Maastricht: 37 Touristen am Bahnhof mit Drogen aufgegriffen

Maastricht – Bei einer Drogenkontrolle am Maastrichter Bahnhof wurden am vergangenen Wochenende bei 37 ausländischen Touristen Drogen gefunden. Auch bei 5 weiteren Niederländern wurden die Polizisten fündig. Insgesamt wurden 68 Personen kontrolliert, bei denen die Drogenhunde, die neuerdings am Maastrichter Bahnhof eingesetzt werden, angeschlagen hatten.

Not the place to be - Bahnhof Maastricht - CC-License: photo by Alex Thompson

Not the place to be – Bahnhof Maastricht – CC-License: photo by Alex Thompson

Wie die Tageszeitung „Nederlands Dagblad – ND“ meldet, war bei der Hälfte der Festgenommenen die Menge so gering, dass sie mit einer Beschlagnahmung davonkamen. Zehn Personen bekamen ein Bußgeld (vermutlich in Höhe von 175€), weil sie zuviel Cannabis (das bedeutet in den Niederlanden über 5 Gramm) bei sich hatten. Vier Personen, die von der Polizei als Straßendealer betrachtet werden, erhielten ein Platzverbot für das Gebiet rund um den Bahnhof.

Insgesamt stellten die Beamten bei der Kontrolle 1,2 Kilogramm Cannabis und 80 Gramm harte Drogen sicher. Neben Betäubungsmitteln stieß die Polizei bei den Kontrollierten auf fünf Messer und zwei Dosen mit (in den Niederlanden verbotenem) Pfefferspray.

Hat ein Beschuldigter nicht mehr als 5 Gramm Cannabisprodukte bei sich, wird der Besitz in der Regel geduldet. Allerdings kann auch eine Menge unter 5 Gramm beschlagnahmt werden (und in Maastricht wird das auch gemacht, sofern ein Ausländer Cannabis bei sich hat, Niederländer dürfen es in der Regel behalten). Die Ausfuhr ins benachbarte Ausland steht nun im Fokus der Maastrichter Polizei. Es wird versucht, diese strenger zu unterbinden. Dazu muss man wissen, dass jemand, der in Maastricht am Bahnhof einsteigt schon eine Station weiter bereits in Belgien ist.

Mir sind schon bei meinem letzten Besuch in Maastricht die Polizisten und auch neue Sicherheitskräfte mit Hunden am Maastrichter Bahnhof aufgefallen. Es ist wirklich ein gefährliches Pflaster geworden. Man stelle sich eine Stadt vor, deren Ordnungshüter allein nur noch auf Drogenkonsumenten achten. Auch wenn man Onno Hoes damit in die Arme spielt, kann ich nur jeden hier vor Ausflügen nach Maastricht warnen.

Antonio Peri

Als Grenzbewohner des Dreiländerecks Deutschland/Niederlande/Belgien und damit natürlicher Europäer, betrachte ich die gesamte Region als meine Heimat. Die Fortschritte im Zusammenleben habe ich immer als angenehm und befreiend erlebt. Als drogenerfahrener Mensch, habe ich jedoch schon seit vielen Jahren gesehen, wie sich die Niederlande, die einst ja so berühmt für ihre pragmatische Drogenpolitik waren, schleichend verändern. Die schleichende Entwicklung war vorbei, als der Wietpas in den drei südlichen Provinzen eingeführt wurde – nun endlich war eine größere Öffentlichkeit für das Thema empfänglich – daher freue ich mich, Autor auf Kein Wietpas! zu sein. Sämtliche anderen Themen zur Drogenpolitik und Legalisierung behandele ich in meinem eigenen Blog: http://antonioperi.wordpress.com
  • Revil O

    Wie war das Statement von „Macke“nochmal Wochen und Monate nach dem 1.5.2012 ??
    Die Diskriminierung von Ausländern hat seinen Zweck erfüllt und der „Abschaum“ bleibt jetzt weg weil man in Maastricht nichts mehr bekommt.
    Und wieder ein Beweis von mehreren das dieser Mensch in einer Seifenblase lebt.^^

  • xy_ungeloest

    erinnert mich doch direkt an die sog. ’sicherheitszone‘ in hamburg…

    wieso machen die niederländischen behörden die drecksarbeit z.b. für die belgier? wenn die nicht wollen, das gras importiert wird, dann sollten die besser selbst was dagegen tun. da man das offensichtlich nicht kann, lässt man die anderen ran? ist bestimmt nur so eine phase. auf dauer viel zu aufwändig. welcher idiot schmuggelt denn bitte ‚größere‘ mengen im zug?

    • Bekämpfung von Grenzuberschreitenden Drogentourismus ist Zielsetzung der Europäischen Union. Da sollen alle mitmachen. Und die Niederlande hat da ein wenig schlechtes Gewissen…

      • xy_ungeloest

        ‚Und die Niederlande hat da ein wenig schlechtes Gewissen…‘
        …mir kommen die tränen… ;-)

        ‚Da sollen alle mitmachen.‘
        …stell dir vor es ist krieg und keiner geht hin… ;-)

      • Frank2

        Ich mein, ich habe damals was im Internet gelesen, das die Niederlande sich im europäischen Vertrag von Lissabon verpflichtet haben, den grenzüberschreitenden Drogentourismus zu bekämpfen.Ich find jetzt nur die passende Website nicht mehr.Googelt mal.

    • Das Hamburger „Gefahrengebiet“ hieß hier früher „Zollgrenzbezirk“. Das wurde zwar formell 1992 durch das Schengener Abkommen abgeschafft, aber letztlich wurde es danach durch die „mobilen Kontrollgruppen“ und grenzüberschreitende Zusammenarbeit nur schlimmer als zuvor. Fakt ist: Hier im Grenzgebiet kann man auch ständig kontrolliert werden und auch wenn es keine Gesetze wie in Hamburg gibt, kann auch hier jeder grundlos überprüft und durchsucht werden.

      • high society

        So ist es. Für grundlose Durchsuchungen haben Polizisten bei mir auch noch nie eine Gefahrenzone oder Ähnliches benötigt. Gang und Gäbe hier im Kerpener Raum – vor allem seitens eines hier berühmt-berüchtigten Polizeioberkomissars (der jetzt auch noch Ausbilder ist) Jansen, der regelmäßig seine Kompetenzen übertritt und dafür auch schon zahlreiche Dienstaufsichtsbeschwerden, Tadel und vorübergehende Versetzungen kassiert hat. Aber ändern tut sich nichts.

        Wenn der Zoll das machen darf, habe ich in einem gewissen Rahmen noch Verständnis dafür.

        … Obwohl, wenn ich genauer darüber nachdenke: Eigentlich doch nicht ;-) Warum auch?

        • jkjgkjg

          Deswegen werde ich auch früher oder später nach Berlin oder Frankfurt ziehen,kein Bock hier immer auf den trockenem zu sitzen und nachts wenn man mal alleine ist einfach kontrolliert zu werden.Das kann natürlich auch dort passieren aber wenigstens kann man da was im Strassenhandel holen und da haben sie größere Probleme als wegen 0.1 g eine HD zu machen.Ich kann auch jeden Raucher in Bayern,Baden-Würtenberg oder dem Osten raten in solche Orte zu gehen,einfach um von der Kriminalisierung los zu kommen.Die werden schon sehen was sie davon haben,wenn nur dann einer nach dem anderen wegmacht.Hier gibt es soweiso nur wenn dann Drecks Quali zu Drecks Preisen.

          • xy_ungeloest

            ich rate in einem solchen fall immer dazu einmal über selbstversorgung nachzudenken. wird ja bald frühling.

          • beschissen rules

            nee lieber nach frankfurt oder berlin im ghetto was besorgen…da ist ja die qualität und auch alles sonst alles-noch viel-ähh- beschissener…

  • kiff

    Aus Maastricht kommen auch keine guten Nachrichten mehr.
    Einfach nur Traurig das ganze.

  • eli

    Schon schlimm, wie man als Ausländer dort behandelt wird! Muss ich jetzt als Ausländer in NL ständig damit rechnen festgenommen zu werden oder was?!

    Wo ist denn da der Zusammenhang? Ich darf mich doch wohl in NL mit etwas Gras aufhalten! Wenn ich im Zug bin und die Grenze überquere, verstehen ich Kontrollen, aber so nicht! Ich kann das Gras auch in Amsterdam oder so gekauft haben.

    Das entwickelt sich immer mehr zu Willkür, was dort veranstaltet wird. Hier wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Lasst mal die Luft raus! Wissen die überhaupt noch worum es eigentlich geht, oder sind die inzwischen so durchgeknallt und wollen jetzt den totalen Krieg^^. Solche Sturköpfe sind an Dummheit nicht mhr zu überbieten. Hier werden die Menschenrechte mit Füßen getreten, um ein paar kleine Kiffer hochzunehmen.

    • Du vergisst, dass Cannabis in NL eben auch verboten und nur geduldet ist. Egal, ob es nun in Amsterdam oder sonstwo gekauft wurde. Duldung ist Willkür. Und immer schon konnte einem in NL sein Gras – auch eine geringe Menge, abgenommen werden. Das passiert außerhalb von Maastricht normalerweise nicht, wenn man dafür keinen Grund liefert. In Maastricht scheint Hoes echt Krieg zu wollen. Jedenfalls haben sie dort seit Ende der Razzien in einer Stadt mit nur noch wenigen offenen Coffeeshops und dafür umso mehr Straßendealern nun erkannt, dass sie niemals das „Rentnerparadies“, das Hoes sich für Maastricht vorstellt verwirklichen können, wenn sie die potentiellen Kunden der Dealer nicht vergraulen. Die Drugsrunner sind gerissen und hart gesotten. Die vertreibt die Polizei nicht so leicht und zudem werden die sofort ersetzt, wenn einer verhaftet wird. Die handeln da momentan nach der Prämisse: „Wenn wir die Kunden nur genug verängstigen, werden sie schon irgendwann wegbleiben. Und in der Tat wüsste ich momentan keinen Ort wo der Drogenkauf auf der Straße risikoreicher wäre als in Maastricht.

      • ben

        Scheiß auf Maastricht !

      • jkgjkg

        Du hast recht,allerdings ist es dort immer noch besser las hier,wo es überhaupt nix gibt,und gleich eine HD gemacht wird auch wegen 0.1,da würde man sich Verhältnisse wie in Maastricht nur wünschen.Man muss alles im Verhältniss sehen.

  • I’m pretty sure their cannabis had nothing to do with coffeeshops.

  • Wegermee

    Begrüssungswerte Entwicklung, wo kann Ich für die Vortsetzung und Verschärfung der Kontrollen unterschreiben? Ihr habt schliesslich die Situation selber verschuldet!

    • omfg

      troll woanders du ornithologisches geschöpf.

      • Kreative Beleidigungen sibd toll! +1

    • flaxman

      Vort mit Dir, pöser Pursche.. wenn Du schon pauschalisieren willst, google vielleicht vor Deiner geistigen Inkontinenz..

    • ach jaa

      Schau mal im www nach Debilität,Imzebillität und Idiotie,vielleicht auch aus selbsttherapeutischem Ansatz…und bei Wikipedia findest du direkt darunter die Haubtursache dafür….Alkohol in der Schwangerschaft…

      • oh nein

        Oh es heisst richtig:Imbezillität…Entschuldigung…und der Begriff scheint veraltet,aber ich denke das macht nichts…

        auch mittelgradige Intelligenzminderung, früher Imbezillität, ICD-10 F71Der Intelligenzquotient liegt zwischen 35 und 49. Dies entspricht
        beim Erwachsenen einem Intelligenzalter von 6 bis unter 9 Jahren. Es
        kommt zu deutlichen Entwicklungsverzögerungen in der Kindheit. Die
        meisten können aber ein gewisses Maß an Unabhängigkeit erreichen und
        eine ausreichende Kommunikationsfähigkeit und Ausbildung erwerben.
        Erwachsene brauchen in unterschiedlichem Ausmaß Unterstützung im
        täglichen Leben und bei der Arbeit.

  • KlausiMausi

    Wie es nun mal so üblich ist. Kiffer sind klasse für die Kriminalstatistik. Sie sind so wunderbar pflegeleicht, denn sie sind im Allgemeinen nicht bewaffnet, und haben oft ein sehr niedriges Aggressionspotential. Und die Messer, wage ich mal zu behaupten, sind vermutlich eher bei den als Dealer eingeschätzten Personen zu finden sein.

    Ausserdem treten sie auch gerne in Gruppen auf. Sehr Dankbar im Bahnhof: Selbst wenn sie anfangen würden zu rennen, die Kollegen stehen ja schon auf der anderen Seite bereit, aber im Normalfall rennen sie erst gar nicht. Einfach die Hunde nutzen, denn sie duften so gut. Und wir erleben „Kriminelle am laufenden Band – und finden das alles doll – doll – doll“. Klasse Arbeit. Zwei Jahre später werden diese Einsätze zurückgefahren, weniger Kontrollen durchgeführt und in der Statistik steht: „Die Drogenkriminalität ist um 30% zurückgegangen: wurden 2014 noch x KG Gras sichergestellt, so waren es 2015 nur noch y KG. Ein toller Erfolg für die Politik von Opstelten“. Taraaaa! Der Weg ist freigeräumt für die weitere politische Karriere.

    Das geht alles viel bequemer, als die Leute aufzuspüren, die so gerne Fahrräder klauen, Scheiben von deutschen Auto einschlagen, …

  • Eine Freundin, die kürzlich in Maastricht war, hat mir eben berichtet, dass nicht nur am Bahnhof, sondern auch in den Parkhäusern der Stadt nun Patrouillen mit Drogenspürhunden unterwegs sind.

    • a.cad.

      Krass…fehlt noch nach Einbruch der Dunkelheit ne Ausgangssperre…und wer trotzdem unterwegs ist darf verhaftet werden.Was geht da ab???und“ ben“,scheiss auf Dich!

      • pseicoman

        Im Schulunterricht ist die Prüderie heute höher als in den 60er Jahren (darum ging es heute in der Welt). Da regen sich Eltern auf, weil das Wort „Penis“ im Kontext Aufklärung verwendet wird. Genauso entwickelt sich der Umgang mit Cannabis. Lustig singende, brave junge Leute sollen anständig und national eingestellt auf den Inseln spazieren gehen und bloß nicht mit dem gefährlichen Cannabis in Berührung kommen. Der Witz dieser Entwicklung besteht darin, dass aus reiner Unkenntnis zur Verhütung wieder mehr Kinder und Krankheiten entstehen und auch wieder der Weg offen ist für gefährliche Drogen, weil niemand mehr Ahnung hat und keine Verkäufer da sind, denen man vertrauen kann. Deswegen gab es doch die Befreiungsbewegung in den 70ern..

        Als ich das erste Mal vor 24 Jahren in Maastricht im easy war, da sprach man in ganz Maastricht gerne mit mir deutsch, erklärte ausführlich, was was im Eisenköfferchen ist.. man war in der Stadt willkommen. Freiwillig fahre ich nicht mehr in diese Stadt, ich habe das nicht nötig, für Analogkäse, Kunsttomaten und Polizeikontrollen da hin zu fahren. Wenn es gar nicht „frei“ in NL zugeht, die Weltoffenheit längst Geschichte ist, warum diese Menschen besuchen? Um bedroht zu werden? Vielleicht überschätzt man die Kraft des Marketings. Ich auf jeden Fall informiere alles und jeden, dass man in NL als Deutscher diskriminiert wird. Wenn vielleicht einer dieser kleinen Trolle Lust, auf einen abwertenden Kommentar zur Veranschaulichung meiner These hätte, würde ich mich sehr freuen..

        • a.cad.

          Jetzt kann ich deine Abneigung unsere westlichen Nachtbaren zu besuchen bestens nachvollziehen,ich habe mich dort stets willkommen gefühlt,habe und hatte auch über den Sport viel Kontakt zu (toleranten) Niederländern,welche diese Entwicklung genauso beschissen finden wie jeder andere normal denkende Mensch,und vielleicht grade darum darf man das alles nicht aufgeben?Ein anderes Beispiel…in vielen Kampfsportarten herrschrt ein ziemlicher Guru und Personenkult,so überheblicher Schwachsinn halt,bei unseren Nachtbaren zählt eigendlich ehr was man auf der Matte so kann,und von allen Lehrern dort bekam ich die Aussage,das ich in ihren Schulen stets willkommen bin,das bin ich hier in D noch lange nicht…

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