Amsterdamer Unternehmen wehren sich gegen neuen Bulldog

Foto: Stefan Müller
Foto: Stefan Müller

Im Gegenzug zum Schliessen der Filiale in der Spuistraat hat die Coffeeshopkette “The Bulldog” jetzt einen neuen Standort im westlichen Hafengebiet von Amsterdam (Noord-Holland) beantragt. Geplant ist ein großer Shop mit geräumiger Außenterrasse und Parkplätzen. Soweit so gut.

Doch in der Nachbarschaft regt sich Widerstand: Die Unternehmervereinigung des westlichen Hafengebietes, “ORAM”, möchte keine Coffeeshops in ihrer Mitte aufnehmen. Man wolle keine Drogendealer (=Coffeeshops) in der Gegend haben, denn damit würde man gegen “internationale Sicherheitsregelungen” verstoßen.  Daher wurde jetzt offiziell Einspruch eingelegt.

Der stellvertretende Sprecher des Verbandes, Rein Aarts, bringt es so auf dem Punkt: 

Jedes Mal, wenn sie im Zentrum ein Problem loswerden wollen, wird es auf das westliche Hafengebiet abgeschoben.

Der Umzug ist Teil eines Pilotprojektes der Stadt, das die Zahl der Coffeeshop in der Innenstadt verringern soll. Nächste Woche soll eine Entscheidung bezüglich des Umzuges gefällt werden.

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

Letzte Artikel von mobo (Alle anzeigen)