Zu früh gefreut

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Es schien so, als hätte Haarlem die Chance dazu, ein neues “Hempcity” zu werden. Die Alternativlösung des Bürgermeisters, ein Gütesiegel einzuführen, dass die Coffeeshopbetreiber zu mehr Kontrollen verpflichtet wurde überall als gute Alternative zum Wietpas gefeiert. Fernsehsender, Zeitungen und Onlinemagazine stiegen auf das Thema ein und es schien, als würde diese Lösung überall Anklang finden – natürlich erst Recht bei uns, dem Abschaum, den Drogentouristen…

Doch wir alle haben uns zu früh gefreut: Haarlem wird zwar das Gütesiegel einführen. Aber eben auch den Wietpas, sollte er 2013 kommen! Ich habe gerade mit Nol van Schaik gechattet. Er ist enttäuscht und natürlich auch sehr wütend, beschimpft den Bürgermeister als Lügner.

Ich frage mich, ob er das von vorne herein so gedacht hat, oder ob das Zurückrudern jetzt auf Druck der Politik geschehen ist. Egal wie: Die ganze Sache stinkt zum Himmel und ist ein riesiger PR-GAU.

War ja auch zu schön um wahr zu sein. Der Kampf geht weiter! Auch in Haarlem.

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

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