Verunreinigungen in Cannabis aus Coffeeshops

Sauberes Cannabis ist eines der besten Argumente für eine Legalisierung. Die unabhängige wissenschaftliche Kontrolle des Produktes garantiert, dass die Konsumenten ihre Gesundheit nicht mehr schädigen als es je nach Konsumform nötig ist. Vor allem für die medizinische Anwendung darf das verwendete Cannabis nicht mit unerwünschten Stoffen belastet sein.

Aus diesem Grund hat das Rijksinstituut voor Volksgezondheid en Milieu (RIVM) eine Untersuchung durchgeführt um die Belastung mit Pestiziden und Schimmel, bei dem in den niederländischen Coffeeshops verkauften Weed, zu ermitteln. Da das Coffeeshopweed nicht aus legalen Quellen stammt und somit natürlich auch keine Untersuchungen seitens des Produzenten stattfinden, sah sich das RIVM wohl im Interesse der Volksgesundheit in der Verantwortung.

Skywalker OG aus dem 1e Hulp in Amsterdam.

Skywalker OG aus dem 1e Hulp in Amsterdam.

Untersuchungen zur Schimmelbelastung haben bereits in den Niederlanden stattgefunden und wurden bei der Vorbereitung der Untersuchung auch von den Wissenschaftlern herangezogen. Trotzdem sind regelmässige Untersuchungen nicht der Fall, worauf das RIVM auch hinweist und vorschlägt, diese zusammen mit Prüfungen zum THC Gehalt zu verbinden.

Damit es für diese Messungen einen Rahmen gibt, in dem man die Ergebnisse einordnen kann, ziehen die untersuchenden Wissenschaftler die erlaubten Höchst- und Grenzwerte für Lebensmittel und Heilprodukte heran. Was durchaus Sinn macht, da Cannabis ja in diese Kategorie fallen würde.

Yeah! Science!

Die Frage ob man verschimmeltes Gras noch rauchen oder gar essen kann, wird öfter behandelt. Dabei ist die Antwort hier sehr einfach und lautet ganz klar: NEIN!
Auch eventuelle Reinigungsmethoden, wie das Baden in Wasserstoffperoxid oder das Erhitzen sind absolut sinnlos und fallen in die Kategorie ‚gefährliches Kifferhalbwissen‘. Wohl niemand käme auf die Idee verschimmelte Lebensmittel zu konsumieren, warum sollte das bei Cannabis anders sein.

Das Problem bei Schimmelpilzen besteht darin, dass er Pilzgifte produziert, die sogenannten Aflatoxine. Bei diesen Pilzgiften handelt es sich um hochgiftige Stoffe, das Aflatoxin B1 zählt z.B. zu den am stärksten krebserregenden Stoffen überhaupt. Diese Pilzgifte lösen nicht nur Krebs aus, sondern können auch die Leber und andere Organe schädigen. Die Mengen, die dabei schädlich sind, sind so gering, dass man den Schimmel noch nicht einmal sehen muss.
Tipps wie das Waschen in Wasserstoffperoxid sind vollkommen sinnlos und bringen überhaupt nichts. Zwar werden in den USA Stoffe wie Wasserstoffperoxid, Chlor oder auch Methylamin (Ja, genau das Zeug was in Breaking Bad immer Mangelware ist) zur Vernichtung von Aflatoxinen bei Futtermitteln eingesetzt, aber hier handelt es sich um Begasungsverfahren bei hohen Temperaturen über eine längere Zeit. Auch das Erhitzen von Schimmel bringt keinen Erfolg. Aflatoxin B1 hat einen Verdampfungspunkt von mehr als 500 °C, es verschwindet also nicht so einfach und es ist auch noch sehr stabil. Versuche mit Kaffee ergaben, dass die Menge an Aflatoxinen nach einer 30 min. langen Erhitzung auf 180 °C nur um 50% abgenommen hatte.
Wird das Cannabis nicht gegessen sondern geraucht oder vaporisiert, so gelangt ein Teil des Giftes in die Lunge, die dadurch auch auf Dauer geschädigt wird. Zerfällt das Aflatoxin wegen der hohen Temperatur beim Rauchen, so entsteht Kohlenmonoxid und Kohlendioxid als Abbauprodukt, wovon ersteres sich hunderte Male besser als Sauerstoff an die roten Blutkörperchen bindet und diesem damit den Platz wegnimmt.

Pestizide sind eine weitere Gefahr, die bei unserer heutigen Landwirtschaft und damit natürlich auch bei der Cannabisproduktion im kommerziellen Umfeld auftaucht. Pestizide nehmen wir andauernd auf, da es immer Reste in den Nahrungsmitteln gibt. Daher hat man Grenzwerte festgelegt, die die Höchstgrenze festlegen. Da man aber durchaus verschiedene Sachen isst, gibt es für alle Stoffe auch die erlaubte Tagesdosis.

Die Wissenschaftler haben die Ergebnisse mit den erlaubten Tagesdosen verglichen und legen hier immer eine Menge von 500 mg zugrunde.

Methodik

Für diese Untersuchung wurden durch das Trimbos Institut 25 Weedproben gekauft. Die Proben wurden in 25 verschiedenen Coffeeshops an 25 Orten in den Niederlanden gekauft. Die erste Probenserie (8) wurde von RIVM am 30 März 2015 empfangen, die zweite Serie (17) kam am 7. Mai 2015. Jede Probe bestand aus einem Plastiktütchen mit 2 Gramm Weed. Jede Probe wurde für die weitere Analyse zunächst kleingemahlen.

Eine genau abgewogene Menge von 500 mg wurde dann auf die am meisten vorkommenden Aflatoxine (B1, B2, G1, und G2) untersucht. Diese Untersuchung erfolgte mit einem kommerziell erhältlichen Elisa Kit der Firma Romer Labs. Das Kit erlaubt eine quantitative Ermittlung (4-40 ppb – parts per billion) des absoluten Gehalts von Aflatoxinen in einem breiten Spektrum an pflanzlichen Nährstoffen. Die Nachweisgrenze (LOD – limit of detection) dieser Methode liegt bei 3 ppb. Es waren keine Messkits verfügbar, die speziell für Cannabis entwickelt wurden.

Für die Untersuchung der Pestizide wurde eine UHPLC-MS/MS (Ultra High Performance Liquid Chromatography) Methode entwickelt, welche die gebräuchlichsten Pestizide detektieren kann. Von jeder Probe wurde wieder eine Menge von 500 mg doppelt analysiert. Die dabei ermittelten Pestizidgehalte wurden mit dem maximalen Rückstandshöchstgehalt (MRL – maximum residue limit) verglichen, der für Heilmittel auf pflanzlicher Basis gilt.

Ergebnis

In 23 der 25 untersuchten Cannabisproben (92%) wurden Spuren von einem oder mehreren Pestiziden gefunden. In 11 Proben (44%) wurde das MRL für pflanzliche Heilmittel überschritten. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle aufgelistet. Die Angabe der Pestizide bezieht sich dabei auf eine orale Einnahme von 500 mg und gibt an, wieviel Prozent der erlaubten Tagesdosis dabei aufgenommen würden.

In 5 Proben wurden mehrere Pestizide festgestellt. Trotzdem betrug der Gehalt in 24 Proben weniger als 1% . Bei Probe Nr. 17 (Special Super Silver) wurde bei der Ermittlung des Gehalts an Carbendazim von dem letzten festgelegten Höchstwert ausgegangen, denn dieses Pestizid ist in der EU seit 2009 nicht mehr zugelassen. Bei 8 Proben wurde ein relativ hoher Wert an Abamectin festgestellt (ca. 3% der erlaubten Tagesdosis), das bedeutet, das man 18 Gramm eines solchen Weeds essen muss um die erlaubte Tagesdosis dieses Pestizids zu erreichen.

In keiner der untersuchten Proben konnten Aflatoxine festgestellt werden. Da das Detektierungslimit des verwendeten Elisa Kits bei 3 ppb liegt, erfüllen damit alle Proben die geltenden Grenzwerte für Nahrungsmittel innerhalb der EU (4 – 15 ppb).

 

Nr. Produktname Pestizide  % der ETD  Aflatoxine
1 Amnezia Haze Pineapple  < LOD
2 Express Strawberry  < LOD
3 Cough  < LOD
4 Blueberry  Verbr.
5 White Monkey 0,03% Abamectin  < LOD
6 Pineapple Haze  < LOD
7 Desert Bud 0,03% Abamectin  < LOD
8 Buddha Cheese 3% Abamectin

0,3% Tebuconazol

< LOD
9 Icecream  < LOD
10 Birdeyskunk  < LOD
11 White Fire Al  < LOD
12 Jack Herrer  < LOD
13 Super Skunk  < LOD
14 White Widow 0,08% Abamectin

0,006% Tebufenpyrad

0,05% Triadimenol

< LOD
15 Jet Lag  < LOD
16 Northern Light 0,4% Abamectin  < LOD
17 Special Super Silver 0,2% Abamectin

0,3% Carbendazim

< LOD
18 Haze  < LOD
19 Mix Gruis 0,008% Tebuconazol

0,1% Tebufenpyrad

< LOD
20 Special  0,03% Piperonylbutoxid  < LOD
21 Amnesia Gruis 0,09% Abamectin

0,05% Piperonylbutoxid

0,007% Tebufenpyrad

< LOD
22 Haze  < LOD
23 Power Plant  0,007% Triadimenol  < LOD
24 White Whidow  < LOD
25 Top 44 0,2% Abamectin  < LOD

Legende:

 Spuren von Pestiziden > MRL
 Spuren von Pestiziden gefunden
 Keine Spuren von Pestiziden gefunden

LOD: Nachweisgrenze (limit of detection); hier: 3 ppb (parts per billion)

Verbr: Bei der Entwicklung der Messmethode für die Pestizide verbraucht

Wie ordnet man denn jetzt diese Ergebnisse ein? Das kommt natürlich darauf an, wie man das ganze betrachtet. Für jemanden, der Wert auf biologisches und absolut sauberes Weed legt, ist das natürlich ein schlechtes Ergebnis. Reste von Pestiziden haben spätestens bei der medizinischen Anwendung nichts im Produkt zu suchen.

Und der normale Wochenendkiffer? Wie siehts denn für den aus?

Hier muss mal wieder der gute alte Philippus Aureolus Theophrastus Bombastus von Hohenheim, auch bekannt als Paracelsus, herhalten, der da sagte: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.“
Die Mengen der gefundenen Pestizide liegen in einem Rahmen, die man als gesunder Mensch ohne Probleme konsumieren kann. Tatsächlich sollte man sich vielleicht eher Gedanken machen, was man sonst so an Nahrungsmitteln zu sich nimmt, denn die z.B. in grünem Tee gefundenen Werte sind weitaus schlechter.

Abschließend lässt sich sagen, dass die altbewährten Sorten in den Coffeeshops von einer Qualität sind, welche sich manche Leute wünschen würden, die sich hier auf dem Schwarzmarkt eindecken müssen. Wer allerdings Wert auf komplett schadstofffreies Weed legt, kommt wohl um den Eigenanbau oder den Grower seines Vertrauens nicht herum.

Steve Thunderhead

Steve Thunderhead

Ich lebe seit mehr als vierzig Jahren an der niederländischen Grenze. Die Entwicklung der niederländischen Cannabispolitik verfolge ich seit den achtziger Jahren, als ich zum ersten Mal einen Coffeeshop besucht habe. Die langsame Veränderung von einer pragmatischen und toleranten Politik zu immer repressiveren Regelungen kenne ich deswegen aus eigener Erfahrung. Ich freue mich als Autor auf Kein Wietpas! mitarbeiten zu dürfen, weil ich nach all den Jahren meinen Anteil zu einem erneuten Wandel dieser Politik beitragen will.
Steve Thunderhead

Letzte Artikel von Steve Thunderhead (Alle anzeigen)

  • Flasher

    Es sollte mal das Zeug aus Roermond und Sittard untersucht werden wüsste mal gerne womit das gestreckt wird

    • Kunde

      Ja ich habe auch die schnauze voll von dem gestreckten weed nur damit da paar leute 30% mehr gewinn machen auf kosten unserer gesundheit.
      Ich werde wohl anfangen selbst anzupflanzen.

  • A.Merkel

    Moin ,
    danke für diesen Bericht !!!

    Ja die sollten mal sittard und roermond checken , was da geht ist echt gesundheitsschädigend …

    Allerdings wie Steve geschrieben hat sind heute die Belastungen von Pestiziden überall , sogar im BIO Bereich recht hoch ….
    Klar ist das ärgerlich , allerdings in diesem Zusammenhang soll man auch fragen welche Mengen an

    Material in NL in den CS gehandelt werden , dies unter stänig steigendem Druck der Ermittlungsbehörden, wo und wie soll das produziert werden ?

    Wieviel schätzt Ihr wird tgl. in einem hoch frequentierten CS verkauft ???

    • Doc77

      Ja so 8 kg werden es schon sein. Bei Tourismus Shops geht’s bestimmt in zweistelligen Bereich.
      @ Kunde das beste was du machen kannst. Grow up.

  • Tonio Atuanid

    Hier rächt sich die fehlende gesetzliche Regelung bezüglich Anbau und Vertrieb. Solange das in den Händen der Organisierten Kriminalität bleibt, solange werden wir mit solchen Begleiterscheinungen leben müssen. Die niederländischen Konsumenten können dem ein Stück weit entgehen, da dort jeder max. 5 Pflanzen zu Hause anbauen darf. Dennoch ist die fehlende Qualitätskontrolle ein Umstand der dringenst von der niederländischen Regierung angepackt und beseitigt werden sollte.

  • KlausiMausi

    Ich muss zugeben, etwas überrascht zu sein. Denn ich hätte mit schlimmerem gerechnet. Um gleich schon mal etwas positiv zu sein: Es gibt offensichtlich bei den untersuchten Proben kein Schimmelproblem. Das ist ausgezeichnet.
    Bedenklicher ist natürlich das Thema Pestizide. Das Ergebnis ist zwar „besser als erwartet“ und unterhalb der Grenzwerte, jedoch nicht dort, wo ich es gerne sehen würde. Zu klären wäre da, ob die ermittelten Werte nicht durch eine sorgfältigere Anwendung zu senken wären. Bedenklich ist die Verwendung eines nicht zugelassenen Fungizids (Aaahh- deswegen kein Schimmel?), das die Keimzellen schädigen kann allemal, auch wenn das Messergebnis deutlich unter der ehemals zulässigen Dosis liegt. Klassisches Schwarzmarktproblem.
    Waren Streckmittel oder sonstige unlautere Gewinnmaximierungsmethoden denn auch Thema der Untersuchung, bzw warum nicht?

    • Steve Thunderhead

      Streckmittel werden in der Untersuchung nicht gesondert erwähnt, allerdings kann man wohl schon davon ausgehen, dass solche Stoffe entweder bei der Vorbereitung der Proben oder spätestens bei der Analyse im Massenspektrometer entdeckt worden wären.

  • Sebastian

    Diese Pestizide sind nur für die „Nahrungsmittel“-Produktion zugelassen, oder?
    Für den Konsum für Rauchzwecke gelten ganz andere Maßstäbe, da fallen ganz viele Mittel weg, deren Einsatz nicht in Frage kommt, da die Verbrennungsprodukte daraus noch giftiger sind.

    So wie ich das sehe ist – als Beispiel – keines der in Deutschland zugelassenen Mittel ausdrücklich für den Tabakanbau zugelassen.

    Wie sieht das wohl bei den gefundenen Mitteln aus?
    Gibt es in den Niederlanden Bestimmungen zu Pestiziden im Tabak-Anbau zum Vergleich?
    Wird Tabak regelmäßig auf Pestizide überprüft?

    • Sebastian

      PS:Dazu fällt mir ein, Marlene Mortler wird vielleicht aufgrund ihrer praktischen und akademischen Erfahrungen im Hopfen (Cannabaceae-Gewächs- wie der Hanf) – und Tabak-Anbau wohlmöglich noch landwirtschaftliche Beraterin bei der Deutschen-Cannabis-Agentur, oder bei einem der lizensierten Anbauunternehmen, wer weiß?

      Und die sind dann direkt ganz groß im Geschäft – mit riesigem Vorsprung – wenn schließlich Cannabis ganz aus dem BtMG gestrichen wird. Werden wir denn mal sehen, auf jeden Fall sind da dann einige Posten zu vergeben.
      Wenn wir dann mal krank sein sollten vom Haber Bosch- und Giftgas- Weed und Nahrung, dann gibts es echte lokal gewachsene Hanfmedizin, genährt einzig und allein von der Sonne, dem Wasser, der Luft und dem Edaphon, dessen lithobiontischen Anteile die mineralischen Bestandteile des zugrundeligenden Gesteins in
      den biologischen Nährstoffkreislauf bringen, und so ein gesundes Wachstum mit voller Ausschöpfung des genetischen Potenzial ermöglichen, welches zum Einzigartigen Terroir, des je nach Region in hiesigen Gefilden angebauten Hanfblüten-Krautes und -Harzes beiträgt, ebenso wie das sonnige Gemüt seiner Gärtner und die Abgase des Verkehrs und der
      Industrie sowie die Pestizid-Drift vom noch nicht natürlich wirtschafteden und Geld an die Chemieindustrie verschenkenden Bauern von nebenan.

    • Steve Thunderhead

      Für Tabakerzeugnisse sollte in den Niederlanden auch die EU-Tabakrichtlinie gelten. Danach müssen die Erzeuger eine toxikologische Analyse ihres Produktes vorlegen. Ich denke dass die regelmässig überprüft wird, weiß ich aber nicht genau. Bestimmungen zu Pestiziden im Tabakanbau konnte ich bisher nicht finden, aber ich vermute, das genau der gleiche Wert wie für Lebensmittel gilt. Schließlich richtet sich der Grenzwert nach dem Pestizid und nicht nach dem wasauchimmerdamitkontaminiertist.

      • Sebastian

        Es geht mir nicht unbedingt nur um die Grenzwerte, sondern darum ob die Mittel überhaupt geeignet sind.
        In Colorado wurden Chargen zurückgerufen, weil Spuren von Pestiziden gefunden wurden, die bei Verbrennung Cyanide freisetzen.
        Und Rückstände von verschiedenen Pestiziden sind besonders bedecklich, weil diese zusammen reagieren, und kein Mensch kann genau sagen, was beim Verbrennen und Inhalieren daraus wird.

        Zu Tradimanol fand ich Verscchriften zur Anwendung bei Hopfen.
        Tebuconazol ist zur Minderung nicht parasitärer Blattflecken bei Gerste in Kombination mit erstgenannten Mittel, und für die Standfestigkeit von Raps vorgesehen.
        Die Mittel sind Fungizide, welche anscheinend auch als Halmverkürzer eingesetzt werden.
        Werden die Cannabispflanzen eventuell auch so kleingespritzt – damit die gedrungener wachsen – wie Getreide, Flammendes Käthchen oder Tagetes?

        • Steve Thunderhead

          Interessante Frage, kann ich aber leider nicht beantworten. Ich hab bisher nicht viel verwertbares dazu gefunden. Muss ich erst noch mal ein bischen recherchieren…

  • dennis

    @tonioatuanid:disqus Flasher
    Das Zeug aus dem Skunk/Sky ist definitiv mit irgendetwas behandelt bzw gestreckt. Habe selten gesehen, dass wirklich undefinierbare Flüssigkeit aus dem tip tropft, dazu schmiert die Asche oft (laut DHV indiz für brix oä). Bei Preisen von bis zu 13,85!!! pro ´´Einheit´´ ist das schon ne krasse Frechheit was da abgezogen wird. Kann auch nur absolut davon abraten!

  • Vhf

    @ steve thunderhead

    sehr detailierter und schöner artikel, besten dank dir dafür! ich bin hin und weg:D

    jetzt unabhängig davon zum inhalt: ich mag hier die wissenschaftlichkeit des herangehens, allerdings gibt es für mich ein großes manko, nämlich, 25 proben aus 25 coffeeshops bei mehreren hunderten im land sind alles andere, aber nicht repräsentativ(grundvoraussetzung meines erachtens, sonst nur stimmungsmache). bestenfalls ein ansatz das auszuweiten bzw. die politik zu animieren, aber ansonsten nicht sonderlich wertvoll.

    viele grüße
    *vhf*

    • Steve Thunderhead

      Das ist natürlich richtig. Allerdings sollte man dem RIVM zugute halten, dass es das zum ersten Mal gemacht hat und das Verfahren dafür entwickelt hat. Das hört sich auch ein bisschen nach Forschung an und wahrscheinlich hat da auch jemand seinen Master oder Ph.D. gemacht. Die Forscher schlagen in ihrem Bericht jedoch ausdrücklich vor, dass man die Tests ausweiten sollte. Ich denke das ist nicht die letzte Analyse die wir sehen.

  • Jonny Asbrock

    Sehr guter Artikel!
    Ich denke auch, dass der Anbau staatlich kontrolliert stattfinden sollte.
    Es ist ja logisch, dass man sich in der momentanen Situation weder auf Qualität noch auf Kontinuität verlassen kann. Ich könnte mir vorstellen, dass die Shops teilweise auch auf zweifelhafte Quellen zurück greifen, um den durch den Grenztourismus entstehenden gesteigerten Bedarf zu decken.
    In Enschede habe ich sogar schon Sand-Gras im „the edge“ und „Sahara“ bekommen, was sich zu der Zeit kaum von dem Material unterschied, weshalb wir überhaupt erst den Weg über die Grenze gewählt hatten..
    Ein staatlich kontrollierter Anbau und die dazu gehörigen Gesetzesänderungen könnten all diese Probleme zeitnah beseitigen und des weiteren Garant für eine kontinuierliche, nachprüfbare Qualität sein.
    Auf Grund dessen wäre auch die medizinische Verwendung für den Shop Besucher leichter einzuschätzen.
    Momentan erhalte ich bei 3 Einkäufen an 3 unterschiedlichen Tagen 3 mal verschiedenes Gras, obwohl ich jedes mal die selbe Sorte kaufe..
    Naturprodukt hin oder her, der Unterschied wäre nicht so drastisch, könnte sich der Shop im benötigten Umfang versorgen, was natürlich voraus setzt, dass dieser Umfang auch vorher irgendwo angebaut werden darf..
    Naja, hoffen wir mal das der Trend weiter in diese Richtung geht, der Ansatz gefällt mir schon mal sehr gut.

  • gast1

    Selbstverständlich sollte man verschimmeltes Cannabis nicht konsumieren.

    Allerdings ist der Vergleich mit den Lebensmitteln meiner Meinung nach nicht optimal.

    Denn wenn ich verschimmeltes Brot kaufe,sind das 1 Euro,die mir verloren geht und ich kann jederzeit Brot mit bester Qualität kaufen.Beim Cannabis habe ich vllt.10 Euro für 0,7 ausgegeben und 12 Stunden gewartet,bis ich es bekommen habe(geht nicht um CS).Deswegen raucht man es trotzdem,da es trotzdem high macht.So hab ich,und viele anderen früher gedacht.In gewisser Weise ist es auch logisch.

    Ich kannte früher niemanden,der nicht verseuchtes Cannabis geraucht hätte und zwar egal mit was es gestreckt gewesen wäre(vllt.Ausnahme Blei,da das früher in den Medien präsent war,dass man es auf keinen Fall rauchen soll).Heute kann man nur CBD Tropfen als Ersatz empfehlen.

    • Vhf

      erst leitest du mit „selbstverständlich“ ein um dann zum „allerdings“ zu kommen?!
      für mich sieht das so aus, als wenn du auch jederzeit noch kontaminiertes grass konsumieren würdest, selbst, wenn du mit der nase drauf gestossen wirst^^. guck mal was du da schreibst. du jammerst rum, dass es ja um geld gehen würde, aber, junge, deine gesundheit ist u n b e z a h l b a r!
      du wartest zwölf stunden auf irgendeine quelle um dann doch ggf. schlechte ware abzugreifen?! so etwas ist uns wahrscheinlich allen mal in den anfangstagen passiert(zum glück wurde in meiner anfangszeit noch nicht mit brix oder ähnlichem gestreckt), aber der mensch lernt doch eigentlich aus fehlern.
      also hör auf rumzujammern und unternimm was, vor allem mal eine konsumpause und komm bloss nicht mit du wärst patient oder so, das ist einfach ganz offensichtlich faulheit oder kontrollverlust über den konsum(nicht so höflich ausgedrückt: suchtdruck^^). schließt euch zusammen mit geld und holt woanders mehr, baut an oder hört eben auf für immer, oder bis eben wieder gute ware geht. das sind eigentlich deine optionen, außer im selbstmitleid zu versinken^^

      sorry, aber denk mal drüber nach^^

      viele grüße
      *vhf*

  • Nightnurse

    [Antwort auf Flasher] bitte was?

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