nicht.

    • In den USA konnten auch keine eingeleischten Republikaner überzeugt werden. Ich glaube nicht, dass die CDU-Wähler überzeugt werden können – da sie nicht wollen (Stichwort vorsätzliche Inkompetenz). In einer Demokratie geht es nur um Mehrheiten und eigentlich gibt es in absoluten Zahlen eine Mehrheit die Mitte-Links und nicht Mitte-Rechts ist. Sorry für die Kürze muss los.

      • Ivo

        …und warum bekommen dann die Mitte-Mitte Wähler den Arsch hoch zum Wählen, und die Linken spucken nur Töne – aber zum Wählen kriegt dann von Euch keiner den Arsch hoch…!?

        • claptrap

          Du musst mal sehen, wie ich es schildere (hier drunter) denken viele Jugendliche aus meinem Kreise. Es gibt keine Partei, welche uns wirklich anspricht und so springen schonmal ein Teil ab.
          & das zweite und ausschlaggebendere ist denke ich mal der Gedanke der Bevölkerung an DDR Zeiten ….
          Dass dieses „stasi verhalten“ jedoch nicht im Sinne der linken ist begreifen viele nicht und sind echt noch so zurück geblieben in der Zeit, dass Sie befürchten ähnliche Zustände wie damals wecken zu können.

          Die SPD hat sich leider mittlerweile ihre glaubwürdigkeit genommen und ist genauso ein konservativer dreckshaufen wie die cdu geworden.

        • Das ist ein guter Punkt.
          Böse Zungen würden jetzt sagen, weil sie am Wahltag bekifft in der Ecke liegen. :-p
          Im Ernst: Solange die Dorfpfaffen noch von der Kanzel predigen, doch bloß Schwarz zu wählen, solange ein Geldkoffer noch vieles verändern oder aufhalten kann und solange es noch Besserverdiener gibt, die den Blick nach „unten“ scheuen, wird sich hierzulande leider nicht viel ändern.

  • claptrap

    Ganz ehrlich Jungs…. Mir fehlen in unserem System ein paar Parteien…
    Ich bin sehr sozial eingestellt und bin der Meinung Förderung sollte es überall geben wo Förderung benötigt wird und womit man soziale Ungleichheiten möglichst einschränken kann.
    Jedoch ist die linke mir widerrum ein wenig zu unliberal. Ungleichheiten sollten beseitigt werden, jedoch sollte man nicht so weit in die Marktwirtschaft eingreifen, sodass diese gefährdet werden kann.
    Ausserdem fehlt mir bei jeder der Parteien Gedankengut der Piraten.
    Dass diese plötzlich in Erscheinung tretende Partei direkt in den Landtag einzog blieb gänzlich unbeachtet von Politikern und wurde von Medien auch noch verspottet, statt sich die Politiker mal fragen wie dieses plötzliche Auftreten der piraten zu begründen ist.
    Dass der Bürger langsam anfängt um seine Privatsphäre zu fürchten und das seine Freiheiten eingeschränkt werden können.
    Das viele Politiker den Piraten keine Aufmerksamkeit widmen lässt sich für mich nur damit begründen, dass sie lobbys aus der Politik entfernen wollen und Manipulationen weitgehend einschränken würden und jaaaaha … Da sind wieder bei den bösen Lobbyisten die den Politikern ihre Altersvorsorge schonmal im vorraus zahlen ….

    • Ivo

      Nun Lobbyisten gibt es selbst in einer Diktatur – es liegt einfach in der Natur des Menschen, dass für sich beste heraus zu holen. Ich selbst bin auch ziemlich Parteilos derzeit. Ich werde wohl aus Verzweiflung auch die Piraten wählen – weil es für mich einfach keine andere Wahl gibt. Leider sind die Piraten noch etwas zu unstrukturiert, und haben auch so einige Dinge im Wahlprogramm mit denen ich auch wieder überhaupt nicht konform gehe. Tödlich für die Wirtschaft und somit für´s Volk. Ich möchte nicht in 10 Jahren auf meinen Golf aus dem Kombinat warten müssen. Das hatten wir schon mal. Allerdings geht mir diese Terrorangst auch zu weit. Jeder ist ein potenzieller Attentäter – man muss ihn nur soweit bringen.

      • claptrap

        Aber mal eine Frage, sollten Politiker nicht dafür sorgen, dass Menschen sich nicht von anderen Menschen abgrenzen können durch ihren materiellen Wohlstand ? Sollten Politiker nicht dafür sorgen, dass Geld keinen Einfluss auf unsere Chancengleichheit haben sollte ?
        Natürlich denkt der Großteil der Menschen erst an sich selbst, aber ich denke, dass dies auch stark von unserer Gesellschaft abhängig ist.
        Die Piraten sind wie du schon sagtest auch einfach zu unstrukturiert ich finde es gut, was manche als Chaos zur Abwertung bezeichnen, dass es dort so viele verschiedene Meinungen gibt und dadurch super Diskussionen entstehen, jedoch fällt es bei diesem demokratischen System nun schwer sich für die Piraten zu entscheiden, da diese in manchen Bereichen selbst noch in ihrer „diskussionsphase“(so nenn ich es mal) stecken und uns somit keine vernünftige Lösung darbieten können.
        Das schwächt die Piraten natürlich deutlich ab und ich bin mir sicher, dass die von dir angesprochene „terrorangst“ und die damit verbundenen Freiheitseinschränkungen für den Zuspruch Inder Bevölkerung für die Piraten Partei zuständig ist.

  • Antonio Peri

    Warum glauben eigentlich immer alle, dass wenn man die Linke wählt auch deren Maximalforderungen sofort umgesetzt würde – ganz abgesehen dass auch deren Parteiprogramm keine Zustände wie in der DDR vorsieht. Kommt dioch mal in der Realpolitik an. Eine Linke bei 20% + hätte keinen anderen Effekt als das die SPD wieder etwas sozialer würde – kommt doch mal auf den Teppich und glaubt nicht der Rote-Socken-Schreckgespenst Propaganda. Als wirklich politischer Mensch kann man auch mal einfach taktisch wählen und nicht aus 100% Überzeugung. Antonio hier – nicht eingeloggt da unterwegs.

    • claptrap

      Du sagst es doch, eine starke linke Partei würde die spd sozialer machen und das ist auch der Grund weshalb ich diese wählen werde.
      Nur der Otto Normalbürger denkt sich nicht, dass eine Stimme für die linke die spd sozialer macht, sondern er hofft, dass möglichst viele Forderungen der linken durchgesetzt werden & hier liegt mein Problem. Ich will NICHT die maximalforderungen der linken, weil es mir schon wie gesagt etwas zu unliberal ist, die Richtung welche die linke einschlägt ist jedoch richtig & korrekt und kann unsere Politik in eine soziale Richtung bewegen, was ich mir wünsche.

      Diese DDR-Vorwürfe höre ich auch immer und immer wieder aber ich habe das Phänomen bemerkt, wenn man den Leuten versucht zu erklären, dass dem nicht so ist & die linke diese Ziele nicht verfolgt, blocken sie ab oder wollen auch irgendwie nicht verstehen….

      • Ivo

        Bei Parteiprogrammen ist es wie bei Stellenanzeigen – das maximale wird gefordert – wovon dann das minimalste umgesetzt wird. Und ich weiß das die heutige Linke nicht mit der PDS zu vergleichen ist… natürlich würde es keine neue DDR geben. Aber auch mir sind sie zu unliberal. Wirtschaft ist Wirtschaft – und da hat der Staat sich nun mal raus zu halten. Jeder Mensch hat selbst ein Hirn, welches er benutzen kann. Und sollte jemand mit Arbeitsbedingungen, Gehalt o. ä. unzufrieden sein, steht es ihm jederzeit zu, zu kündigen und sich etwas besseres zu suchen. Sollte dieser Mensch dann bei seiner Ausbildung geschlampt haben – ist es nun mal sein Problem und sollte nicht zum Problem der Gesellschaft gemacht werden. ICH kann nix dafür, das jemand nicht in der Schule aufgepasst hat. Zumal ich selbst „Hauptschüler“ bin – und mich erst später zum „Abiturienten“ entwickelt habe (genau aus o. g. Gründen).

        • Ich schweige jetzt einfach mal kopfschüttelnd.

          • Da schließ ich mich an – denn jede Diskussion ist überflüssig weil wir fundamental gegensätzlicher Auffassung sind. Eine entfesselte Wirtschaft ist nicht der Heilsbringer für alle, sondern der Anfang vom Ende jeder humanistischen Gesellschaftsordnung – sozusagen der Beginn vom Ende einer zivilisierten Gesellschaft. Hochentwickelte Gesellschaften zeichenen sich dadurch aus, dass eben nicht nur das Recht des Stärkeren gilt. Pardon – aber ich finde eine solche Einstellung einfach abstoßend – nicht persönlich nehmen – ich rede nur über die Sache.

        • Es gibt ein paar „winzige“ Dinge, DIE haben in der Privatwirtschaft NICHTS zu suchen. Wasser, Strom, Kommunikatin, Sicherheit, und mit Geld Geld verdienen. Mehr Sozialismus und Gleichmachung will kein humanistischer Wirtschaftsalternativer. Die daraus folgenden Konsequenzen bedeuten Vollbeschäftigung und alle dürfen frei nach Lust und Laune schaffen wie es ihr Portomonais wünscht. Fleis, Intellekt und Ausbildung wird, soll und muss sich immer lohnen – „nur“ die Ausbeutung muss beendet werden. Diese Ausbeutung führt z.B. dazu, das Du Deine erste Schullaufbahn nicht Deinem Intellekt entsprechend sondern Deinem sozialen Stand entsprechend gemacht hast. Musstest erst mal von dem System, welches Du im Prinzip stützt, voll auf die Fresse bekommen – um dann mühsam über Deinen eigenen Intellekt und auf eigene Kosten die Schulbildung nachzuholen die Deiner würdig ist. Warum willst Du kein System, welches garkeine Hauptschule kennt, sondern blos mehr oder weniger ausgeprägte Leistungsangebote unter einem Dach? DORT hätte man Deinen Intellekt früh genug in eine entsprechende Bildungslaufbahn lenken können. Statt zu dealen hättest Du vielleichtmit nem kleinen Stipendium in der Tasche dein Studium machen können… usw. usf.
          Ist echt witzig. ganz viele von denen, denen das System am meisten eines auf die Fresse gegeben haben sind dem System am treusten ergeben. Ich hatte ne super Kindheit, alles lief glatt, immer Führerschein, kein Knast, immer Arbeit… usw. usf. – trotzdem kämpfe ich schon immer gegen die Ungerechtigkeit – obwohl sie mich garnicht so sehr trifft.

          • Ivo

            Nur der Richtigkeit halber: Ich hatte die „sozialen“ Vorraussetzungen für das Gymnasium – dort auch 2 Jahre meines Lebens verbracht. Da ich aber ein „hochbegabtes“ ADS Kind bin, bin ich dort nicht klar gekommen. Ich war zu schwierig für die Lehrer und wurde von der Schule (nicht aus Leistungsgründen sondern aus „Betragsgründen“ entfernt) ;-)

          • NOCH MEHR EIN GRUND um der aktuellen Gesellschaftsform den Stinkefinger zu zeigen.
            Dagobert hatte mit nem IQ von 143 auch nur ne Malerausbildung und ich mit 131 blos Realschule… ;-)
            Nee, im Ernst! Die Art wie gelehrt wird ist ganz stark an die Brutalität der Wirtschaft gekoppelt. Es ist ein Versäumniss der Gesellschaftsform, das sie es noch nicht mal schafft den intelligentesten ihrer Kinder einen interessanten Unterricht zu bieten.

          • Du DARFST aber nicht davon ausgehen, dass JEDER Hochbegabt ist. Wir leben hier in einem Land, in dem es nicht lange her ist, dass „menschenunwertes Leben“ einfach so liquidiert wurde. Dagegen gilt es zu kämpfen! Es darf nicht mal ansatzweise wieder soweit kommen.
            Schau dich doch mal um, wie respektlos und Menschenverachtend die Leute im Jobcenter behandelt werden! Da schäme ich mich, zu diesem Land zu gehören!

          • Ivo

            Ich wollte jetzt nicht auf der „Hochbegabung“ rumreiten. Das ist nur ein nominaler Wert. Ich sag immer: Was bringen die ganzen RAM wenn Du kein ROM hast sie zu benutzen. Genau das ist nämlich bei mir der Fall. Und genau dazu brauche ich Cannabis. Um dieses Chaos in meinem Kopf zu sortieren, und „Ruhe“ reinzubringen.

          • Ivo

            Wie Du weißt mobo, war ich auch schon einige Zeit beim Jobcenter – ich weiß wie dort mit einem umgegangen wird. Aber auch hierzu kann ich nur sagen: „Wie es in den Wald hereinruft, so schallt es auch wieder raus“. Nachdem ich immer scheisse behandelt wurde, BEVOR ich zu meiner Sachbearbeiterin konnte – relativierte sich das dort sofort wieder. Wenn der Mensch mir gegenüber gesehen hat, das ich mich verständlich artikulieren kann und auch weiß was ich erzähle – sowie die Höflichkeitsformeln beherrschte. Ich möchte an dieser Position nicht sitzen, und kann teilweise die Reaktionen der Sachbearbeiter nachvollziehen. Wenn man sich mal ansieht was die den ganzen Tag ertragen müssen. Das sind auch nur Menschen, die nichts für die Richtlinien und Gesetze können.

          • Menschen, die sich nicht gut artikulieren können darf man also wie Dreck behandeln???

          • Natürlich! Zumindest die, deren Eltern kein Deutsch lernen wollten, müssen gefälligts auf der sozialen Leiter unten bleiben. Geht doch nicht, das DIE mit den gleichen Chancen hier rum laufen dürfen wie Kinder von Muttersprachlern. Ein Fluch der einmal auf einer Familie lastet sollte nach Möglichkeit nicht angetastet werden.
            Sorry ob dieser brutalen Häme… – ABER… DAS ist es letztendlich worauf unser System hinausläuft.

          • Ivo

            Nein, aber hast Du schonmal erlebt wie besagte Menschen mit den Sachbearbeitern umgehen!?!? Wer da wen wie der letzte Dreck behandelt ist da die Frage.

            Ich bin nicht Ausländerfeindlich und ich möchte nicht, dass das jemand in den falschen Hals bekommt. Eigentlich wollte ich ja nur erklären warum ich bei KW aktiv bin und nicht in der Legalisierungsbewegung in DE (wobei das so nun auch nicht stimmt).

            Ausnahmen bestätigen die Regel – und ich habe ja auch schon angemerkt das ich mit der derzeitigen Situation ebenfalls unzufrieden bin. Nur bringt es meiner Meinung nach nichts, die ganze Verantwortung auf den Staat abzuwälzen. Vielleicht sollte sich jeder mal an die eigene Nase packen – denn in unserem direkten Umfeld gibt es genügend Dinge die anderen Helfen die man machen kann. Und das ist viel direktere Hilfe. Vielleicht bin ich halt „asozial“ weil ich halt einfach ein Leistungsbezogener Mensch bin – so wurde ich nun mal erzogen (von den schwarzen ;-))

          • Ivo

            ….aber auch ich habe schon an der Tafelausgabestelle mitgeholfen oder bei der Tiertafel spenden gesammelt.

          • Zum besseren Menschen hat dich das scheinbar nicht gemacht :-p

          • Ivo

            So, nun geh ich mir zwei Backenzähne ziehen lassen. Damit habt ihr Ruhe vor mir – bis morgen ;-)

            Ihr (das restl. Autorenteam) und ich (der Kapitalist ;-)), kennt mich ja nun persönlich, und wisst ja auch wie das gemeint ist. Ist nur schwer das per Buchstaben „rüber“ zu bringen.

          • Ich bestätige, dass du n korrekter Typ bist. Aber gewisse Einstellungen finde ich ehrlich gesagt, bedenklich!

          • Da schließ ich mich auch an. Viel Glück beim Zahnarzt und nicht zuviel Schmerzen ;-(

          • Ivo

            Entschuldigung – aber „deutsch lernen“ liegt nicht am System sondern am eigenen Interesse. Wenn ich mich dann nicht artikulieren kann, brauche ich auch nicht auf eine vernünftige Anstellung hoffen. Somit liegt man wieder dem Staat auf der Tasche…. was ja nu auch nicht sein kann, weil man kein deutsch lernen WOLLTE! Wir predigen hier unseren Lesern, dass sie wenigstens auf NL Bestellen. Verlangen aber in DE nicht das unsere Mitbürger die selbe Sprache sprechen?! Doppelmoral?

          • Ja, persönlich keine Probleme kann ich nur bestätigen. 75% aller muslimischen Frauen in D, die kein Deutsch können DURFTEN nicht Deutsch lernen. Es spielt keine Geige warum die paar kein vernünftiges Deutsch können. Müssten wir zwei nach Combodia aauswandern… und könnten die kein Englisch hätten wir nicht mehr genug Lebensjahre um neben dem Broterwerb die Sprache noch so zu lernen, das wir aufm Arbeitsamt nen guten Eindruck hinterlassen könnten. 2/3 der Wörten haben bei, für uns nicht hörbaren minimalen Klangdifferenzen, völlig andere Bedeutungen.
            Ein 50jähriger kurdischer Ziegenhirte der nicht lesen und schreiben lernen durfte, dazu nur nen IQ von 92 hat und wieso auch immer in Deutschland landet… KANN das alles nicht mehr lernen.
            Wenn ich aber in den Osten der Türkei, aus welchem Grund auch immer, flüchten müsste… würde man mich mit Händen und Füssen nehmen wie ich bin und darauf vertrauen, das die menschlichen „Vibrations“ den Rest regeln. Habe genug Ausland erleben dürfen um zu wissen das man Fremden anders begegnen kann/muss/sollte.

          • Naja – aber im Osten der Türkei wären die auch nur solange freundlich und integrativ zu Dir bis Du evtl. Deinen (ich weiß trifft nicht auf Dich zu) christlichen Glauben ausleben möchtest. Und die Anstellerei von den Schweinefleischvermeidern sogar im Knast nur Rind zu wollen geht mir auch gehörig auf den Sack. In Punkto Leitkultur bin ich mal konservativ. Ich finde wir machen zu viele Zugeständnisse an die muslimische Kultur hier.

          • Ich habe extra den Osten und die Kurden genommen um in diesem Punkt nicht so angreifbar zu sein… ;-)
            Bezüglich dem Essen muss ich sagen: Diese arme Welt die soviel wertvolles Essen in Schweine und Rinder stopft. Wenigstens im Knast sollte es kein Fleisch geben. PUNKT. Und bevor in Europa ein Tier nicht so allumfassend verspachtelt wird wie in Asien brauchen wir mit den Muslimen echt nicht schimpfen. Fressen und Fressen lassen sag ich da nur – UND die Muslime in ihren eigenen Ländern einfach mal in Ruhe lassen. Das die Isrealis kein Wasser haben ist doch nicht das Problem der Palistinenser. Die verkaufen den Israelis bestimmt gerne das Wasser wenn man ihnen das Land zurückgibt… usw. usf.
            Das Problem mit den Moslems haben wir uns so derart zu 100% selbstgemacht… mit „Dank“ an die USA.
            Der Koran hat auch keine Schuld – scheiß egal was da drin steht. Das AT ist keinen Deut besser. Das System, die Verhältnisse, die die reichen Staaten der ganzen Welt aufs Auge drücken wollen… DAS ist das Problem.
            Und zum Thema Leitkultur: Habe viele Kulturen sehen dürfen und muss sagen… die europäische Kultur ist nur sehr bedingt geeignet um als Leitbild zu dienen. Da sind ja selbst Arabische Kulturen Menschenfreundlicher – NICHT die Herrscher in der aktullen Weltsituation – aber die Menschen und ihre Basiskultur…

          • Ich will ja auch nicht die europäische Kultur als Leitbild für die Welt. Und klar ist das Problem in Deutschland mit den Muslimen (nämlich das diese keinen Respekt vor uns – dem Gastgebervolk, haben und uns verachten und verarschen wo es nur geht) zu einem gewissen Teil selbstgemacht. Echte Einwanderungsländer wie Kanada oder Australien haben dieses Problem nicht. Wir Deutsche sind nicht selbstbewußt und aufgrund der Vergangenheit haben wir Probleme, ein positives und selbstbewußtes Nationalgefühl vorzuleben – wir wirken nicht attraktiv – sind nicht SEXY wie es in der Marketingsprache heißt.

            Klar das man sich einem Volk voller Selbstzweifel und Unsicherheiten nicht anpassen oder sogar in ihm aufgehen will. Allerdings gibt es diese Probleme mit anderen Zuwanderergruppen nicht (z.B. Asiaten oder Afrikaner integrieren sich problemlos). Und auch Assimilation hat stattgefunden – oder warum haben im Ruhrgebiet so viele Leute polnische Namen? Und auch die verfolgten Hugenotten, die unter Freidrich II in Berlin und Potsdam Asyl bekamen (Herr DeMaiziere) sind in der dortigen Bevölkerung aufgegangen. Die arabische und türkische Jugend macht aber nun einmal Probleme. Und sie verachten Deutsche. Die Schweinefleischanstellerei geht mir so dermaßen auf den Sack, weil die gleichen Leute (ehemalige Bekannte) zu einem kommen und ohne mit der Wimper zu zucken Alkohol trinken, aber dann muß auf die Verpackung einer Lacroix Kartoffelsuppe! geschaut werden bevor ich sie warm mache, um zu sehen ob auch kein verstecktes Schweinefleisch enthalten ist. (Ja – nach ner halben Flasche Wein und 5 Bier wird einen ein Fitzel SChweinfleisch ja auch sofort in die Hölle schleudern – alles HARAM) Solche Teilzeit-Moslems sind für mich einfach nur ete petete und völlig unglaubwürdig. Wer saufen kann, kann auch Schwein essen. Generell erwarte ich auch etwas Assimilation. Integration ist keine Einbahnstraße. Komischerweise gibt es das Problem mit den Muslimen nicht nur in Deutschland sondern auch in NL – da macht man aber weitaus weniger Zugeständnisse.

            Und wenn mich ein Muslim angeekelt anschaut wenn ich Schwein bestelle, kann er ja wieder in ein Land ohne Sozialsystem zurück und braucht nicht unseres ausnutzen – bekanntlich gibt es ja hier selbst für Deutsche zu wenig Geld zum leben. Tut mir leid Hanfgleichstellen – aber das Sozialamt für irgendwelche Zigeuner vom Balkan müssen wir wirklich nicht sein.

            Ich muß Marcel hier echt einmal zustimmen. Wir predigen hier in NL möglichst Nederlands zu sprechen und uns der Kultur (obwohl nur zahlender Tourist) anzupassen und ich finde das auch richtig. Ich habe mich in jedem Gastland (und ich war auch schon auf diversen Kontinenten) immer höflich an die jeweiligen Sitten angepasst – Du doch sicher auch. In England habe ich mit Todesverachtung einen Riesentoast mit Marmite (das schlimmste was ich je gegessen habe – da kamen exotische Länder nicht mit) runtergewürgt, nur um die Gastfamilie nicht zu beschämen – nachher kam heraus das selsbt in der Familie das nur einer aß. Vor dem Hintergrund soll Schweinefleisch, das man nur erkennt wenn man auf die Dose guckt schlimm sein? Gleichzeitig soll ich aber von Leuten die nach hier kommen und hier leben wollen (nicht nur Urlaub) nicht verlangen die Landessprache zu können (am besten wirklich bevor sie einwandern) oder, wenn sie sich schon nicht anpassen, wenigstens die Kultur, die sie sich ja zum einwandern AUSGESUCHT haben, nicht zu verachten. Und, ach ja, auf einem deutschen Schulhof ist natürlich Deutsch die Sprache die gesprochen wird – auch das halte ich für eine Selbstverständlichkeit.

            Ich bin überhaupt kein Freund dieser laissez faire-Einstellung im Bezug auf Zuwanderer. Ich bin überhaupt nicht gegen Zuwanderung sondern im Gegenteil wünsche mir eine geeinte Welt – aber so wie es jetzt läuft, sehe ich schon die Gefahr eines „Clash of Cultures“. Und mit einer Haltung die von Zuwanderern nichts fordert, fördert man nur das Enstehen von Parallelgesellschaften und schafft Probleme, die nachher kaum mehr zu reparieren sind. Der gesellschaftliche Zusammenhalt (der immer auch auf einer gewissen Homogenität beruht) geht so verloren. Es gibt keine verbindlichen Werte mehr, die für alle gelten. Das macht eine Gesellschaft auf Dauer krank.

            Vielleicht kannst Du das alles aber auch nicht so nachvollziehen, da in Deiner Generation noch keine Klassen mit 80% Ausländeranteil vorkamen. Viel Spaß in einer Klasse wo 8 türkische Cousins (die auch noch bei den grauen Wölfen – den türkischen Faschisten – sind) – da kommst Du als Deutscher aber nicht mehr zu Wort – und das im eigenen Land. Diese Erfahrung mußte ich auf der höheren Handelsschule machen (die ich nach einem Jahr aus diesen Gründen abbrach). Bin da also vorgeschädigt – evtl. erklärt das meine Einstellung. Ich will jedenfalls nicht mehr mit Moslems schmusen – die haben sich hier anzupassen und ansonsten passen sie eben nicht zu uns. Auf Typen wie Bushido (so welchen waren das damals nämlich) kann ich jedenfalls verzichten. Der gehört nicht nach Dahlem in eine Villa – der gehört in den Knast oder besser abgeschoben nach Syrien wo er angeblich herkommt – aber diese kriminellen kurdischen Familienclans zerreißen ja ihre Pässe spbald sie hier einreisen. Die lachen sich tot über uns. Deutschland muss endlich ein richtiges Einwanderungsland werden. Dann können wir auch Bedingungen stellen und müssen nicht mehr alles Kroppzeug dieser Welt hier aufnehmen und alimentieren.

          • UFF… haben sie dich auch schon eingefangen? WOW!
            Die Türken und die Araber – ja ne ist klar! Sippenhaft ist bei diesen nach Knoblauch stinkenden Kanakensschweinen natürlich angebracht.
            Vor allem haben ja auch die Kinder, von denen, die hier geboren wurden die Hauptschuld an dem ganzen und gehören AUSGEWIESEN!
            Wie gut das die NSU wenigstens ein paar davon hat beseitigen können.
            Muss mich ausklinken – habe echt die Adern geschwollen.

          • Bei dem Thema kommen wir nicht zusammen. Habe schon ein Jahr persönlich unter dieser Bevölkerungsgruppe gelitten. Habe selbst genug Erfahrung mit denen – mich muß keiner einfangen. Ich wähle aber trotzdem links – aber den Kuschelkurs mit genannten Personengruppen halte ich halt einfach für einen Fehler.

          • Ich bin 4 Jahre mit 12 Türken in die Grundschule gegangen. Ja, alles Kinder der ersten Einwanderungswelle. Auf die Fresse bekommen habe ich von Deutschen. Türken haben mich beschützt. Eingeladen wurde ich zu Türken nach Hause – nicht zu Deutschen weil meine Eltern ja alternative Linke waren. Seit 1972 hat Deutschland NICHTS getan um diese Menschen zu integrieren – und jetzt plötzlich wundern das ne Parallelgesellschaft entsteht… und trotzdem kalt lächelnd Arabische und Türkische Produkte kaufen an denen Kinderarbeit klebt.
            Wo bitte wird mit diesen Menschen gekuschelt? Nirgends! Selbst Du schürst das Feuer. Befehlen sich zu integrieren funktioniert ebenso gut wie Hanf zu verbieten. Bedingungen schaffen die Integration möglich machen dann wird sich auch integriert. Beim Hanf vernünftige Bedingungen schaffen… dann bereichert sich auch keine Mafia mehr und die Qualität stimmt.

          • Die erste Generation Türken war ja auch noch gut – ich hatte mit der schlimmen 2. und 3. Generation zu tun – die heutige 4. ist wohl nochmal nen Tick schlimmer wobei sich die heutigen Deutsch-HipHop-Größen auch nicht sehr von den Typen damals unterscheiden. Bushido ist für mich echt eine Haßfigur. Außerdem redest Du von der Grundschule – ich von der Zeit als ich 17 war. Das ist schon ein Unterschied im Ernst der Sache.

            Du hast vielleicht auch mein Edit überlesen in dem ich schreibe, das die mehrheitlich Sympathisanten der grauen Wölfe waren – mental unterscheidet die wenig von unseren Neonazis. Dein Dogma Ausländer=Gut kann ich einfach so nicht stehenlassen – ich habe ganz anderes erlebt und das ist näher an unserer heutigen Welt als Deine Erfahrungen.

            Aber wir sollten die Diskussion beenden – ich weiß ich bin in der Sache emotional und nicht objektiv. Also äußere ich mich, neben dem Nahost-Konflikt – auch nicht mehr zur Zuwanderungsproblematik.

          • Siehst Du! Wo haben diese Menschen gelebt in all diesen Jahren? Und wo wurde die Integration verpennt? Wer regiert dieses Land? Warum sind die Türken des WillyBrandts besser als die des Helmut kohl? Weil sie Türken sind? – Raff ich nicht! Noch viel weniger raffe ich warum du das nicht raffst.
            Ausländer sind NICHT gut. Sie sind GENAU so SCHLECHT wie DIE Deutschen – aber ganz sicher nicht schlechter.

          • Die USA tun noch viel weniger und da versuchen alle Einwanderer sich anzupassen. Du suchst die Schuld wieder nur bei uns. Den Asiaten und Afrikanern hier wurde noch weniger geholfen. Es ist, wie schon gesagt, eben keine Einbahnstraße. Natürlich hast Du recht, dass es Versäumnisse gab und ich erwarte auch kein perfektes Deutsch (genau wie die Niederländer von uns kein perfektes Niederländisch erwarten) aber ich erwarte BEMÜHUNGEN. Davon sehe ich nur das völlige Gegenteil und die entstandene Parallelgesellschaft und kriminelle Strukturen ermöglichen es auch so hier zu leben.

          • Und stecken dann alle Leute in den Knast. 40% der Amerikaner sprechen übrigens nur Spanisch. Kannst ja in NewYork aufm Flughafen mal ne Putzfrau was auf Englisch fragen… ;-)

          • Ach ja… und erste Fremdsprache für Amerikanische Schüler ist Was? Ooops Spanisch… ;-)

          • kgflgkfl

            @antonio peri hmm hast recht dass mit dem schweinefelisch ist aber sicherlich auch weil es für die leute fremd sprich aus tradition heraus so wie wenn uns jemand hundefleisch anbeiten würde oder auch pferdefleisch würde ich niemals essen weil es für einem einfach fremd und ekelig ist.Und wenn jemand die religion kaum praktiziert wie du schon sagtest mit alkohol etc ist es für die trotzdem am einfachsten auf schwein zu verzichten eben weil fremd und man kann drauf verzichten gibt ja genug alternativen aber auf alkohol verzichten sie eben nicht dazu gibt es keine alternative oder auch andere sachen wie fremdghehen….dann ist die religion eben nicht mehr so wichtig wenn sie spaß haben wollen

          • Geiler Einwand!
            Antonio – lass uns nach Laos und Vietnam fahren – ich tu 1000€ von Deinen Kosten übernhmen- VERSPROCHEN! Nur eine Sache musst Du durchziehen – RICHTIG Einheimisch essen. Mit Hund und Ratte darfst Du keine Problem haben. Auch solltest Du eine Wollust nach, noch warmen Innereien entwickeln. Und bei angebrüteten Eiern darfst Du nicht mit der Wimper zucken wenn das Schnäbelchen in Deinem Mund knackt. Das Kakalaken lebendig am besten schmecken sollen wirst Du mir dann auch bestätigen können. Aber ich denke – egal wo man aufgewachsen ist und egal welche Werte einem Vermittelt wurden…. Auf andere Essgewohnheiten kann man sich bestimmt ganz schnell integrieren. Freue mich auf den Urlaub. Ich weis wo es Gras gibt und Du gehst lecker essen – darfst aber nicht kotzen sonst musst Du den Urlaub selbst bezahlen.

          • Hehe Hanfi – mit Kakerlaken und großen Vogelspinnen (nur ein Dorf in Thailand) kriegst Du mich eventuell – aber schon mit Affe hätte ich kein Problem. Ich weiß das Pansen und auch Schafsdärme in China ganz schmackhaft zubereitet werden und mit 15! hatte ich meine Feuertaufe in chinesischem Essen – ein Freund des großen Bruders meines besten Freundes war Architekt und lebte in Berlin. Der hatte viele internationale Kontakte. Eines Abends kam jmd. der gerade frisch (an dem Tag) aus China kam (ein chinesischer Architekt mit dem lustigen Namen Eiffel (die Chinesen in Großstädten suchen sich im Teenageralter einen zusätzlichen, westlichen, Vornamen aus. Die meisten nehmen Namen wie Richard oder Jack – aber manche sind auch weniger angepasst und nehmen Namen wie Eiffel (Turm), Cowboy oder Machine!) und er hatte Red Snapper gekauft und dünstete diesen am Stück. Wir haben den Fisch dann zusammen mit Stäbchen gegessen und aus Dankbarkeit bekamen wir die Augen angeboten. Auge vom Red Snapper hatte ich also schon in der Jugend und das prägt ;-) Also vertu Dich nicht – außer den Kakerlaken schockt mich nichts vom genannten.

            Auch wenn es mir nicht unbedingt schmeckt ist es eine Sache der Höflichkeit. Niemals würde ich, wenn der Gastgeber sagt er macht eine Suppe, in die Küche hinterhergehen und verlangen, dass er mir die Zutatenliste zeigt, um diese darauf abzuklopfen, ob nicht etwa Insekten oder Kriechtiere (nach christlichem Glauben verboten – iß nicht das was auf der Erde kriecht oder mehr als 4 Beine hat) darin sind. Das finde ich so unhöflich – das würde ich selber niemals tun – da würde ich mich selbst in Grund und Boden schämen. Umso mehr ärgert mich diese Einstellung der hier lebenden Muslime – wir sind mehr wert als ihr – ihr seid ekelhaft. Eure Mädels nehmen wir nur zum Hörnerabstoßen und danach nehmen wir die wiederzugenähte Fatma die erst mit 25 zum Frauenarzt geht und nen Burkini trägt – sry ich bin wirklich offen für andere Kulturen, aber die Welt der hier lebenden Muslime ist definitiv nicht die Zukunft, die ich für Deutschland will.

          • Und weiterhin bekommst Du die Muslime nicht auseinader dividiert. Aber stimmt schon. Jeder Mensch ist ein Individium und wird durch seine Umwelt geprägt – es sei denn er ist Moslem – dann sieht das anders aus – da steckt das Gen des Bösen drinne. Der war echt doof der Adolf! Hat Juden mit Moslems verwechselt. Na ja jetzt wissen wir es ja und können auf ganzer Front noch mal mit den Richtigen weitermachen.

          • Jetzt wirst Du polemisch. Schade dass man darüber nicht einfach mal offen diskutieren kann – aber das war mir vorher schon klar – ist hier auch der falsche Rahmen. Naja mal Back to Topic und schwamm drüber. Ist wohl das einzige Thema, bei dem wir uns streiten könnten. Bin das aber schon gewohnt und weiß, das meine Empfindungen zu dem Thema immer katastrophal ankommen und einen Supergau verursachen. Ich kann trotzdem nicht anders – steckt wohl echt in den Genen.

          • Alle in einen Topf zu werfen ist echt ne gute Basis für eine offene Diskussion.
            „Alle die ich kenne“ wäre eine Basis gewesen.

          • Eins noch: Antonio, erst wenn du alle 3-4 Millionen Muslime in Deutschland persönlich kennengelernt hast, hast Du das Recht zu pauschalisieren.
            Wenn einen Kind von klein an beigebracht wird, dass Schweinefleisch bäh ist, dann bekommst du es auch nicht mehr raus.
            Schau dir das Bild an, dass ich jetzt gleich auf die Facebook-Page poste.

          • Mir wurde als Kind auch so einiges beigebracht was schwachsinn war – unter anderem auch wie schlimm kiffen doch ist. Trotzdem bin ich ein erwachsener Mensch und kann die Einstellungen meiner Eltern hinterfragen. Zudem würde ich mir im Ausland nie so eine Blöße geben und erlerntes auch geschmacklich immer hinterfragen.

            Das ist aber gar nicht das Hauptproblem – unflexible Leute gibt es überall und „was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht“ – Problem ist das ich das (heurte bekannte) Schmimpfwort „Du Opfer“ zuererst von besagter Türken-Verwandschaft in dieser Klasse hörte. Mehr ins Detail gehe ich nicht aber das prägt. Habt ihr jetzt halt auch was, wo ich nicht zum Team passse – wie Marcel in Punkto Sozialpolitik. Ich weiß jedenfalls, was das für eine Bagage ist und außerhalb des öffentlichen Lebens, kann ich mir ja aussuchen, mit wem ich meine Zeit verbringen will.

          • Deutschland hatte Jahrzente Zeit, um die Einwanderer zu integrieren. Schuld an den Problemen sind nicht „die“ sondern „wir“.

          • und warum gibt es dann erfolgreich integrierte Asiaten, Afrikaner und Osteuropäer? Wenn nur wir schuld sind? Das ist ebenfalls eine Verallgemeinerung – und ja – ich spreche nur über die Muslime, die ich hier kennenlernen mußte. In Instanbul habe ich ganz andere Menschen getroffen – und übrigens auch mehr Miniröcke und weniger Kopftücher gesehen als hier im Ostviertel.

          • Nur weil es welche gibt, die sich nicht Benehmen können, heißt es doch nicht, dass es nicht auch welche gibt, die es können.
            Das selbe gilt auch für Osteuropäer und Chinesen.
            Ach ja: und für deutsche.

          • Natürlich – aber ich bin traumatisiert. Tut mir leid.

          • Wenn ich in China zu Gast in einer Familie wäre, wo mir gastfreundlich Hund angeboten würde, würde ich auch den essen – ich könnte mit der Peinlichkeit für beide Seiten nicht leben wenn ich ablehnen würde. Dieses Format und diese weltgewandtheit hat natürlich nicht jeder – nicht jeder ist zum Diplomat geeignet. Ein solches Feingefühl vermisse ich bei den hier lebenden Muslimen völlig – und das stößt mich ab. Aber was die Muslime hier an Verachtung dem Volk das sie AUFGENOMMEN hat entgegenbringen ist schon über alle Maßen unverschämt – und dann soll ich die auch noch liebhaben und verteidigen? Nein – das nun wirklich nicht – so weit kann auch ich nicht über meinen Schatten springen.

          • ich lach mich tot! Aber echt! Hund… als ob das was besonderes wäre. Schmeckt besser wie Katze. Wir reden hier von Essen wo Du als minibub schon erzählt bekommen hast das das garnicht geht.
            z.B. Ratte – frische Eingeweide – angebrütete Küken, lebendige Würmer und Käfer jeglicher Couleur, Hirn, Penisse usw. usf. Ich zähle nichts auf, was ich nicht schon live gesehen hätte!
            Hund, Katze, Pferd, Schwein… pfff. dafür muss man nun wirklich kein Diplomat sein.
            Das Du hartnäckigst alle Muslime in einen Topf wirfst macht mich Fassungslos… – aber was will man von einem Deutschen der sein Land verteidigt auch anderes erwarten – die Deutschen sind alle so – steckt in den Genen – wie bei den Moslems.

          • „Das Du hartnäckigst alle Muslime in einen Topf wirfst macht mich Fassungslos“

            Mich macht fassungslos, dass es wirklich bei allen so ist. Ich hatte lange Jahre eine völlig untypische Muslima als Bekannte – sie war hochintelligent und keinesfalls irgendeinem Klischee entsprechend. Aber genau die war es mit der Kartoffelsuppe (in der übrigens kein Schwein war – als vorausschauender Gastgeber hatte ich darauf natürlich geachtet). Umso erniedrigender war es, dass mir das (als Deutschem der ja NUR mit Schwein kocht) nicht zugetraut wurde und die Zutaten vorher gecheckt werden mussten. Wenn denen unsrere Esskultur nicht passt, müssen sie eben in ein muslimisches Land einwandern – dann ist auch alles Helal. Ich hör hier jetzt auf – aber ich habe sicher mehr Erfahrungen (unterschiedlichster Art) mit Muslimen als Du und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es zwischen uns nicht geht. Habe mittlerweile jeden Kontakt abgebrochen – ist dann auch im Streit geendet als ich sagte: Ein Arzt hat mir gesagt, die schlimmsten Patienten wären muslimische Männer (die jammern schlimmer als alle anderen) – davon fühlte sie sich als Frau beleidigt (obwohl gar nicht auf sie bezogen) und fing Streß an – dann hab ich sie rausgeworfern und das wars. Ich brauch jedenfalls keine Muslime mehr im Freundeskreis – mit denen komm ich nicht auf einen Nenner.

          • Elli

            mal gucken wo die Antwort raus kommt :-D

            Antonio, das hätte ich dir gar nicht zugetraut. Ich habe keine Probleme mit Muslimen. Nette und Blöde gibts überall!

        • claptrap

          Naturlich hast du im Wesentlichen Recht. Was du aber nicht bedenkst, ist dass es bspw. Leute gibt die von klein auf in miserablen Verhältnissen aufwachsen und diese Chancen nunmal nicht haben.
          Es ist Fakt (!), dass Deutschland mittlerweile in schichten aufgeteilt ist, aus denen nur wenige aufsteigen können.
          Ein in Armut lebendes migrantenkind hat, wessen Eltern nicht richtig deutsch reden können bspw. Nicht die gleichen Bildungschancen wie ein akademikerkind.
          Es gibt kein anderes Land, welches eine soziale Marktwirtschaft vertritt, indem die aufstiegschancen so schlecht sind wie hier und da müssen wir definitiv gegen vorgehen, sonst bleiben die armen immer arm und die reichen immer reich.

          Respekt auch für die Leistung, dass du dich vom Hauptschüler zum Abitur geschlagen hast nur auch hier gilt: es haben nicht alle die gleichen Chancen. Wie willst du alles bezahlen können, was an Kosten auf dich zu kommt, wenn du immer noch zur Schule gehst, ich mein ok es gibt Bafög eben für solche Dinge(wobei man da dann auch die schulauswahl beachten sollte, ich bekomme bspw. KEIN Bafög.) Dennoch stell ich die frage reicht das Geld, wenn du eine eigene Wohnung haben möchtest, weil deine Eltern bspw. Alkoholiker sind ? Kannst du von 400 Euro und ein paar zerquetschte dein Lebensunterhalt & eine Wohnung bezahlen, obwohl mietpreise immer weiter steigen ? Vorallem beim Studium und dem hierzulande unsinnigen nc(der mir übrigens momentan auch das Leben ruiniert), wegen dem viele zur Niederlande oder ein anderes Bundesland umziehen müssen um überhaupt studieren zu können Die Antwort ist klar: sofern keine weiteren Einnahmen da sind besteht die Möglichkeit nicht für sozial schwache Personen.

          Das zweite ist, finde mal einen sicheren Job nachdem du ausgetreten bist, weil dir dein altes Gehalt nicht mehr gereicht hat. Wie oft habe ich letzte Zeit miterlebt, dass Arbeiter ihre Probezeit durchlaufen und danach eiskalt rausgeschmissen werden(kenne da ein bsp. Wo eine bekannte nach der Probezeit aus dem FRIEDENSDORF geworfen worden ist, OBWOHL sie nie Kritik erhalten hat und die Kinder Sie liebten.)
          & in späten Alter einfach dein Beruf wechseln, weil dein Alter Job nicht genug Geld reinbringt ist wirklich riskant.
          Hatten im Unterricht mal einen arbeitslosen, welcher von sich berichten sollte.
          Die Firma in der er arbeitete ist in die Insolvenz gegangen und er stand dann da ohne Job und hat nur jobangebote erhalten, indem er sich unter Wert verkaufen sollte, „er wäre ja schon so alt“,na das macht Mut ! ;)

          Dennoch bleibt dein Grundgedanke richtig. Wer mehr Leistung bringt/gebracht hat und eine bessere Ausbildung hinter sich hat kann auch besser bezahlt werden nur wir sollten versuchen jedem die gleichen Chancen zu geben sich zu bilden und zu fördern und gleiche Chancen bestehen nunmal nicht.
          Außerdem mag ja sein, dass ein altenpfleger weniger(oder auch mehr – tut für den Sachverhalt nichts zu Sache) leistet als ein Manager, aber ist ein gehaltsunterschied von geschatzterweise mind. 2000euro netto mehr gerechtfertigt ? – die klare Antwort lautet: NEIN! Er leistet lediglich zum BIP mehr dazu….

          • Ivo

            „Es ist Fakt (!), dass Deutschland mittlerweile in schichten aufgeteilt ist, aus denen nur wenige aufsteigen können.“

            Bin ich leider bei Dir – sollte so nicht sein, ist aber so….

            „Ein in Armut lebendes migrantenkind hat, wessen Eltern nicht richtig deutsch reden können bspw. Nicht die gleichen Bildungschancen wie ein akademikerkind“

            Ganz böses Thema…. Warum sprechen die Eltern kein Deutsch, wenn sie in Deutschland leben!?!? Warum bringen die Eltern ihrem Kind welches in unserer Gesellschaft aufwachsen soll, nicht die Werte unserer Gesellschaft bei, die sie doch sonst gut nutzen???

            Zum Teil „Ausbildung und Geld für ne Wohnung zu haben“, kann ich Dir sagen, dass ich studiert habe, und Nebenbei bei Toys R Us im Verkauf gestanden habe – oder den Lagermukkel gemacht habe. Ist anstrengend für 3 Jahre beides parallel zu machen. Aber wenn man möchte, geht es. Ich hatte auch keine Eltern mehr die mich zu dieser Zeit unterstützen konnten.

            Bei uns im Land läuft einiges sehr schief, das sehe ich auch so. Das liegt m.M.n. aber einfach an den Parteien und nicht am System!

          • Das System ist den Parteien übergeordnet. Selbst eine Partei an der Macht die etwas ändern will hat es mit den eingefahrenen Systemstrukturen nicht einfach. Eine SPD und Grüne z.B. können in diesem System nicht die Atomkraft beenden. Das konnten in diesem System nur die Konservativen. Dann aus Gründen (Fukushima) die mit den eigentlichen Gründen (Atomkraft ist zu teuer) garnix zu tuen hatten. Das System ist Schuld… Sorry… Politiker sind blos doof, böse, oder beides…

          • Jetzt bleib mal aufm teppich. Wenn Du z.B. als Christ ausm Irak geflüchtet bist und hattest 2 kleine Kinder die 1 Jahr später eingeschult werden… dann bist Du ein „Arsch“ weil Du nach nem Jahr Deinen Kindern noch kein 1a Deutsch beibringen kannst oder was? Und erst die Mütter aus Kriegsgebieten, die ohne Mann flüchten konnten… ist wirklich unglaublich hier Schutz suchen zu wollen ohne das hauptaugenmerk darauf zu legen schon auf dem fluchtweg optimales Deutsch zu lernen.

            Ist mir übrigens SCHEISSEGAL, ob nur jeder 5te wirklich diese Not hat. Nur um diese eine Mutter und ihr Kind wirklich zu erreichen bringe ich gerne das Opfer auch ein paar Schnorrer mit durchzufüttern.

            Diese Mutter könnte meine Tochetr sein. Deren Kind mein Enkel…

            Humanismus darf keine Grenzen und keine Bedingeungen haben.

          • Ivo

            Das sagst Du, Hanfi, der aufm Land wohnt. Ich wohne im sozialen Brennpunkt. Hier gibt es Familien die leben 25 Jahre hier und können KEIN WORT DEUTSCH! Von denen spreche ich!

          • Für die Ghettorisierung sind nicht die Ausländer verantwortlich, sondern die Verwaltung.
            Ich habe lieber einen schlecht deutsch sprechenden Türken neben mir wohnen als ein rhetorisch einwandfreies deutsches Spießer-Arschloch. Alleine schon, weil ersterer im Zweifelsfall den besseren Tee kocht!

          • Sowie Du sagst: „Wer nur will der kann“ „Wer zu wenig verdient… der kann woanders“ usw.
            So kann man auch sagen: „Zieh doch aufs Land oder woanders hin…“ – da sprechen alle Deutsch – deine Kifferei wird noch viel weniger toleriert und sowohl Tee als auch Kaffee sind schlechter.

            Das sind keine Argumente… Deines ist ebenso wenig richtig und gerecht wie das meinige. Der Fehler liegt im System. Nicht nur in userem. Natürlich auch in dem Türkischen, Pakistanischen, Irakischen usw.

            ABER und nochmal DEUTLICH:

            Alle diese Menschen auf der ganzen Welt – aus welchem Grund auch immer sie was auch immer tun (und der Heimat den Rücken kehren ist nicht Ohne), könnten meine eigenen Kinder sein. Oder Deine Eltern, Dein Bruder, Dein Freund.
            Es gibt keine Ländergrenzen wenn man das nicht will. ALLE Menschen sind verantwortlich für den Nachbarn, denn es gibt nur EINE Welt.

          • Dem stimme ich zu 200% zu!

          • claptrap

            Und vorallem was kann ein armes unschuldiges Kind dafür, wenn seine Eltern kein deutsch sprechen ? Hat er aufgrund der Tatsache, dass seine Eltern kein deutsch sprechen(sei es aus Faulheit oder weil Sie einfach noch nicht lange genug hier sind) nicht das Recht auf Bildung ?

  • Anonymous

    … es gab mal so ein paar Angebote, Texte zu übersetzen, z.B. vom niederländischen ins deutsche – diese URL könnte dabei helfen – sie übersetzt auch ganze Internetseiten…
    http://translate.google.de/?hl=de&tab=wT

    • Als ein wenig des echten Niederländisch mächtigen… darf ich dir aus ganzem Herzen versichern, das google Translate SEHR SCHLECHT ist. INSBESONDERE bei langen texten – ABER es kennt viele Redewendungen… und für nix anderes ist das zu gebrauchen!

      • Ivo

        Ich sag nur „Blowers“ = Gebläse ;-)

        • Joint = Verbindung

          • Een joint met de mond blowen…
            würde in der Konsequenz bedeuten:
            Ein Gebläse mit dem Mund verbinden… ;-)

      • Anonymous

        @hanfgleichstellen:
        Kennst du nen besseren Translator? Welche URL? Und, kennst du nen guten RSS Reader, oder benutzt du Twitter?

        • Nee, leider nicht. Im Zweifel kann ich auf meine Frau zurückgreifen. Als Mitautor habe ich ne spezielle app aufm Handy bzw. ne andere Weboberfläche…

        • Übersetzungssoftware ist einfach noch nicht so weit. Damit muss man sich abfinden.
          Zum Thema RSS: momentan schwer zu beantworten, da durch das baldige Abschalten von GoogleReader (Fick dich google. Fick dich!!) alles im Umbruch ist.
          Feedly soll ein aussichtsreicher Kandidat sein. Ich bin noch auf der suche.

  • Anonymous

    Ehj, ich denk das ist ein Blog hier, bei dem es darum geht, sich über die niederländische Cannabis-Politik aufzuregen…
    ;-D

    • Es gibt Dinge die sind wichtiger – Humanismus ist einer davon – trotzdem hast du Recht und auch ich bin raus.

  • Elli

    Ich sprech nochmal ein Thema an, das Steffen vielleicht auch anschneiden wollte:

    Behindern die CS die Legalisierungsbewegungen in NL und D?

    Ich denke, in NL muss man das deutlich bejahen. Wir sehen, wie wenig Engagement in der Bevölkerung dort für eine weitergehende Legalisierung vorhanden ist. Die CS hemmen eindeutig weitere Initiativen in diese Richtung. Selbst bei mir hatte sich durch die Nähe zu NL jahrelang nie ein derartiges Intersse entwickelt.

    Für D muss man das also zumindest teilweise bejahen. Weiterhin scheint sich in D eine funktionierende illegale Infrastruktur gebildet zu haben, die von den Behörden bis zu einem gewissen Punkt toleriert zu werden scheint. Wie sonst ist die Versorgung von ~2Mio Kiffern möglich?

    Ich denke, man sollte klar und deutlich aussprechen, dass das CS-System damals u.a. auch deshalb so entworfen wurde, weil es das kleinste Übel darstellte. Eine Komplettverbot hätte vermutlich das Fass über kurz oder lang zum überlaufen gebracht.

    • Elli

      möglicherweise passiert in den USA das gleiche. Wer setzt sich jetzt noch für eine generelle Legalisierung ein??

      • Für die USA sehe ich die Gefahr noch nicht. Denn noch nicht mal die Hälfte der Staaten hat medical, und nur zwei die Relegalisierung, da wird sich in den nächsten Jahren also noch einiges tun, und irgendwann müssen dann auch die Bundesgesetze dran glauben.

        • Elli

          Was ist, wenn die Amis jetzt zufrieden sind? Alle kommen an ihren Stoff bzw. es ist nicht mehr so schwer an was zu kommen. Da fehlt bestimmt bei einigen der letzte Wille.

          • Die Belgische Gesundheitsministerin hat heute folgendes festgestellt: „Unsere Drogenpolitik ist misslungen – mit ganz gefährlichen Effekten. Ich schließe nicht aus, das wir staatlichen Anbau in Erwägung ziehen sollten“
            Dazu sei gesagt das hinter allem mal wieder die Uni Löwen steht, die schon mehrere wissenschaftlich fundierte Analysen und Szenarien zur Selbstversorgung Belgiens erstellt haben. Jetzt schicken sie die gesundheitliche und finanzielle Komponente ins Rennen – Gute Wahl ;-)
            Wir Belgier werden das ohne viel Aufhebens machen… und uns garantiert nicht um die EU oder UN scheren… Wir machen das mit ebenso wenig Wirbel wie wir die 3gr/1Pflanze Regel haben – ABER – und das will ich damit eigentlich sagen:
            KOPF HOCH! ES BEWEGT SICH WAS – AN ALLEN ECKEN UND KANTEN!
            http://www.deredactie.be/cm/vrtnieuws/binnenland/130429_Tytgat_cannabis_legaal
            Das Viedeo ist derart bestechend präzise und fehlerfrei – das würde ich so mal gerne mal in der ARD sehen oder wenigstens auf WDR3… ;-)
            http://www.deredactie.be/cm/vrtnieuws/binnenland/130429_Tytgat_cannabis_legaal

          • Ich verstehe die Bedenken, und halte sie grundsätzlich für berechtigt. Das Medical wird quasi nur geduldet. nach Bundesrecht bleibt es illegal. Der Generalstaatsanwalt weist die Strafverfolger an dort keine Priorität zu setzen, mehr nicht. Es reicht also eine Teeparty und der Spaß ist vorbei.

            ABER: Mit Norml, Safer, Drug Policy Alliance u.v.m. sind mittlerweile recht starke Lobbies entstanden, die ihre Arbeit jetzt nicht mehr einfach einstellen werden. Dazu kommt das in einigen Staaten ein Umdenken stattgefunden hat, und man nun von sich aus Regulieren will, ohne von Volksabstimmen dazu gezwungen zu werden. Die Politik will auch in Zukunft selbst die Gesetze machen, und sich nicht diktieren lassen.

            Die Wa/Co Abstimmmungen zwingen die Bundesbehörden zumindest einen Duldungskompromiss zu Legalisierung des recreational use für alle Volljährigen zu finden, der warscheinlich so ähnlich wie beim medical aussehen wird.

            Mehr als die Hälfe der Staaten hat noch garkeine neuen Gesetze, doch diese Staaten werden folgen. Und je mehr Staaten folgen, desto krasser werden die Forderungen nach Regulierung werden. Der Druck auf die Bundesbehörde zu einer richtigen Legalisierung wird also noch viel stärker werden.

            Dazu kommt Südamerika: Da gibt es Länder die schon länger Legalisierung fordern, was die USA immer erfolgreich unterbunden hat. Das ist jetzt natürlich nicht mehr möglich, weil Südamerika sagt: Räumt erstmal bei euch zuhause auf, gringos! Also steigt auch International der Druck, die Amis haben ja auch multinationale Kongresse und so. Gleichzeitig ist die Mehrheit der eigenen Bevölkerung für Legalisierung. Der Prohibitionistische Weg wird also immer schwerer durchzusetzen.

            Für mich schwer vorstellbar, aber in einem Land ohne Gesundheitssystem, in dem Kranke ohne Geld einfach in den Straßengraben gekehrt werden, hat die Selbstversorgung mit günstiger Medizin warscheinlich einen ganz anderen Stellenwert für die Menschen als wie hier. Die Betroffenen werden sich auch in Zukunft einsetzen, da bin ich mir sicher.

            Das wichtigste ist aber das die Amis begriffen haben wieviel Geld in der Legalisierung steckt. Und in Zeiten in denen historische Regierungsgebäude an Privatinvestoren verscherbelt werden, um sie auf lange sicht teurer wieder zurückzumieten, das gesamte Grundwasser für ein bisschen Gas zerfrackt wird, und der Katastrophenschutz von ein paar Stürmchen überfordert wird, zeigt das die Geld bitter nötig haben. Scheiße, die versuchen sogar Nazideutschland bewaffnete Dronen zu verkaufen, obwohl die den 2+4 Vertrag selbst mitgezeichnet haben, also wissen müssten dass das rechtlich höchst fragwürdig ist… aber ich schweife ab.

            Philip Morris kauft Land im Emerald Triangle, die Wissen was die Zukunft bringen wird.

  • Anonymous

    Ich jedenfalls nicht…
    Ach quatsch, war nur Spass….! ;-)

    Mir ist aufgefallen, das die Legalisierungsbewegung den Coffeeshops nicht so viel bringt. Wenn Wiet komplett legal wird – wie Tabak – kauft keiner mehr was in den Shops und jeder growt selber…
    Ich hätte mich z.B. in Maastricht letztens als Shopbetreiber auch nicht auf die Strasse gestellt…

    • Wenn Du dein Bier auch lieber im Wohnzimmer statt im Biergarten trinkst und selbiges allen anderen wunschst geht das klar.
      Wird toll, wenn alle die Shops die wegen Kommerz und nicht wegen Herz geführt wurden schließen!

    • Ich glaube nicht jeder hat Zeit, Möglichkeit und grüne Daumen zum growen. Die meisten Gelegenheitskonsumenten werden nicht anbauen, um 2-3 Mal im Jahr ne Tüte rauchen zu können. Und:
      Tabak kaufe ich mir – wie Cannabis – in Läden, das baue ich nicht selbst an.

      Wenn die Shopbesitzer lieber weiter Herzinfakte bekommen, anstatt ihr Geschäft auf die nächste Stufe zu bringen, bitte! Mir erschließt sich das nicht ganz. Auch legales Gras muss ja von irgendjemandem verkauft werden.
      Anstatt immerzu zu hoffen das der Versorger, Schmuggler, Safehäuser, Mitarbeiter und man selbst nicht gebustet oder ausgeraubt werden, zu hoffen das immer nur die anderen Shops geschlossen werden, nur der eigene nicht, das hat auf lange Sicht keine Zukunft!

  • Antonio Peri

    Bin jetzt aber auch raus – hab heute eh so richtig beschissene Laune.

    • Joachim

      ach deswegen ;-)

  • Gerd50

    Der Prinz, der heute König wird hat gestern gesagt „und ein bischen Haschisch
    rauchen wollen wir auch“

    Quelle: ZDF Heute Journal

    • wilde 13

      Das hört sich aber nach gutem König an, vielleicht ist ja in der Krone ein Zettel versteckt, wo drauf steht, alle dürfen wieder Hasch und Wiet in ganz NL kaufen/rauchen, und wenn Er sie anzieht fällt diese Botschaft in seine Hände und die Geschichte vom fröhlichen, liberalen Nie da Land (Königreich der Niederlande) geht in die nächste Runde.

      • Auf dem Zettel steht Artikel 1 der niederländischen Verfassung, Das Verbot von Diskriminierung. Für jeden Menschen auf niederländischem Boden gilt niederländisches Recht. Schön wäre es, wenn dieses Recht auch gelten würde.

        Ob sich Könige aber einen Dreck um demokratische Werte und Rechtstaatlichkeit scheren, bezweifele ich stark. Daher bin ich froh das von ihnen keine Macht mehr ausgeht.

    • Wisse Smit bringt den Shit mit, vom besten den es gibt!

  • ms_nice

    Es war nicht der Prinz, der das sagte, sondern zwei feiernde ältere Damen. ;-)

  • xy

    ‚Ob sich Könige aber einen Dreck um demokratische Werte und Rechtstaatlichkeit scheren, bezweifele ich stark. Daher bin ich froh das von ihnen keine Macht mehr ausgeht.‘

    nun, in den niederlanden muss jedes gesetz vom könig unterschrieben werden, bevor es in kraft geht. er hat sozusagen das ‚letzte wort‘. cooles statement, wenn er das mit dem haschisch wirklich gesagt hat. prins pilsje is n guter ;)

    • In Deutschland wird auch jedes Gesetz vom Bundespräsident unterschrieben.

    • Krautcontrol

      Der Bundespräsident hat sein Amt nicht geerbt. Monarchie ist die schlimmste Staatsform für den kleinen Menschen wie du und ich. Mich stört das die Regenbogenpresse so tut als wären das besonders tolle
      Menschen.

      • Auf der einen Seite hast Du natürlich recht. Aber die westlichen Monarchien haben ihre Macht und Einfluss nunmal konsequent zurückgebaut und hat jetzt fast nur noch einen symbolischen Character. Und irgendwie gibt ein König dem Volk einen Zusammenhalt, etwas, was alle gemeinsam haben. Und man sollte auch nie vergessen, dass die Monarchie in Nederland das Coffeeshop-Modell zugelassen haben, obwohl bestimmt Mittel und Wege bestanden, es zu verhindern.
        Und ob ich jetzt einen Fußballer zujubele, der Millionenfach überbezahlt ist oder einem König ist doch fast schon egal (und ich hasse Fussball)

        • fc olé

          Aber der Fussball hat dir doch nichts getan.

          • Doch. Er langweilt mich zu Tode ;-)
            Und zu WM-Zeiten geht er mir auf’n Sack

  • Gerd50

    „ja, war nicht der könig.“

    Mist, dann habe ich das gestern in den falschen Hlas gekriegt.
    Tschuldigung. Wär ja auch zu schön gewesen, wenn der Prinz
    der Welt eines kleines Signal gesendet hätte…

    • A. Graf

      Herzlich willkommen!

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