Nationale Politie gegen Anbauregulierung

links:  Ruud Bik, rechts Ivo Opstelten. In der Mitte ein Professor für Psychiatrie. Vielleicht sollten sich beide mal einen Termin geben lassen...
links Ruud Bik, rechts Ivo Opstelten. In der Mitte ein Professor für Psychiatrie. Vielleicht sollten sich beide mal einen Termin geben lassen…

Habt ihr zum Wochenende ein wenig Lust auf  Facialpalmierung? Ich kann Euch da ein wenig helfen. Dem Volkskrant wurde ein internes Papier der Nationalen Politie zugespielt, in dem der stellvertretende Polizeichef Ruud Bik Anweisungen für Presseanfragen an die lokalen Polizeichefs des Landes herausgibt. Die Position der Polizei ist eindeutig gegen eine Regulierung des Anbaus zur Versorgung der Coffeeshops, wie es das Manifest der Bürgermeister fordert.

Als Begründung ist die Befürchtung angegeben, dass regulierte und somit nicht versteckte Plantagen ein begehrtes Ziel für Einbrüche sein würden. Daher müssten sie rund um die Uhr intensiv bewacht werden, um Einbrüche zu verhindern. Nach Meinung der Polizei würde eine Regulierung des Anbaus auch nicht für eine Verringerung der illegalen Anlagen führen, diese würden sich nur ins Ausland verlagern.

Ok. Da muss man erstmal tief durchatmen. Wie bitte schön hat Ruud Bik es soweit nach oben geschafft bei so einem Schwachsinn, den er verzapft?

Natürlich sind Plantagen begehrtes Ziel für Einbrüche. Das sehen wir auch in den Staaten. Das heisst aber noch lange nicht, dass es illegale Plantagen nicht gerne überfallen werden. Und eine gute Objektsicherung und Bewachung dürfte wohl das Gröbste verhindern. Bedrocan wird ja auch nicht jede Woche überfallen… Regulierte und zertifizierte Plantagen würden aber viele Gefahren der illegalen Pendants eliminieren: Wohnungsbrände, Verringerung von Gesundheitsschäden durch Streckmittel oder Düngemittelrückstände und und und… Verlagerung ins Ausland? Die hat doch längst stattgefunden, da es in den Niederlanden immer schwerer für professionelle (illegale) Grower wird, bei dem Überwachungswahnsinn der Niederlande geeignete Orte zum ungestörten Anbau zu finden.

Fassen wir zusammen: Der stellvertretende Polizeichef der Niederlande möchte den Anbau lieber in der Hand von Kriminellen belassen, als ein vorhandenes Phänomen in gesetzliche und regulierte Bahnen zu lenken.

Warum wird dieser Planet eigentlich von Vollidioten regiert?

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
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