Rotterdamer Coffeeshops bleiben vorerst geöffnet

Coffeeshop Nemo (via Google StreetView)
Coffeeshop Nemo (via Google StreetView)

Vor Kurzem haben wir über die Schließung der Coffeeshops “Nemo” und “The Reef” in Rotterdam (Südholland) berichtet. Bürgermeister Ahmed Aboutaleb (PvdA) hatte dem Betreiber die Lizenz für die beiden Shops aufgrund seiner “schlechten Lebensführung” entzogen.

Dagegen hat der Betreiber jetzt eine einstweilige Verfügung vor dem Verwaltungsgericht Rotterdam durchgeboxt und darf somit seine beiden Coffeeshops vorerst wieder öffnen. Primär sei dies geschehen, um einen “Schaden an der Gesellschaft” zu verhindern. Gemeint sind damit die Arbeitsplätze, die durch die Schließung plötzlich verloren gingen.  Das Gericht begründete die Entscheidung aber auch damit, dass das 500g-Lagermaximum bei zwei Coffeeshops mit jeweils 800 bis 1000 Kunden pro Tag absurd sei.

Die einstweilige Verfügung bezieht sich allerdings nur auf die vorzeitige Schließung durch den Bürgermeister. Der Strafrechtsprozess gegen den Betreiber steht noch aus und es ist zu erwarten, dass dieser auch mindestens eine temporäre Schließung mit sich bringt.

 

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de