Nachrichten der letzten Tage

So, während die meisten von Euch mit Sicherheit Fussball schauen werden, nutze ich mal meine freie Zeit dazu, endlich mal wieder einen Blogpost rauszuhauen! In den letzten Tagen hat sich wieder einiges angesammelt, das ich Euch jetzt mal kurz zusammenfassen möchte.

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Die acht Coffeeshopgemeinden Limburgs (Ja, dazu gehört auch Onnos Königreich Maastricht) wollen noch dieses Jahr einem Unternehmen eine Lizenz zum offiziellen Cannabisanbau als Versorgung für die Coffeeshops vergeben! Dies machte Heerlens Bürgermeister Paul Depla (PvdA) deutlich. Als Jahresproduktionsmenge seien 10.000 kg angepeilt, was für alle Kunden der Coffeeshops reichen würde.  Mit der Lizenzvergabe wolle man ein Modellversuch starten, der Vorbild für das ganze Land sein soll.

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Die Gemeinde Zwijndrecht (Südholland) ist sogar schon einen Schritt weiter: Auch hier möchte man den Cannabisanbau für den Coffeeshop der Stadt regulieren. Das “Xpresso” ist jetzt schon eine Besonderheit, da es sich um einen ein Non-Profit Coffeeshop handelt, Betrieben von der Stiftung Dilemma, ist. Für den regulierten Anbau hat man jetzt bereits eine weitere Stiftung gegründet, bald schon soll es losgehen!

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Einer Umfrage nach fühlen 9% der Einwohner Bredas stark unter den Drogendealern belästigt, was überdurchschnittlich viel sei. Trotzdem gilt in der Gemeinde in Nordbrabant noch immer das I-Kriterium. Hausgemachte Probleme also. Abschaffen!

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Haarlems Bürgermeister Bernt Schneiders möchte gerne die Öffnungszeiten der Coffeeshops begrenzen. So sollen ab Januar innerhalb der Woche die Shops spätestens um 00.30 Uhr schließen und am Wochenende um 01:00 Uhr. Der Vorschlag muss noch durch den Stadtrat. Begründung: Lärmreduzierung.

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Ivo Opstelten hat bekräftigt, dass der Verkauf von Cannabis via Internet nicht mit den Toleranzkriterien vereinbar ist und Shops, die das tun durch die jeweilige Gemeinde Sanktionen erwarten müssen. Bislang ist das meines Wissens nach noch nicht geschehen.

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Das Trimbos-Institut hat wieder die Zahlen für den durchschnittlichen THC-Gehalt der Cannabis-Produkte der Coffeeshops veröffentlicht. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich nichts geändert, die Werte sind stabil: Gras aus den Coffeeshops hat einen Durchschnittswert von 14,6% THC. Noch 2004 lag der Wert bei über 20%, was die Behauptungen, dass Cannabis immer stärker wird erneut widerlegt. Der Durchschnittswert von Import-Haschisch liegt bei 14,9%, bei niederländischen Hasch liegt er bei 20,4%. Importiertes Gras hat einen durchschnittlichen THC-Gehalt von 20,4%.

Schaut man sich einmal den CBD-Wert an, so stellt man fest, dass im  niederländisches Gras kaum CBD vorhanden ist (0,3%), beim Importhasch dafür umso mehr (7,2%). Für die Untersuchung werden Proben aus 50 zufällig ausgewählten Coffeeshops untersucht.

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Der Reality-Soap Darsteller Michael van der Plas wurde zu 60 Stunden Gemeinnütziger Arbeit verurteilt, weil er Bote von 17kg Ernteresten war. Der Angeklagte hatte bestritten, dass er wusste, dass sich in dem Auto, indem er erwischt wurde Cannabis befand, was ihm der Richter nicht abnahm. Anhand von abgehörten Telefonaten konnte ihm nachgewiesen werden, dass er die Absicht hatte, den Verschnitt zu verkaufen. Vom Vorwurf des Waffenbesitzes und des Handels mit harten Drogen konnte er freigesprochen werden.

Eine erstaunlich milde Strafe! Promibonus?

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Nach den Razzien bei der Grass Company wurde jetzt eine Filiale in Den Bosch geschlossen, weil der zulässige Handelsvorrat von 500g überschritten wurde. Auch die anderen drei Filialen sind derzeitig geschlossen, da die Polizei die Kassen und die Vorräte beschlagnahmt hat. Das Unternehmen wolle aber bald wieder mit dem Verkauf beginnen, so ein Sprecher.

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mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de