Debatte im Utrechter Stadtrat über CSC Domstad

Wappen von Utrecht

Wappen von Utrecht

Im Utrechter Stadtrat gab es eine Debatte darüber, ob es richtig ist, den Cannabis Social Club (Cannabis Social Club Domstad) einzurichten. So geschehen, vor Kurzem  bei einer Debatte im Ausschuss „Mensch & Gesellschaft“.

Das Ratsmitglied Jan Wijmanga (ChristenUnie) erklärte vor Victor Everhardt vom Gesundheitsministerium, dass Justizminister Opstelten diesem Experiment nicht zustimmen wird. Everhardt entgegnete, dass Opstelten damit nichts zu tun habe. Die Gemeinde Utrecht habe eine Ausnahmegehemigung beantragt, weil die Konsumenten im Moment unnötigen gesundheitlichen Schäden ausgesetzt sind. Everhardt erkärte weiter, dass er glaube, dass Opstelten seine Meinung überdacht habe und er inzwischen bereit sei über dieses Thema nachzudenken.

Bereits im März 2011 hatte Everhardt angekündigt, er werde ein Experiment mit einem geschlossenen Club starten, bei dem die Nutzer selbst Gras anbauen können. Doch seitdem ist nichts passiert. Ein Vertreter des Cannabis-Social-Clubs Jan van Piekeren berichtet, dass der Antrag jetzt Anfang Oktober im „Bureau voor Medicinale Cannabis“ eingegangen ist. „Wir erwarten, dass es etwa drei Monate dauert, bis eine Antwort kommt“.

Eli

Eli

Die Einführung des Wietpas hat mich dazu gebracht, mich für die niederländische Cannabispolitik zu interessieren. Ich komme aus dem mittleren Ruhrgebiet und bin wie so viele am Wochenende immer mal gern in die niederländischen Grenzstädte zu den Coffeeshops gefahren. Die negative Meinung gegenüber Cannabis ist ein Vorurteil, für dessen Abbau ich mich einsetzen möchte!
Eli
  • xy

    ‚Die Gemeinde Utrecht habe eine Ausnahmegehemigung beantragt, weil die
    Konsumenten im Moment unnötigen gesundheitlichen Schäden ausgesetzt
    sind.‘

    moment mal! das würde ja bedeuten, ‚die da oben‘ wüssten ganz genau bescheid über die problematik des verunreinigten cannabis. durch einfaches nichtstun und bloßes wegschauen nimmt man es sozusagen billigend in kauf, oder wie seht ihr das?

    ‚Everhardt erkärte weiter, dass er glaube, dass Opstelten seine Meinung
    überdacht habe und er inzwischen bereit sei über dieses Thema
    nachzudenken.‘

    das wäre zu schön um wahr zu sein! aber ich glaube beim besten willen nicht, dass von dem jemals noch was sinnvolles kommt. nach all dem, was er sich bis jetzt geleistet hat…

    • pseicoman

      Das glaube auch nicht, dass Prohibitonsverfechter sich um die Gesundheit von Cannabiskonsumenten Sorgen machen. Denn es geht da eher um das Menschenbild: Kranke Menschen, die Cannabis erhalten, ok, das versteht man noch, die sind nicht schlecht.

      Doch Menschen, die einfach so Cannabis konsumieren, sind schlecht, tief verankert im allgemeinen Bewusstsein. Und weil durch die Verdammung der einzelne Konsument quasi gezwungen ist, gegen geschriebenes Recht zu verstoßen, ist er doch belegbar tat-sächlich ein klein wenig „schlecht“, eine klassische Tautologie und doch..

      Es wird eigentlich immer über Cannabis gesprochen, selten hört man: ich verachte diese Konsumenten und es ist mir auch egal, was aus den Jugendlichen und sonstigen Konsumenten wird, die irgendeinen Dreck noch nicht mal erkennen. Das sind einfach Luschen, weil die so anders reden und denken, einfach Schwächlinge, natürliche Selektion.. es zwingt sie doch niemand, wieso können sie nicht einfach saufen wie andere Leute..

      .. Das wär mal ehrlich, doch verstößt leider gegen die Menschenrechte.

      • Tom

        Naja, ehrlich können Prohibitionsbefürworter gar nicht argumentieren, weil sie sonst sehen würden, das es keine wissenschaftlich beleg – und belastbaren Aussagen darüber gibt, warum Cannabis verboten werden muß.
        Es gibt keine Cannabis-Toten, es gibt keine Leute, die unter Cannabis Einfluß gewalttätig werden (weil die Droge ehr das Gegenteil bewirkt !) Es gibt nichtmal belegbare Zahlen über Autounfälle aufgrund von Cannabis – Genuss !

        Die ganze Hilflosigkeit in der Argumentation von Prohibitionisten zeigt sich vor allem darin, das nun teilweise dazu übergegangen worden ist, Studien, die eigentlich die Harmlosigkeit von Cannabis belegen, gefälscht wiederzugeben, so das sie scheinbar etwas ganz anderes aussagen, was dann leider über unsere Desinformations-Presse auch eifrig verbreitet wird. In dem (leider berechtigten) Vertrauen darauf, das die meisten zu faul sind, sich mal die Originalstudien im Internet anzugucken. Und schon ist die nächste Lüge in den Köpfen.

        • pseicoman

          Ja, es ist erstaunlich. Da hat man kein Problem, Ritalin an kleine Kinder zu verabreichen, damit diese sich „beruhigen“, doch wenn Erwachsene sich mit Cannabis beruhigen und vielleicht sogar verinnerlichen, dann muss das verboten statt unterstützt werden.

          Die Phobie vor Cannabiskonsumenten und deren gesellschaftszersetzenden Einflus zu schüren und im kollektiven Bewusstsein zu verankern, ist eine der legendärsten Erfolge der Pharmalobby. Auch ein Grund, warum die vielen Studienergebnisse immer geleugnet oder verzerrt wiedergeben werden. Wir würde sonst all‘ die Aspirin, Togal, Paracetamol.. noch kaufen..?

          • xy

            ‚Die Phobie vor Cannabiskonsumenten und deren gesellschaftszersetzenden Einflus zu schüren und im kollektiven Bewusstsein zu verankern,(…)‘

            im prinzip ist’s das große dreigestirn: sex, drugs and rock’n’roll. nicht vergessen: die ur-lügen, die hier noch immer nachgeplappert werden, stammen aus den usa der 20er jahre! dann in den 60ern und 70ern die große angst vor den hippies – ein stachel im prüden fleisch der amerikanischen gesellschaft. usw. usf. ihr kennt das ja ;-)

  • Nuke Acardipain

    Ja..! Alles illegale fördert nur die Unreinheit zb: Plastik, Erdöl o.ä. im Produkt, Produkte die aus allem bestehen, nur nicht aus Weed (bzw dessen Harz).. Daher ist die Prohibition nicht Schutz des Konsumenten, sondern führt diesem, Gesundheitlichen Schaden zu…

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