Amsterdam plant Einsatz von Testkäufern

tkkgDa es immer wieder mal vorkommt, dass Minderjährige in Coffeeshops angetroffen werden. Dies wird in der Regel mit einer temporären Schliessung des Shops bestraft. In manchen Fällen für 3-6 Monate, in Amsterdam eher für eine kürzere Zeit (2 Wochen). Ob so eine Strafe jetzt angemessen ist oder nicht sei dahingestellt. Als Richtig betrachte ich die Regelung allemal. Jetzt überlegt Amsterdam, die Shops mit minderjährigen Testkäufern (Mysteryshopper) zu überprüfen. Juristisch gesehen ist das allerdings eine heikle Sache: Zwar dient es einerseits der Überprüfung, aber andererseits werden hier Minderjährige an Orte geschickt, die eigentlich nichts für sie sind. Zudem werden sie dazu motiviert, eine Straftat zu begehen.

Es ist doch paradox: Erst sollen Coffeeshops geschlossen werden, weil sie zu nahe an Schulen liegen, dann sollen Schüler in die Shops geschickt werden, um die Einhaltung der Regeln zu testen. Gehts noch?

Die Lösung wäre doch einfach, die Shops anzuhalten, häufiger (oder immer) die Ausweise zu kontrollieren. Das findet meiner Meinung nach in Amsterdam einfach viel zu selten statt.

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de