Coffeeshops in op de Wallen wollen Klage provozieren

Um gegen das am 1. Juli in Kraft tretende Verbot des Verkaufs weicher Drogen vorgehen zu können, wollen die Coffeshop Besitzer im Amsterdamer Bezirk op de Wallen eine Klage provozieren.

Die Gemeinde hat die Eigentümer im Jahr 2009 vor die Wahl gestellt, das Geschäftsmodell zu ändern oder umzuziehen. Weiche Drogen sollen jedoch ab dem 1. Juli nicht mehr im Amsterdamer Rotlichtbezirk verkauft werden.

Der Anwalt des Bond van Coffeeshopdetaillisten (BCD), Maurice Veldman, weist darauf hin, dass man erst klagen kann, wenn einer der Coffeeshops die Vorschrift verletzt. Das kennt man ja aus Maastricht. Deshalb wollen einige der Coffeeshops am 2. Juli einen Joint verkaufen, um damit eine Klage zu provozieren.

Für die meisten Coffeeshops würde diese Vorschrift bedeuten, dass sie den Laden schließen können. Jan Goos, der Eigentümer des Speak Easy, sagt, das er seinen Shop zumachen müßte. Er wäre zu klein für ein Café und zu teuer für eine andere Unternehmung. Der BCD hält einen Umzug für die beste Lösung. Im Moment stehen drei von acht betroffenen Coffeshops noch deswegen mit der Stadt in Verhandlung

Steve Thunderhead

Steve Thunderhead

Ich lebe seit mehr als vierzig Jahren an der niederländischen Grenze. Die Entwicklung der niederländischen Cannabispolitik verfolge ich seit den achtziger Jahren, als ich zum ersten Mal einen Coffeeshop besucht habe. Die langsame Veränderung von einer pragmatischen und toleranten Politik zu immer repressiveren Regelungen kenne ich deswegen aus eigener Erfahrung. Ich freue mich als Autor auf Kein Wietpas! mitarbeiten zu dürfen, weil ich nach all den Jahren meinen Anteil zu einem erneuten Wandel dieser Politik beitragen will.
Steve Thunderhead
  • Streuner

    Ein steriles, gegendertes Amsterdam will ich nicht sehen. Kein Rotlicht, keine Coffeeshops, und dann demnächst auch die Flohmärkte?
    Brauch ich nicht, fahr ich nicht mehr hin.
    Dann behalte ich es eben in meiner letzten, 1990er Erinnerung.
    Meiner Meinung nach wird da Weltkulturerbe zerstört. Wo bleibt der weltweite Aufschrei?

    In Arnhem passiert ja seit Jahren ähnliches. Selbst die Stadtviertel außerhalb der City werden „fein gemacht“ Ist im Moment „Mode Biennale“ in Arnhem. Der Konsum zählt.
    Lustigerweise liegen zwei CS in Klarendaal ja zwischen den Modegeschäften. Die haben jedenfalls keine Berührungsängste, da wird Geld gewechselt, Pakete gelagert, alles eben Nachbarschaft. Die kennen sich alle und jeder redet mit jedem.
    Und es wäre nett, wenn ihr mal im deWalm einen Kaffee trinken geht. :-) Hemmy freut sich. Solange die Ausländer in Arnhem noch bedient werden ^^
    streuner

  • Ignaz

    Hallo zusammen,
    Ich bin momentan über die Lage in amsterdam nicht so im Bilde.
    Sollen da jetzt alle Coffeeshops im ganzen Rotlichtbezirk geschlossen werden?
    War da nicht vor einiger Zeit mal die Rede von einigen wenigen, was ja schon traurig genug ist.