Arnhem ohne GBA-Auszug

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Zauberhaftes Lächeln: Pauline Krikke

Die guten Nachrichten reißen nicht ab: Nach der geplatzten Bombe in Maastricht gibt es nun auch positives aus dem wunderschönen Arnhem zu berichten: Bürgermeisterin Pauline C. Krikke von der VVD (!!!) hat auf das Anliegen des Stadtrates (wir berichteten) positiv reagiert und liess mitteilen, dass es Arnhem kein GBA-Auszug nötig sein werde, um in einen Coffeeshop zu kommen. Da ein Ausweis keine wirkliche Möglichkeit bietet, den Wohnort zu bestimmen, dürfte das mit einer Zugangserlaubnis für Ausländische Gäste einher gehen.

Krikke betonte, dass es keine „Overlast“ durch deutsche (Drogen-)Touristen gäbe und sie sehe keinen Grund, warum eine zusätzliche Hürde durch einen GBA-Auszug zum Kauf von weichen Drogen aufgestellt werden solle.

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de
  • xy

    ‚Krikke betonte, dass es keine “Overlast” durch deutsche (Drogen-)Touristen gäbe und sie sehe keinen Grund, warum eine zusätzliche Hürde durch einen GBA-Auszug zum Kauf von weichen Drogen aufgestellt werden solle.‘

    das ist wie ein lindner, der bei stuckradt-barre ne tüte anzündet und so die drogenbeaftragte aus dem eigenen lager unglubwürdig macht. applaus!

  • White Widows

    Richtig Frau Krikke, es gibt keine Overlast durch deutsche (Drogen-)Touristen. Schön zu lesen, dass es scheinbar auch in der VVD noch viele Politiker gibt, die den Schwannsinn nicht mittragen.

    Opstelten muss doch förmlich platzen, wenn er solch eine Aussage von einer Partei Genossin hört :-)

  • Gianni

    Oh behalte ich da etwa doch recht?We will see?

  • Anonymous

    Das mit Maastricht sind wirklich gute Nachrichten, wenn Rotterdam, Harlem, Amsterdam, Enschede, wer war noch alles dabei? Gibt es schon eine Liste der Freundliche Gemeinden und ein Pakt der Unwilligen?

    Hoffen wir dass der Irrsinn endlich ein Ende hat!

  • pirat

    und täglich grüßt das Murmeltier ;-)

  • Gianni

    Du triffst es auf den Punkt pirat ;)

  • Anonymous

    So langsam kommt mir das alles vor wie ein Werbegag….:-)))

  • Anonymous

    ich liebe sie

    • Überbringer von guten Nachrichten sind immer beliebt.

  • Gerd50

    Irre das Ganze. Es scheint inzwischen genügend Politiker nicht nur in Holland zu
    geben, denen klar ist, so wie bisher geht es nicht weiter. Die Menschheit braucht
    einen freiheitlichen Umgang mit Drogen aller Art, von denen es viele auf Schwarzmärkten erhältliche vermutlich nur wegen der seit Dekaden dauernden Prohibition gibt.

    Auf der anderen Seite Betonköppe, denen nix anderes als an Verboten festhalten,
    ausdehnen einfällt.

    Zwischen diesen Mühlsteinen werden wir Konsumenten momentan zermahlen.
    Ein ständiges auf und ab zwischen Hoffnung und Depression. Ausgelöst von
    einer schwarzweiß Politik, in der die Beteiligten nicht in der Lage sind, gemeinsam
    an Grautönen dazwischen zu arbeiten.

    Egal ob DRUID

    http://hanfverband.de/forum/viewtopic.php?f=12&t=796

    Einstiegsgefasel, Psychose/Schizoscheiß etc., die Argumente sind auf unserer
    Seite. Doch wir schaffen es nicht uns so zu organisieren, das dieser Irrsinn ein
    baldiges Ende findet.

    • In den USA schafft man das seit einiger Zeit schon. Bestes Beispiel: http://antonioperi.wordpress.com/2012/12/11/dokumentation-breaking-the-taboo-und-die-un-petition-end-the-war-on-drugs/

      Das ist ganz genau mein Idealbild – das wofür ich eigentlich kämpfe, Eine professionelle, finanziell gut ausgestattete, politisch fundierte, unaufgeregte Kampagne frei von Lügen (die brauchen wir nicht), die von Prominenten unterstützt und von einem Teil des (wenn auch ehemaligen) politischen Establischment getragen wird.

      Für die Synchronisation (als Erzähler – Original Morgan Freeman – würde mir Ulrich Wickert vorschweben. Die Doku sollte auf ARD oder ZDF zu einer guten Sendezeit laufen – synchronisiert. Vermutlich können wir froh sein, wenn sie in zwei Jahren auf Arte oder 3Sat läuft – untertitelt.

      Blogs in Netz sind informativer, schneller und demokratischer, aber die Gläubigen der Anti-Drogen-Kampagnen werden nur erreicht, wenn am Freitag Abend statt dem volksverdummendem Krimi diese Doku läuft.

      • Elli

        Ich fände es wichtig, wenn die ganze Käseblätter bzw. Regionalzeitungen mit ihrer Propaganda gegen Mariuhana als Rauschgift aufhören, weil viele diese Dinger lesen und glauben was dadrin steht, z.B. die WAZ-Konzern-Zeitungen.

      • In den USA wurde auch mit einem recht großen Etat für die Legalisierungsbewegung eine Kampagne gestartet. Genau daran fehlt in der deutschen Bewegung. Wir haben hier den DHV, der mit großen privaten und zeitlichen Einsatz alles mögliche tut. Teilweise extrem aufopfernd. Leider kann man mit den knapp 30.000€, die von Privatsponsoren kommen nicht wirklich viel reißen. Wir brauchen mehr Leute, die sich aufopfern und mal ein wenig mehr springen lassen. Wir müssen die Medien für uns gewinnen. Doch alleine für die Kosten einer größeren Anzeigenkampagne reicht das Geld nicht aus. So wird nach nichts, Leute!
        Ich habe das in den letzen Wochen eingesehen und bringe mich jetzt mehr ein. Das Blog hier ist ein erster kleiner Schritt. Vor zwei Wochen wurde ich offizieller Sponsor des DHV und habe erstmal den vollen Jahresbeitrag gespendet.
        Meine Idee, die ich eigentlich am Samstag in Bochum vorstellen wollte: Eine groß angelegte Spendenaktion zur Finanzierung einer Kampagne. Einfach mal in den wichtigen Tageszeitungen oder Nachrichtenmagazinen eine Anzeige schalten um für unsere Bewegung zu werben. Aber dazu braucht es Geld, viel Geld.Dazu müssten wir ALLE an einem Strang ziehen. Konkurrenzdenken mal beiseite legen und uns ALLE miteinander vernetzen. Wenn jeder kiffer auch nur einen kleinen Teil dazubeiträgt, dürfte eine Menge Geld zusammen kommen. Wir sind Millionen! Wenn jeder nur das Geld für ein verdammtes Gramm Gras spenden würde, könnten wir eine Menge reißen! Damit hätten wir das Thema in den Medien!

      • Jenz

        @mobo:
        Schonmal über sowas nachgedacht?

        http://crowdfunding.startnext.de/

        • Das Problem ist, dass Crowdfunding-Plattformen in deutschland noch zu unbekannt sind, meiner Erfahrung nach. Viele User wissen nicht einmal, was crowfunding ist…
          Da ich der Meinung bin, dass der DHV die größte Erfahrung hat, sollte es wohl am ehesten in Rücksprache mit denen geschehen und deren Plattform eignet sich ja auch perfekt. Das Problem sehe ich eher in vielen Kiffern. Die Anzahl derer, die aktiv sind oder werden wollen schätze ich eher gering ein. Ich würde aber nicht unbedingt behaupten, dass alle faul sind. Viele scheuen sich auch eher davor, sich in die öffentlichkeit zu begeben, aus angst vor Bestrafung oder gesellschaftlicher Ächtung. Schwer solche Leute zu mobiliseren. Wir bräuchten prominente Fürsprecher und halt eben eine groß angelegte Kampagne.

      • Ivo Opstelten (Azrael) aka Marcel ;-)

        Aus sicheren Quellen (hab da ma gearbeitet) weiß ich das ein DSF oder DMAX bzw. VIVA/MTV Werbespot in der Nacht (ihr erinnert Euch an „Ruf mich an!“?!) für 60 Sekunden ca. 6.000 EUR kostet (wird aber dann über einen gewissen Zeitraum geloopt). Chris korrigier mich wenn die Zahlen mittlerweile anders geworden sind. Das sind Beträge die auch für einen DHV aufzubringen sind (wobei bei DMAX viele Leute sind die vlt. was Rabatt geben würden ;-)) – sitzen ja in D´dorf. Dabei handelt es sich nicht um die richtige Zielgruppe – allerdings erregt man eine gewisse Mediale Aufmerksamkeit (der Spot muss nur GUT sein – einprägsam mit Jingle usw.). Hab ich in meinem Köpfchen schon zurecht gesponnen.

        Und ja, seit dem moboBlog hier, hab auch ich mich entschieden aktiv mitzuwirken. Allerdings weiß ich noch nicht ob beim DHV oder Cannabis Cologne e.V.

        • Ein Spot muss auch gut und hochwertig produziert werden. Schau dir den Spot der Norml-Bewegung an! Damit erreicht man die Menschen. Un mitten inder Nacht auf DMAX ist auch nicht der richtige Ort. Die Preise sind so günstig, weil du da niemanden erreichst.

      • Jenz

        Man müßte diejenigen mobilisieren die heute schon mit dem Anbau und Verkauf Geld verdienen…Leider sind das bei uns ja nur Pharma-Firmen die ihre eigenen Interessen vertreten. Die „kritische Masse“ wurde in USA ja schon dadurch erhöht, das medizinischer Anbau erlaubt wurde. Dadurch gab es mehr Produzenten und eine Vertriebskette welche dann auch über das Geld verfügten eine Kampange zu starten. Nur zur Erinnerung: Der Markt mit medizinischem Cannabis hatte bisher schon einen Umsatz der größer war als der von Mais & Weizen ZUSAMMEN. Wie sich das nach der Freigabe in Colorado und Washington entwickelt wird auch Ausschlaggebend dafür sein, wie schnell andere Staaten nachziehen.

      • Ivo Opstelten (Azrael) aka Marcel ;-)

        natürlich muss solch ein Spot professionell produziert werden. Schade das nicht alle dazu stehen was sie tuen. Ich wohn ja nun mal am Standort von RTL – und mein altes „Weedtaxi“ hat mir immer groß und breit erzählt das er auch in die Studios fahre. Seither sehe ich das „Frühstücksfernseh“ mit anderen Augen ;-). Auch die Kamerateams und Drehteams sehen immer sehr kifferfreundlich aus.

  • keek

    sehe ich ähnlich Elli…

    Wenn ich z. B. mal in der Rheinischen Post blättere… Dann geht´s da um Gefahren von Drogen. Cannabis wird dann in einem Atemzug mit Chrystal Meth und anderem synthetischen Dreck genannt. Dann wieder der allzeit beliebte Ausdruck der „Einstiegsdroge“. Krebsgefahr. Etc… Zum Kotzen…

    Das meine Lunge und andere Organe vom Kiffen nicht besser werden, ist mir klar, aber werden sie das vom Rauchen oder Alkohol? Da werden die Folgen von der Politik in Kauf genommen.

  • Anonymous

    Gibt es eigentlich eine Quelle hierzu?

    Und ist es zu 100% sicher, das wenn kein GBA Auszug benötigt wird, ein Perso reicht und dieser nicht dazu verwendet werden kann um Leute ohne Wohnort in NL abzuweisen?

    • Momentan ist nichts wirklich sicher.
      Da auf Personalausweisen keine Adresse steht und nicht jeder in den Niederlanden lebender einen niederländischen Ausweis hat, kann man anhand des Ausweises nicht die Herkunft klären.
      Hier ist der Quelllink: http://www.gelderlander.nl/regio/arnhem/krikke-wiet-halen-zonder-uittreksel-1.3554211

      • Streuner

        Hallo Mobo,

        auf Personalausweisen steht KEINE Adresse? Auf den deutschen schon.
        Mein bevorzugter (seit 1991) Shop in Arnhem wird ab 1. Januar nicht mehr an Ausländer verkaufen! Auch nach Aussage des Betreibers, den ich seit 1980!!! kenne, nicht an mich. Ein Verstoß bedeutet den Entzug der Lizenz.
        Also kann ich mit meinem deutschen Perso ab Jan 13 nicht mehr in Arnhem kaufen.
        Oder?
        Wobei ich mich ja massiv am Widerspruch zum Artikel 1 der Niederländischen Verfassung, dem „Antidiskriminierungsartikel“ stoße:

        Allen die zich in Nederland bevinden, worden in gelijke gevallen gelijk behandeld. Discriminatie wegens godsdienst, levensovertuiging, politieke gezindheid, ras, geslacht of op welke grond dan ook, is niet toegestaan.

        Alle, die sich in den Niederlanden aufhalten, werden in gleichen Fällen gleich behandelt. Niemand darf wegen seiner religiösen, weltanschaulichen oder politischen Anschauungen, seiner Rasse, seines Geschlechtes oder aus anderen Gründen diskriminiert werden.

        der Streuner

        • Wann hast du den Shop gefragt? Wie aktuell ist die Aussage?
          Wenn du in die Niederlande ziehen würdest, würde deine niederländische Adresse aber nicht eingetragen werden.

  • Streuner

    Hallo Mobo,
    ich habe mich gestern in dem Shop, wie immer, lange mit dem Besitzer unterhalten.
    Wie gesagt, ich kenne den seit 1980 und es hat nie wegen irgendetwas Probleme gegeben.
    Er hat mir, zu seinem Bedauern, mitgeteilt, dass er mich ab Jan. nicht mehr reinlassen kann.
    Wie ich schrieb, ein Verstoß und seine Lizenz, und damit Existenz, ist perdu.
    Er sagt, das er nicht mehr an Deutsche verkaufen darf. Aber ohne „Uittreksel“ kann er ja nicht/MUSS er ja nicht wissen, dass ich eben nicht in Holland wohne.
    Wenn ich dann nur niederländisch mit ihm rede?
    Ich habe überlegt, mir einen Termin bei Mevrouw Krikke zu machen und ihr meine persönliche Situation zu schildern.
    Hätte diese die Möglichkeit, mir den Zugang zu meinem „enigen, echten Coffeeshop“ zu erlauben?.
    lg
    Streuner

    PS: Besten Dank für dein Blog :-)