Vorerst keine Schliessungen im Rotlichtviertel

Kürzlich habe ich von der drohenden Schliessung der Coffeeshops im Wallen Viertel berichtet. Jetzt hat Amsterdams Bürgermeister überraschend verkündet, dass es vorerst keine Schliessungen geben wird, weil erst noch abgewartet werden soll, wie sich die nationale Drogenpolitik ändern wird, also ob der Kurs der 3 Provinzen wirklich in auch so in den restlichen Niederlanden durchgezogen wird.

Zuerst ist das erstmal erfreulich. Allerdings frage ich mich, was die Drogenpolitik damit zu tun hat, da die Massnahme doch eigentlich mit der gewünschten Gentrifierung des Viertels begründet wurde und eben nicht als Drogenpolitische Maßnahme.

Für mich wirkt das alles etwas seltsam.

Was meint ihr?

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de
  • Anonym

    Ein Smartshop-Besitzer in Nijmegen ist davon überzeugt das größeres dahintersteht als nur der Wunsch der Politiker. Schon vor den Wahlen meinte er es wird sich nichts ändern, er meint das eine Wirtschaftsmacht „Die Banken“ (wie er sagte) dahinter steht. Amsterdam hat vor allem innerhalb der Finanzbranche große macht bekommen und manche Schätzungen sehen Amsterdam auch „bald“ als Finanzmetropole vor London, Frankfurt und New York.

  • Björn Andresen

    Ich kann das alles auch nicht mehr nachvollziehen. Das die Banken hinter allem stecken sollen ist hoffentlich eine Verschwörungstheorie. Ansonsten gäbe es schon genug Gründe die Banken zu Hassen. Gerade jetzt wieder bin ich so wütend über den neuen Armuts- und Reichtumsbericht. Die Reichen werden reicher und die Armen immer ärmer. Denn die Reichen bereichern sich auf Kosten der Armen (siehe die Banken derzeit). Und dann kriegen die Banken auch noch Zucker in den Arsch geblasen, dafür dass sie die Weltwirtschaftkrise verursacht haben indem sie den hart arbeitenden Menschen das Geld aus der Tasche ziehen.
    MAN KANN GAR NICHT SOVIEL KOTZEN WIE MAN FRESSEN MÖCHTE!

    Tschuldigung; das hatte jetz nich viel mit dem Wietpas zu tun, musste aber raus.

  • Anonymous

    Ich denke den Herren in Amsterdam sind die Zahlen aus Maastricht gehörig auf den Magen geschlagen. In Maastricht sind aus 10.000 Touristen am Tag 100 geworden. Laut Statistik läst jeder Tagestourist 26 Euro in der Stadt.(Jetzt kurz rechnen ;) …) In Amsterdam sind es 500.000 Touristen. Wenn ich da mal 2 Nullen von abziehe, wie in Maastricht, und mir dann die Zahlen angucke ist das bestimmt nicht schön. Und die Touristen kommen auch nicht wenn die Coffeshops nur für Einheimische offen sind. :D

    Und außerdem, vor dem Wietpas hatten sich die Leute über „Drogentouristen“ beschwert die in ihre Büsche pinkelten, in Autos schlafen und Lärm machten. Warten wir mal ab was passiert wenn in Amsterdam oder Maastricht die ersten Revierkämpfe revalisierender Banden losgehen, der Markt wird ja eher kleiner als Größer. Erschossene oder abgestochene Einheimische wird deren Weltbild schnell zurecht rücken …

    Sehen wir mal wie die Wahrnehmung der Verantwortlichen am Ende der Koalitionsverhandlungen sein wird. Ich denke das letzte Wort ist da noch lange nicht gesprochen.

    Ein hoch auf die Realität, Sie holt einen doch immer wieder ein :D

  • jdg

    wurde es nicht einfach mit der 350m-abstandsregelung begründet? wenn die kippen sollte in den koalitionsverhandlungen, würde die aussage es erstmal auszusetzen sinn machen

  • Revil O

    Seltsam finde ich das auch.
    Schon als mobo über die “ sogenannte“ Säuberungsaktion im Rotlichtviertel berichtet hat musste ich echt schmunzeln.
    Alleine das diese Aktion von der Stadtverwaltung höchst persöhnlich ins Leben gerufen worden sein soll, machte mich erstmal baff.
    Gilt doch Amsterdams Stadtvater Herbert van der Laan als weltoffener Politiker und wirklich liberal.
    Komisch das jetzt kurz nach der Wahl erstmal alles wieder auf Eis liegt!!!
    Ich bewundere den den politischen Wiederstand von Herbert van der Laan gegenüber dem Schwachsinn aus Den Haag!!
    Ob da wirklich die Banken ihre Finger mit im Spiel haben sollen bekomme ich momentan nicht nachvollzogen.
    Behaupte hier mal der Dopesektor vor Ort bringt einigen beteiligten vor Ort so viel Kohle ein da verkacken vielleicht sogar einige Grossbanken.
    k.A.
    Denke mal eher, da wurde ein gewisser politischer Druck auf den Bürgermeister doch ein bisschen zu heftig.
    Im Moment bleibt hier alles viel Spekulation.
    Die Koalitionsverhandlungen werden demnächst Klarheit bringen( ich hoffe für sehr viele Betroffene endlich wieder positive.)
    Bis dahin!! ;)

  • Anonymous

    er wird abwarten ob der wietpas nach amsterdam kommt, wenn ja, dürfte sich das problem von alleine lösen und er ist um eine unpopuläre entscheidung erleichtert.

    weil wenn der wietpas kommt werden die shops von alleine sterben wie man in maastricht oder venlo sieht.
    dann muss sich jetzt keiner den kopf zerbrechen welcher shop bleiben kann und welcher wegkommt.

  • pirat

    hier noch ein schöner Artikel, der uns Weedpassgegnern Hoffnung macht:

    http://thestonedsociety.com/weed-pass-downfall-and-thats-it/

    und die aktuelle Situation nach der Wahl gut darstellt.

  • KifferJan

    Tja, der Bericht sagt nun leider nicht viel Neues aus. Alles schon bekannt.

    Erst nach den Koalitionsverhandlungen, wenn die neue Regierung steht, werden wir erfahren wie es mit dem Wietpas ab 01.01.2013 weiter geht.

    Bis dahin ist alles nur Spekulation und Wunschtraum …

  • Elli

    ich hoffe mal, das Thema steht ganz oben auf der Agenda ;-)

  • Anonymous

    Das ist doch das selbe warum hier cannabis nicht legalisiert wird wer noch glaubt das liegt an den politikern naja sollte aufwachen. Denke das sie Pharma Konzerne da ihre finger im spiel haben ich weis es zwar nicht, aber wäre das seinzige was sinn macht weil sie in deutschland eine milliarden macht sind und wenn es legalisiert wird sie nicht mehr mehr soviel schmerzmittel etc. verkaufen, wenn die also sagen wenn ihr es legalisiert sind wir weg dann haben sie der politik somit die pistole auf die brust gesetzt. Und das die Wirtschaftsbosse hier das sagen haben und nicht die politiker das sollte langsam jedem Bürger auffallen.

  • Pingback: Coffeeshops im Wallen-Viertel werden doch geschlossen « Kein Wietpas!()

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