Mal hier, mal da

20130526-143739.jpgDas massive Verschwenden von Steuergeldern Aufgebot an Polizeipräsenz in Maastricht fruchtet langsam. Mittlerweile scheint es wohl so zu, dass man auf den Straßen mehr Polizisten als Strassendealer sieht – ein zweifelhafter Erfolg für Bürgermeister Onno Hoes. Das heisst aber nicht unbedingt, dass es weniger Strassendealer gibt – nein, sie ziehen einfach weiter. Und momentan scheinen sie sich auf Venlo als Umschlagsplatz zu konzentrieren. Prinzipiell eine gute Idee aus Sicht der Händler, denn überall wurde die Polizei in Limburg ausgedünnt, damit Onno seine Ego-Show durchziehen kann. Und so können die fliegenden Händler ihren Geschäften in der Stadt von Hoes Parteigenosse Antoin Scholten nachgehen.

Dieser bemerkte bereits in einer Ratssitzung, dass sich der Strassenhandel in seine Stadt verlagere. Genau wie in Maastricht dürfen die Coffeeshop dort auch nichts an Ausländer verkaufen, allerdings läge die Priorität nicht so sehr auf der Kontrolle der Einhaltung. Das dürfte wohl auch der Grund gewesen sein, warum bei so manchem Kunden eine Auge zugedrückt worden ist. Damit ist jetzt aber Schluss, denn es gab, wie schon vor kurzem gemutmaßt, eine Polizeikontrolle im Nobodys Place, bei der ein deutscher Kunde mit 5g in der Tasche erwischt wurde, worauf der Betreiber seinen Laden erst einmal freiwillig schloss. Er rechnet fest mit Sanktionen.

Es ist mal wieder vollkommen unverständlich, warum die Politik einfach immer die falschen Rückschlüsse zieht. Klar verbessert eine massive Polizeipräsenz erst einmal das Problem. Aber halt nur lokal begrenzt, es verlagert sich einfach auf die anderen Gemeinden, bis auch dort aufgestockt wird. Aber mehr Polizei ist für niemanden schön: Nicht für den Steuerzahler, nicht für die Anwohner, die sich nichts weiter als Normalität wünschen. Und schon gar nicht für den gewöhnlichen Touristen, der ja eher die idyllische Einkaufsstadt wünscht als eine Frontlinie.

Herrn Scholten traue ich noch eher eine Vernunftsbasierte Entscheidung zu (während bei Hoes Hanf Hopfen und Malz verloren zu sein scheint). Es wird Zeit, für Entscheidungen. Und zwar im Sinne des Volkes und nicht im Sinne des Justizministers!

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de