Gastbeitrag: Ein vollständiges Konzept für die legale Produktion von Cannabis
Das Team von Kein Wietpas vergrößert sich. Ich darf Euch bei dieser Gelegenheit mit Freude unseren neuen Autor Steve Thunderhead vorstellen, den wir in diesen stürmischen Zeiten herzlich an Bord von Kein Wietpas! begrüßen dürfen. Steve hat sich mit dem bemerkenswerten Konzept des Team Haarlem Coffeeshopentrepreneurs (THC) auseinandergesetzt. Dieses Konzept ermöglicht eine absolut transparente und regulierte Cannabisproduktion vom Steckling bis zur Anlieferung der verkaufsfertigen Ware im Shop. Schon das Keurmerk-Konzept des Team Haarlemse Coffeeshopondernemers (THC) funktioniert gut und ist ein Schritt nach vorne. Ist dieses Konzept der neue Coup von unserem Freund Nol van Schaik?
Immer mehr Gemeinden freunden sich mit dem Gedanken an, die Cannabispflanzen für ihre Coffeeshops selber anzubauen. So einfach sich dieser Gedanke auch anhört, so verursacht er doch eine ganze Menge Probleme bei der Umsetzung.
Doch was bedeutet die Produktion von Gemeindewiet für den Konsumenten? Ist es schlecht wenn der Staat das Monopol bei der Produktion bestimmter Güter hat? Eine Frage, die überall für Diskussionen sorgt und immer anders beantwortet wird. Gäbe es heute noch die Bundespost und ihr Monopol, dann würden wir diesen Blog wohl im Bildschirmtext lesen und immer noch eine Handvoll Farben für Telefone zur Auswahl haben. Bei anderen Dingen, wie der Wasserversorgung, ist eine große Zahl der Europäer der Ansicht dies wäre in staatlichen Händen besser aufgehoben. Was ist der Unterschied? Nun, Wasser sollte überall gleich sein und bei Telefonen lieben wir die Vielfalt.
Ebenso im Coffeeshop. Wenn die Gemeinden beginnen Cannabis zu produzieren, werden sie höchstwahrscheinlich keinen Wettbewerb um die beste Züchtung veranstalten, oder mit einer Teilnahme am Cannabis Cup liebäugeln. Sie werden eine Art “Standardgras” anbauen und dieses in allen Coffeeshops der Stadt verkaufen. Der Cannabis Konsument hat also die Auswahl zwischen Heerlen-Skunk und Haarlem-Herer. Vermutlich wird der Unterschied nicht wirklich groß sein. Wahrscheinlich wird der Schwarzmarkt dann Menükarten einführen, denn jeder der eine gewisse Abwechslung liebt und bestimmte Sorten bevorzugt wird sich dort eindecken.
Dies wird dann natürlich zu einer Abnahme des Absatzes in den Coffeeshops und damit zu weiteren Schließungen führen. Die Anzahl der Coffeeshops in den Niederlanden wird zurückgehen und die Probleme werden mehr. Mehr illegale Straßenhändler, mehr Heimplantagen und dadurch mehr Hausbrände. Alles Probleme die mit einem durchdachten Konzept vermieden werden könnten. Das Team Haarlem Coffeeshopentrepreneurs (THC) hat ein solches Konzept erarbeitet, dass die Produktion und die Anlieferung an die Coffeeshops zu einem transparenten Prozess macht.
Dieses Konzept wurde der Stadt Haarlem als Vorschlag für eine komplett regulierte und transparente Cannabisproduktion übergeben.Das Konzept umfasst den gesamten Produktionsweg.
Insgesamt ein sehr lesenswerter Beitrag zur gegenwärtigen Diskussion um den Anbau von Gemeindewiet.
PvdA: Aufklärung über illegale Dealer in Maastricht gefordert
DEN HAAG – Die Mitglieder der Tweede Kamer (Niederländisches Parlament) Myrthe Hilkens und Manon Fokke (beide PvdA) wollen von Justizminiter Ivo Opstelten (VVD) wissen, ob auch er über Hinweise darauf, dass die illegalen Straßendealer duch die Coffeeshopbetreiber gesteuert würden, verfügt. Das behauptete Maatrichts Bürgermeister Onno Hoes am Samstag in einem Interview mit der Zeitung “Volkskrant”.
Wie die Tageszeitung “De Telegraaf” heute berichtet, wollen Fokke und Hilkens auch von Opstelten wissen, ob er zusätzliche Polizeibeamte für Maastricht zugesagt hat und ob der Minister auch zusätzliche Polizei in andere Gemeinden in Brabant und Limburg schickt, die die gleichen Probleme mit Coffeeshops haben wie Maastricht.
Hilkens und Fokke fragen sich, ob die zusätzlichen Polizisten notwendig sind um die Overlast auf den Straßen zu reduzieren, oder um gegen die Coffeeshops vorzugehen. Die Freigabe von zusätzlichen Polizeikräften für Maastricht, bedeute das Kapazitäten woanders und für andere Aufgaben fehlen, so die Kammermitglieder. Zusätzlich möchten sie wissen, woher die Polizisten für Maastricht kommen sollen.
Die beiden Parlamentsmitglieder fragen sich, warum Hoes nach mehr Polizisten fragt, während er in der Zeitung sagt, dass “es ein paar Straßen gibt, wo etwas mehr Overlast ist als woanders.”
Kurznachrichten #3
Maastricht/Euregio: Sah es bis gestern noch danach aus, dass Bürgermeister Hoes (VVD) einknickt und auch in Maastricht das Einwohnerkriterium nicht mehr kontrolliert wird, hat sich das Bild schon wieder dramatisch verschoben. Nachdem Justizminister Opstelten (VVD) seine hunderprozentige Unterstützung für Hoes bei der Durchsetzung des I-Kriteriums in Maastricht zugesagt hat, und sich Hoes bei seinem Kollegen aus Sittard-Geleen entschuldigt hat, soll er nun doch Polizisten aus Roermond bekommen. Zusätzlich ist zu sehen, dass nun wohl gegen die Kunden der Maastrichter und Limburger Coffeeshops vorgegangen wird. Großkontrollen in Maastricht und an den Grenzen und es wird auch von Zivilpolizei in den Coffeeshops gesprochen. Die CDA schockiert mit dem Vorschlag, notfalls das Militär in Maastricht einzusetzen.
Den Haag: In einem Interview des niederländischen Senders NOS versichert Justizminister Opstelten, dass er voll hinter Bürgermeister Hoes steht und diesen auch zu 100% unterstützt: “In der Regierungserklärung steht, dass der Drogentourismus bekämpft werden soll. Das muss und das soll auch passieren. Ich habe Bürgermeister Hoes, mit dem ich in Kontakt stehe, meine volle Unterstützung zugesagt. Wenn der Bürgermeister von Maastricht zusätzliche Polizisten braucht, um gegen den illegalen Drogenhandel auf den Straßen vorzugehen, bekommt er die. Er braucht nur einen Plan zu erstellen und dann erhält er zusätzliche Kräfte der nationalen Polizei”, so Opstelten gestern.
Maastricht/Sittard-Geleen: wie L1 meldet, hat sich Bürgermeister Hoes bei seinem Kollegen Sjraar Cox von Sittard-Geleen entschuldigt. Am Donnerstagabend hatte Hoes in der TV-Sendung L1LT sein Befremden darüber ausgedrückt, dass die Bürgermeister von Sittard-Geleen und Roermond nichts gegen Coffeeshops unternehmen, die an Ausländer verkaufen, obwohl dies so unter den limburger Bürgermeistern abgesprochen gewesen sei. Hoes hat laut einem Sprecher der Gemeinden Sittard-Geleen am gestrigen Freitagabend angerufen und sein Bedauern darüber ausgedrückt, dass seine Aussage nicht stimmt. Sittard-Geleen wendet sehr wohl das Einwohnerkriterium an. Bei Roermond hat sich Hoes dagegen nicht entschuldigt. Die Gemeinde Roermond erwartet jedoch ebenfalls eine Entschuldigung.
Maastricht: In einem Telefoninterview mit dem Sender NOS sagte Hoes gestern Nachmittag, das Problem zu wenige Polizisten zu haben um zu kontrollieren, ob sich die Coffeeshops an die Regeln halten und gleichzeitig gegen die Overlast durch die illegalen Straßendealer vorzugehen sei gelöst. Entgegen früherer Zusagen gäbe es nun keine Beschränkung mehr bei der Anzahl der Polizisten, die Hoes vom Justizministerium zur Verfügung gestellt werden. Die nationale Polizei werde Aufgaben in Maastricht übernehmen. Hoes nennt das Verhalten der Coffeeshopbetreiber erneut eine Provokation, auf die er entsprechend reagieren müsse. Damit würden Menschen nach Maastricht gelockt, die dann Overlast verursachen und es würden dadurch auch Straßendealer angezogen. Er versuche das Rechtssystem so gut wie möglich aufrechtzuerhalten.
Roermond: Gestern Abend um kurz vor 23 Uhr meldet L1, dass Bürgermeister Hoes nun doch 5 zusätzliche Polizisten aus Roermond bekommt. Das sagte Loco-Bürgermeister (stellvertretender Bürgermeister) Wim Kemp von Roermond. Er ist über den Verlust von 5 Beamten verärgert. Justizminister Opstelten hatte am Freitag zugesagt, dass Hoes zusätzliche Polizisten bekommt. Ob auch andere Gemeinden Polizeibeamte an Maastricht abgeben müssen, ist nicht bekannt.
Euregio: Bereits vorgestern Abend fand in der Euregio (D/NL/B) eine gemeinsame Großkontrolle an den Grenzen statt, wie L1 gestern meldet. Dabei wurden auch erstmals die Kameras eingesetzt, die die Niederlande an jedem Autobahngrenzübergang installiert haben. Es wurden ca. 1000 Autos und 22 Züge kontrolliert. Die Aktion richtete sich hauptsächlich gegen Drogenschmuggel und Diebstahl. 22 Menschen wurden mit kleinen Mengen Drogen erwischt. Vier Personen wurden festgenommen. Drei von Ihnen wegen Drogenbesitz und eine Person weil gegen sie ein Haftbefehl vorlag. Ein 45 jähriger Autofahrer hatte 600 Gramm Cannabis bei sich. Bei einer Frau wurden 100 Gramm Cannabis und 200 Gramm Amphetamin gefunden.
Den Haag: ED.nl meldet, dass die CDA notfalls das Militär einsetzen will, um die Drogenkriminalität in Maastricht zu bekämpfen. Laut CDA ist Justizminister Ivo Opstelten (VVD) viel zu lasch bei der Unterstützung für Maastricht, das mehrfach um Hilfe ersucht hat. “Opstelten redet viel über die Bekämpfung des Drogentourismus, aber er handelt nicht”, so Tweede-Kamer-Mitglied Peter Oskam. Die CDA möchte, dass Maastricht zusätzliche Polizeibeamte erhält. Sollte das nicht funktionieren, muss die Armee eingesetzt werden.
Provinz Limburg: Am heutigen Samstag schreibt die Tageszeitung De Limburger, dass die Polizeibeamten, die in Maastricht eingesetzt werden sollen, doch aus Limburg kommen. Das ist gegen die getroffene Absprache. Innerhalb der Polizei wird befürchtet, dass diese Anordnung verminderte Polizeikapazitäten auf den Straßen im Rest von Limburg verursacht. Verschiedene Quellen aus der Politik haben das bestätigt. Es soll um 25 Polizisten gehen – 5 aus jedem Polizeidistrikt in Limburg. Im vergangenen Monat sprachen sich die Bürgermeister der acht Coffeeshopgemeinden in Limburg noch ab, die Polizeikapizitäten unangetastet zu lassen.
Lenkt Hoes jetzt ein?
In einem TV-Interview des niederländischen Senders L1, hat Bürgermeister Hoes gestern Abend einige überraschende Dinge gesagt. Nun schließt selbst Hoes nicht mehr aus, dass Ausländer doch in Kürze auch ganz offiziell wieder willkommen in den Maastrichter Coffeeshops sein werden.
Im Format L1LT sagte Hoes gestern Abend, dass er mit der heutigen Polizeikapazität nicht mehr lange auskommt. Hoes braucht Polizisten um Coffeeshops schließen zu können und gleichzeitig gegen die Straßendealer vorzugehen. Diese verhalten sich immer aggressiver.
Öffentliche Ordnung
Lange hat Hoes an der Softdrugs-Verordnung seiner Stadt festgehalten, aber nun scheint er vorsichtig zurückzurudern. Hoes hält sich nun die Möglichkeit offen, das Einwohnerkriterium nicht mehr zu kontrollieren. Das Einwohnerkriterium legt fest, dass Auländer nicht in niederländische Coffeeshops dürfen, sofern das im Sinne der öffentlichen Ordnung ist.
Befremdlich
Weiter sagte Hoes, dass er es befremdlich finde, dass die Bürgermeister von Sittard und Roermond nichts gegen die Coffeeshops unternehmen, die an Ausländer verkaufen. Die limburger Bürgermeister hatten sich eigentlich abgesprochen, die Verordnung gemeinsam durchzusetzen, so Hoes.
Hoes sollte sich endlich einen Ruck geben, und dem guten Beispiel von Nijmegen folgen. Der dortige Bürgermeister Hubert Bruls (CDA) ist ja nun auch bekanntlich kein Freund der Coffeeshops, aber doch ein Mann mit Einsicht, der nach knappen 3 Wochen das getan hat, was Hoes nun nach über einem Jahr andeutet. Er kontrolliert ganz einfach das Einwohnerkriterium nicht mehr. Wie in einem Modellversuch konnte man in Nijmegen die Stadt mit und ohne I-Kriterium sehen und daraus eine einfache und logische Konsequenz ziehen. Das hat Bruls schnell getan – wann folgt Hoes endlich?
Die Million ist geknackt
Die ganze Nacht war ich wach und habe gehofft, dass mich das WordPress-Dashboard nicht im Stich lässt. Leider hat es zwischen 999.985 und 1.000.020 nicht einzeln gezählt, so dass ich keine runde Million präsentieren kann. Was mobo vor fast genau einem Jahr gestartet hat, wächst immer weiter und vor allem – es wächst immer schneller. Ein Rekord jagd den anderen. Der Bevrijdingsdag – der 5. Mai mit der Shopöffnung in Maastricht, war unser bislang erfolgreichster Tag mit 12.140 Aufrufen. Wenn es so weitergeht, war die erste nur die schwerste. Ihr alle seid ein Teil davon.
Gastbeitrag: Security vor Coffeeshop
Ganz schön viele Blogposts heute..,
Hier ist noch einer: ein Gastbeitrag von unseren Leser “UT” mit einer interessanten Beobachtung:
Ich war gerade im Maxcy’s in Maastricht, dass ist mein Stammcoffeeshop und auch der nächste an meiner Wohnung. Jedenfalls wollte ich euch mitteilen, dass ich direkt beim Annähern einen Security Guard gesehen habe. Drinnen habe ich dann mal nach dem Grund gefragt und dann hat mir das ein freundlicher, bekannter Mitarbeiter mal erklärt:
Aufgrund der letzten Ereignisse in Maastricht fühlen sich die Anwohner und die Besucher nicht mehr sicher. Was ja auch verständlich ist, wenn man bedenkt, dass man vor 1,5 Jahren nicht ansatzweise solche Nachrichten gehört hat. Um die Sicherheit zumindest etwas wieder herzustellen, haben ALLE offenen Coffeeshops mindestens einen SecurityGuard vor den Türen stehen. Manche Coffeeshops an Brennpunkten (ich nehme an er meinte Easy Going, Mississippi und Smokys, etc.) hätten sogar 3 SecurityGuards um für Sicherheit zu sorgen. Diese ganze Aktion soll vor allem zeigen, dass nicht die Coffeeshops die Ursache für die Aggressivität sind… sondern, dass sie diese, von den Drugrunnern initiierte Kriminalität gemeinsam bekämpfen wollen! Ein weiterer Grund ist, den Drogenverkauf zu trennen: dafür haben alle CSs jetzt die selbe Öffnungszeit (von 12 bis 11). Das bedeutet alle Menschen, die Wiet kaufen wollen, können das “legal” in den CSs tun.
Sind sie auf der Suche nach etwas Anderem, können sie zu anderen
Zeiten die Innenstadt aufsuchen.
Da ist jemand sauer!
Das ist er auch vollkommen zu Recht, wie ich finde.
Hakim Elfassih ist Eigentümer des Bekleidungsgeschäfts Antony Morato im Mosae Forum in Maastricht. Wie bereits in Antonio Peris Kurznachrichten #2 erwähnt, hat er einen offenen Brief geschrieben, in dem er sich mit der Situation in Maastricht und mit dem Verhalten von Onno Hoes beschäftigt. Dieser Brief wurde bei coffeeshopnieuws.nl veröffentlicht.
Da man es meiner Meinung nach nicht besser ausdrücken kann, habe ich eine freie Übersetzung des kompletten Briefs angefertigt. Bitte beachtet beim Lesen also, dass dies nicht zu 100% die Worte von Herrn Hakim sind. Ich hoffe jedoch den Inhalt so gut es geht wiedergegeben zu haben.
Meine Damen und Herren, guten Abend, ich bin Hakim Elfassih, Eigentümer von Antony Morato in Mosae Forum in Maastricht, und ich bin wütend!
Haben Sie sich am 1. Mai auch wieder über hunderte von ausländischen Drogentouristen in der Stadt geärgert? Nein, ich nicht! Das worüber ich mich am 1. Mai geärgert habe sind die Dutzend Drogenhändler in der Stadt. Aber das ärgert mich mittlerweile mehr als ein ganzes Jahr!
Auf was Sie es abgesehen haben sind wahrscheinlich die Touristen ,die am sommerlichen 5. Mai kamen. Aber worüber haben Sie sich denn eigentlich geärgert?
Fanden Sie es ärgerlich, dass es angenehm in der Stadt war?
Fanden Sie es ärgerlich, dass Unternehmer in der Innenstadt zum ersten Mal seit langer Zeit einen guten Umsatz gemacht haben?Fanden Sie es ärgerlich, dass wieder Geld durch Parkgebühren in die Stadtkasse kam?
Fanden Sie es ärgerlich, dass der Tag ohne Zwischenfälle und Ärgernis abgelaufen ist?
Fanden Sie es ärgerlich, dass die Bürger, Touristen, Geschäftsleute und sogar die Polizei der Presse gesagt haben, dass es ein Top-Tag war?
Oder fanden Sie einfach nur ärgerlich, dass kaum Drogenhändler in Sicht waren, und die wenigen, die da waren, nur rumstanden und zusahen?
Ich glaube, Sie haben sich vor allem an der Tatsache gestört, dass am Sonntag und am drauf folgende Montag erwiesen wurde, dass es doch geht, und dass das I-Kriterium mehr Schaden als Nutzen bringt!Und aus Angst, dass bewiesen ist, dass Sie es falsch gemacht haben, wird dann eine Pressemitteilung geschrieben, die voller Lügen ist. Aus neuesten Forschungen soll sich ergeben haben, dass das I-Kriterium eine große Verringerung der Overlast bewirkt hat? Ich frage mich daher, um was für eine Overlast es Ihnen dann geht?
Der Parkdruck hat sich reduziert oder vielleicht ein paar Leute die in Hauseingänge uriniert haben.
Aber welche Art von Schwierigkeiten haben wir dafür bekommen?
Unsere Stadt wird mittlerweile in den ganzen Niederlanden als „Mexiko an der Maas“ bezeichnet, eher eine schlechte Sache wenn man als Kulturhauptstadt 2018 kandidiert.
Kämpfe und Gefahren sind immer an der Tagesordnung, kürzlich eine Schießerrei in Eijsden. Ein Coffeeshopinhaber wird mit einem Messer bedroht und erpresst, ein französischer Tourist versucht mit quietschenden Reifen auf dem Bürgersteig zu entkommen weil er von Drugrunnern verfolgt wird.
Und dann bekommen wir die Reaktion von Frau Kitty Nuyts bei Maastricht Dichtbij!
Ich wollte eigentlich nicht unhöflich sein aber wer sind Sie eigentlich?
Die Drogenhändler sind zurück bei den Coffeeshops?
Frau Kitty, die waren nie wirklich weg! Sind Sie so taub für alle Signale aus der Stadt und den Vororten? Glauben Sie mittlerweile wirklich Ihre eigenen Lügen?
Vielleicht sollten Sie, wenn Sie das nächste Mal durch die Stadt radeln, Ihre große rosarote Brille absetzen und sehen, was ist in der Stadt wirklich los!
Meine Frau arbeitet seit Januar nicht mehr im Laden, weil sie hochschwanger durch Drogendealer bedroht wurde! Das war im Januar, Frau Kitty!Und dann wird gesagt, dass das I-Kriterium Regierungspolitik ist und es ausgeführt werden muss, egal ob man damit einverstanden ist oder nicht!
Wie kann es dann sein, dass Maastricht fast die einzige Stadt in den Niederlanden ist, die diese Politik mit allen Konsequenzen umsetzt? Wie kann es sein, dass das dem Urteil der Richter nicht Folge geleistet wird?Wie kann es sein, dass die Wünsche der Mehrheit des Gemeinderates von Mal zu Mal ignoriert werden? Und wie kann es sein, dass wir seit mehr als einem Jahr darum bitten, mit mehr Polizei und härtere Maßnahmen gegen die Overlast vorzugehen, und immer wird gesagt, dass dafür kein Geld da sei?
Aber es ist wohl Geld da, um als Machdemonstration mit 20 Mann unter dem Jubel dutzender Drugrunner in einem Coffeshop einzumarschieren?Ist es das, was unsere rechten und vermeintlich liberalen Parteien durchführen möchten?
Es ist eine große Schande! Und das ist für die Menschen in unserer Stadt nicht mehr zu erklären!Ich höre Signale von Menschen die eine Nachbarschaftswache aufstellen wollen, eine Art Schlägertruppe die unsere Straßen wieder sauber halten soll. Demonstrationen und Protestaktionen sind bereits im Entstehen. Maastricht ist dabei zu explodieren, Maastricht hat genug!
Ich könnte hier immer noch tausende von Unterschriften vorlegen aber die werden sowieso keine Aufmerksamkeit mehr bekommen.Und dann richte ich mich letztendlich direkt an Herrn Hoes.
Die Facebook-Seite „Onno Hoes muss als Bürgermeister von Maastricht zurücktreten, steht jetzt bei fast 4200 Mitgliedern. Die Petition, die von den Bürgern unterzeichnet wurde steht nun bei fast 2200 Unterschriften! Und auf der Facebook-Seite der PvdA, die seit einer Woche offen ist, sind nun ungefähr 1750 Personen registriert.Ich möchte allen sagen: Lassen Sie die Sache nicht aus dem Ruder laufen.
Geben Sie Ihre Fehler zu, und kommen Sie mit einer guten Politik. Das ist politische Verantwortung!Ein Bürgermeister, der im Urlaub ist während die Bombe explodiert. Ein stellvertretender Bürgermeister, der sich selbst und die Stadt beim nationalen Radio und Fernsehen zum Gespött macht. Unsere sogenannten rechtsliberalen Parteien im Rat kommen mit Lügen und Unsinn um es ihnen gleich zu tun!
Liebe Leute, in der Gemeinde Meerssen war die Rede von einer Seifenoper, aber trösten Sie sich: In der Gemeinde Maastricht haben wir die Muppet-Show!
Keine zusätzlichen Polizisten für Maastricht aus Roermond
Roermond/Maastricht: Wie L1 News heute meldet, wird die limburger Gemeinde Roermond keine Polizisten an Maastricht abtreten. Das stellte Bürgermeister Peter Cammaert heute klar.

Keine zusätzlichen Polizisten für Maastricht aus Roermond – Photo: mit freundlicher Genehmigung von JDTV
Damit reagiert Cammaert auf einen Wunsch von Maastrichts Bürgermeister Onno Hoes. Dieser ist auch der Polizeichef der Provinz Limburg und will zusätzliche Polizeikräfte aus anderen liburger Coffeeshopgemeinden nach Maastricht holen. Laut Hoes kann so die zunehmende Aggressivität von kriminellen Drogendealern bekämpft werden.
Für Cammaert ist diese Vorstellung von Hoes jedoch indiskutabel. “Roermond braucht selbst mehr Polizisten”, sagt er. Auch Roermond kennt Belästigungen durch Straßendealer. Daher sei ein Zusammenrottungsverbot und mobile Überwachungskameras geplant.
Die VVD Roermond gab bereits am Montag bekannt, dass sie sich bei den Beratungen der Bürgermeister der acht Coffeeshopgemeinden gegen eine Verlegung von Polizeikräften aussprechen wird.
Maastrichter Coffeeshopbetreiber jubeln: Sie dürfen endlich vor den Richter
Maastricht: Für acht Besitzer, Verwalter und Mitarbeiter von drei Maastrichter Coffeeshops ist der Tag nicht mehr fern. Sie kommen am 12. Juni vor die große Strafkammer des Gerichts. Laut Staatsanwaltschaft haben sie sich des Verkaufs von Gras und Haschisch an Menschen, die nicht in den Niederlanden wohnen, schuldig gemacht.
Wie Maastricht dichtbij soeben meldet, hat die Staatsanwaltschaft dies heute verlauten lassen. Es ist das erste Mal seit der Einführung des Wietpas vor einem Jahr, dass sich Coffeeshopbetreiber vor dem Strafrichter verantworten müssen. Darauf haben sie bereits im vergangenen Jahr gedrängt. Die Coffeeshopbetreiber argumentieren, dass sie sich strafbar machen, wenn sie das Einwohner-Kriterium durchsetzen, da sie damit diskriminieren.
Der Rechtsanwalt der Maastrichter Coffeeshops, André Beckers stimmt mit dieser Auffassung überein: „Der Richter wertet den Europäischen Vertrag über die Menschenrechte sehr hoch“, sagt Beckers am heutigen Donnerstag. „Dieser Vertrag verbietet Diskriminierung.“
Lage in Maastricht verschärft sich
Kurzentschlossen bin ich gestern Abend noch nach Maastricht gefahren. Nach dem euphorischen und zugleich harmonischen Sonntag der Wiedereröffnung der Coffeeshops für Touristen, waren zehn Tage vergangen. Die paradiesischen Zustände haben leider nicht angehalten. Sie wurden überschattet von den Razzien im Mississippi, Smokey und Kosbor und der Bedrohung von Coffeeshopbesitzer Marc Josemans und dem Kamerateam von JDTV durch einen, mit einem Klappmesser bewaffneten, Straßendealer. Leider waren auch gestern wieder mehr Drugsrunner zu sehen als am Bevrijdingsdag. Dazu wurde die Polizeipräsenz immer massiver je später der Abend wurde. Auch in Bezug auf Angebot und Qualität musste ich gestern so einige Ernüchterungen erleben. Die soeben eingetroffene Meldung, dass Hoes nun endgültig die Schließung der Coffeeshops durchsetzen will, die sich nicht an die Coffeeshopverordung der Stadt halten, sondern trotzdem an Nicht-Einwohner der Niederlande verkaufen, setzt dem Bild von Maastricht, dass ich gestern sehen musste, die Krone auf.

Sie hat alles gesehen und schweigt – Easy, die Schildkröte aus dem Easy Going – Photo by Antonio Peri
Gegen 18 Uhr erreichte ich Maastricht. Erst Abends hatte sich die Sonne sehen lassen und versprach noch einige schöne Stunden. Am Bevridingsdag habe ich noch das Missouri (das ehemalige Smurf) auf der anderen Maasseite kennengelernt. Von außen ein sehr kleiner, unauffälliger Laden. Durch seine Schlauchform aber gar nicht so klein, wie man von außen meinen würde. Dieser Shop war der einzige, den ich nie besucht habe. Warum weiß ich auch nicht, aber als ich dann an besagtem Sonntag das Menü dort sah, bin ich neugierig geworden. Der erste Shop in Maastricht, in dem ich eine Kush-Sorte auf dem Menü gesehen habe. Am Sonntag war es O.G.-Kush für 12,50 €. Gekauft habe ich es damals nicht und ich kann auch nichts über die Qualität am 5. Mai sagen. Gestern dann gab es Kandy Kush für den gleichen Preis. Was ich dann jedoch erleben musste, war eine negative Premiere sowohl für mich als auch für eine liebe Freundin und kein Wietpas!-Leserin, die mich begleitete und Maastricht auch seit langen Jahren und sogar noch etwas besser kennt als ich.
Das Kandy Kush probierten wir gleich im Laden. Ein durchschnittliches Gras - mostly Indica, das war auch das einzige, was es mit dem mir bekannten Kandy-Kush gemeinsam hatte – die Wirkung war klar Indica. Der Geschmack jedoch hatte nichts mit dem typischen Haschisch-Geschmack (Du denkst Du rauchst Hasch aber es ist Gras) von richtigem Kandy-Kush zu tun. Zusätzlich gab es noch White Rhino für 8 € – dazu später mehr, Silver Haze für 11€, Amnesia für 10€ und eine oder zwei Sorten die mir entfallen sind. Am Befreiungstag gab es mindestens 12 verschiedene Sorten im Missouri. Der GAU war jedoch das White Rhino. Leider haben wir das nicht im Shop probiert. Ich nahm direkt einen Plastikgeruch wahr, nachdem ich den Joint angezündet hatte. Der Geschmack war entsprechend. Daraufhin zündete ich einen kleinen Bud pur an und untersuchte das Aschebild – es war nicht eindeutig schwarz oder ölig auf einem weißen Papier, allerdings zwischen den Fingern zerriebene Asche hinterließ schon einen schwarzen und auch etwas öligen Film. Die Anzeichen auf Brix sind nicht zu ignorieren – also wird das Missouri wohl kein Stammshop von mir werden und ich hoffe, dass dieses schlechte Beispiel in Maastricht keine Schule macht. Jedenfalls kannte meine Begleiterin das Missouri besser als ich und sie hatte bislang (das heißt bis vor dem Wietpas) noch nie schlechtes Material erhalten. Wie wir beide übrigens zuvor noch nirgendwo in Maastricht und das in so vielen (ca. 17 oder 18) Jahren.
In der Nähe des Parkautomaten nahe der Rechtsstraat lungerten bei unserer Ankunft zwei Straßendealer, die sich jedoch auf´s Anpfeifen beschränkten und verschwunden waren, als wir das Missouri wieder verließen. Mit einem Luxus-Eis (das seit letztem Jahr jedoch auch 10 Cent günstiger geworden ist und nun pro Kugel nur noch 1,60 anstatt 1,70 kostet) machten wir einen Spaziergang durch das, in abendliche Sonne getauchte, Maastricht über die Sint Servaas-Brücke auf die andere Seite der Stadt zum Easy Going. An den üblichen Ecken in der Nähe der Honderstraat waren mehr Straßendealer zu sehen als am Sonntag. Im Easy Going war wenig Betrieb und auch hier hatte sich das Menü merklich verkleinert. Es waren nur noch zwei Sorten auf der Karte: White Widdow für 9,50 € und Jack Herer für 12 € – was doch recht stattliche Preise sind. Marc Josemans war persönlich anwesend und erkannte meine Begleiterin und mich direkt wieder als wir in den Laden kamen. Er nahm sich Zeit für ein kleines Gespräch mit uns. Ich sagte ihm, dass wir froh seien, ihn ohne Stichverletzungen wiederzusehen, und er entgegnete, dass der Straßendealer, der ihn bedroht hat nun auf die Argumentation setzt, es sei alles inszeniert gewesen. Unwahrscheinlich dass er damit bei der vorliegenden Beweislage durchkommt. Marc Josemans bestätigte, dass Bürgermeister Hoes aktuell gegen die Straßendealer vorgehe, meinte aber gleich dass diese Strategie wohl nur zwei Tage anhalten, und dann wieder gegen die Coffeeshops vorgegangen wird. Er war ein bisschen überrascht, als ich ihm sagte wo und wieviele Drugsrunner ich gerade auf dem Weg gesehen hatte. Zwischenzeitig waren sie wohl gestern einmal abgetaucht und auch als wir das Easy Going verließen, sahen wir keine Dealer mehr. Dafür aber umso mehr Polizei.
Leider hatten wir nur noch wenig Zeit. Mittlerweile war es Viertel nach Acht und die meisten Geschäfte längst geschlossen. Auf die Boote warfen wir nur einen kurzen Blick im Vorübergehen und konnten erkennen, dass zumindest das Mississippi geöffnet war. Das Smokey wirkte geschlossen, aber ich wollte unbedingt noch sehen, ob das Kosbor geöffnet hatte. Diese Hoffnung wurde nicht bestätigt. Am Kosbor war alles dicht und es hing auch keine Erklärung oder ähnliches an den Fenstern. Rund um die drei Shops, die bereits Opfer der Razzien wurden, wimmelte es plötzlich nur so von Polizei, die auch langsamer wurden, als sie uns am Kosbor stehen sahen. Ich erklärte noch kurz einer Gruppe französischsprachiger Belgierinnen den Weg zum Heaven 69 als ein Polizeiwagen nach dem anderen vorbeifuhr. Sie sammelten sich kurz an der Brücke nahe der Hondertstraat und es wirkte beinahe, als rückten sie (es war kurz vor 21 Uhr) zur nächsten Razzia aus.
Vielleicht war das der Auftakt zu weiteren Aktionen. Soeben meldet Maastricht dichtbij, dass Onno Hoes nun mit den Schließungen von Coffeeshops fortfahren will.”Ich habe nun drei Shops geschlossen. Wie weit soll ich damit noch gehen? Die Coffeeshopbesitzer haben unserem Rechtssystem den Krieg erklärt,” sagte Hoes heute morgen gegenüber Radio 1. Hoes spricht von einer exorbitanten Zunahme der Overlast seit dem 5. Mai, dem Tag seitdem die Coffeeshops wieder Touristen bedienen.
Der Bürgermeister erkennt, dass die Situation in einigen Vierteln unbeherrschbar geworden ist. “Seit dem 5. Mai erleben wir einen Zustrom von Menschen aus der Wallonie und Nordfrankreich. Diese Menschen haben nicht nach Maastricht zu kommen. Sie haben nicht das Recht, in den Coffeeshops Cannabis zu kaufen. Diese Menschen haben hier nichts zu suchen.”
Dem Radio sagte Hoes, dass die Coffeeshopbetreiber das Rechtssystem nicht ernst nehmen. “Es gibt ein richterliches Urteil, und sie interpretieren dieses Urteil anders als die Gemeinde. Sie haben beschlossen, dass an Ausländer verkauft werden darf, aber in einem Rechtssystem wartet man die Berufung ab,” so der Bürgermeister.
Damit bestätigt sich die Befürchtung, die Marc Josemans mir gegenüber gestern noch geäußert hat nun sogar einen Tag früher. Die stark geschrumpften Menus (und im Easy Going sogar noch die Mengenbeschränkung auf 3 Gramm) könnten ebenfalls darauf hindeuten, dass die Coffeeshops keine größeren Lagermengen mehr haben, da sie sich alle auf die baldige Schließung vorbereiten. Was folgt könnte ein weiter Rechtsstreit sein, der wieder monatelang anhält.










