Coffeeshops in Dordrecht werden geschlossen

Nachdem die Stadt Dordrecht in Südholland beschlossen hat, den Wietpas dort vorzeitig einzuführen (ich berichtete) kommt jetzt der nächste Hammer: Bürgermeister Arno Brok (VVD, was sonst…) möchte in den kommenden Monaten 3 der 7 Coffeeshops schliessen. Einer musste bereits im letzten Jahr geschlossen werden, es waren also ursprünglich acht. Sie würden nicht die Bedingungen einer Lizenzverlängerung entsprechen. Und zwar, weile es angeblich wiederholt zu Belästigungen im Bereich der Shops gekommen sei. Vielleicht muss er die Läden aber gar nicht schliessen, denn der Wietpas könnte ohnehin dazu führen, dass die Unternehmen nicht mehr wirtschaftlich arbeiten können.

Brok betone ausserdem, dass pro 20.000 Einwohner ein Shop ausreiche. Laut Wikipedia hat Dordrecht allerdings 118.000 Einwohner. Entweder habe ich in Mathematik nicht aufgepasst, oder er nicht…

Übrigens steht der Mann unter starker Kritik, es ist also nur eine Frage der Zeit, bis er zum Glück abgesägt wird…

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

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  • Revil O

    Pro 20000 Einwohner ein Shop?
    Mhh, ist nach der neuen Praxis aber garnet umzusetzen.
    Denn pro Shop/Club dürfen nähmlich nur max.2000 Menschen Mitglied werden.
    Und 3 sollen schliessen wegen angeblicher Belästigungen??
    Na dann soll der Bürgermeister und die Bewohner von Dordrecht mal schön ca.2Monate abwarten.
    Ob die Kiffer aus Dordrecht so bescheuert sein werden und sich bei ihren Behörden als Drogenkonsument outen werden nur um in einen Shop halblegal Gras erwerben zu dürfen sei mal dahin gestellt.
    Auch in Dordrecht klatscht der illegale Handel schon jetzt in die Hände.
    Dann darf man vor Ort erfahren was wirkliche Belästigungen sind. :)

    • Der Fairness halber sollte man natürlich schon sagen, dass von den 20.000 Einwohnern nicht jeder ein potentieller Kunde ist.
      Ich persönlich fände den Schlüssel 1:20.000 vollkommen in Ordnung, sofern es halt keine anderen Beschränkungen wie de Wietpas gibt. In Städten mit starken Tourismus (z.B. Amsterdam) sollte das natürlich nicht gelten.

      Beim Strassenhandel bin ich mir nicht so sicher. Das jetzt einige Städte anfangen kleine Wietpas-Inseln in ansonsten Wietpas-freien Provinzen aufzubauen, könnte ein kluger Schachzug der Politik sein: Die Einwohner fahren einfach in die nächste Stadt (im Falle von Dordrecht wäre es z.B. Rotterdam) und benötigen gar keinen Strassenhandel. Der Bürgermeister kann dann stolz verkünden, dass die Einführung des Wietpas nicht zu einem vermehrten Strassenhandel geführt hat und sich selbst auf die Schulter klopfen. Und zusätzlich steigen auch noch die Steuereinnahmen, da mit Sicherheit die Gastzahlen des Nahverkehrs oder die Einnahmen der Tankstellen steigen.

  • Revil O

    Klar ist nicht jeder ein Potentieller Kunde mobo!
    Doch sieht man doch seit dem 1. Mai das die Anfragen bei den niederländischen Behörden für eine Ausstellung aus dem Melderegister um bei einen Coffeeshop vorstellig zu werden und Mitglied zu werden eher dürftig sind.
    Schätzungsweise 10-20% aller bisherigen Kunden sind( so leichtsinnig??) diesen Weg zu beschreiten um sich bei einen Coffeeshop als “ Drogenkonsument zu registrieren“.
    Auf Coffeeshopnieuws kannste bestens lesen das neben Maastricht und Venlo nun auch in Eindhoven alles aus dem Ruder läuft!!
    Wohlgemerkt, in nicht mal ganz 2 Monaten!!
    Klar, noch werden viele ausweichen auf öffentliche Shops.
    Doch sollte das alles aus irgendeinem Grund nicht bald gestoppt werden zum Jahresende und selbst die Stadt Amsterdam sich gewissen Diktaten unterwerfen muss, dann wird es für alle Betroffenen heftig werden!!
    Nicht für kleinere Grenzprovinzen oder auch selbst die Stadt Dordrecht.
    Doch man sieht an Städten wie Masstricht, Eindhoven halt grösseren Städten die ganzen Probleme erst am Anfang sind.

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