Ausländische Touristen kehren zurück

800px-2009-09_Grenze_DE-NL_DwarsefeldAls der Wietpas 2012 in den drei südlichen Provinzen Limburg, Zeeland und Noordbrabant eingeführt wurde, sahen sich die betroffenen Coffeeshops mit massiven Umsatzrückgängen konfrontiert. Dies ist nicht verwunderlich, machten die ausländischen Besucher doch einen Anteil von knapp 39% unter den Kunden aus. Als Folge gab es Entlassungen, auch im regulären Einzelhandel. Viele Gemeinden haben seitdem jedoch eingesehen, dass der Ausschluss von ausländischen Gästen mehr Probleme verursacht als er löst und somit sind immer mehr Gemeinden zurückgerudert. Das I-Kriterium sah dies durchaus vor, denn “lokale Anpassungen” im Coffeeshopgesetz waren eindeutig gestattet, wovon die meisten Gemeinden Gebrauch machten, nur noch wenige Hardlinergemeinden wie Maastricht, Tilburg und Eindhoven halten an der staatlich gewollten Diskriminierung fest.

Und so langsam steigen auch die Umsätze wieder. Nach neusten Untersuchungen des Justizministeriums ist der Anteil der ausländischen Kunden im Süden der Niederlande wieder auf 13% angestiegen, bei kaum merkbaren Anstieg der berüchtigten “Overlast”.

Ich denke mal, dass sich die Zahlen auch weiterhin wieder in Richtung “Vor-Wietpas-Zeiten” entwickeln werden, sobald wirklich jeder mitbekommen hat, dass in den meisten Städten wieder jeder Gast willkommen ist.

Nicht ohne Stolz kann ich behaupten, dass “Kein Wietpas!” seinen Anteil daran trägt, gehört doch unsere “Toleranzkarte” auch heute noch zu den meist aufgerufenen Bereichen unseres Blogs. Trotzdem gibt es noch wenige weiße Flecken auf der Karte und unsichere Gemeinden mit unterschiedlichen Meldungen bezüglich des Statutes. Darum bitten wir auch weiterhin um Eure Mithilfe bei der Vervollständigung der Daten.

Grundsätzlich gesehen kann man sich aber fast immer auf die Karte verlassen!

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

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