Fällt das I-Kriterium in Breda?

Paul Depla

Paul Depla

Immer noch gilt in den Coffeeshops in einigen Städten vor allem im Süden der Niederlande: „Ausländer können nur auf der Strasse kaufen“, denn das I-Kriterium, vom ehemaligen Justizminister Ivo Opstelten eingeführt, wurde nicht überall wieder beerdigt. So auch in Breda (Nordbrabant). Unter dem bisherigen Bürgermeister Peter van der Velden (PvdA) wurde in der Gemeinde zuerst der „Wietpas“ und später das „I-Kriterium“ eingeführt. Seitdem hat sich nichts geändert, abgesehen von der Verfügbarkeit von Cannabis auf der Strasse, mit allen bekannten Folgeschäden.

Gerade in den ehemaligen Wietpas-Gemeinden in den drei südlichen Provinzen herrscht viel Stillstand, wenn man das „Wunder von Venlo (+Umgebung)“ einmal ausklammert. Ein großer Hoffnungsschimmer für Breda kam auf, als bekannt wurde, dass Paul Depla (PvdA) neuer Bürgermeister für die kn app 180.000 Einwohner werden solle. Dieser ist jetzt im Amt und hat sich bislang zum Thema ausgeschwiegen. Bislang.

In einem Interview stellte Depla jetzt fest, dass die Entscheidung, ob man das I-Kriterium fortsetze, die Wahl zwischen der Kugel und der Schlinge gleichzusetzen sei. Es fortzusetzen würde den Strassenhandel anfeuern, aber die Abschaffung hätte ebenso negative Effekte. Er ist der Meinung, dass man darüber diskutieren müsse. Die Cannabispolitik der Gemeinde müsse sowieso modernisiert werden.

Wie das genau aussehen wird dürfte spannend sein. Depla ist bekennender Modernisierer der angestaubten niederländischen Drogenpolitik. Trotzdem gibt es gerade in Breda recht absurde Forderungen, wie man die Situation vor Ort verbessern wolle.

Vergessen sollte man aber nie:

Die erhöhte Strassenkriminalität ist DIREKTE FOLGE des I-Kriteriums!

Das I-Kriterium ist DISKRIMINIERUNG!

 

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de
  • Killaschinken

    „…es fortzusetzen würde den Strassenhandel anfeuern, aber die Abschaffung hätte ebenso negative Effekte.“ – wie ich soll ich ein
    populistisches, haltloses Wendehalsgeschwätz verachte. Natürlich muss man es wieder allen recht machen (Wählerstimmen darf man nicht gefährden), und Argumente sind für solche Behauptungen nicht von Nöten. Welche Negativeffekte denn? – Achja, natürlich…die Abschaffung dieser staatlich angeordneten Diskriminierung würde ja dazu führen, dass die Coffeeshops der Niederlande ganz Europa mit Drogen versorgen. LOL.

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