Nachrichten der letzten Tage

In den letzten Tagen haben sich mal wieder einige Nachrichten angesammelt, die ich Euch hier mal zusammenfassen will. Die Leserwahl zum Kommentar des Monats kommt dann wohl als nächstes dran…

In Hempcity Haarlem hat man es trotz großspuriger Ankündigung noch nicht geschafft, doch in Hilversum (Nordholland) wurden jetzt alle Coffeeshops mit der Keurmerk (Gütesiegel) ausgestattet. Das Gibt Privilegien und gleichzeitig Verpflichtungen und ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung!

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Kürzlich haben wir über den Beschuss mit einem Automatikgewehr des Coffeeshops “Chip´n´Dale” in Den Bosch (Nordbrabant) berichtet. Jetzt hat der stellvertretende Bürgermeister Eric Logister (D66) verkündet, dass der Shop für ein halbes Jahr geschlossen wird. Das war es dann also mit dem Geschäftsjahr 2015… Es sei denn, der Betreiber legt erfolgreich Berufung ein.

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Der Betreiber eines Coffeeshops in Purmerend (Nordholland) traf am Gerichtshof Amsterdam einen sehr milden Richter an. Trotz der aufgefundenen 14,5kg Gras und 1,2kg Haschisch bei einer Kontrolle im Jahre 2011 und weiteren 3,5kg Cannabis später an einem anderen Ort wurde er freigesprochen, da sich der Richter im Klaren war, dass die Produkte eine Coffeeshops “nicht einfach so vom Himmel fallen”. Mehr solche Urteile!

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Der Coffeeshop “Scorpio” in Ulft (Gelderland) ist seit dem 30.07 für den Zeitraum von einem Monat geschlossen. In einem Geheimraum fand die Polizei bei einer Kontrolle einen zu großen Handelsvorrat. Da die Polizei davon ausgeht, dass durch die Schliessung des einzigen Coffeeshops der Gemeinde der Strassenhandel ansteigen wird, wird man in dem Zeitraum verstärkt Kontrollen durchführen.

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In Hoofddorp (Nordholland) wird es trotz Bürgerprotesten vermutlich bald einen zweiten Coffeeshop geben. Der “De Groene Gaper” soll am 01. September öffnen, wenn kein Richter die Eröffnung unterbindet. Wollen wir mal hoffen…

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Maastrichts neue, Annemarie Penn-te Strake (Parteilos) hat sich nun erstmals zum Thema Drogenpolitik ihrer Stadt geäußert. Die Probleme in Maastricht (Limburg) bezeichnet sie als ein “vielköpfiges Monster” und ist sich noch nicht ganz im Klaren, wie sie vorgehen will. Im Oktober will sie aber dem Gemeinderat Lösungen präsentieren. Allerdings sieht es nicht danach aus, als hielte sie die Abschaffung des I-Kriteriums für die richtige Vorgehensweise. Die “Probleme” des illegalen Cannabisanbaus müsste man ihrer Meinung nach international angehen und nicht auf kommunaler oder Landesebene. Ich frage mich, wie sie das meint. Will sie die NATO einschalten? :-P

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

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