Gastbeitrag: Verwirrung um Venray

Update 08.01.2013: Bitte unbedingt diesen Artikel lesen!

Update: Ich hatte diesen Artikel bereits heute Mittag temporär online. Nach den ersten Kommentaren habe ich ihn doch wieder vom Netz genommen, aus Angst vor möglichen Folgen für den Coffeeshop, da “Kein Wietpas!” ja doch schon einiges an Reichweite hat. Unser fleißiges Telefonmädchen ;-) Hanfgleichstellen hat aber jetzt auch im Halicarnas angerufen und gefragt, ob sie mit einer Veröffentlichung des frohen Botschaft einverstanden sind. Dies wäre kein Problem und es wäre ihnen egal, ob es im Netz zu lesen sei. Daher stelle ich den Text wieder Online. Trotzdem ist das natürlich mit Vorsicht zu geniessen. Eine Garantie für einen Einlass kann und will ich nicht geben. Ebenso ist nicht gesichert, ob der Shop für sein Handeln Sanktionen erwartet. Alles sehr seltsam… mobo

Offen, oder doch nicht? Meldungen über Venray haben in den letzten Tagen für Verwirrung gesorgt. Heute hat mich eine eMail von unseren Lesern Steffi & Kai (die hoffentlich kein Problem mit der Veröffentlichung haben) erreicht, die die Diskussion neu anfeuern dürfte.

Mit großer Spannung verfolgen meine Frau und ich das Politische Geschehenrund um die Cannabisfrage.
Wir fahren jetzt seit mehr als 17 Jahren in die Provinz Limburg.
Unsere Stammläden Roots/Oase wurden damals geschlossen und wir mussten auf Nimwegen Kurs nehmen.
Drama,Drama,Drama!!!!
Es war nicht überall so, aber oft fühlten wir uns nicht Willkommen.
Das was man eigentlich als Verschnitt kannte wurde uns oft in den meisten Shops als gute Qualität angepriesen.
Trocken, Krümmelig, Blättrig und ein Heuiger Duft.
Bäh!!!!!!!!
Das was man Rauchen konnte war ekelhaft Teuer.
Nun haben wir uns überwunden am schönen Samstag den 29.12. nach Venray zu fahren, und siehe da es gibt was zu kaufen :-) ……Freu.
Problem ist nur, dass es eigentlich noch untersagt ist in Venray “da ja Provinz Limburg” und auf erster Anfrage im Switch uns auch freundlich gesagt wurde, dass der Shop noch nichts an Ausländer verkaufen würde, wir aber doch mal ins Halicarnas gehen sollten da würde man etwas bekommen.
Gesagt getan und tatsächlich wurden wir mehr als freundlich empfangen.
Wir freuten uns und waren auch nicht die einzigen “nicht Niederländer”, die sich über den Zutritt und dem Gefühl wieder Willkommen zu sein freuten.
Wir hatten nicht das Gefühl das wir schnell aus dem Laden wieder verschwinden sollten.
Dem Betreiber war es nur unangenehm das Touristen dort sitzen möchten und Rauchen wollten – da wegelte man “FREUNDLICH” ab und erklärte, dass alle ein Auge zudrücken, da keiner mehr Lust auf dieses politische hin und her hat, und es kein Problem wäre, etwas in Ruhe zu kaufen.
Also kaufen ja, sitzen nein.
Ob es ein Dauerzustand bleibt ist abzuwarten.
Da wir 1x Wöchentlich zu Gast sind im schönen Nachbarland und die Schnauze gestrichen voll haben von der Gurkerei ins tolle Gelderland werde wir jetzt erst mal hartnäckig am Ball bleiben was die Situation in Venray betrifft.
Nochmal großes Lob für “Kein Wietpas!”
Tiefgründig, Aktuell, informativ und Aktiv einfach toll.

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

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