Lesetipp: Michael Knodt rechnet mit Amsterdam ab

knMichael Knodt, den die meisten wohl von Exzessiv (Exzessiv bei PolyTox.TV) kennen dürften hat drüben bei Vice einen Artikel über den von ihm beobachteten Niedergang der Coffeeshopkultur in Amsterdam geschrieben. Wirklich lesenswert. Ich kann die Aussage wirklich nachvollziehen. Amsterdam ist nicht mehr das, was es noch vor wenigen Jahren war. Vieles hat sich zum Schlechten entwickelt, die Aussage “Das Beste Gras kommt aus Amsterdam” stimmt leider viel zu häufig nicht mehr und das Coffeeshopsterben und die Gentrifizierung tun ihr Übriges. Ob man dies ausschließlich der konservative Drogenpolitik der Niederlande zuschreiben kann, oder ob auch andere Faktoren wie eine generelle Veränderung der Gesellschaft eine Rolle spielen, sei einmal dahingestellt.

Ich selbst verfalle was Amsterdam angeht nicht so sehr dem Kulturpessimismus. Ja, Amsterdam braucht wieder eine Rückbesinnung zu alten Werten. Und auch die Politik muss sich den Zeichen der Zeit anpassen und gleichzeitig eine bessere und weitreichendere Regulierung einführen.

Aber: Amsterdam wird immer etwas Besonderes bleiben. Amsterdam ist nicht mehr einzigartig. Denver, Barcelona und Co. haben mit ganz großen Schritten aufgeholt oder gar überholt. Trotzdem finde ich, dass man nicht unbedingt vergleichen sollte. Jedes Modell hat seinen eigenen Charme.

Auch wenn die halbe Welt liberaler wird und Holland immer konservativer, glaube ich doch, dass auch im 20 Jahren Amsterdam immer noch zu den beliebtesten Reisezielen eines jeden Kiffers gelten wird. Nagelt mich drauf fest!

Übrigens: Ist das wirklich so krass mit dem Erdbeer-Bananengras?

 

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de